Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Ethik, Organisationen, Projekte, Folgen, Tipps usw.

Moderator: Moderatoren

Kuno
Beiträge: 9586
Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Kuno »

Wenn wir mal bei Rhodesien bleiben - dort haben sich sogar sehr viele Leute fur IHR LAND eingesetzt. Und viele tun es auch heute noch.

Aber waehrend einer wie der Saddam wegen nichtexistierender Massenvernichtungswaffen erobert wird, schaut man beim Mugabe nicht so genau hin. Der hat wohl keine Raketen... aber eine Art Massenvernichtung betreibt er doch am eingenen volk und Land am ende auch!
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35199
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Birgitt »

Richtig, Mugabe betreibt es am eigenen Land und Volk, er hat keine Raketen, also stellt er für die restliche Welt zunächst keine Bedrohung dar - und er hat nichts, was andere wollen.

Die Nachbarstaaten wie Botswana, Sambia, Südafrika schauen auch gerne weg, denn solange haben auch sie Ruhe im eigenen Land. Sobald sie ihm etwas zu sehr auf die Finger schauen oder sich gar einmischen würden, würde Gewalt u.U. über die Grenzen schwappen und "deren Problem" zu ihrem Problem - woran sie sicherlich nicht interessiert sind.

Man kann nur hoffen, dass sich das Problem Mugabe aufgrund seines fortgeschrittenen Alters löst und dass nicht unmittelbar ein zweiter Mugabe aus den eigenen Reihen nachwächst. Genau diesen Moment des Umbruchs gilt es zu nutzen. Ich hoffe, dass die Zimbabwer die Kraft dazu haben.

Gruß
Birgitt
Zuletzt geändert von Birgitt am Di 9. Feb 2010, 20:19, insgesamt 1-mal geändert.
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Alexander »

schnorr hat geschrieben:kann man dies wirklich nicht?
wenn unsere generation zwar nicht unmittelbar schuld daran hat, tragen wir dennoch eine gewisse kollektivschuld unserer ahnen in uns, die leider noch generationen später auswirkungen hat :?
Dann trage deine Kollektivschuld mit dir herum. Sie wird dich aber nicht weiterbringen. Ich sehe mich nicht und ich fühle mich nicht schuldig. Ich sehe meine Verpflichtung vielmehr darin in meinem Rahmen dazu beizutragen, dass das, was zwischen 33 und 45 geschah sich nicht wiederholt.
schnorr hat geschrieben:nicht umsonst reagieren wir sehr empfindlich auf äußerungen von neonazis.
Das mag weniger an der von dir getragenen Kollektivschuld liegen sondern vieleicht eher an der Tatsache, dass doch einige (wenn auch nicht alle) aus der Geschichte gelernt haben und deshalb sensibilisiert sind.
schnorr hat geschrieben:
Birgitt hat geschrieben: Weil niemand Märtyrer sein möchte.
die typische antwort darauf, solche zustände zu akzeptieren, neben dem "ich hab ja nichts gewusst" :cry:
Hier widersprichst du dir jetzt selbst. Auf der einen Seite lastest du Birgitt eine "typische" Reaktion an und auf der anderen Seite.....
schnorr hat geschrieben:ich habe schon öfters drüber nachgedacht. zumal ich mich intensiv mit unserer eigenen geschichte beschäftige. und ich kann dir diese frage nicht beantworten. ich weiss es schlichtweg nicht.
... denkst du nach und findest selbst keine Antwort drauf :roll:

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
thorshammer
Beiträge: 53
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 08:32
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von thorshammer »

...selbst wenn wir wieder wild revolutionieren...was bleibt letzten Endes davon uebrig??? NICHTS!

Hat jemals eine Revolution viel gebracht? Ok, Mauerfall, aber die Fraga gebe ich zurueck...wo stehen wir heute? Ich bin froh, dass der Kommunismus nicht funktioniert hat, sonst saesse ich immer noch hinter der Mauer fest.

