Namibia - Purros - Alle Löwen tot
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christian aus Freiburg
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Namibia - Purros - Alle Löwen tot
Nachdem es beim illegalen Trophäenabschuß von Leonardo noch einen
weltweiten Aufschrei gab, ist jetzt der gesamte Rest des Hoaruseb-Rudels vergiftet worden. Damit gibt es in diesem Gebiet keine Löwen mehr.
Übrig bleiben die neugebauten Lodges im Fluß die die Landschaft verschandeln. Wer soll dort jetzt noch hinfliegen?
Einen Nachruf mit Bildern gibt es hier:
http://www.desertlion.info/news.html
Christian
weltweiten Aufschrei gab, ist jetzt der gesamte Rest des Hoaruseb-Rudels vergiftet worden. Damit gibt es in diesem Gebiet keine Löwen mehr.
Übrig bleiben die neugebauten Lodges im Fluß die die Landschaft verschandeln. Wer soll dort jetzt noch hinfliegen?
Einen Nachruf mit Bildern gibt es hier:
http://www.desertlion.info/news.html
Christian
Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
.... ICH FASSE ES NICHT !!
Welche Dumpfbacken sind für dieses Massaker an den Hoffnungsträgern der Region „Purros“ verantwortlich. Es ist nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden für die Region, es ist eine weitere Bankrotterklärung des menschlichen Tun und Handelns.
Wie lässt sich die menschliche Zerstörungswut nur bremsen ?!
Für unsere nächste Reise in Namibia waren die Purros-Löwen fest - und als Highlight - eingeplant - aus der Traum !
Langsam werden (für uns) die lohneswerten Ziele in Namibia rar ....
Es ist eine traurige Nachricht, es bleibt jetzt nur noch die Erinnerung an unsere „Kontakte“ mit den Purros-Löwen.
Lothar
Welche Dumpfbacken sind für dieses Massaker an den Hoffnungsträgern der Region „Purros“ verantwortlich. Es ist nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden für die Region, es ist eine weitere Bankrotterklärung des menschlichen Tun und Handelns.
Wie lässt sich die menschliche Zerstörungswut nur bremsen ?!
Für unsere nächste Reise in Namibia waren die Purros-Löwen fest - und als Highlight - eingeplant - aus der Traum !
Langsam werden (für uns) die lohneswerten Ziele in Namibia rar ....
Es ist eine traurige Nachricht, es bleibt jetzt nur noch die Erinnerung an unsere „Kontakte“ mit den Purros-Löwen.
Lothar
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Birgitt
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Purros Löwen Namibia - hier noch etwas auf deutsch ...
Gift und Kugeln rotten Rudel aus
Kommunale Hegegebiete beschuldigen sich gegenseitig drei Löwen getötet zu haben
14.07.2011 - AZ online
Die letzten drei Löwen des Hoaruseb-Rudels wurden am vergangenen Wochenende im kommunalen Purros-Hegegebiet vergiftet. Die drei männlichen Mitglieder waren bereits im vergangenen Jahr getötet worden. Jahrelang hatte Forscher Stander die Löwen von Geburt an beobachtet ... mehr
___________________________
Wichtige touristische Attraktion ausgelöscht
14.07.2011 - AZ online
Die Löwen in den kommunalen Hegegebieten im Nordwesten des Landes haben einen unbeschreiblich hohen Wert für den Tourismus. Einige Vorstände der Hegegebiete hatten dem Forscher Dr. Flip Stander und Safariunternehmen gegenüber versichert, die Raubkatzen zu schützen ... mehr
Gruß
Birgitt
Kommunale Hegegebiete beschuldigen sich gegenseitig drei Löwen getötet zu haben
14.07.2011 - AZ online
Die letzten drei Löwen des Hoaruseb-Rudels wurden am vergangenen Wochenende im kommunalen Purros-Hegegebiet vergiftet. Die drei männlichen Mitglieder waren bereits im vergangenen Jahr getötet worden. Jahrelang hatte Forscher Stander die Löwen von Geburt an beobachtet ... mehr
___________________________
Wichtige touristische Attraktion ausgelöscht
14.07.2011 - AZ online
Die Löwen in den kommunalen Hegegebieten im Nordwesten des Landes haben einen unbeschreiblich hohen Wert für den Tourismus. Einige Vorstände der Hegegebiete hatten dem Forscher Dr. Flip Stander und Safariunternehmen gegenüber versichert, die Raubkatzen zu schützen ... mehr
