Was passiert, wenn Deutschtürken in der Turkei Urlaub machen wollen.
Ali und sein bester Freund Hüseyin, beide Maschinenbau-Studenten, flogen im Frühjahr gemeinsam nach Istanbul. Die beiden 23-Jährigen wollten Alis Cousin besuchen, der gerade ein Praktikum bei einem großen deutschen Konzern machte. Die drei wollten das Ende des Praktikums feiern, sich die Stadt anschauen, Verwandte besuchen und gemeinsam zurückfliegen. Doch aus diesen Plänen wurde nichts. Denn schon bei ihrer Ankunft in Istanbul wurden sie noch vor der Passkontrolle am Flughafen von zwei Zivilbeamten angesprochen und mitgenommen.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Wie Erdogans Schergen jagd auf Gegner in Europa machen. Ein Deutschtürke mit deutschem Pass wurde von der spanischen Polizei aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen.
Vor der Tür standen spanische Polizisten. Sie verlangten seinen Ausweis, stellten fest, dass es sich tatsächlich um Akhanli handelt - und nahmen ihn fest. Gegen den 60-Jährigen lag ein Haftbefehl aus der Türkei vor. Weil die ihn per Interpol suchen ließ und ein entsprechender Dringlichkeitsvermerk, eine "red notice", vorlag, war die spanische Polizei aktiv geworden.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
ist kein einzelfall, interessierte die deutschen medien nur nicht so stark.
Ein türkischer Journalist, der seit Jahrzehnten in Schweden lebt, wird in seinem Urlaub in Spanien festgenommen. Grund: Gegen ihn liegt ein Fahndungsersuchen von Interpol vor – ausgestellt von der türkischen Regierung. Türkische Journalisten sind auch außerhalb der Türkei nicht mehr sicher.
Die Bundesregierung ist alarmiert, der nächste Streit zwischen Berlin und Ankara bahnt sich an. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) schaltet sich persönlich in den Fall ein.
da sich die türkei in den deutschen wahlkampf einmischt und deutschlnd sich das verbittet, kommt das noch hinzu
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan griff Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) persönlich scharf an.
Erdogans erneute Entgleisung folgte keinen Tag nachdem deutsche Spitzenpolitiker, unter ihnen Gabriel, sich jede Einmischung des türkischen Präsidenten in den deutschen Wahlkampf verbeten hatten. Erdogan hatte zuvor türkischstämmige Wähler in Deutschland aufgefordert, bei der Bundestagswahl nicht CDU, SPD oder Grüne zu wählen.
Eigentlich wollte Jascha Schewtschenko das Land kennenlernen, doch weiter als bis zum Flughafen kam er nicht. Wie der „Spiegel“ berichtet, ging es für den Deutsche direkt von der Grenzkontrolle am Airport Izmir in die Arrestzelle.
Drei Tage musste Schewtschenko dort bleiben, dann ging es wieder zurück nach Hause. Den Grund für sein Einreiseverbot kennt er bis heute nicht.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Alexander hat geschrieben:Willkür in Erdoganien...
Eigentlich wollte Jascha Schewtschenko das Land kennenlernen, doch weiter als bis zum Flughafen kam er nicht. Wie der „Spiegel“ berichtet, ging es für den Deutsche direkt von der Grenzkontrolle am Airport Izmir in die Arrestzelle.
Drei Tage musste Schewtschenko dort bleiben, dann ging es wieder zurück nach Hause. Den Grund für sein Einreiseverbot kennt er bis heute nicht.
"Das hat nichts mit Ihnen zu tun, sondern mit dem Mann, bei dem Sie Ihre Unterkunft gebucht haben", sagt ihm ein Polizist, ohne Details zu nennen. Schewtschenko informiert Ömer S., dessen Wohnung er über Airbnb gebucht hat. Der fällt aus allen Wolken. Bis heute, sagt S. dem SPIEGEL, wisse er nicht, ob und was gegen ihn vorliege. "Die Polizei hat sich nicht bei mir gemeldet. Ich vermiete meine Wohnung weiterhin, ohne Probleme." Nachfragen seinerseits bei den Behörden bleiben unbeantwortet.
Nach Kenntnis der Bundesregierung dürfen seit dem gescheiterten Militärputsch am 15. Juli 2016 in der Türkei 25 deutsche Staatsangehörige nicht aus der Türkei ausreisen. Darunter sind auch Deutsche mit einer weiteren Staatsangehörigkeit.
Das geht aus einer Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine schriftliche Frage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Özcan Mutlu hervor, die dem WDR vorliegt. Laut "Heilbronner Stimme" sind außerdem derzeit 54 Menschen mit deutschem Pass in türkischer Haft, davon zehn aus politischen Gründen.
Seit fünf Monaten befindet sich ein Deutscher in türkischer Haft, wie jetzt erst bekannt wurde. Der Deutsche war als Pilger unterwegs. Bevor man in die Türkei reist, sollte man sich wirklich überlegen, welche Äußerungen man in der Vergangenheit gemacht und welche Kontakte man gepflegt hat.
Einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge kommt der Mann aus Schwerin, ist 55 Jahre alt und hatte sich im April auf den Weg nach Jerusalem gemacht. Mit seiner Pilgerreise habe er auch auf das Schicksal unterdrückter Minderheiten aufmerksam machen wollen. Aus dem Südosten der Türkei habe er Freunden gegenüber von Schwierigkeiten mit der Polizei berichtet: Die Behörden hätten offenbar bezweifelt, dass er als Pilger unterwegs ist.
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Erneut wurden zwei Deutsche in der Türkei festgenommen. Dieses Mal in der Touristenhochburg Antalya. Für die Festnahme werden "politische Vorwürfe" angegeben.
Die Türkei sollte man als Reiseland meiden. Schon alleine aus Protest aufgrund der türkischen Willkür.
Das deutsche Generalkonsulat in Izmir sei von nichtstaatlichen Stellen über die Festnahme der beiden Deutschen informiert worden. Die Flughafenpolizei von Antalya habe die Festnahmen aber auf Nachfrage bestätigt. Ob es bei der Ein- oder Ausreise am Flughafen zu den Festnahmen kam, könne sie nicht sagen, so Adebahr.
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„Wir haben inzwischen den Eindruck, dass die türkische Regierung den Plan verfolgt, systematisch Deutsche als Geiseln zu nehmen. Sie will offenbar eine kritische Masse aufbauen in der Erwartung, die Geiseln gegen türkische Staatsbürger austauschen zu können, die in Deutschland Asyl beantragt haben, da sie in der Türkei unter Terrorverdacht stehen.“
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Deshalb, so die Person, rate man Deutschen, die als potentielle Geiseln besonders in Frage kommen könnten, etwa Journalisten oder Menschenrechtler, ausdrücklich von Reisen in die Türkei ab.
und wenn die nicht mehr einreisen, sind alle anderen gefährdet.
bin mal gespannt, wann es eine offizielle reisewarnung gibt.
Trotz der Krise mit Ankara hat die Bundesregierung seit Jahresbeginn den Export von Rüstungsgütern mit einem Gesamtwert von mehr als 25 Millionen Euro in die Türkei genehmigt.
Warum macht Erdogan all das ? Ich verstehe es einfach nicht. Warum will er bewusst die Beziehungen zu Deutschland verschlechtern, womöglich auch einen kpl. Abbruch in Kauf nehmen ? Die Türkei hat seit 100 Jahren besonders gute Beziehung mit D. Ca 3 Mill. in D haben türkische Wurzeln, die meisten leben auch sicher gerne hier.
Das Erdogan im arab. Raum eine führende Rolle anstrebt, hatte unsere Regierung m.W. nie gestört.
Liegt es daran, dass Anhänger von Gülen und Kurden in Deutschland nicht verfolgt werden? Vor allem, weil wir diesen nach dem kürzlichen Putsch auch noch Asyl gewährten - kann das die Ursache für seine ständigen Provokationen sein ?
Kann mir auch vorstellen, dass für den leicht reizbaren Erdogan schon alles in die falsche Richtung lief, als Deutschland nicht die Satire Böhmermanns (absolut unnötig) verurteilte. Mit derartigen Beleidigungen würde er in der Türkei anders umgehen, und das hatte er sicher auch von unserer Kanzlerin erwartet - schnelle und eindeutige Stellungnahme für Erdogan.
Das er die vielen Flüchtlinge in der Türkei zurückhält, kann er Deutschland nicht anlasten. Er bekommt, wenn auch verspätet, seine Milliarden dafür. Ich glaube die Flüchtlinge sind ihm keine Last, eher eine Trumpfkarte sein, die er sich bis zum Allerletzten aufhebt. Und er weiß, ganz Europa hat vor dieser Karte Angst. Denn wenn die 2-3 Millionen Flüchtlinge Richtung Europa laufen, wird das eine enorme Sogwirkung auf die Bevölkerung östlich und südlich der Türkei haben.
Auch das traue ich Erdogan zu.
EU-Beitritt - jam darin liegt auch ein vermutlich großer Teil seiner Wut, dass ihn die EU immer wieder vertröstet. Ich denke, dass die Ablehnung der EU bei ihm eine Richtungsänderung bewirkte.
Erdogan macht was er will, dafür lieben ihn seine Türken, zumindest die Hälfte und viele andere schmunzeln womöglich und sind trotzdem stolz, dass die Türkei mit den Großmächten spielt. Kürzlich kaufte die Türkei, ein Natopartner, ein Raketenabwehrsystem in Russland und verbietet sich auch hier jede Einmischung. Die Rakten werden vor Auslieferung natürlich schnell mal umprogrammiert, so dass sie keinesfalls russische Ziele ansteuern können - wer weiß !
Angesichts der ca 54 Deutschen die in der Türkei inhaftiert sind, ist es sehr schwierig, wie hart man mit der Türkei ins Gericht geht. Es leben ja auch viele Deutsche in der Türkei, Rentner und Mitarbeiter deutscher Firmen. Sie wären sofort Geiseln, denn Erdogan missachtet internationales Recht und dipl. Beziehungen gleichermaßen.
Ein schwieriger Sultan, den wir da neuerdings haben.