Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Alexander
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Hallo Maputo,

nachdem ich die Bilder auf dieser Webseite gesehen habe, besonders was die Prawn angeht kann ich nur eins sagen: du hast mich überzeugt :-)

Mein Problem: Ich befinde mich jetzt in der dritten Woche hier in Johannesburg und nehme im Wochenschnitt 1,2 Kilo zu. Wenn ich das bis Ende April hochrechne... :roll: Ich werde wohl den Fitnessraum hier öfter frequentieren müssen. :mrgreen:

Danke auch für die restlichen Tipps. Da ich nicht unbedingt zu den kontaktscheuen Menschen gehören denke ich, dass es ein paar interessante Begegnungen geben wird ;-)

Viele Grüsse
Alexander
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Rufus
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Rufus »

Hallo Alexander,
hier ein paar Infos zu der verwirrenden Vielfalt der Straßenschilder...
https://en.wikipedia.org/wiki/Road_sign ... uth_Africa

Trafic signs ZA.PNG

Und... immer schön links halten! 8)

Gruß und gute Fahrt!
Rudi
Alexander
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Hallo Rudi,
Rufus hat geschrieben:Und... immer schön links halten! 8)
Langsam funktioniert es schon. Ich versuche nicht mehr in das Auto von der Beifahrerseite einzusteigen und Blinker und Scheibenwischer verwechsle ich auch nicht mehr so oft. :-)

Grüsse
Alexander
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Uwe Schmitz
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Uwe Schmitz »

Alexander hat geschrieben:Hallo Rudi,

Langsam funktioniert es schon. Ich versuche nicht mehr in das Auto von der Beifahrerseite einzusteigen und Blinker und Scheibenwischer verwechsle ich auch nicht mehr so oft. :-)

Grüsse
Alexander
Hallo alexander,
zumindest diese probleme hab' ich mit meiner LHD-ente da unten nicht ! :)
schwieriger ist's anfangs schon, als linksabbieger wirklich ganz links abzubiegen...
doch die größten probleme mit diesem komischen linksverkehr hab' ich ohne das auto: als fussgänger! ich krieg's einfach nicht hin, beim überqueren einer strasse in die richtige richtung nach evtl. auftauchenden autos zu schauen ... da musste schon öfter mal jemand wegen des dappischen touristen auf der gass heftiger als üblich bremsen :shock: :oops:
immer schön augen und ohren auf im verkehr
wünscht allen
uwe
Rufus
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Rufus »

Blöd ist nur, wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat und es einem dann in Deutschland passiert, dass man auf der falschen Staßenseite losfährt... Ist mir kürzlich an der Bergstraße passiert. Bis das erste Auto entgegen kam... Der hat mit Recht ziemlich erbost geguckt :oops:. Dumme Sache, so eine Rechts-Links-Schwäche...
LG
Rudi
Alexander
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Rufus hat geschrieben:Blöd ist nur, wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat und es einem dann in Deutschland passiert
Vieleicht sollte ich dann erst ein paar Tage zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren, bis sich der Links/Rechtssinn wieder stabilisiert hat ;-)

Viele Grüsse
Alexander
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lehencountry
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von lehencountry »

Noch spannender wird's im großen Kreisverkehr mit 2 Spuren. [emoji6]
Besondere Vorsicht auch wegen Carjacking. Umfeld an der Ampel beobachten,
Fluchtweg offen halten.
Letztes Jahr 16000 carjacking mit und ohne Insassen. Mit etwas Glück kommt man wieder frei nachdem man die PIN der Kreditkarte zittrig auf Papier kritzelte.


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schnorr
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von schnorr »

ich klebe mir am lenker/lenkrad immer ein dickes tape mit der aufschrift "Links" und einem pfeil (natürlich links zeigend :lach: ), meine erinnerung daran, wo dieses "links" sich befindet, wenn ich noch tiefschlafend losfahren sollte.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Alexander
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Südafrika: Besuch im Lion- and Safaripark

Beitrag von Alexander »

Wir haben jetzt ausreichend über die Herausforderungen des Linksverkehrs philosophiert ;-) Doch Südafrika hat noch mehr zu bieten. z.B. Natur und Tierwelt.

Leider gibt es Großwild und Raubkatzen kaum noch in freier Wildbahn, von den Wildparks einmal abgesehen. Für einen Tagesausflug fahre ich in den, von mir aus gesehen knapp ein Stunden entfernten Lion Park

Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Tages- und Nachttouren, mit Führer oder mit dem eigenen Fahrzeug.

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Sollte man mit dem eigenen Fahrzeug den Lion- und Safaripark besuchen wollen, dann sollte man strikt das befolgen, was einem die Ranger einbleuen. Da man ausreichend Gelegenheit hat, Raubkatzen und Hyänen zu beobachten sind Cabrios oder Softtopfahrzeuge nicht zugelassen. Die Scheiben müssen immer geschlossen bleiben. Eine US Amerikanerin meinte, sie muss schlauer sein, öffnete im Löwengehege das Fenster und konnte es leider nicht mehr so schnell schließen, um sich in Sicherheit zu bringen.

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Ich wähle die Käfigvariante ;-) Sicher vergittert und mit einem humorvollen jungen Guide, der die Tiere erklärt.

Zunächst kommen wir bei den Hyänen vorbei, die faul im Schatten liegen. Die Hyänen jagen im Rudel, auch wenn sie nicht gerade Hunger haben. Nicht einmal der Löwe legt sich mit den Teamkämpfern an.