Gruß
Birgitt
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Birgitt
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Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
Doppelte Moral im Naturschutz
14.07.2011 - AZ online
Besucher zahlten sehr viel Geld, um die Löwen in der Wüste im Skelettküstenpark und in den angrenzenden ariden Gebieten, den kommunalen Hegegebieten, zu sehen. Jahrelang hatte der weltbekannte Raubtierforscher Dr. Flip Stander nicht nur den König der Tiere in dem unwegsamen und trockenen Gebiet erforscht, sondern auch gleichzeitig versucht, den dort lebenden Menschen die Vor- und Nachteile eines Löwenrudels zu unterbreiten und sie dabei aktiv zu involvieren. Die anfängliche Angst vor den Löwen, die etliche Jahre zuvor dort ausgerottet worden waren, wich einer Skepsis und anschließend der Erkenntnis, dass die Raubkatzen nachhaltig zu nutzen sind. Einige, vor allem jedoch die Verantwortlichen der Hegegebiete sowie manche Stammesführer, erkannten jedoch nur den finanziellen Vorteil und taten/tun alles, um ihre eigenen Taschen zu füllen ... mehr
Gruß
Birgitt
14.07.2011 - AZ online
Besucher zahlten sehr viel Geld, um die Löwen in der Wüste im Skelettküstenpark und in den angrenzenden ariden Gebieten, den kommunalen Hegegebieten, zu sehen. Jahrelang hatte der weltbekannte Raubtierforscher Dr. Flip Stander nicht nur den König der Tiere in dem unwegsamen und trockenen Gebiet erforscht, sondern auch gleichzeitig versucht, den dort lebenden Menschen die Vor- und Nachteile eines Löwenrudels zu unterbreiten und sie dabei aktiv zu involvieren. Die anfängliche Angst vor den Löwen, die etliche Jahre zuvor dort ausgerottet worden waren, wich einer Skepsis und anschließend der Erkenntnis, dass die Raubkatzen nachhaltig zu nutzen sind. Einige, vor allem jedoch die Verantwortlichen der Hegegebiete sowie manche Stammesführer, erkannten jedoch nur den finanziellen Vorteil und taten/tun alles, um ihre eigenen Taschen zu füllen ... mehr
Gruß
Birgitt
Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
TRAURIG bin ich! Ich habe sie im Jan.2011 noch fotografiert, nachdem sie einen Oryx gerissen hatten.
Ich wollte sie im September wieder suchen!




Gruß Jörg
www.joerg-on-tour.de
Ich wollte sie im September wieder suchen!




Gruß Jörg
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Birgitt
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Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
Naturschutz untersucht Tod der Löwen
Vergiften von Problemtieren nur mit Genehmigung von Minister(in) erlaubt – Quoten der Hegegebiete
15.07.2011 - AZ online
Das Vergiften von Problemtieren darf laut Gesetz nur mit Erlaubnis des zuständigen Ministers geschehen. Die Hegegebiete dürfen zahlreiche Tiere für den Eigengebrauch, für traditionelle Feste und für Trophäenjagd nutzen. Raubtiere sind Teil der amtlichen Quote ... mehr
Gruß
Birgitt
Vergiften von Problemtieren nur mit Genehmigung von Minister(in) erlaubt – Quoten der Hegegebiete
15.07.2011 - AZ online
Das Vergiften von Problemtieren darf laut Gesetz nur mit Erlaubnis des zuständigen Ministers geschehen. Die Hegegebiete dürfen zahlreiche Tiere für den Eigengebrauch, für traditionelle Feste und für Trophäenjagd nutzen. Raubtiere sind Teil der amtlichen Quote ... mehr
Gruß
Birgitt
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WolfgangT2b
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Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
Hallo Jörg,
wirklich schöne Bilder. Und alle Tierchen mit 'nem Walkman um den Hals.
Bei einem Blick in Deinen Blog ist mir aufgefallen, dass wir zur gleichen Zeit die Gegend zwischen Windhoek und Kapstadt unsicher gemacht haben. Wieso sind wir uns nicht über den Weg gefahren (gelber alter VW-Bus aus M)?
Wir haben vor dem Rückweg nach Windhoek allerdings noch mal in Mocambique vorbeigeschaut, da wir noch einen Monat mehr Zeit hatten.
Schöne Grüße
Wolfgang
wirklich schöne Bilder. Und alle Tierchen mit 'nem Walkman um den Hals.
