Was hat der innertürkische Krieg mit Deutschland zu tun?
Die Türkei setzt ihr Militär seit Monaten gegen Kurden ein. Aus Protest gingen in Hannover Tausende auf die Straße. Ihre Kritik richtet sich auch gegen das EU-Flüchtlingsabkommen.
In Deutschland leben mehr als eine Million Menschen kurdischer Herkunft.
Unsere türkischen "Freunde" geben sich derzeit allergrößte Mühe das "Kurdenproblem" zu lösen:
Türkei: Der schmutzige Krieg unter Ausschaltung der Öffentlichkeit
Auch nach der offiziellen Beendigung der Militäroperationen in Diyarbakir werden weiter Angriffe gemeldet. In Yüksekova soll angeblich Giftgas zum Einsatz gekommen sein
Nur zur Erinnerung, wie alles anfing: Erdogans Partei AKP bekam letzten Sommer und Herbst trotz zweier Wahlversuche nicht die nötige Mehrheit im Parlament, um das Kalifat offiziell einzuführen. Stattdessen schaffte die kurdische Demokratische Partei der Völker (HDP) die 10%-Hürde und verhinderte dies. Erdogan entwickelte daraufhin seine eigene Methode, wie er die Zahl der HDP-Wähler verringert :-(
Aus einem Leserkommentar der Link zu einem kurzen Bericht mit Fotos aus Cizre. Cizre liegt nicht in Syrien! Aber es sieht stellenweise nicht viel anders aus als in Kobane oder Aleppo. Da frage ich mich spontan, ob es noch Unterschiede zwischen Assad, dem IS und Erdogan gibt.
NDR-Satire erregt türkische Regierung Erdowie, Erdowo, Erdogan
Zur Pressefreiheit hat die türkische Regierung ein eher gespaltenes Verhältnis. Jetzt zeigte sie sich wegen eines Satirevideos erneut dünnhäutig: Der deutsche Botschafter wurde ins Außenministerium zitiert - wegen eines Musikclips der NDR-Sendung Extra 3, der sich über Präsidenten Erdogan lustig macht.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
gar nix ist in solch einem falle ja auch die beste reaktion.
was soll deutschlnd denn tun? sich aufregen und damit die ganze vorher mühsam ausgearbeitete kacke riskieren?
schnorr hat geschrieben:
was soll deutschlnd denn tun?
Eine mögliche Reaktion wäre gewesen auf den damaligen Beginn des NSU-Prozesses in München hinzuweisen, wo massive Proteste aus der Türkei kamen, daß türkische Vertreter keinen garantierten Zugang zur Prozeßbeobachtung bekamen. Nur hatten die türkischen Protestierer "vergessen", daß die Erfüllung ihrer Forderung ein Anfechtungsgrund für den Prozeß geworden wäre.
"extra 3"-Satire: Deutsche Politiker nennen Erdogan "anmaßend" und "selbstherrlich"
Ungewöhnlich heftig verurteilen Parlamentarier die Intervention des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen eine Satire des Norddeutschen Rundfunks. Von "Anmaßung" ist die Rede, und von "Diplomaten unter Druck". Erdogan wird als "selbstherrlich" und "eitel" bezeichnet.
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Erdogan legt nach und verlangt die Löschung des Videos
Die türkische Regierung ist über ein Satirevideo verärgert - und hat offenbar verlangt, dass der Spot nicht mehr gezeigt wird. Diplomaten hätten den deutschen Botschafter aufgefordert, das NDR-Video löschen zu lassen. Doch die Satiriker legen nach.
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der kapiert es einfach nicht, was demokratie bedeutet.
als nächstes wird er das filmchen als angriff auf den islam anprangern, um so die religionskarte ausspielen zu können.
Vorladung des Botschafters wegen "extra 3": "Mir ist die Kinnlade runtergefallen"
Der türkische Präsident Erdogan hat die Löschung eines Satirevideos von "extra 3" verlangt. Moderator Christian Ehring über den Unterschied zu deutschen Politikern und die Frage, ob er sich entschuldigt
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Ein aktueller Blick in die Türkei und nach Türkisch-Kurdistan bei Telepolis:
Eine Delegation der Organisation Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) hielt sich im März für zwei Wochen in Ankara und im Südosten der Türkei auf. Im Gepäck hatten die Delegationsteilnehmer bei ihrer Rückkehr jede Menge Informationen und Augenzeugenberichte aus den besetzten Städten - und vor allem scharfe Kritik am Kriegseinsatz der türkischen Streitkräfte gegen die eigene kurdische Zivilbevölkerung.
Durch die Vertreibung der kurdischen Bevölkerung und der geplanten Ansiedlung tausender sunnitischer syrischer Flüchtlinge soll die Demographie in den kurdischen Gebieten massiv verändert werden.
Dort werden "unsere" 6 Milliarden versickern, die nachfolgenden sicher auch.
"Extra 3" steigert nochmal Erdogans Blutdruck und veröffentlicht eine türkische Übersetzung der Satire.
Satirestreit: "Extra 3" wählt Erdogan zum Mitarbeiter des Monats
"Wir haben heute bei uns den türkischen Botschafter einbestellt - er ist nicht erschienen." Wenn Erdogan Kritik hören wolle, müsse er "Extra 3" sehen, "will er keine Kritik, sollte er besser die Bundeskanzlerin treffen". http://www.spiegel.de/kultur/tv/extra-3 ... 84750.html
Grüße
Alexander
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Erdogan bekommt jetzt auch in Washington Gegenwind. Doch der Despot bleibt uneinsichtig.
Erdogan in Washington Leibwächter gehen gegen Journalisten vor
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in den USA Vorwürfe zurückgewiesen, Journalisten würden in seinem Land unter Druck gesetzt. "In den türkischen Gefängnissen sitzen keine Journalisten, die aufgrund ihres Berufes oder dem Recht auf Meinungsfreiheit verurteilt wurden", sagte er am Donnerstag bei einem Auftritt im Brookings-Institut in Washington. Sie säßen im Gefängnis, weil sie Mitglieder einer terroristischen Vereinigung seien. mehr...
Grüsse
Alexander
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