Umgang mit Kriminalität auf Reisen
Verfasst: Fr 25. Jan 2013, 13:07
Es geht mir mit diesem Thema nicht um den Umstand, ob wir das Risiko von Kriminalität akzeptieren, ignorieren oder keine Kenntnis haben, sondern um Erfahrungen mit Kriminalität, Hinweise und empfohlene Verhaltensweisen für kritische Situationen, Vorbeugung oder Maßnahmen zur Vermeidung von Umständen und kritischen Situationen oder zur Verringerung des Risikos Opfer von Kriminalität zu werden.
Glücklicherweise hat uns das Thema bislang nicht betroffen, aber eine Auseinandersetzung damit erscheint uns sinnvoll.
Das Thema ist natürlich ein weites Feld.
Anknüpfungspunkt für die Diskussion: Grenzen der Selbstverteidigung, Agieren oder "nicht den Helden spielen" und passives Warten auf externe Hilfe.
Aus dem Merkblatt einer Versicherungsgesellschaft (ohne Zitat/Werbung):
Bei Start einer Entführung oder Geiselnahme wird empfohlen:
Glücklicherweise hat uns das Thema bislang nicht betroffen, aber eine Auseinandersetzung damit erscheint uns sinnvoll.
Das Thema ist natürlich ein weites Feld.
Anknüpfungspunkt für die Diskussion: Grenzen der Selbstverteidigung, Agieren oder "nicht den Helden spielen" und passives Warten auf externe Hilfe.
Aus dem Merkblatt einer Versicherungsgesellschaft (ohne Zitat/Werbung):
Bei Start einer Entführung oder Geiselnahme wird empfohlen:
- keine Gegenwehr, Abwehrhaltung, Drohungen
- jeden Anschein von Überheblichkeit, Abneigung, Verachtung vermeiden
- in Gesprächen aufgeschlossen, neutral reagieren
- gezielt alle Wahrnehmungen einprägen
- unauffällig Zeichen anbringen, persönliche Gegenstände verstecken
- Fluchtversuche nur, wenn das Gelingen sicher erscheint
- auf Forderungen der Täter zum Schein eingehen
- Kooperationsbereitschaft zeigen
- frühzeitig auf notwendige ärztliche Hilfe oder Medikamente hinweisen
- Wunsch nach Verpflegung / Getränken äußern
- Gefühl der Hilflosigkeit
- Ungewissheit über das eigenen Schicksal
- Ungewissheit über die Reaktion der Familie /Angst um die Familie
- Unkenntnis über Bemühungen der Behörden und Berichterstattung in den Medien
- Isolation
- Fehlen des eigenverantwortlichen Handelns
- Stressbewältigung
- Stressbewältigung
- Stress als Zustand zunächst akzeptieren
- mögliche körperliche Stressbewältigungsübungen anwenden falls möglich, Tagebuch schreiben
- "Zwangsgemeinschaft" mit den Tätern für Beziehungsaufbau nutzen (mögliche "positive" Gefühle für die Täter zulassen)
- Problem "Stockholm-Syndrom" – Identifizierung mit den Idealen der Täter
- neue Gewohnheiten / Abläufe für die Dauer der Tat annehmen
- körperliche Ertüchtigung anstreben
- Gespräche mit einer imaginären Person führen
- soziale Unterstützung "nicht alleine drin zu hängen"
- Verärgerung über schwierige Geiseln
- gruppendynamische Prozesse
- Problem des Bindungsaufbaus zu den Tätern aus der Gruppe heraus