Bei einem Blick in Deinen Blog ist mir aufgefallen, dass wir zur gleichen Zeit die Gegend zwischen Windhoek und Kapstadt unsicher gemacht haben. Wieso sind wir uns nicht über den Weg gefahren (gelber alter VW-Bus aus M)?
Wir haben vor dem Rückweg nach Windhoek allerdings noch mal in Mocambique vorbeigeschaut, da wir noch einen Monat mehr Zeit hatten.
Schöne Grüße
Wolfgang
Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
... ja, wirklich schöne Bilder, sie führen eindringlich den entstandenen Verlust vor Augen.
Über die Zukunft der Löwen kann einem angst und bange werden:
Hier ein paar Gefährdungen, die mir spontan einfallen:
- allgemeine Einschränkung der Lebensräume
- Bedrohung durch neue Seuchen über Kontakt mit Nutzvieh/Haustieren.
- Inzucht durch Segmentierung der Lebensräume
- Trophäenjagd / Wilderei
- Stress (Immunschwächung) durch Tourismus
- Tötung durch Interessenkonflikte mit Einheimischen
Bald wird es in Europa mehr Löwen geben als in Afrika ....
Nachdenklicher Gruss
Lothar
Über die Zukunft der Löwen kann einem angst und bange werden:
Hier ein paar Gefährdungen, die mir spontan einfallen:
- allgemeine Einschränkung der Lebensräume
- Bedrohung durch neue Seuchen über Kontakt mit Nutzvieh/Haustieren.
- Inzucht durch Segmentierung der Lebensräume
- Trophäenjagd / Wilderei
- Stress (Immunschwächung) durch Tourismus
- Tötung durch Interessenkonflikte mit Einheimischen
Bald wird es in Europa mehr Löwen geben als in Afrika ....
Nachdenklicher Gruss
Lothar
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philipp aka fipsicola
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- Wohnort: münchen
Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
mir fällt da noch einer ein,
-auslöschung der löwen weil man sie nicht sein läßt!!
ich hätte wenig lust mit sonem scheiß halsband durch die gegend zu jagen.
wie soll ich den da ein tapferer löwe sein?
und jetzt bitte keine gegengründe der vernunft wegen...
der wahnsinn der vernunft in unseren kreisen kotzt mich an!!
schönen abend noch mit keinen nachdenklichen grüßen
philipp
-auslöschung der löwen weil man sie nicht sein läßt!!
ich hätte wenig lust mit sonem scheiß halsband durch die gegend zu jagen.
wie soll ich den da ein tapferer löwe sein?
und jetzt bitte keine gegengründe der vernunft wegen...
der wahnsinn der vernunft in unseren kreisen kotzt mich an!!
schönen abend noch mit keinen nachdenklichen grüßen
philipp
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Guido3
Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
Hallo,
es gibt nur 100-150 Wüstenlöwen (oder besser an die Wüstenkonditionen angepasste Löwen) in Namibia. Für Trophäenjäger sind vor allem die männlichen Löwen wegen ihrer fotogenen Mähnen interessant und davon gibt es im reproduktionfähigen Alter nicht all zu viele. Entsprechend muss man nicht viele Löwen abschießen, um da die gesamte Population auszulöschen. Einen männlichen Löwen abzuschießen, kostet ab 25.000 USD. Eine Löwin gibt es schon ab 7.000 USD.
Anfang Juni haben mir die Hoarusib-Löwen noch Angst gemacht. Ich hatte das Auto ganz professionell im noch Wasser führenden Hoarusib festgefahren. :? Über Satfon war keine Hilfe organisierbar. Bis Purros waren es nur etwa 3 Kilometer. Also bin ich zu Fuss los. Nach wenigen hundert Metern war alles voll mit frischen Löwenspuren. Ich habe den Rückwärtsgang eingelegt und war ausnahmsweise sehr froh, keine Löwen zu sehen.
Beste Grüße
Guido
es gibt nur 100-150 Wüstenlöwen (oder besser an die Wüstenkonditionen angepasste Löwen) in Namibia. Für Trophäenjäger sind vor allem die männlichen Löwen wegen ihrer fotogenen Mähnen interessant und davon gibt es im reproduktionfähigen Alter nicht all zu viele. Entsprechend muss man nicht viele Löwen abschießen, um da die gesamte Population auszulöschen. Einen männlichen Löwen abzuschießen, kostet ab 25.000 USD. Eine Löwin gibt es schon ab 7.000 USD.
