Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

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Rocky
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Re: Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

Beitrag von Rocky »

@Guido3

Zu Deiner Info: Wir haben 2 Opel, 1 Hyundai und 1 Kymco. Alle mit HU inkl. AU!

Wenn ein anderer Hersteller, geschweige ein kleiner Hersteller, diesen Mist gebaut hätte, würden Politiker und staatlichen Organe anders reagieren.
Mich geht das Elend von VW nichts an. Für jemanden der betrügerisch sich einen Wettbewerbsvorteil verschafft, Millionen dadurch zusätzlich scheffelt, Kunden, Staaten usw betrügt, habe ich kein Mitleid.
Gleiches Recht muß für alle gelten!
Und hier wird eben für den Hersteller und dessen Kunden ein anderes Recht an den Tag gelegt, als bei Ottonormalbürger und andere Hersteller. Und wieso darf ein Polizeifahrzeug mit betrügerisch erwirkter ABE und ohne Einhaltung der Abgasvorschriften fahren? Aber gut, KFZs der Stadt müssen ja auch keine grüne Umweltplakette haben...
Und das nennt sich gerecht und demokratisch? Iss ja wie in einer Diktatur...
landcruiser.
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Re: Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

Beitrag von landcruiser. »

Na Rocky, deine Abneigung Auweh scheint ja ziemlich tief zu sitzen. :mrgreen:

Zu deiner Info: VW gehört nicht dem Staat. Dass Land Niedersachsen hält lediglich eine Sperrminorität von geringfügig über 20%.

Den Löwenanteil mit über 50% hält die Porsche SE.

Deine Vorwürfe sind als etwas an den Haaren herbeigezogen.
Rocky
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Re: Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

Beitrag von Rocky »

@ landcruiser

Und manche scheinen den Konzern zu lieben!

Wenn einer Scheiße baut, muß er dazu stehen und das ausbaden. Und vor dem Gesetz sollten alle Gleich sein!

Wenn Dein LC die AU nicht besteht und keine HU-Plakette bekommt, darf der auch nicht mehr auf die Straße.
landcruiser.
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Re: Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

Beitrag von landcruiser. »

Tja, Technik und Rechtslage sind die eine Sache; persönliche Vorbehalte am Stammtisch die andere.
Guido3

Re: Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

Beitrag von Guido3 »

Rocky hat geschrieben:Zu Deiner Info: Wir haben 2 Opel, 1 Hyundai und 1 Kymco. Alle mit HU inkl. AU!
Naja, dann mal abwarten. Es gibt Indizien, das nicht alle aber doch eine Reihe weiterer Hersteller von solchen Manipulationen betroffen sind. Vielleicht auch Opel und Hyundai? Du bist dann natürlich auch für strikte Stilllegung. Mit HU und AU hat das glaube ich auch überhaupt nichts zu tun. Soweit ich weiß, werden da die Stickoxide - um die es im VW-Skandal primär geht - ohnehin nicht getestet.
Rocky hat geschrieben:Mich geht das Elend von VW nichts an. Für jemanden der betrügerisch sich einen Wettbewerbsvorteil verschafft, Millionen dadurch zusätzlich scheffelt, Kunden, Staaten usw betrügt, habe ich kein Mitleid.
Es geht ja nicht um Mitleid. Es geht um eine pragmatische, angemessene Bestrafung. Du kennst den aktuellen GM-Zündschlösser-Skandal? Während der Fahrt sind die Zündschlösser teilweise auf Aus gesprungen, haben Motor, Servolenkung, Bremskraftverstärker, Airbags usw. abgeschaltet. Führte zu vielen Unfällen und mindestens 124 Toten. GM wird um die 600 Millionen USD an Schadensersatz und 900 Millionen "Strafe" zahlen. Sind dann zig Milliarden Strafe für VW wegen nicht eingehaltener Abgaswerte angemessen?

Beste Grüße

Guido
Alexander
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Re: Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

Beitrag von Alexander »

Guido3 hat geschrieben:Du kennst den aktuellen GM-Zündschlösser-Skandal? Während der Fahrt sind die Zündschlösser teilweise auf Aus gesprungen, haben Motor, Servolenkung, Bremskraftverstärker, Airbags usw. abgeschaltet. Führte zu vielen Unfällen und mindestens 124 Toten. GM wird um die 600 Millionen USD an Schadensersatz und 900 Millionen "Strafe" zahlen. Sind dann zig Milliarden Strafe für VW wegen nicht eingehaltener Abgaswerte angemessen?
Ich denke, dass der Vergleich mit den Zündschlössern etwas hinkt. Rechtlich ist es immer noch relevant, ob eine Tat vorsätzlich oder Fahrlässig begangen wurde. Es kann davon ausgegangen weren, dass sich die VW Software nicht von selbst in die Fahrzeugtechnik eingeschlichten hat, sondern dass hier erhebliche kriminelle Energie zum Einsatz kam.

Trotzdem. Die Mrd. Beträge für mögliche Strafen, die teilweise kursieren, sind schon etwas utopisch. Die anglikanische Rechtsprechung hält aber immer wieder Überraschungen bereit.

