Fahrzeugerwerb in Vladivostok

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Gerhard Göttler
Beiträge: 1148
Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36

Fahrzeugerwerb in Vladivostok

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Fernostinteressierte!

Habe dieses Experiment gerade hinter mir. Plan war, mit dem in VVO erworbenen Fahrzeug in die Mongolei weiterzureisen. Wegen eines Knie-Problems und dem Rat des VVO-Krankenhauses, mit dem nächstmöglichen Flugzeug nach D zurückzufliegen, wurde die Reise aber jäh beendet.

Der Fahrzeug-Markt bietet (bereits verzollte) Gebrauchtwagen aus Japan und (weniger aus) Korea in großer Zahl. Die Preise liegen deutlich über deutschem Niveau, geschätzt + 25%. Sie sind halb/halb in Rubel bzw. US-Dollar ausgewiesen. Bestimmte Fahrzeugtypen (große Landcruiser) kosten ungefähr das doppelte von dem, womit man in D rechnen muss. Rechtslenker überwiegen, Diesel-Fahrzeug sind selten (dann fast immer Automatik), viele Fahrzeug haben Allrad, aber eigentliche Geländefahrzeuge werden selten angeboten. Fast immer sind die Fahrzeuge "behandelt": Original-Werkzeug, Original-Ersatzrad, Original-Reifen fehlen bzw. wurden durch Schrott-Teile ersetzt. Die Zulassung macht Probleme: Das "Transit-Kennzeichen" darf von Ausländern ohne Wohnsitz in RUS nicht verwendet werden, eine Hotelanschrift genügt nicht. Bleibt nach meiner (begrenzten) Erfahrung nur, ein Fahrzeug zu erwerben, das bereits russische Papier aufweist - womit die Auswahl erneut deutlich eingeengt wird. Ein russischer Jurist stellt dann eine auf den Käufer lautende Vollmacht aus; anderswo habe ich im Netz gefunden, dass dieser Jurist ein Notar sein müsse. Alle am Verfahren beteiligten versicherten mir jedoch, ein Jurist würde genügen; Erfahrungen liegen jedoch kaum vor, die Auskünfte verschiedener Ämter (Polizeibehörden) waren jedoch eindeutig, alle auch bemüht, den Vorschriften Genüge zu tun.

Bankomaten in VVO liefern auch Dollar, jedoch nur in Tranchen bis 300 Dollar. Die Tages-Limite von angeblich 9000 Rubel wurden dabei aber nicht eingehalten, doch sperrten sich die Bankomaten gegen weitere Auszahlungen nach 600 (Visa) bzw. 900 (Master) Dollar.

Hatte einen Mitsubishi
Delica Bj. 1997, 120tsd km für 12200 Dollar erworben, Benzin, Rechtslenker, bereits russische Papiere. Ein sinnvolleres Fahrzeug war in zwei Tagen nicht zu finden. Da sich die Geldbesorgung hinzog, war der Jurist bei Rückkehr auf den Markt schon im Feierabend. Die "freie" Zeit wollte ich nutzen, mir im Krankenhaus eine Spritze gegen meine massiven Knie-Schmerzen verpassen zu lassen. Dort jedoch rieten mir die untersuchenden Ärzte dringend zu einer sofortigen Rückkehr - Resultat siehe oben. Der Kauf konnte ohne jedes Problem rückgängig gemacht werden. Die Beteiligten waren alle sehr nett und besorgt.

Gerne hätte ich auch Erfahrungen gesammelt hinsichtlich Einreise in die Mongolei. Aber ....

Gerhard Göttler
Jürgen Kempe
Beiträge: 632
Registriert: Di 18. Jul 2006, 17:26
Wohnort: S-H

Re: Fahrzeugerwerb in Vladivostok

Beitrag von Jürgen Kempe »

Gute Besserung wünscht dem GG: Jürgen Kempe :(

PS: Wie war denn der Plan, um das Fahrzeug wieder loszuwerden (und wo; Verzollung)?
Gerhard Göttler
Beiträge: 1148
Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36

Re: Fahrzeugerwerb in Vladivostok

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo J.K.,

war planlos. Oder vielleicht an Foren-Mitglieder?

Grüße aus grauem Südwesten! Dank für Wünsche!

G.G.
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