Fahrzeugwahl

Mit dem Allrad, Quad und der Ente ;) über Land und durch die Wüste

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Turi
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von Turi »

Asphalt mit gemeinen Schlaglöchern, Wellblechpiste, Schotterstrassen, Wald- und Wiesenwege sollte mit möglichts geringe Achslast und angemessener Geschwindigkeit gefahren werden damit nix kaputt geht. 4x4 wird meistens nur für den Übernachtungsplatz oder sonst kurze Strecken benötigt
das trifft absolut zu, aber eben nur für die die auf
Asphalt mit gemeinen Schlaglöchern, Wellblechpiste, Schotterstrassen, Wald- und Wiesenwege
unterwegs sind, dafür reicht aber auch ein Hecktriebler mit Sperre.

Wie heisst das Forum? Wüstenschiff! Einige von den Foristen sind eben dort unterwegs, manchmal sogar länger als einen Urlaub lang und da reicht eben nicht "4x4 zum Übernachtungsplatz" und man ist dann halt viel schwer geladen unterwegs.

Und ob mit Ente oder Kat unterwegs, sind alle kaputt gegangen.

Die die super leicht unterwegs sind, sind dann meist auch superschnell unterwegs :wink:

Betreffend Anhänger, ist sicher eine gute Lösung, im Sand aber schnell mal zu Ende, ausser man erfindet noch einen Antrieb für den Selbigen.
Die Südafrikaner machen es vor wie's geht, die fahren alles mit Trailer, solange es auf Schotter und Asphalt bleibt.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
AlfredH
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von AlfredH »

Hallo,
Anhänger im Sand oder auf Sandpisten sind, solange sie nicht zu schwer sind, sogar besser als ein überladener 4x4. Die Südafrikaner fahren auch im vollen Sand und auf sandigen Pisten damit und haben uns sogar einmal samt ihrem Anhänger aus einem Schlammloch im Moremi gezogen. Wir haben uns daraufhin auch einen südafrikanischen Anhänger
(Conqueror Compact) gekauft und sind damit auch im Sand super gefahren.
Warum ist ein Anhänger gar nicht so schlecht:
Das Gewicht wird auf drei Achsen verteilt und mit entsprechend reduziertem Luftdruck fährt es sich sehr gut. Der Anhänger sollte jedoch nicht mehr als ca. 800 kg haben und das Fahrzeug eine Motorleistung von ca. 150ps, mehr ist natürlich immer besser. Die dritte Achse ist ein Vorteil und wiegt das Mehrgewicht des Anhängers mehr als auf. Ein Überladener 4x4 mit einer totalen hecklastigen Achslast( z.B. mit Aufbau) ist definitv schlechter, da nützt dann auch die Motorleistung nichts mehr.
Ciao
Alfred
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Tom Horn
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von Tom Horn »

Allseitigen Gruss!

Ich teile die Meinung von AlfredH weitgehend.
Fahrzeugwahl ist bekanntlich immer eine unendliche Geschichte. Die wichtigsten Kriterien sind aber wohl: Beschaffenheit des zu befahrenden Geländes (also Landeskenntnisse) und Dauer der Reise - will sagen, welche Autonomie brauche ich zwischen den einzelnen Versorgungspunkten (Wasser, Treibstoff). Davon - und nicht vom Komfort des Lebens an Bord - sollte doch das Gewicht in erster Linie abhängen.

Sand ist nicht gleich Sand! Mit Hänger Geröll und sandige Pisten zu fahren, ist kein Problem: "Länge läuft". Ganz anders sieht es aber bei Dünenfahrten aus. Die Mehrzahl der Dünen stellen für das Gespann enorme Probleme dar, weshalb man wahrscheinlich entweder mit Bruch rechnen muss, oder aber gleich eine andere Strecke wählt!
Auch eine heftige Hammada (wie z.B. auf dem Schwarzen Messak oder Hammada El Hamra) wird mit Hänger sicher eine Tortur. Aber gut - davor "bewahrt" den unbekümmerten Reisenden ja z.Z. die internationale Politik.
Turi
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von Turi »

Hallo Alfred

Wir haben die Erfahrung gemacht, solange es gerade aus geht und man im Sand nicht rangieren muss mag das ok sein.
Bleibt man aber im Sand einmal hängen, kann man mit 2 Achsen, ohne Gelenk dazwischen, noch rückwärts rangieren, mit Hänger, auch mit nur 800 kg und die südafrikanischen Hänger haben mit voller Ausrüstung mehr, da ist nichts mehr mit rangieren.
Wäre es eine Alternative, würde man unterwegs mal den Einen oder Anderen treffen, ausser in Südafrika und Namibia haben wir im Sand keinen mit Hänger getroffen.
Was auch nicht zu unterschätzen ist, man schläft praktisch draussen, man hat lange mit Auf-und Abbau, die Diebstahlsicherheit und das Wetter.

