Russland, Iran und die Türkei beraten erneut über eine Deeskalation in Syrien. Der deutsche Staatsminister Niels Annen spricht dagegen von einem „Kriegsgipfel“ ...
Begleitet von anhaltender Gewalt in Syrien sind die Präsidenten der Türkei, Russlands und des Irans zu einem Dreiergipfel über die Lage in dem Kriegsland zusammengekommen. Das Treffen des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdoğan mit seinem iranischen Amtskollegen Hassan Rohani und Kremlchef Wladimir Putin am Mittwoch in Ankara wurde international von Skepsis begleitet. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt in Berlin, Niels Annen (SPD), sprach im ARD-Morgenmagazin von einem „Kriegsgipfel“. Alle drei Staaten beteiligen sich an dem Krieg in Syrien, vertreten dort allerdings gegensätzliche Positionen.
Drei Staatschefs und ein kaputtes Land
04.04.2018 - taz
Noch ist nicht klar, wie Syrien künftig aussehen wird. Doch Iran, Türkei und Russland sind sich darin einig, dass sie beim Wiederaufbau profitieren wollen. Ein Kommentar von Jürgen Gottschlich, Auslandskorrespondent Türkei ...
Eine neue Verfassung für Syrien, ein schnelles Ende der Kämpfe und die territoriale Integrität des Landes – all das streben Iran, Russland und die Türkei als neue Garantiemächte Syriens an. Das war das öffentliche Fazit eines Gipfels von Wladimir Putin, Hassan Rohani und Recep Tayyip Erdoğan am Mittwoch in Ankara. Auch wenn noch etliche Interessengegensätze existieren, wollen die drei Mächte die Zukunft Syriens unter sich ausmachen. Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, seine Truppen möglichst bald aus Syrien abzuziehen, gehen sie davon aus, dass der Westen keine Rolle mehr spielen will. Noch ist nicht klar, wie Syrien am Ende aussehen wird, doch die drei Partner sind sich einig, dass die Beute ausschließlich unter ihnen verteilt wird.
Syrien als Beute
04.04.2018 - taz
Gruß
Birgitt