Vom Wasser und warum wir in Afrika nicht alles ändern sollen
Verfasst: So 1. Aug 2010, 18:04
Vom Wasserholen und warum wir in Afrika nicht alles ändern sollten
Eine Geschichte zum Nachdenken:
Wasser ist heilig. Wasser zu holen, ist nicht eine lästige Notwendigkeit, es ist eine ganz wichtige soziale Tätigkeit, fast schon ein Ritual, eine Zeremonie. Wenn wir Europäer meinen, man müssse den Menschen in alle Häuser Wasserleitungen legen, damit die armen Frauen das Wasser nicht auf ihren Köpfen in Krügen tragen müssen, dann nehmen wir diesen Leuten jahrtausendealte Traditionen weg. Es ist die Rolle der Frau, für Feuer und Wasser, für Kinder und Essen zuständig zu sein. Der Mann jagt, sorgt für Nahrung und für das Vieh. Das Wasserholen ist ein ganz wichtiger sozialer Akt. Die Frauen und Kinder treffen sich regelmässig am Wasserloch. Dort werden Geschichten erzählt, Neuigkeiten ausgetauscht, Probleme gelöst. Es hat eine weit grössere Wichtigkeit als unsere Zeitung, mehr Bedeutung als die Nachrichten im Fernsehen. Die Menschen im Dorft erfahren von den Frauen wer zusammenlebt, wer krank ist, wen der Medizinmann geheilt hat, wer gestorben ist, wann die Beerdingung ist, wer Hilfe braucht, wie der Mais wächst, wann der nächste Tanz ist, um für Regen zu beten, wer ein Kind erwartet, welcher junge Mann erwachsen wird. Nimmt man den Frauen diese Tätigkeit weg, ist das Sozialleben im Dorf verloren, das Dorfleben bricht zusammen. Das Wasserholen ist eine ihrer wichtigsten Aufgaben, auf die sie stolz sind, es ist Teil der Rolle, die sie in ihrer Familie, in ihrer Gruppe, in ihrem Leben verkörpern.
Auszug aus dem Buch Traumberuf Buschpilot in Afrika von Christoph Barszczewski
Grüsse
Alexander
Eine Geschichte zum Nachdenken:
Wasser ist heilig. Wasser zu holen, ist nicht eine lästige Notwendigkeit, es ist eine ganz wichtige soziale Tätigkeit, fast schon ein Ritual, eine Zeremonie. Wenn wir Europäer meinen, man müssse den Menschen in alle Häuser Wasserleitungen legen, damit die armen Frauen das Wasser nicht auf ihren Köpfen in Krügen tragen müssen, dann nehmen wir diesen Leuten jahrtausendealte Traditionen weg. Es ist die Rolle der Frau, für Feuer und Wasser, für Kinder und Essen zuständig zu sein. Der Mann jagt, sorgt für Nahrung und für das Vieh. Das Wasserholen ist ein ganz wichtiger sozialer Akt. Die Frauen und Kinder treffen sich regelmässig am Wasserloch. Dort werden Geschichten erzählt, Neuigkeiten ausgetauscht, Probleme gelöst. Es hat eine weit grössere Wichtigkeit als unsere Zeitung, mehr Bedeutung als die Nachrichten im Fernsehen. Die Menschen im Dorft erfahren von den Frauen wer zusammenlebt, wer krank ist, wen der Medizinmann geheilt hat, wer gestorben ist, wann die Beerdingung ist, wer Hilfe braucht, wie der Mais wächst, wann der nächste Tanz ist, um für Regen zu beten, wer ein Kind erwartet, welcher junge Mann erwachsen wird. Nimmt man den Frauen diese Tätigkeit weg, ist das Sozialleben im Dorf verloren, das Dorfleben bricht zusammen. Das Wasserholen ist eine ihrer wichtigsten Aufgaben, auf die sie stolz sind, es ist Teil der Rolle, die sie in ihrer Familie, in ihrer Gruppe, in ihrem Leben verkörpern.
Auszug aus dem Buch Traumberuf Buschpilot in Afrika von Christoph Barszczewski
Grüsse
Alexander