Vorsicht vor Visa-Agenturen im Web!
Verfasst: Di 4. Mär 2025, 08:18
E-Visa sind keine schlechte Idee - wenn sie denn funktionieren! Es entfällt der - manchmal doppelte - Besuch einer Botschaft oder der Versand der Pässe dorthin. Immer mehr Botschaften stellen gar keine Visa mehr aus.
Der Haken an der Sache: die Suchergebnisse bei Google spucken in der Regel als erstes gleich mehrere kommerzielle Anbieter aus. Manche davon, wie diese Webseite für die Elektronische Reiseanmeldung für Kenia, sehen täuschend echt aus:
Der Titel der Webseite (Kenya Immigration) suggeriert Seriösität, das .org am Ende wirkt quasi offiziell. Aber diese Webseiten sind rein kommerziell - darauf deutet schon die Tatsache hin, dass das Suchergebnis "gesponsort" ist.
In den letzten Tagen sind gleich mehrere der erfahrensten Reisenden trotz aller Kenntnis auf solche Webseiten hereingefallen. Dabei hatten sie jeweils mehr als 200 Länder auf dem Buckel und schienen aufmerksam zu sein. Einer von ihnen hat für die kenianische ETA sage und schreibe 227 US-Dollar bezahlt. Dabei kostet die netto 30 US-Dollar!
Ein anderer hat für das Uganda-Visum (offizieller Preis 50 US-Dollar) 157 US-Dollar bezahlt, bei zwei Personen waren das locker 200 US-Dollar an unnötigen Gebühren. Und auch hier wirkte die Webseite, auf die ich hier nicht verlinken will, mit Begriffen wie Uganda, Immigration und .org total seriös.
Ganz besonders vertrackt wird es, wenn man sich auf das Auswärtige Amt verlässt - und das dann einen falschen oder nicht funktionierenden Link publiziert. So geschehen offensichtlich bei Benin. Ein Reisender hing deswegen tagelang fest. Inzwischen scheint das AA den Link korrigiert zu haben.
Wichtigster Tipp: Es gibt nach meiner Kenntnis keine offiziellen Webseiten, die mit .com oder .org enden! Es sind ja staatliche Stellen, bei denen beantragt wird. Die offiziellen Webseiten für E-Visa haben immer das Länderkürzel am Ende: .ke für Kenia, .bj für Benin oder .ug für Uganda in den genannten Fällen. Und gesponsert wird auch keine staatliche Webseite. Mit diesen beiden Merkposten lässt sich zum Glück schnell die Spreu vom Weizen trennen.
Gute Fahrt!
Achim
Der Haken an der Sache: die Suchergebnisse bei Google spucken in der Regel als erstes gleich mehrere kommerzielle Anbieter aus. Manche davon, wie diese Webseite für die Elektronische Reiseanmeldung für Kenia, sehen täuschend echt aus:
Der Titel der Webseite (Kenya Immigration) suggeriert Seriösität, das .org am Ende wirkt quasi offiziell. Aber diese Webseiten sind rein kommerziell - darauf deutet schon die Tatsache hin, dass das Suchergebnis "gesponsort" ist.
In den letzten Tagen sind gleich mehrere der erfahrensten Reisenden trotz aller Kenntnis auf solche Webseiten hereingefallen. Dabei hatten sie jeweils mehr als 200 Länder auf dem Buckel und schienen aufmerksam zu sein. Einer von ihnen hat für die kenianische ETA sage und schreibe 227 US-Dollar bezahlt. Dabei kostet die netto 30 US-Dollar!
Ein anderer hat für das Uganda-Visum (offizieller Preis 50 US-Dollar) 157 US-Dollar bezahlt, bei zwei Personen waren das locker 200 US-Dollar an unnötigen Gebühren. Und auch hier wirkte die Webseite, auf die ich hier nicht verlinken will, mit Begriffen wie Uganda, Immigration und .org total seriös.
Ganz besonders vertrackt wird es, wenn man sich auf das Auswärtige Amt verlässt - und das dann einen falschen oder nicht funktionierenden Link publiziert. So geschehen offensichtlich bei Benin. Ein Reisender hing deswegen tagelang fest. Inzwischen scheint das AA den Link korrigiert zu haben.
Wichtigster Tipp: Es gibt nach meiner Kenntnis keine offiziellen Webseiten, die mit .com oder .org enden! Es sind ja staatliche Stellen, bei denen beantragt wird. Die offiziellen Webseiten für E-Visa haben immer das Länderkürzel am Ende: .ke für Kenia, .bj für Benin oder .ug für Uganda in den genannten Fällen. Und gesponsert wird auch keine staatliche Webseite. Mit diesen beiden Merkposten lässt sich zum Glück schnell die Spreu vom Weizen trennen.
Gute Fahrt!
Achim