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Etwas friedlicher sind die Giraffen. Wusstet ihr, dass Giraffen nur 5 - 6 Minuten schlafen und gerade einmal 20 - 30 Minuten pro Tag? Giraffen dösen vor allem im Stehen, wenn sie nicht gerade fressen. Auf der einen Seite müssen sie sich vor den Löwen in acht nehmen. Auf der anderen Seite wäre ein langer Tiefschlaf auch sonst für die Giraffen tödlich. Durch den langen Hals würde während eines Tiefschlafs das Hirn nicht mehr ausreichend durchblutet, was fatala Folgen hätte.

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Junggiraffe kratzt sich an einem Ast.

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Eine Gnumutter...

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...mit ihrem gerade mal sechs Tage alten Jungen.

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Der König der Tiere: der Löwe. In Gefangenschaft werden Löwen drei mal pro Woche gefüttert. In freier Wildbahn fressen sie einmal pro Woche. Dafür schlafen sie bis zu 20 Stunden am Tag. In meinem nächsten Leben werde ich Löwe. :mrgreen:

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Zwei Brüder machen es sich im Schatten bequem...

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...während der Chef des Rudels für Nachwuchs sorgt. Löwen Männchen können über 40 mal pro Tag, wobei ein Geschlechtsakt nur ca. 12 Sekunden dauert. Nicht neidisch werden meine Herren ;-) Aber die 12 Sekunden, die schlagen wir doch locker, oder? :mrgreen:

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In dem Park kann man Tiere auch hautnah erleben. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

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Löwen kann man nur bis zum Alter von sieben Monaten nahe kommen. Besonders, wenn sie einen nicht kennen. In dieser Zeit befinden sie sich noch im Kinder- und Flegelalter. Auch wenn manch Pseudoheld sich gerne mit Raubtieren ablichten lässt. Es besteht absolut keine Gefahr. Die einzige Gefahr besteht, dass die Tiere Spaß an der Streichelei bekommen und dann etwas zu knabbern und kratzen anfangen. 8)

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"Meinem" Löwen hat z.B. der Ärmel meines Hemdes gefallen und hat ihn ordentlich durchgekaut. 8)

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Geparden einmal aus der Nähe zu erleben und mit ihnen auf Tuchfühlung zu gehen ist ein ganz besonderes Erlebnis.

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Gestreichelt werden hier gefahrlos erwachsene Tiere. Sorry, dass ich hier manch Heldenepos zerstöre ;-)

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Eine wunderschöne Katze. Und wenn es ihr gefällt, fängt sie zu schnurren an. Neben unserer Hauskatze übrigens die einzige Katze, die schnurrt.

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Trotzdem hält manch ein Besucher fast panikartig einen übergroßen Sicherheitsabstand ein. Wirklich, es wurde noch kein Besucher aufgefressen. ;-)

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Rufus
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Rufus »

Die sind ja schon goldig, diese kleinen weißen Löwen...
Ich will auch nen Löwen... nur einen gaaanz Kleinen! :lach:

Aber Deine vermeintlichen Hyänen sind afrikanische Wildhunde (zumindest auf dem Foto).
Was Du zu dem Jagtverhalten schreibst, passt aber auch zu Hyänen...
Heija Safari!
Alexander
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Johannesburg mal aus einer anderen Perspektive ;-)

IMG_1419.jpg
IMG_1420.jpg

Es gibt in Südafrika auch flacheres Fortbewegungsmittel, wenn man ein paar Rand übrig hat 8)

IMG_1421.jpg

Grüsse
Alexander
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lehencountry
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von lehencountry »

Heute 22.15 im ZDF
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Südafrika zwischen Zauber und Zerrissenheit

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Maputo
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Maputo »

... das ist der McLaren / Aston M Showroom in Sandton City nehme ich an? Dort bin ich auch ab und zu, dekadent aber gleichzeitig auch genial was dort herumsteht. Erste und Dritte Welt hautnah :wink:

aston-1.jpg
Rufus
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Rufus »

Es gibt nur (diese) eine Welt!
Und in der gibt es unnötige Autos, die man mit "virtuellem Geld" kauft und es gibt Leute, die froh sind, dass sie putzen gehen dürfen um sich überhaupt etwas zum Essen kaufen zu können...
Und die Schere geht immer weiter auseinander :kotz:
LG
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Alexander
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Maputo hat geschrieben:... das ist der McLaren / Aston M Showroom in Sandton City nehme ich an?
Richtig! Kaufst dir dort wohl ab und zu ein Auto :)
Rufus hat geschrieben:Und die Schere geht immer weiter auseinander :kotz:
Ja, und manchmal denkt man wirklich, man fährt in die falsche Richtung. Man bekommt schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man diese Unterschiede sieht.

Aber der Wohlstand hat einen Preis.

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Es gibt kein Haus, keine Mauer, keinen Zaun, der nicht elektrisch geladen, oder...

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...mit Nato Stacheldraht umwickelt ist.

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Und wem das noch zu unsicher ist, der läßt Wachhunde auf seinem Grundstück patrouillieren.

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Am besten noch in einer Housing Area abgeschirmt.

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Selbst manche Glaubensgemeinde schottet sich ab.

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Und wer keinen Job hat, der muss schaun, wie er über die Runden kommt, bei einer Arbeitslosenrate von 29%. Viele Sammeln Wertstoffe, für die es einige Rand gibt.

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Andere verkaufen etwas auf der Straße oder verkaufen sich als lebende Litfaßsäule.

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Wer nichts zu verkaufen hat stellt sich auf eine Straßenkreuzung in der Hoffnung, dass Autofahrer ein paar Rand spenden.

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Gewöhnlich sieht man von Südafrika nur die schöne Seite. Wunderbare Landschaften und eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Für viele hat das aber keine Bedeutung, denn sie haben andere Probleme.

Diese große Buchstaben auf dem Berg: "Jesus komm". Ein Hoffnungsschrei, der vermutlich ungehört verhallt...

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