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Siwa: Wüstenwanderung durch die Libysche Wüste

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Siwa: Wüstenwanderung durch die Libysche Wüste

Beitragvon Alexander » 22.10.2009 13:25

Hallo Wüstenläufer,

nach einjährigem Entzug und zur Linderung meines Wüstenfiebers, besuchte ich letzte Woche wieder Siwa, die Oase, welche immer mehr Fluchtpunkt von Touristen wird. Der Höhepunkt meiner Reise war eine fünftägige Wanderung durch die Libysche Wüste. Ziel war ein Objekt,
dass ich auf einer Satelliten Karte entdeckt hatte und für einen Krater hielt.

Vorbereitung: Konditionstraining, Joggen, etc (auf jeden Fall ist eine gute Laufkondition notwendig)
Distanz: ca. 60 km
Dauer: 5 Tage
Anfangsgewicht des Rucksacks: 36,9 kg, davon 23,9 Liter Wasser

Teil 1:

Am Morgen, gegen 4.30 Uhr verließ ich das Palm Tree Hotel auf der 2,8 km Teerstraße in Richtung Süden. Ich hatte die Absicht die kühleren Morgenstunden, besonders am Anfang der Wanderung zu nutzen. Der Sand auf den ersten 3 – 4 Kilometer war besonders weich und ich
erkenne, daß das Gewicht des Rucksacks die ersten Tage nicht einfach gestalten wird. Ich beschließe daher kleine Wasserdepots anzulegen,
die ich für den Rückmarsch nutzen konnte, um meine Wasservorräte auffrischen zu können. Damit vermeide ich unnötiges Gewicht mit mir herumzutragen. Ich halte die Wasserdepots klein (1,5 – 2 Liter), um den Verlust gering zuhalten, sollte ich ein Depot nicht wieder finden,
aufgeben müssen oder anderweitig abhanden kommen.

Erstes Nachtlager und Wasserdepot

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Der Vollmond erleuchtet die Umgebung und erleichtert die Orientierung. Doch erst auf dem Rückweg bei Tageslicht sollte ich erkennen,
durch welch grandiose Landschaft ich nachts durchwandert hatte.

Wandern bei Mondlicht

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Der feine Tau in Verbindung mit dem Vollmondlicht verleihen dem Sand eine leicht rötliche Patina, die sich mit den ersten Sonnenstrahlen
wieder verflüchtigt.

Der Sandboden wird nun härter und das kraftraubende Einsinken in den Sand reduziert sich nur noch auf Steigungen und Dünenübergänge.
Plötzlich bemerke ich vor mit einen Bergzug, der sich mir entgegenstellt. Im fahlen Mondlicht sehe ich schon das Ende meiner Tour. Doch aus
der Nähe betrachtet ergibt sich ein niedriger Sandübergang, der unmittelbar in eine Sandebene mündet.

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Pause

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Der erste Sonnenaufgang

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Immer wieder kreuzen Spuren meinen Weg:

Schlangen

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Drei Spezies treffen auf einander:

Schlange, Mensch und Wüstenfuchs

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Bis zum späten Vormittag weht ein Wind, der die hohen Temperaturen erträglich erscheinen läßt. Gegen Mittag stellt der Wind sein Gebläse unmittelbar ein und die Hitze in den weiten Sandebenen wird fast unerträglich.

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Mitten in einer Sandebene hat mir die Natur einen mit Sand gepolsterten Stuhl aufgestellt. Die Einladung nehme ich gerne an ;-)

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Einige Kilometer weiter treffe ich auf ein kreisrundes Gebilde, das mir zunächst Rätsel aufgibt. Das Objekt beschreibt einen exakten Kreis aus Kreidegestein. Viele Millionen Jahre war der Boden, auf dem jetzt meine Füße stehen, Meeresboden mit Korallenbänken. Bei diesem Kreis handelt es sich um das Relikt eines kleinen Korallenatolls, das der Wüstenwind im Laufe der Jahrtausende nahezu ebenerdig abgeschliffen hat.

