ich schließe mich Birgitt an: Jemen ist derzeit keine Option! Es gibt nur wenige Quadratkilometer nordwestlich von Sana'a (rund um Kawkaban und Thula), die als gelegentlich sicher gelten. Die Durchfahrt von Ost nach West ist faktisch unmöglich, weil die Route durch Al Qaeda-Territorium führt. Selbst die Stadt Mukalla ist nicht mehr sicher.
Bleibt nur die Option, von Salalah im Oman zu verschiffen. Dort hat Maersk einen regionalen "Hub", also ein Umschlagzentrum. Theoretisch könnt Ihr von dort nach überall an der Ostküste verschiffen, aber wohin, das ist die große Frage. Djibouti geht - ebenfalls theoretisch -, aber ich habe es in knapp sechs Monaten bei insgesamt vier Agenturen nicht geschafft, eine leidlich präzise Aussage über die Kosten des Handlings im Hafen von Djibouti zu erhalten. Sicher ist, dass sie bei über 1.000 Dollar für einen Geländewagen liegen. Hinzu kommt der Zeitfaktor: Die letzten, von denen ich las, benötigten schlappe zwölf Tage, um ihr Auto aus dem Hafen zu bekommen!
Neuland wäre sicher, den Wagen von Dubai nach Somaliland zu verschiffen. Im alten Hafen am Creek liegen die berühmten Dhaus, die nach Somaliland fahren. Nur führt die Route durch piratenverseuchte Gewässer. Und wie der Zoll in Somaliland reagiert, kann ich gar nicht einschätzen. In Djibouti war es auch so: Einreise überland völlig unproblematisch, per Schiff eine Katastrophe. Und in Mombasa und Dar es Salaam sieht es ja offensichtlich auch nicht besser aus.
Womöglich ist am Ende Port Sudan die beste Option. Das ist zwar sicher schön arabisch-bürokratisch, aber immerhin nicht so korrupt wie weiter südlich. Und mit Maersk ab Salalah ginge es...
Viele Grüße
Achim