Grüsse
Alexander
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Guido3

Re: Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

Beitrag von Guido3 »

Alexander hat geschrieben:Ich denke, dass der Vergleich mit den Zündschlössern etwas hinkt. Rechtlich ist es immer noch relevant, ob eine Tat vorsätzlich oder Fahrlässig begangen wurde.
GM wusste schon einige Zeit von den problematischen Zündschlössern, wollte aus Kostengründen aber keine Rückrufaktion durchführen. Dadurch kam es zu weiteren Unfällen und weiteren Toten. Ich bin kein Jurist, aber die frühen Fälle fallen vermutlich unter Fahrlässigkeit. Die späteren Fälle, als GM das Problem lange bekannt war, wohl eher nicht. Da hat man weitere Tote vorsätzlich in Kauf genommen, um Kosten zu sparen. Am Ende hat GM 2,6 Millionen Fahrzeuge zurück gerufen.

Schon ab 1991 hat übrigens auch GM seine Motor-Steuerungssoftware hinsichtlich Abgastests manipuliert und ist damit in den USA 1996 aufgeflogen. Bei 470.000 betroffenen Fahrzeugen in den USA hat GM damals 11 Millionen Strafe gezahlt. Bei VW sind jetzt in den USA gleich viele Autos betroffen. Man wird sehen, was dabei heraus kommt. Die einstweilen in den Medien diskutierten Strafen für VW liegen mal eben bis 150.000 Prozent höher.

Beste Grüße

Guido
Alexander
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Re: Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

Beitrag von Alexander »

Guido3 hat geschrieben:GM wusste schon einige Zeit von den problematischen Zündschlössern, wollte aus Kostengründen aber keine Rückrufaktion durchführen. Dadurch kam es zu weiteren Unfällen und weiteren Toten.
Das war mir nicht bekannt und läßt den VW Case durchaus in einem anderen Licht erscheinen.

Grüsse
Alexander
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Fehlnavigiert
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Re: Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

Beitrag von Fehlnavigiert »

Guido3 hat geschrieben:
Rocky hat geschrieben:Zu Deiner Info: Wir haben 2 Opel, 1 Hyundai und 1 Kymco. Alle mit HU inkl. AU!
Naja, dann mal abwarten. Es gibt Indizien, das nicht alle aber doch eine Reihe weiterer Hersteller von solchen Manipulationen betroffen sind. Vielleicht auch Opel und Hyundai? Du bist dann natürlich auch für strikte Stilllegung. Mit HU und AU hat das glaube ich auch überhaupt nichts zu tun. Soweit ich weiß, werden da die Stickoxide - um die es im VW-Skandal primär geht - ohnehin nicht getestet.

Guido
Ich kann dich beruhigen, Opel / GM hat schon vor rund zwei Wochen eine Pressemitteilung rausgegeben - keinerlei GM-Fahrzeuge, also auch Opel, sind mit einer Schummelsoftware o.Ä. ausgestattet.

P.S. Was die Zündschlösser betrifft. Apfel und Birnen sollten nicht verglichen werden, macht null Sinn. Dabei handelt es sich um einen Mangel/Defekt der nach Jahren aufgetreten ist und nicht um vorsätzlichen Betrug. Zumal die fehlerhaften Zündschlösser von einem Zulieferer kamen, den es nicht mehr gibt. Auch interessant: In Europa ist mir nicht ein Fall bekannt, vorallem kein Todesfall - obwohl die Autos aus dem Hause GM (Opel Antara z.B.) diesselben Zündschlösser haben.
Guido3

Re: Abgasskandal: betrügt VW seine Kunden?

Beitrag von Guido3 »

Fehlnavigiert hat geschrieben:Ich kann dich beruhigen, Opel / GM hat schon vor rund zwei Wochen eine Pressemitteilung rausgegeben - keinerlei GM-Fahrzeuge, also auch Opel, sind mit einer Schummelsoftware o.Ä. ausgestattet.
Du kannst zu meiner Beruhigung sicher die Primärquelle für die Pressemitteilung nennen? Eine offizielle Pressemitteilung oder Investor-Mitteilung gibt es auf der GM-Website dazu nicht. In dem ICCT-Test, der den VW-Abgasskandal maßgeblich ins Rollen brachte, wurden auch bei Fahrzeugen von Hyundai, Renault, Volvo und eben Opel stark überhöhte Stickstoffoxid-Werte festgestellt. Die Werte fielen dabei zum Teil noch gravierend höher als bei VW aus. Ähnliche Manipulationen sind da naheliegend.
Fehlnavigiert hat geschrieben: Dabei handelt es sich um einen Mangel/Defekt der nach Jahren aufgetreten ist und nicht um vorsätzlichen Betrug. Zumal die fehlerhaften Zündschlösser von einem Zulieferer kamen, den es nicht mehr gibt. Auch interessant: In Europa ist mir nicht ein Fall bekannt, vorallem kein Todesfall - obwohl die Autos aus dem Hause GM (Opel Antara z.B.) diesselben Zündschlösser haben.
Es ist gerichtsfest dokumentiert, das das Problem bei GM seit mindestens 2005 bekannt war. 2005 gab es auch den ersten Toten deswegen und bereits 2005 haben GM-Ingenieure an diversen Problemlösungen gearbeitet. Man hat aber keine billige Lösung für das Problem gefunden. GM hat damals ohnehin dramatische Milliardenverluste angehäuft und dann primär aus Kostengründen keinen Rückruf gestartet (2009 war GM dann auch offiziell pleite und wurde mit 50 Milliarden USD vom US-Finanzministerium gerettet). Aus Kostengründen hat man da den Tod weiterer Menschen bewusst in Kauf genommen. Ob das nun juristisch unter Vorsatz fällt, weiß ich nicht. Einfach nur Fahrlässigkeit ist es sicher nicht.

Beste Grüße

Guido
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