Korrallenatoll

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In der Entfernung erkenne ich einen Felsen, der mir über die Mittagszeit Schatten spenden könnte. Dort angekommen entpuppt sich der Felsen als Sonnenschirm par excellence. Der Korallenfels besitzt einen schattenspendenden Überhang, von dem aus man die Sicht sonnengeschützt in die weite Ebene genießen kann.

Der Sonnenschirm

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Fortsetzung folgt

Grüsse
Alexander
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Beitragvon Kuno » 22.10.2009 14:08

Cool! Eine richtige Wanderung. Wuerde ich eigentlich auch gerne mal machen - aber mit der Kondition waere vorher noch etwas in Ordnung zu bringen....
Kuno
 
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Beitragvon Alexander » 22.10.2009 15:38

Kuno hat geschrieben:aber mit der Kondition waere vorher noch etwas in Ordnung zu bringen....


Dieses Problem hatte ich letztes Jahr auch. Aber die Schinderei hat sich gelohnt. :lol:

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Beitragvon Alexander » 22.10.2009 15:42

Teil 2:

Nach einer ausgiebigen Mittagsruhe mache ich mich wieder auf den Weg in Richtung Krater, an dem ich am späten Nachmittag ankomme. Hier ist leider auch mein Umkehrpunkt. Wer hier weiter geht, erreicht nach wenigen Kilometern Sanddünen pur. Insgeheim nehme ich mir diese Route schon für meinen nächsten Wüstenbesuch vor.

Blick auf die Great Sand Sea

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Für den nächsten Morgen hatte ich mir die Besteigung eines nahen Zeugenberges vorgenommen, von welchem ich den Sonnenaufgang genießen wollte. Also ging es früh zu Bett, mit mir, dem Wind und meinen Gedanken.....

Am nächsten Tag ging es also zum Zeugenberg, auf dessen Gipfel man eine nahezu grenzenlose Sicht über die Ebene bis hin zu den nahen Dünen geniessen kann.

Morgenstimmung

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Der Zeugenberg

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Sonnenaufgang

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Vom Berg aus in Richtung Osten entdeckte ich einige Palmen. Ich nahm mir vor, dieses Grün in der weiten Wüste etwas näher anzusehen.
Auf dem Weg zu dieser kleinen Oase stoße ich auf ein kleines Korallenriff und zahlreiche Muscheln aus feuchteren Zeiten....

Korallenriff

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Muscheln

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... und auf andere Wüstengewächse

Vertrocknetes Bäumchen

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Palmwedel auf Sandbett

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Und wieder eigenartige Spuren im Sand: Wüstenfuchs mit Blasenschwäche? :mrgreen:

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Kaum vorstellbar, daß es in der Wüste immer wieder Stellen gibt, an welchen das Leben der Unwirtlichkeit strotzt.

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Fortsetzung folgt

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Beitragvon Kuno » 22.10.2009 16:24

Bei solchen Palmengruppen frage ich mich immer, ob die noch gut dabei sind oder ob die grundsaetzlich am absterben sind... vielleicht beides?
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Beitragvon Alexander » 22.10.2009 16:53

Kuno hat geschrieben:Bei solchen Palmengruppen frage ich mich immer, ob die noch gut dabei sind oder ob die grundsaetzlich am absterben sind... vielleicht beides?


In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, warum es in den Oasen so viele (auch hier in dieser kleinen) angekokelte Palmbaumstämme gibt. Ist das notwendig, oder wird da einfach herumgezündelt?

Grüsse
Alexander
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Beitragvon Kuno » 22.10.2009 17:12

Kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwie notwendig waere.
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Beitragvon gnagflow » 23.10.2009 07:32

60km mit fast 40kg Gepäck - Respekt!!
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Beitragvon Jürgen Kempe » 23.10.2009 08:18

Voller Bewunderung für Deine Leistungen,

Alexander,

gratuliert und grüsst Jürgen Kempe

(und dankt für die Sehnsucht machenden Bilder...)
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Beitragvon Kuno » 23.10.2009 10:15

Alexander; mal ohne Scheiss, mich wuerde schon noch interessieren, wie du auf die Idee gekommen bist, da einfach mal hinzutappen. Hinter- & Beweg-Gruende.