Durch den Kongo, Gaboun, Kameroon etc. in der Regenzeit :shake:

Ich habe mir die Gedanken auch schon gemacht, bin aber wieder davon abgekommen, die Nachteile überwiegen für mich.

Gruss Turi
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landcruiser.
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von landcruiser. »

Meine "Erfahrungen" beschränkt sich auf Anhänger hinter dem 404S - lang ists her.

Und schön war das nicht, vor allem rückwärts mit dem Mistding was ich nicht sehen konnte.

Ansonsten hab ich Situationen erlebt, die ohne Anhänger nicht schön waren und die mit dem Ding todsicher in die Hose gegangen wären. Und man kann es sich oft aber eben nicht immer aussuchen wo es lang gehen soll.

- im Sand in der Senke zwischen zwei Dünen, nahezu fesch-fesch - solo gerade so rausgekommen, mit Anhänger unmöglich
- Fahrfehler bei Überfahren der Dünenkante - möchte ich mit Anhänger nicht ausgraben
- Situationen, die ein mehrfaches Vor/Zurück auf engstem Raum notwendig machen - mit Anhänger wenn Abhängen nicht möglich?
- Abfahrt auf Steinplatten mit losem Geröll - ne danke
- enge Paßstraßen und du mußt rückwärts - da ging mir schon solo die Düse 1:100

Würde nicht behaupten, dass ein Anhänger schlecht ist. Kommt auf die Nutzung an, für mich kommts nicht in Betracht.

Für zwei Personen reicht für meine (!) Ansprüche ein Fahrzeug wie langer Defender, Patrol, Land Cruiser, etc. pp..
Turi
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von Turi »

Hallo Wüschigemeinde
So waren wir bisher unterwegs:

die 1. schnelle Variante für ein paar Wochen Libyen

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die 2. schnelle aber bequemere Variante für ein paar wöchige Wüstentouren

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die 3. Variante, ein wenig gemütlicher aber auch nur für mehrwöchige Afrikatouren

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unsere jetzige Variante für mehrjährige Touren, in meinen Augen die kleinste Variante um halbwegs kommod zu schlafen und trotzdem so kompakt um überall durchzukommen, alles was wir mit dem letzten Toyota gefahren sind geht mit dem Iveco auch.
Die Höhe differiert mit Ersatzrad/ Koffer auf dem Toyodach noch um 10 cm und die Kopflastigkeit ist nur geringfügig anders. ( im Toleranzbereich des Fahrers) :wink:

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Gruss Turi
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schnorr
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von schnorr »

na ja, wir sind ja hier im wüstenschiff und eure angaben kann ich voll unterschreiben.

bis auf: wenn ich wirklich düne rauf, düne runter will, brauche ich ein gutes geländegängiges fahrzeug und mit anhänger bin ich da meist aufgeschmissen.
allerdings wird ja düne rauf, düne runter immer seltener möglich :x
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Turi
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von Turi »

Hallo Schnorr
allerdings wird ja düne rauf, düne runter immer seltener möglich :x
wieso, nimmt die jemand weg :lach:
Gruss Turi
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Tom Horn
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von Tom Horn »

Turi hat geschrieben:
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Gruss Turi

Der Wagen ist bestimmt mit viel Engagement und Präzision aufgebaut und dennoch auch ein gutes Beispiel für die unausweichlich folgenden mechanischen Probleme. Dabei geht es weniger um die bekannte "Kopflastigkeit", die im Gelände zu Unfällen führen könnte - das weiss der Fahrer ja und passt seine Fahrweise an.
Die Kraefte, die bei Verschränkung und Wanken auftreten, wachsen jedenfalls mit der hohen Konstruktion (bei vergleichsweise kurzem Radstand) auch. Das geht dann - zwar nicht in die Hose - aber aufs Fahrwerk. Und dort direkt in die Blattfedern, die diese Verwindungen bei hohem Gewicht und Dauerbelastung nicht mehr so einfach wegstecken. Brüche sind damit vorprogrammiert.
Trotzdem ist das sicher ein Auto mit ganz gutem Reisekomfort - aber eben reparaturanfällig. Man kann nicht alles haben! :roll:
Steppenwolf
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von Steppenwolf »

Canadier hat geschrieben:Ich werfe mal eine andere Frage in den Raum:

Braucht man eigentlich die extreme Geländegängigkeit von Unimog, MAN oder Defender?