Das alles funktioniert einfach nicht. Da kann revolutioniert und geputscht werden ohne Ende. Wenn man wirklich was aendern wollte, muesste man den Menschen an sich ein bissl manipulieren, aber das geht aus "ethischen" Gruenden nicht. Da ist es einfacher, moderne Sklaven zu zuechten, die schoen alles mitmachen, vielleicht anders denken, aber trotzdem das System mit obenhalten.

Als Buchtipp: Ayn Rand - "Und Atlas zuckte mit den Schultern", wahrswcheinlich im Deutsch weniger zu bekommen, dann eher "Atlas shrugged" - da geht es um die sich vernichtenden Staaten und eine Gruppe von intelligenten Leuten verschiedener Metiers, die ihren Geist aus der fallenden Gesellschaft zurueckziehen. Sehr ideell und anregend, leider missverstanden und kaum bekannt. Handelt von der Philosophie des gesunden Egoismus.

An "Schnorr": Kollektivschuld??? An sowas glaube ich nicht. Dazu bin ich zu sehr Individualist, als dieses mitzuverantworten. Ist fuer mich Humbug. Sollen doch andere Zahlen. Ich bin nicht in Deutschland, um da Steuern abzudruecken, die dann im Namen der Schuld verschwendet werden. Pfui!
Wann ist die Schuld denn vorbei? Wenn die letzten Zeitzeugen tot sind? Oder die Wiedergutmachungskassen leer? Oder die Stelen in Berlin zu Staub geworden sind???
Leider sind viele Deutsche zu Hause soooo demuetig, wenn es um das 3. Reich geht, benehmen sich aber im Ausland arrogant und herrisch. (Ich denke da grade an das Revierabstecken von 2 Rentnern im Tiwi Beach...Birgitt weiss, was ich meine!) :lol:

Und Hilfsbereitschaft...na klar gerne! Wenn ich helfen kann, tue ich es. Leider sind Andrea und ich schon desoefteren kraeftig in den Hintern getreten worden. Letztes Beispiel 2 tschechische Reisende, die nach uns los sind, uns aber unbedingt ueberholen mussten, um die ersten am Kap zu sein, denen haben wir Infos ohne Ende gegeben, jede mail war voller Fragen, die wir fleissig beantworteten. Dann haben sie uns frech mit ner Luege ueberholt (und wir haben noch bloed in Aegypten gewartet!!!) und wir wollten nur EINE Info wegen der Sudanfaehre, die wir NIE bekommen haben. :kotz: Reisende, was?

Habe auch als erste gute Tat in Aethiopien nen holzbeladenen Eselskarren wieder mit aufgerichtet, dafuer aber weder ein Laecheln noch ein Danke bekommen. Wahrscheinlich hat er noch Geld erwartet, weiss nicht. Wir sind im Allgemeinen sehr hilfsbereit, aber auch vorsichtig geworden. Helfen ja, aber geben und nehmen!


Oder die Geschichte mit der Ehrlichkeit und dem Kenianer etwas fuer seine Hilfe gegeben...nun folgen wie gesagt perverse sms, Anrufe, mails etc.
Weiss, nicht jeder ist so. Und im Allgemeinen haben wir gegen schwarze nix, aber sie sind leider NICHT da, wo wir stehen in ihrer Entwicklung, ist einfach Fakt. Bildung und Korruption als Hauptursachen.

Gruss

Rene
Gehe nicht entlang existierender Wege, sondern suche deinen eigenen und hinterlasse einen Pfad!
thorshammer
Beiträge: 53
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 08:32
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von thorshammer »

Birgitt hat geschrieben:Richtig, Mugabe betreibt es am eigenen Land und Volk, er hat keine Raketen, also stellt er für die restliche Welt zunächst keine Bedrohung dar - und er hat nichts, was andere wollen.