Und dann waeren etwas mehr 'technische Daten' auch nicht schlecht. Was hast du gegessen, wieviel getrunken etc.. Ist natuerlich nie auf andere Leute uebertragbar... aber trotzdem.
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Beitragvon Alexander » 23.10.2009 10:54

Kuno hat geschrieben:Alexander; mal ohne Scheiss, mich wuerde schon noch interessieren, wie du auf die Idee gekommen bist, da einfach mal hinzutappen. Hinter- & Beweg-Gruende.

Und dann waeren etwas mehr 'technische Daten' auch nicht schlecht. Was hast du gegessen, wieviel getrunken etc.. Ist natuerlich nie auf andere Leute uebertragbar... aber trotzdem.


Der Beweggrund war einfach: Ich wollte eine Wüstenwanderung unternehmen. Ich hatte es schon einige Male mit Kurzstrecken versucht, ein oder zwei Tage, aber mich nie gut darauf vorbereitet. Das Ziel ergab sich dann aus unserem Kraterthread :D http://www.wuestenschiff.de/phpbb/viewtopic.php?t=40404

Während der Tage meiner Wüstenwanderung habe ich nichts gegessen. Ich hatte zwar einige Wurstdosen und Salami dabei. Bei mir wirkt sich Hitze und starke körperliche Belastung allerdings immer hungerdämmend aus, d.h. während dieser fünf Tage hatte ich keinen Hunger. Vieleicht kann es sein, dass die Wurst einfach zu heftig war. Etwas Leichtes z.B. Müsliriegel o.ä. wären vieleicht besser geeignet. Ich werde das beim nächsten Mal ausprobieren. Die mangelnde Nahrungsaufnahme hat sich aber besonders am letzten Tag deutlich bemerkbar gemacht. Obwohl das Gewicht des Rucksacks aufgrund des Wasserverbrauches täglich abnahm, kam es mir vor, als würde der Rucksack immer schwerer werden. Die Etappen, die ich am Schluss absolvierte, wurden auch immer kürzer und die Pausen länger.

Zum Wasserverbrauch: letztes Jahr benötigte ich 4,5 Liter Wasser pro Tag. Allerdings hatte ich mich konditionell nicht vorbereitet und ich lief nur am Tag.
Für die letzte Wanderung hatte ich mich konditionell etwas mehr als drei Monate intensiv vorbereitet. Außerdem nutzte ich vorwiegend die frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden zur Wanderung. Daher kam ich mit 3,5 Liter Wasser ganz gut aus, hätte aber trotzdem gerne mal einen kühlen Liter Wasser auf ex runter geschüttet :wink:

Der persönliche Wasserverbrauch ist aber von vielen Faktoren abhängig:

zum Beispiel:
    Wetter (Temperatur, Wind, etc.)
    Jahreszeit
    körperliche Kondition
    Bodenbeschaffenheit (kraftraubender Weichsand, harte Oberfläche)
    Gewicht des Rucksacks


Grüsse
Alexander
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Beitragvon Kuno » 23.10.2009 11:00

Also keine Hi-Tec-Astronautennahrung und so Zeugs. Gefaellt mir immer besser!
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Beitragvon martin1101 » 23.10.2009 11:01

HILFE --- SEHNSUCHT

Martin :cry:
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Danke für den schönen Reisebericht

Beitragvon ursula » 23.10.2009 11:10

mein Herz blutet...
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Beitragvon schnorr » 23.10.2009 11:11

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schöne tour, regt mich doch tatsächlich dazu an, selber einmal in der wüste loszumarschieren, nicht nur jakobsweg und so :roll:
mit den depot finde ich eine gute idee, hast du denn alle wiedergefunden?

