hallo Sternengucker und -ablichter,
ich habe mal drei aufnahmen von einem langen schönen abend unter namibischem sternenhimmel herausgesucht, um ein bißchen weiter zu fachsimpeln...
Alle drei bilder sind in lightroom (einigermaßen gleichmäßig) nachbearbeitet.
erstes bild mit 8", zweites bild mit 30", also 4x so lange, deutlich heller, doch noch keine sterne zu streifen verzogen (bedingt durch das starke weitwinkel).
bild 3 mit etwa 240" zeigt deutliche sternlaufbahnen, allerdings nicht - wie nach alexanders tabelle zu vermuten wäre - je höher zum himmelszenit (größere deklination), desto kürzere streifen... die länge der sternstreifen ist auf jeden fall abhängig vom winkel zum polarpunkt.
auf der linken seite sieht man schon etwas die kreisbahn um den (außerhalb des bildes liegenden) himmelspol, ganz rechts erscheinen die sternenbahnen fast gerade, und sie sind mehr als doppelt so lang wie links!
maja schrieb ja oben dazu: "wird zu lange belichtet, verwandeln sich die sterne in striche die als konzentrische kreise um den himmelspol angeordnet sind (da sich die erde dreht)."
ausserdem noch mein kommentar zu majas angaben: "blende: offenblende (max)
ISO-wert: beim ISO-wert sollte ein kompromiss zwischen bildrauschen und lichtempfindlichkeit eingegangen werden ........... irgendwo zwischen 800 – 1600 (3200 rauschen!)"
offenblende würde ich aus schärfegründen nicht wählen, besser eine blende schliessen (wenns die kurze zeit erlaubt!), und das rauschen ist natürlich abhängig von der chipgröße(cropfaktor) und der qualität des chips, die vollformat canon 6D rauscht sagenhaft viel weniger als die modernere 1,6-cropfaktor-kamera 70D!
auf weitere aussagen bzw.erfahrungen gespannt und auf schöne nachtaufnahmen von anderen wartet und grüßt
uwe