Anfang Juni haben mir die Hoarusib-Löwen noch Angst gemacht. Ich hatte das Auto ganz professionell im noch Wasser führenden Hoarusib festgefahren. :? Über Satfon war keine Hilfe organisierbar. Bis Purros waren es nur etwa 3 Kilometer. Also bin ich zu Fuss los. Nach wenigen hundert Metern war alles voll mit frischen Löwenspuren. Ich habe den Rückwärtsgang eingelegt und war ausnahmsweise sehr froh, keine Löwen zu sehen.
Beste Grüße
Guido
Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
Hallo Christian, Lothar, Guido und an alle anderen Namibia Freunde!
Bär Bruno läßt schön grüßen! Wo ist der jetzt in München ausgestopft zu bewundern?
Die namibischen Präparatoren brauchen doch auch noch Arbeit!
In Zukunft können wir sie dann ausgestopft über den offenen Kaminfeuer an den Wänden der Nobelherbergen bewundern! Das ist doch jetzt schon die Wa(h)re Afrika-Safari-Romantik!
Guido, Du kannst jetzt in Zukunft getrost Deinen Nobelhobel im Hoarusib River versenken und zu Fuß ohne Angst vor wilden Tieren nach Purros maschieren!



Unseren Enkelkindern können wir dann noch erzählen: damals da sind sie noch als wilde Tiere frei rumgelaufen und ihre Überlebenserwartung war sehr gering. Aber heute gehen wir in den Tierpark.................da brauchen die Tiere keine Angst mehr zu haben vor den wilden Wilderern und bösen Farmern!
:cry
Gruß Jörg
www.joerg-on-tour.de
Bär Bruno läßt schön grüßen! Wo ist der jetzt in München ausgestopft zu bewundern?
Die namibischen Präparatoren brauchen doch auch noch Arbeit!
In Zukunft können wir sie dann ausgestopft über den offenen Kaminfeuer an den Wänden der Nobelherbergen bewundern! Das ist doch jetzt schon die Wa(h)re Afrika-Safari-Romantik!
Guido, Du kannst jetzt in Zukunft getrost Deinen Nobelhobel im Hoarusib River versenken und zu Fuß ohne Angst vor wilden Tieren nach Purros maschieren!



Unseren Enkelkindern können wir dann noch erzählen: damals da sind sie noch als wilde Tiere frei rumgelaufen und ihre Überlebenserwartung war sehr gering. Aber heute gehen wir in den Tierpark.................da brauchen die Tiere keine Angst mehr zu haben vor den wilden Wilderern und bösen Farmern!
Gruß Jörg
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WolfgangT2b
- Beiträge: 117
- Registriert: Mo 18. Mai 2009, 20:33
- Wohnort: München
- Kontaktdaten:
Re:
Museum Mensch und Natur am Nymphenburger SchlossJörg Pfeifer hat geschrieben:Bär Bruno läßt schön grüßen! Wo ist der jetzt in München ausgestopft zu bewundern?
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Gerhard Göttler
- Beiträge: 1148
- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36
Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
Ja, Ihr Tierschützer,
das ist halt in Namibia nicht anders als bei uns! Bei uns werden Bruno-Braunbären, eingewanderte Wölfe, ausgesetzte Luchse ... abgeschossen (eher selten vergiftet, wirksame Gifte sind nicht so leicht erhältlich und noch weniger leicht zielgerichtet einsetzbar). In Namibia trifft das halt Löwen und Schakale und anderes "Raubzeug". Im Farmland sorgen die Farmer dafür, dass unerwünschte Konkurrenz niedergehalten wird, in den kommunalen "Hege"-Gebieten (was für ein Wort!) sind es die Ärmsten der Armen mit ihren Rindern, Eseln und Schafen, die, die eben an den "finanziellen Vorteilen" und dem "unbeschreiblich hohen Wert" von Löwen nicht teilhaben. Bei uns wird dem Bauer ein gerissenes Schaf mit dem mehrfachen Marktwert ersetzt; der Bauer aber nennt sein Schaf z.B. Lieselotte, streichelt diese und will sie am Leben sehen und auch nicht für den dreifachen Gegenwert vom Wolf gerissen. In den Apartheid-Regionen nennt der Schwarze sein Schaf vermutlich nicht Lieselotte, aber er mag es, weil es ihm alltags das Überleben - und an Samstagen einen Bier- oder Schnapsrausch - ermöglicht. Und bevor dann sein Karren-Esel Opfer eines Löwen wird und er selbst zu Fuß in die Dorfbar und vor allem besoffen zu Fuß wieder nach Hause dackeln statt auf dem Karren fahren kann bzw. muss, greift er doch lieber zu Gift. Das Sein bestimmt halt noch immer das Bewusstsein. Und wenn uns der Schutz wilder Tiere schon nicht in Bad Tölz gelingt, wie soll das denn in Namibia funktionieren? Die Löwen tun mir leid, aber auch die Kommunalen! Trophäenjäger - ich werde nie verstehen, wie man Gefallen am Abknallen von Lebewesen finden kann, nur um deren gehörnte Schädel an eine Wand nageln zu können. Ich hatte aber in Namibia eine Diskussion mit einem Berufsjäger, der mir klarmachen wollte, dass es gerade die stärksten Männchen, damit die prächtigsten Trophäen seien, die geschossen werden müssten, weil sie den Zenith ihres Reproduktionsvermögens überschritten hätten. Und nur weil mit der Trophäenjagd so viel Geld zu verdienen sei, sei auch der Schutz der entsprechenden Arten gewährleistet. Und überhaupt, als Nichtjäger hätte man ja sowieso keine Ahnung von dem, was Jagd bedeutet. Ein Argument, das schlecht zu widerlegen ist.