Die Nachbarstaaten wie Botswana, Sambia, Südafrika schauen auch gerne weg, denn solange haben auch sie Ruhe im eigenen Land. Sobald sie ihm etwas zu sehr auf die Finger schauen oder sich gar einmischen würden, würde Gewalt u.U. über die Grenzen schwappen und "deren Problem" zu ihrem Problem - woran sie sicherlich nicht interessiert sind.

Man kann nur hoffen, dass sich das Problem Mugabe aufgrund seines fortgeschrittenen Alters löst und dass nicht unmittelbar ein zweiter Mugabe aus den eigenen Reihen nachwächst. Genau diesen Moment des Umbruchs gilt es zu nutzen. Ich hoffe, dass die Zimbabwer die Kraft dazu haben.

Gruß
Birgitt
Die Gewalt ist schon ueber der Grenze. Es werden haufenweise zimbabwische Fluechtlinge von den suedafrikanischen Schwarzen attackiert, sogar mit fluessigem Paraffin angefackelt und brutal zusammengeschlagen...weil sie den eh arbeitsunwilligen Schwarzen dort aber die Arbeit wegnehmen...komisch, was?
Gehe nicht entlang existierender Wege, sondern suche deinen eigenen und hinterlasse einen Pfad!
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35199
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Birgitt »

thorshammer hat geschrieben:Ich denke da grade an das Revierabstecken von 2 Rentnern im Tiwi Beach...Birgitt weiss, was ich meine! :lol:
Und ob ich weiß, was du meinst :mrgreen:

Da kam halt ein wenig der Kolonialismus durch -
ihr hattet das falsche Nummernschild ;-)

Gruß nach GB
Birgitt
thorshammer
Beiträge: 53
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 08:32
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von thorshammer »

:lol: ...und genau das meinte ich auch, wenn viele deutsche Besucher in Andrea's Ecke kommen. :lol:

Aber Hauptsache, Deutschland mahnt die Tschechen, mit ihren Zigeunern besser umzugehen...obwohl die vom Staat eh schon mehr Unterstuetzung bekommen, als ein weisser. Wiedermal klarer Fall...und die Deutschen sind wiedermal unten durch! :lol: Wir haben gefeiert, als wir das gelesen haben!

Jaja, das alles ist schon ein weites Feld, und das Wie und Warum ist schon lange den geschichtlichen Bach runter. Eines steht fest: Das wird wohl nie aufhoeren und langsam beginnen wir hoffentlich zu verstehen, warum die alten "Hoch"kulturen verschwunden sind. Oder so aehnlich koennte ein Ansatzpunkt aussehen.

Gelle Birgitt, wenn man dann im Tiwi am Feuer sitzt, scheint das alles soooo weit weg zu sein! :wink: ...bald...bald...!

Gruesse!
Gehe nicht entlang existierender Wege, sondern suche deinen eigenen und hinterlasse einen Pfad!
thorshammer
Beiträge: 53
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 08:32
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von thorshammer »

Kuno hat geschrieben:Wenn wir mal bei Rhodesien bleiben - dort haben sich sogar sehr viele Leute fur IHR LAND eingesetzt. Und viele tun es auch heute noch.

Aber waehrend einer wie der Saddam wegen nichtexistierender Massenvernichtungswaffen erobert wird, schaut man beim Mugabe nicht so genau hin. Der hat wohl keine Raketen... aber eine Art Massenvernichtung betreibt er doch am eingenen volk und Land am ende auch!
Eine gute Darstellung der Farmenteignungen liefert "Beyond Tears" von Catherine Buckle...schon schockierend, das zu lesen.
Gehe nicht entlang existierender Wege, sondern suche deinen eigenen und hinterlasse einen Pfad!
schu achbar ?

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von schu achbar ? »

Birgitt hat geschrieben:Was heißt "die typische Antwort darauf" -
würdest du dich freiwillig in die erste Reihe stellen?

Denk 'mal drüber nach.

Ich würde es nicht, da bin ich ganz ehrlich.
Aber ich bewundere jeden, der es tut.

