Hilfe zur Selbsthilfe - Die Esel Initiative
Verfasst: Di 21. Okt 2008, 19:51
Eritrea: Die Esel Initiative
Das Projekt in Eritrea
Die Esel-Initiative e.V. hat sich im Sommer 1995 gegründet, um besonders notleidende alleinerziehende Frauen von der Schwerstarbeit des Wasserschleppens zu entlasten und ihnen eine Starthilfe zu geben. Das Projekt wird seit 1996 in Eritrea durchgeführt und beginnt 2007 parallel im Himalaja. Kooperationspartner sind Sahayog Himalaya-Nepal im Himalaja sowie die Nationale Eritreische Frauenunion (NUEW) in Eritrea.
1996 begann die Eselverteilung in der Westprovinz Gash-Barka, im Frühjahr 1998 wurde sie auf die gebirgige Nordprovinz Sahel ausgedehnt, während des Krieges (Mai 1998 bis Juni 2000) auch auf die südliche Red Sea Provinz und auf das Hochland südlich von Asmara. Später konzentrieren wir uns wieder auf Gash-Barka und die Bergregionen in Anseba und der Nördlichen Red Sea Province.
Die Esel-Initiative überweist alle Spenden in voller Höhe entweder an die Frauenunion in Asmara oder an Sahayog Himalaya-Nepal. Ausgaben für Porto, Infomaterial etc. werden mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden des Vorstands finanziert. Die NUEW verwendet das Geld ausschließlich für die Vergabe von Eseln an besonders arme, alleinerziehende Frauen und - ab Sommer 2004: für Reitesel als Hebammentaxis. Die Esel werden verschenkt.
Die alleinerziehenden Frauen erhalten weibliche Tiere, damit sie selbst Nachwuchs aufziehen können. Mit der "Eselin" bekommt jede Frau einen 80-l-Wassercontainer aus Kautschuk. Ein Esel plus Wasserbehälter kostet ca. 100 Euro.
Nun haben Frauen, die in der Vergangenheit oft nicht mal ein Huhn besessen haben, einen Esel. Von der Aussicht beflügelt, sich mit dem Esel eine zuverlässige Einkommensquelle zu verschaffen, durchbrechen viele Eselempfängerinnen das traditionelle Rollengefüge: Sie machen sich selbständig, brechen in Männerdomänen ein, demonstrieren, daß alleinerziehende Frauen nicht zu Armut verdammt sind, sondern daß sie mit einer kleinen Starthilfe Wohlstand für ihre Familie erreichen können. Wohlstand, den sie so definieren: genug Wasser, Brennholz zum Kochen, drei Mahlzeiten am Tag, Schule für die Kinder, frei sein von der Angst, am nächsten Tag keine Arbeit zu finden. Der erste größere Wunsch, den sich die Frauen mit dem selbst erwirtschafteten Geld erfüllen, ist es vielfach, das Dach ihres Hauses auszubessern oder es neu zu decken.
Haben die Frauen diesen bescheidenen Wohlstand erreicht und sich erholt, bauen viele Frauen sich ein gutes Haus und realisieren eigenständig Geschäftsideen.
Der Esel bringt eine neue Rollenverteilung in die Familien: Wasserschleppen ist Aufgabe nur der Frauen und Mädchen, aber mit einem Esel gehen auch Jungen Wasser holen.
Für die Töchter bedeutet das: mehr Zeit zu haben, zur Schule gehen zu können, vielleicht sogar mal Zeit zum Spielen zu haben.
Mehr unter: http://www.esel-initiative.de/
Grüsse
Alexander
Das Projekt in Eritrea
Die Esel-Initiative e.V. hat sich im Sommer 1995 gegründet, um besonders notleidende alleinerziehende Frauen von der Schwerstarbeit des Wasserschleppens zu entlasten und ihnen eine Starthilfe zu geben. Das Projekt wird seit 1996 in Eritrea durchgeführt und beginnt 2007 parallel im Himalaja. Kooperationspartner sind Sahayog Himalaya-Nepal im Himalaja sowie die Nationale Eritreische Frauenunion (NUEW) in Eritrea.
1996 begann die Eselverteilung in der Westprovinz Gash-Barka, im Frühjahr 1998 wurde sie auf die gebirgige Nordprovinz Sahel ausgedehnt, während des Krieges (Mai 1998 bis Juni 2000) auch auf die südliche Red Sea Provinz und auf das Hochland südlich von Asmara. Später konzentrieren wir uns wieder auf Gash-Barka und die Bergregionen in Anseba und der Nördlichen Red Sea Province.
Die Esel-Initiative überweist alle Spenden in voller Höhe entweder an die Frauenunion in Asmara oder an Sahayog Himalaya-Nepal. Ausgaben für Porto, Infomaterial etc. werden mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden des Vorstands finanziert. Die NUEW verwendet das Geld ausschließlich für die Vergabe von Eseln an besonders arme, alleinerziehende Frauen und - ab Sommer 2004: für Reitesel als Hebammentaxis. Die Esel werden verschenkt.
Die alleinerziehenden Frauen erhalten weibliche Tiere, damit sie selbst Nachwuchs aufziehen können. Mit der "Eselin" bekommt jede Frau einen 80-l-Wassercontainer aus Kautschuk. Ein Esel plus Wasserbehälter kostet ca. 100 Euro.
Nun haben Frauen, die in der Vergangenheit oft nicht mal ein Huhn besessen haben, einen Esel. Von der Aussicht beflügelt, sich mit dem Esel eine zuverlässige Einkommensquelle zu verschaffen, durchbrechen viele Eselempfängerinnen das traditionelle Rollengefüge: Sie machen sich selbständig, brechen in Männerdomänen ein, demonstrieren, daß alleinerziehende Frauen nicht zu Armut verdammt sind, sondern daß sie mit einer kleinen Starthilfe Wohlstand für ihre Familie erreichen können. Wohlstand, den sie so definieren: genug Wasser, Brennholz zum Kochen, drei Mahlzeiten am Tag, Schule für die Kinder, frei sein von der Angst, am nächsten Tag keine Arbeit zu finden. Der erste größere Wunsch, den sich die Frauen mit dem selbst erwirtschafteten Geld erfüllen, ist es vielfach, das Dach ihres Hauses auszubessern oder es neu zu decken.
Haben die Frauen diesen bescheidenen Wohlstand erreicht und sich erholt, bauen viele Frauen sich ein gutes Haus und realisieren eigenständig Geschäftsideen.
Der Esel bringt eine neue Rollenverteilung in die Familien: Wasserschleppen ist Aufgabe nur der Frauen und Mädchen, aber mit einem Esel gehen auch Jungen Wasser holen.
Für die Töchter bedeutet das: mehr Zeit zu haben, zur Schule gehen zu können, vielleicht sogar mal Zeit zum Spielen zu haben.
Mehr unter: http://www.esel-initiative.de/
Grüsse
Alexander