4 tage lang nichts zu essen, finde ich schon eine harte nummer.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://www.quadridesafrica.de
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Beitragvon Kuno » 23.10.2009 11:13

4 tage lang nichts zu essen, finde ich schon eine harte nummer.

Kommt darauf an, wie er vorher im Hotel geschlemmt hat :mrgreen:
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Lebensmittel bei Wanderungen

Beitragvon ursula » 23.10.2009 11:18

Touren mit solch einem Mördergepäck mache ich natürlich nicht. Aber wir sind manchmal auch bis zu 6 Stunden
unterwegs, früher als ich noch fitter war :D auch mal 12 Stunden.
Bei mir wirkt sich die Anstrengung bei grosser Hitze ähnlich aus wie bei Alex.
Leichte Kost ist die Lösung, vor Sardinen, Wurst etc graut mir dann richtig. Käse und salzhaltige Knabbereien wie Nüsse,
Dörrfrüchte und mal ein Instant-Kakao oder Instant Tee mit Zucker, nicht zuckerfrei! bringen mich wieder auf Touren.

Ich kenne dein Ziel nicht, aber warum lässt du dir vorher nicht kleine Wasserdepots anlegen von einem TO?
Du geniesst die Landschaft, das Gehen, das Sein, deine Gedanken und jede Faser deines Körpers viel wacher...

Grüsse
Ursula
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Beitragvon Kuno » 23.10.2009 11:23

Ach nein, vorher Wasserdepots anlegen? Da geht dann aber einiges verloren.... der naechste Schritt waere ja dann noch ein Toyo, der nebenher faehrt... :roll:
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Beitragvon Alexander » 23.10.2009 11:23

Kuno hat geschrieben:4 tage lang nichts zu essen, finde ich schon eine harte nummer.

Kommt darauf an, wie er vorher im Hotel geschlemmt hat :mrgreen:


Quasi auf Vorrat essen :D

Fünf Tage nichts zu essen war für mich kein Problem. Es fehlte mir einfach am Hunger. Auf so einer Tour wird man auch minimalistisch. Man beschränkt sich aufs Wesentliche. Und das ist nun mal das Wasser. Wasser hilft dir, in der Wüste zu überleben und bestimmt deinen Aktionsradius. Dazu kommt, dass jedes zusätzliche Gewicht, dass du mit dir herumträgst, zusätzlichen Wasserverbrauch zur Folge hat. Vieleicht erfordern Touren dieser Art eine gewisse, ich will es mal als "Leidensfähigkeit" bezeichnen. Längere Wüstenwanderungen mit schwerem Marschgepäck können in physischen und psychischen Stress ausarten. Dafür wird man aber mit einmaligen Erlebnissen entschädigt.

Grüsse
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Depot oder nicht Depot

Beitragvon ursula » 23.10.2009 11:27

Kuno - meine Prioritäten liegen anders. Entsprechend meinem Alter :mrgreen:
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Beitragvon Alexander » 23.10.2009 11:42

Kuno hat geschrieben:Ach nein, vorher Wasserdepots anlegen? Da geht dann aber einiges verloren.... der naechste Schritt waere ja dann noch ein Toyo, der nebenher faehrt... :roll:


Hallo Ursula,
als ich Siwis von meinem Wüstenmarsch erzählte, haben sie die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, von wegen, es wäre zu gefährlich und sie würden so etwas nie machen. Ich glaube, es wäre nicht einfach, jemanden zu finden. Vieleicht, wie du sagst, ein TO, ein alter Hase und Haudegen :wink:

Aber ich tendiere eher zu Kunos Meinung. Auch wenn weniger Gewicht Reiseerleichterung bedeutet, fehlt doch am Ende des Tages etwas. Die Anstrengung, unter der man die Strecke zurückgelegt hat. Das gehört für mich irgendwie dazu und ich möchte es auch nicht missen.
Vieleicht bin ich aber auch nur Verrückt und es wird Zeit, dass ich den Rucksack mit der Zwangsjacke tausche :mrgreen:

Grüsse
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Kleiner Tipp zum Essen

Beitragvon Jerome Wüstenwandern » 23.10.2009 13:03

Hallo Alexander,
ich empfehle Dir aus eigener Erfahrung, keine Dosen mitzuschleppen (die wiegen eh zu viel, brauchen Platz und verursachen zuviel Verpackungsmüll). Gar nichts essen ist meines Erachtens auch keine Lösung, denn wie Du richtig sagst, lässt die Kraft nach ein paar Tagen sehr nach. Unterzuckerung etc. kann - gerade wenn Du allein gehst - auch sehr gefährlich sein! Ich habe in Grönland und in der Gobi im letzten April mal ein Spezialpulver ausprobiert, was man mit Wasser anrührt und es wiegt sehr wenig bei ordentlich Kalorien. Es ist für Ausdauersportler WÄHREND der Wettkämpfe konzipiert, liegt also kaum schwer im Magen und man kann sich wohl nur mit dieser Nahrung über einige Wochen ausschließlich ernähren. Ist nicht mit einem 5-Sterne-Menü vergleichbar.. aber das kann man ja nach der Wanderung dann wieder haben :mrgreen: Das Pulver heisst Peronin und gibts bei der Fa Katadyn. Gruss Jerome
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Beitragvon Alexander » 23.10.2009 13:23

Hallo Jerome,

danke für den Tipp. Anscheinend habe ich genau die Erfahrung gemacht, vor denen du warnst. Die High Tech Nahrung http://www.peronin.net/dede/products/ scheint das Problem zu lösen. Etwas geschmackliche Abwechslung (Schweinebraten mit Semmelknödel) wäre wünschenswert :D Spass bei Seite. Was hältst du von diversen Müsli- und "Kraft" Riegeln?

Grüsse
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Futterempfehlung

Beitragvon Jerome Wüstenwandern » 23.10.2009 15:03

Hallo Alexander,
wenn man mit dem Rucksack unterwegs ist hat man ja 2 Möglichkeiten: puristisch oder "luxuriös". Ich finde für kurze Trips (so wie deine Siwatour) braucht man nicht kochen. Dann reichen Müsliriegel, Peronin und damit es nicht zu süß wird auch mal was herzhaftes wie Trockenfleisch etc. Gut ist das Finncrisp Brot was man in jedem Supermarkt bekommt. Da etwas Hartkäse drauf, schmeckt schon super! Bei längeren Touren finde ich warmes Essen wichtig. Dann gibt´s auch mal Elchfleisch Gourmet-Topf oder wie die Astronautennahrung dann so heisst. Das schmeckt in der Wüste (vor allem nach anstrengendem Tag sehr lecker!) Man kann auch aus dem Supermarkt halb so teures Spagheteria o.ä. kaufen, was nur mit Wasser aufgekocht werden muss aber die sind mir meist zu salzig = Durst!!! Wenn Du die Gegend kennst und weisst, dass es genug Feuerholz hat, brauchst Du auch keinen Kocher mitnehmen. Am Lagerfeuer ist es eh schöner und spart natürlich Gewicht. In vielen Teilen der Sahara gibts eigentlich genug Totholz, was rumliegt sodass es zum Kochen reicht. Auch in der Gobi gabs genug Holz jeden Abend.

In die Wüste gehen bedeutet ja auch vor allem Reduktion und da passt Völlerei eigentlich nicht hin... Wobei wir bei mancher Karawane ganz schön viel gefutert haben! :lol:
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Beitragvon TGerd » 23.10.2009 17:22

Zur Gewichtsreduktion des sowieso immer zu schweren Rucksacks bei solistischen Wüstenwanderungen empfiehlt sich die Verwendung von Trockenwasser. http://de.kamelopedia.mormo.org/index.php/Trockenwasser

Somit kann die freie Weglänge des Dünengängers um eine Vielfaches vergrößert werden.

Wüstengruß
In der Wüste triffst Du Dich selbst,
oder Du triffst nichts.
TGerd
 
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