Gruß
Birgitt
Bild
schnorr
Beiträge: 2207
Registriert: Mi 15. Feb 2006, 21:42
Wohnort: Kölner Umland
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von schnorr »

Turi hat geschrieben:Wo stehen wir heute?
ich denke, dass das problem in zim durch die mentalität der zimbabwer noch verstärkt wird, ein faktor, den wir - glaube ich- nicht so recht fassen können.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
thorshammer
Beiträge: 53
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 08:32
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von thorshammer »

Hi,

erklaer mal kurz bitte die Mentalitaet der Zimbabwer? Weiss oder Schwarz? Die Shona sind recht geduldsam und fast schon apathisch, wenn es um's Auflehnen gegen die Obrigkeit geht. Das hilft sicherlich nicht grossartig...
Gehe nicht entlang existierender Wege, sondern suche deinen eigenen und hinterlasse einen Pfad!
tom schwarzegurken
Beiträge: 8
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 19:33
Wohnort: namibia

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von tom schwarzegurken »

Hallo Allemann
ich denke das beste ist dies ganzen dummen Hilfsorganisationen Abzuschaffen es hat in Afrika null Sinn. Seht euch Namibia an die Regierung bekommt die hoehste pro Kopf Entwicklungshilfe und den ach so Armen Schwarzen geht es nun schlechter als vor der unabhaenigkeit.
Gibt es dafuer eine Antwort???
Ich lebe in Namibia und ich habe viele Laender gesehen aber diese Afrikaner mit staerker pickmention hier haben alles getopt. Es ist unvorstellbar das ein Schueler mit 12 Jahren Schule und Abschluss nicht Rechnen kann und das ist kein Einzelfall! Ich fragte meinen Arbeiter wenn Du 10 Esel hast und sollst mir 10% davon Verkaufen wieviel hast Du noch? Er Stritt mit mehreren ARbeitern mit mir das es die haelfte waere. Er war nicht davon zu ueberzeugen das er noch neun hat. Anderes Beispiel der grosse Nujoma sagt wir sollten den Deutschen in den Kopf schiessen ein paar Tage spaeter kommen 20 Mill Entwicklungshilfe aus de.
Wo ist meine Deutsche Botschaft wo ist mein Deutscher Staat wenn es mir hier an den Kragen geht???
In Berlin ist jedes 4 Kind unter der Armutsgrenze und hier werden Strassen gebaut mit Deutschen Geldern???
In Luederitz wird eine Strasse aus Deutschen Geldern Finanziert wo 5 Autos am Tag lang fahren. Ein Klaerwerk gebaut fuer was, fuer 500 Angeschlossene?
Nein AFrika kann nicht immer nur die Hand Aufhalten sie muessen lernen zu Arbeiten zu Handeln alles andere ist bloedsinn.
so nun genug
gruss
thorshammer
Beiträge: 53
Registriert: Mi 5. Dez 2007, 08:32
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von thorshammer »

:lol: Alle 3 Nee, warte mal, da hab ich doch nur 10 % davon, also muessten es 2 sein...sorry, habe Abi aber die Lehrer haben versagt! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Voellig Recht hast du! Schade nur, dass wie ich schon sagte, der NICHT Reisende von sowas keine Ahnung hat. Wie auch, wenn man 2 Wochen alles inklusive in einem Resort hockt und im staendigen Suff dahinvegetiert, dann nach Hause kommt und meint, alles waere schoen! :lol:

Alles Gute in Namibia!!!

Gruss!
Gehe nicht entlang existierender Wege, sondern suche deinen eigenen und hinterlasse einen Pfad!
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Alle schauen weg - und die Kornkammer Afrikas ist tot!

Beitrag von Alexander »

Hallo Tom,

Besonders wenn man in einem afrikanischen Land wohnt und die politischen
"Unzulänglichkeiten" live erlebt, ist Frustration nicht auszuschließen.
Allerdings bringt uns Frustration und Verallgemeinerung nicht weiter. Hilfsorganisationen als
dumm hinzustellen halte ich für unangebracht. Ob man die Vergabe von Hilfsmitteln und die
Kontrolle deren Verwendung anders organisieren kann oder sollte, steht auf einem anderen
Blatt.