Anhängend noch Bilder von potentiellen Purros-Giftlegern (leider habe ich versäumt, die bierbäuchigen weißen Giftleger zu fotografieren) und von Leo- und Ge-parden. Ich finde, in ihren Blicken kommt Verachtung für uns Menschen zum Ausdruck. Nein? Die Geparden übrigens waren streichelbar, Handaufzuchten; was mich dabei am meisten erstaunte, war die Rauigkeit ihres Felles. In nichts vergleichbar mit einer Hauskatze. Ein Wildnisfell eben.
Gerhard Göttler
das ist halt in Namibia nicht anders als bei uns! Bei uns werden Bruno-Braunbären, eingewanderte Wölfe, ausgesetzte Luchse ... abgeschossen (eher selten vergiftet, wirksame Gifte sind nicht so leicht erhältlich und noch weniger leicht zielgerichtet einsetzbar). In Namibia trifft das halt Löwen und Schakale und anderes "Raubzeug". Im Farmland sorgen die Farmer dafür, dass unerwünschte Konkurrenz niedergehalten wird, in den kommunalen "Hege"-Gebieten (was für ein Wort!) sind es die Ärmsten der Armen mit ihren Rindern, Eseln und Schafen, die, die eben an den "finanziellen Vorteilen" und dem "unbeschreiblich hohen Wert" von Löwen nicht teilhaben. Bei uns wird dem Bauer ein gerissenes Schaf mit dem mehrfachen Marktwert ersetzt; der Bauer aber nennt sein Schaf z.B. Lieselotte, streichelt diese und will sie am Leben sehen und auch nicht für den dreifachen Gegenwert vom Wolf gerissen. In den Apartheid-Regionen nennt der Schwarze sein Schaf vermutlich nicht Lieselotte, aber er mag es, weil es ihm alltags das Überleben - und an Samstagen einen Bier- oder Schnapsrausch - ermöglicht. Und bevor dann sein Karren-Esel Opfer eines Löwen wird und er selbst zu Fuß in die Dorfbar und vor allem besoffen zu Fuß wieder nach Hause dackeln statt auf dem Karren fahren kann bzw. muss, greift er doch lieber zu Gift. Das Sein bestimmt halt noch immer das Bewusstsein. Und wenn uns der Schutz wilder Tiere schon nicht in Bad Tölz gelingt, wie soll das denn in Namibia funktionieren? Die Löwen tun mir leid, aber auch die Kommunalen! Trophäenjäger - ich werde nie verstehen, wie man Gefallen am Abknallen von Lebewesen finden kann, nur um deren gehörnte Schädel an eine Wand nageln zu können. Ich hatte aber in Namibia eine Diskussion mit einem Berufsjäger, der mir klarmachen wollte, dass es gerade die stärksten Männchen, damit die prächtigsten Trophäen seien, die geschossen werden müssten, weil sie den Zenith ihres Reproduktionsvermögens überschritten hätten. Und nur weil mit der Trophäenjagd so viel Geld zu verdienen sei, sei auch der Schutz der entsprechenden Arten gewährleistet. Und überhaupt, als Nichtjäger hätte man ja sowieso keine Ahnung von dem, was Jagd bedeutet. Ein Argument, das schlecht zu widerlegen ist.