Aus meiner Sicht ist Schlechtwegetauglichkeit völlig ausreichend - es sei denn man will sich wirklich offroad über weite Strecken durch die Wüste blechen. Zu 99% bewegt man sich doch eh auf Asphalt oder Schotterpiste.

4WD, etwas mehr an Bodenfreiheit, die richtigen Reifen und kein zu hohes Gewicht bringen schon sehr viel. Wenn dann noch etwas Erfahrung mit an Bord ist ... Selbst ohne 4WD geht dann noch viel.
Mein Buschtaxi hat ja zuschaltbaren Allrad und Diff-Sperren.

Auf meinen Touren und Reisen, und ich fahre oft abseits der Hauptstrecken, ist es äußerst selten, dass ich mal den Allrad zuschalte. Ich lege es auch oft darauf an, wie weit ich ohne Allrad komme. Man glaubt nicht, was da noch alles geht.

Meist benötige ich den Allrad nur bei der Suche nach Übernachtungsplätzen oder wenn ich bewusst mal eine schlimme Piste befahren möchte.

Viel wichtiger ist es, genügend Bodenfreiheit zu haben und die Erfahrung, sich sicher auf unwegsamen Gelände zu bewegen.

Ich habe mir nun vor ein paar Wochen noch einen elektronikfreien MB T1 209D, 4x2 zugelegt. Wenig Kilometer, ausgebaut, und in einem sehr, sehr guten und rostfreien Zustand. Und mit diesem werde auch mal die nordafrikanischen Pisten testen :wink: . Sand fällt näturlich flach.

Des Bussle muss nur noch ein bissle höher gelegt werden :mrgreen:
gast265
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von gast265 »

Hallo,

sag mal bitte Turi ...

Was ist das für eine seltsame grüne Box an der Rückwand des Koffers?
Hat mich etwas neugierig gemacht - (Hebkissen???)

g- Andreas
Turi
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von Turi »

Hallo Andreas

Ganz einfach, sind die Stühle drin.
Werkzeug, Hi Lift Ketten etc hatte ich in der Box, die die Stossstange vorne ersetzt, so war das Gewicht besser verteilt.

Die Kopflastigkeit ist nicht grösser als mit dem Toyo, Hubdach und Equipment auf dem Dach.

Betreffend der Verschränkung, wir haben keinen Panhardstab hinten, habe den bewusst ausgebaut, so hat man die volle Verschränkung und die Belastung auf das Chassis ist nicht ganz so extrem, allerdings auch nicht mehr für 110 km/h und mehr.
Nach Jahren in denen ich, teilweise sehr extrem, unterwegs war, erschien mir das Massif Konzept noch das Beste auf kleinem Raum, mit einem Bett, das man nicht umbauen muss.
Der HZJ 79 mit einer kurzen Kabine wäre noch die bessere Lösung, hätte er den Iveco Motor und das Getriebe vom 75er :wink:
Allerdings sind auch meine Mittel irgendwo begrenzt, leider.
Reisen ist mir wichtiger als Bauen.

Gruss Turi
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Olaf.L
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von Olaf.L »

Hallo Turi,

wer will um Gottes Willen einen Ivecomotor in einem Land Cruiser haben, doch nicht etwa wegen den paar Nm .
Das ist ja schon fast Beleidigung! :lach:

Gruß Olaf
Alexander
Administrator
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von Alexander »

Olaf.L hat geschrieben:wer will um Gottes Willen einen Ivecomotor in einem Land Cruiser haben...
Das ist schon wegen der genetischen Inkompatibilität unmöglich. :-) und wäre schon zuviel Engineered Diversity :lol:

Grüsse
Alexander
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landcruiser.
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Re: Fahrzeugwahl

Beitrag von landcruiser. »

Turi hat geschrieben: Der HZJ 79 mit einer kurzen Kabine wäre noch die bessere Lösung, hätte er den Iveco Motor und das Getriebe vom 75er :wink:
Wer will einen 4 Zylinder Kleinkalibermotor? :lach:

Der IVECo ist schon ne Nummer für sich. Schöne Leistungscharakteristik, robust, meist zuverlässig und sehr weit verbreitet.

Aber, wenn schon denn schon:

- HZJ75PU
- 12HT + LLK
- H55F
- Fullfloater Achse hinten
- SeilzugDiff.sperren vuh

Wem das nicht reicht und wenns etwas über low level tec sein soll: 1HD-T mit kompletten Anstriebsstrang incl. perma Allrad und drei Sperren vom HDJ80. :mrgreen:
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