Betrachte doch einmal die unzähligen privaten Hilfsinitiativen, die still, abseits von
Steuervorteilen und Publicity ihren Teil zur Verbesserung beitragen. Erstaunlicherweise
erreichen diese Privatinitiativen oftmals mehr als die großen, "professionellen"
Organisationen. Vergleicht man ferner die Zielrichtung der Hilfen von "Groß" und "Klein"
und den Einsatz/Nutzeneffekt, dann erreichen die "Kleinen" oftmals mehr. Als Beispiel
möchte ich unsere Initiative in den Raum stellen. Mit jedem Euro, die wir unserer Schule in
Mali überweisen, kann sich ein Schüler einen Monat lang den Schulbesuch leisten.
Schulspeisung mit inbegriffen. Regelmäßige Kontrolle stellt sicher, dass der Euro nicht für
den Bau einer Villa eines korrupten Politikers oder für eine Luxuslimousine ausgegeben wird.

Persönlich bin ich fest davon überzeugt, dass dieser Euro und die vielen anderen, die dem
ersten gefolgt sind und noch folgen werden, richtig investiert sind. Ich bin auch sicher, dass
von diesen Schülern die von dir gestellte Mathematikaufgabe problemlos gelöst werden kann.

Ferner ist es meine Überzeugung, dass Entwicklungshilfe nicht unbedingt bei der
Schulbildung aufhören, aber unbedingt dort beginnen muss. Diese jungen und später
gebildeten Menschen sind das Fundament für eine funktionierende, sich weiterentwickelnde
Gesellschaft.

Vielleicht sollten die "Grossen" sich eine Scheibe vom Enthusiasmus und vom Ideenreichtum
der "Kleinen" abschneiden. Das Geben sollte auch zwischen den Parteien (Geber und
Nehmer) klar definiert werden, um zu vermeiden, dass sich Hände reflexartig ausstrecken,
sobald der Hilfsfonds wieder eine Ausschüttung vornimmt. Ich erwarte von den Nehmenden
eine Gegenleistung:

Gebe ich dir Geld, dann erwarte ich, dass du zur Schule gehst, dein Bestes gibst, um den
Schulabschluss zu schaffen.

Gebe ich dir Geld, dann erwarte ich von dir, dass du die Schaufel in die Hand nimmst und den
Brunnen baust.

Gebe ich dir Geld, dann erwarte ich von dir, dass du dir Saatgut kaufst, um die Landwirtschaft
in Schwung zu bringen und du dann diejenigen unterstützt, die deine Hilfe benötigen.

Es liegt auf der Hand, dass ich meine Forderungen konsequent kontrolliere und bei
Ausbleiben des Resultats auch das Versiegen der Unterstützung in Aussicht stelle und diese
Maßnahme auch in letzter Konsequenz durchführe.

Ich wünsche mir auch, dass Politiker nicht nur Entwicklungshilfe leisten, sondern auch den
Verbleib nachhalten. Die Frage ist, ob dies, wenn auch nicht in allen Fällen, überhaupt
gewünscht ist. Denn politische Entwicklungshilfe, und das ist meine persönliche Meinung, ist
nicht immer selbstlos. Erwartet man doch Gegenleistungen in Form von günstigem Zugang zu
Rohstoffen, lukrative Absatzmärkte für die eigenen Erzeugnisse und vielleicht auch den einen
oder anderen Militärstützpunkt, zu welchen Zwecken auch immer.

Nein, Frustration, besonders wenn sie in Diskriminierung resultiert, bringt uns nicht weiter.
Damit erreichen wir genau das Gegenteil. Und das kann weder im Sinne des Gebers noch im
Sinne des Nehmers sein.

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Gesperrt