Dokumentarfilm
Regie: Kaouther Ben Hania
Frankreich, Tunesien, Deutschland, Saudi-Arabien 2023 - 107 min.
Kinostart: 18.01.2024
Das Leben der Tunesierin Olfa, Mutter von vier Töchtern, oszilliert zwischen Licht und Schatten. Eines Tages verschwinden ihre beiden ältesten Töchter. Regisseurin Kaouther Ben Hania setzt professionelle Schauspielerinnen ein, um die Abwesenheit der beiden zu kompensieren. Dadurch wird ein außergewöhnlicher Filmmechanismus in Gang gesetzt, der die Geschichte von Olfa und ihren Töchtern enthüllt. Eine intime Reise voller Hoffnung, Rebellion und Gewalt beginnt, in deren Verlauf Tradition, Generationskonflikte und Schwesternschaft beobachtet und die Fundamente unserer Gesellschaft hinterfragt werden ... mehr bei rem - Rapid Eye Movies
OLFAS TÖCHTER (Les Filles d’Olfa) lief am Filmfestival von Cannes im Wettbewerb und wurde mit dem Œil d’or für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Kaouther Ben Hania erzählt die wahre Geschichte von Olfa, deren zwei älteste Töchter verschwunden sind. Um sich dieser Familiengeschichte und den Entwicklungen in Tunesien mit der nötigen Distanz zu nähern, lässt sie drei Schauspielerinnen auftreten und verwebt in einer meisterlich fesselnden Inszenierung Dokument und Fiktion.
+++ "OLFAS TÖCHTER nimmt uns mit in den intimen, inneren Kreis eines Familiengefüges, um eine größere Geschichte unserer Zeit zu erzählen. Der Schmerz ist persönlich, und die Auswirkungen sind global." (The Wrap) +++ "OLFAS TÖCHTER geht einem nicht aus dem Kopf. Er begleitet Dich noch Tage später." (The Playlist) ... mehr bei kinofreund.com
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FILM | Olfas Töchter
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FILM | Olfas Töchter - Kritik + Trailer
Die vierfache Mutter Olfa Hamrouni erregte im April 2016 auf internationaler Ebene große Aufmerksamkeit, als sie öffentlich über die Radikalisierung ihrer beiden älteren Töchter Ghofrane und Rahma sprach. Die jungen Frauen hatten die Familie verlassen, um sich der Terrororganisation IS anzuschließen. In einem Interview erzählt die Filmemacherin, dass sie bereits damals erste Aufnahmen mit Olfa gemacht, jedoch nicht den passenden Zugang zum Thema gefunden habe. Als Ort der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit (und der Gegenwart) dient nun ein altes Hotel in Tunis [...] Ben Hania bezeichnet ihr Werk selbst als „ein therapeutisches Labor“. Insbesondere Olfa muss sich mit ihrem Verhalten und mit ihren Einstellungen gegenüber ihren Kindern konfrontieren (lassen). Zugleich wird deutlich, dass ganz gewiss nicht sie allein die Schuld an den Entwicklungen trägt. Der Film blickt auf experimentelle Art und Weise auf einen individuellen Fall – und macht dadurch auf die patriarchalen Machtstrukturen und auf die Gewalt im Land aufmerksam ... mehr bei kino-zeit.de
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