Anhängend noch Bilder von potentiellen Purros-Giftlegern (leider habe ich versäumt, die bierbäuchigen weißen Giftleger zu fotografieren) und von Leo- und Ge-parden. Ich finde, in ihren Blicken kommt Verachtung für uns Menschen zum Ausdruck. Nein? Die Geparden übrigens waren streichelbar, Handaufzuchten; was mich dabei am meisten erstaunte, war die Rauigkeit ihres Felles. In nichts vergleichbar mit einer Hauskatze. Ein Wildnisfell eben.
Gerhard Göttler
Re: Namibia - Purros - Alle Löwen tot
......nun – für so ganz vergleichbar halte ich „Bruno“ und die „Purros-Löwen“ nicht.
Bruno war sicher auch ein kleiner Wirtschaftsfaktor – und hätte es wohl noch zu viel mehr bringen können – aber von wirklich wirtschaftlich existenzieller Bedeutung für die Region war er nicht.
Anders die Purros-Löwen, sie waren im Begriff aus der Gegend eine Touristenattraktion zu machen, aber die Kurzsichtigkeit der Einheimischen und die Geldgier der Jagdveranstalter haben die Region um einen Teil ihrer wirtschaftlichen Zukunft gebracht.
Bei den einheimischen Giftlegern reichte das Vorstellungsvermögen nicht aus, dass sie auch indirekt von den Löwen hätten profitieren können; wahrscheinlich dadurch, dass ihre Frauen, Kinder oder Verwandten irgendeinen Job im Touristengeschäft hätten bekommen können und ihnen damit ihre tägliche Bierdosis hätten erwirtschaften können.
Viel schändlicher ist aber m.E. das Verhalten der Jäger und Jagdveranstalter, die mit solch schwachsinnigen Argumenten
Tatsache ist : Die Löwen wurden vergiftet und abgeknallt – mit oder ohne Reproduktionszenit – Theorie“. Sie ist nur eine Nebelkerze.
Wenn du einen Sumpf austrocknen willst, Frage nicht die Frosche um Erlaubnis ....
Lothar
PS: Der Blick des Leoparden auf dem unteren Bild bzw. das Bild ist genial.
Bruno war sicher auch ein kleiner Wirtschaftsfaktor – und hätte es wohl noch zu viel mehr bringen können – aber von wirklich wirtschaftlich existenzieller Bedeutung für die Region war er nicht.
Anders die Purros-Löwen, sie waren im Begriff aus der Gegend eine Touristenattraktion zu machen, aber die Kurzsichtigkeit der Einheimischen und die Geldgier der Jagdveranstalter haben die Region um einen Teil ihrer wirtschaftlichen Zukunft gebracht.
Bei den einheimischen Giftlegern reichte das Vorstellungsvermögen nicht aus, dass sie auch indirekt von den Löwen hätten profitieren können; wahrscheinlich dadurch, dass ihre Frauen, Kinder oder Verwandten irgendeinen Job im Touristengeschäft hätten bekommen können und ihnen damit ihre tägliche Bierdosis hätten erwirtschaften können.
Viel schändlicher ist aber m.E. das Verhalten der Jäger und Jagdveranstalter, die mit solch schwachsinnigen Argumenten
ihre Schandtaten in Heldentaten ummünzen wollen. Diese Argumentation zeigt, dass nicht nur ihr Umgang mit den Wildtieren respektlos ist, sondern auch der Umgang mit ihren Mitmenschen, denen sie solche Argumentationskonstrukte zumuten.....eine Diskussion mit einem Berufsjäger, der mir klarmachen wollte, dass es gerade die stärksten Männchen, damit die prächtigsten Trophäen seien, die geschossen werden müssten, weil sie den Zenith ihres Reproduktionsvermögens überschritten hätten.
Tatsache ist : Die Löwen wurden vergiftet und abgeknallt – mit oder ohne Reproduktionszenit – Theorie“. Sie ist nur eine Nebelkerze.
Das ist aber sehr zahm, ich finde eher, man sollte den Aussagen von Jägern und Jagdveranstaltern keinerlei Bedeutung beimessen – wie sagt man so treffend:Und überhaupt, als Nichtjäger hätte man ja sowieso keine Ahnung von dem, was Jagd bedeutet. Ein Argument, das schlecht zu widerlegen ist.
Wenn du einen Sumpf austrocknen willst, Frage nicht die Frosche um Erlaubnis ....
Lothar
PS: Der Blick des Leoparden auf dem unteren Bild bzw. das Bild ist genial.








