Drama
Regie: Michale Boganim
Zypern, Frankreich, Deutschland 2023 - 116 min.
Kinostart: 14.09.2023
TEL AVIV - BEIRUT ist ein historisches Drama vor dem Hintergrund des israelisch-libanesischen Konflikts in den Jahren 1984 bis 2006. Der Film erzählt von der epischen Reise zweier Familien auf beiden Seiten der Grenze, deren Schicksale durch den Krieg im Libanon miteinander verwoben sind. Im Zentrum der sich über 20 Jahre erstreckenden Geschichte stehen zwei Frauen, eine Libanesin und eine Israelin, die sich inmitten des Krieges zusammenfinden und sich gemeinsam auf eine Reise begeben, um einen geliebten Menschen zu retten.
Zusammenhalt und Hoffnung im Angesicht der erschütternden Realität des Krieges: Mit TEL AVIV - BEIRUT ist der französisch-israelischen Regisseurin Michale Boganim ein intimes und zutiefst berührendes Kinoerlebnis gelungen – ein eindringlicher Film voll roher Kraft und großer Poesie ... mehr
Gerade vor dem Hintergrund der gestern frisch entflammten Kriegshandlungen schockierend aktuell! Siehe dazu aktuelle Reisehinweise Israel und Libanon.
Gruß
Birgitt
FILM | Tel Aviv - Beirut
Moderator: Moderatoren
-
Birgitt
- Moderator
- Beiträge: 35415
- Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
- Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
- Kontaktdaten:
FILM | Tel Aviv - Beirut - Kritik + Trailer
Es war einmal eine Bahnlinie. Sie führte vom israelischen Tel Aviv bis nach Beirut im Libanon. Was heute märchenhaft klingt, steht für eine Sehnsucht: Dass die ewigen Kriege im Nahen Osten einmal enden mögen. Ganz einfach deshalb, weil sie kein Naturgesetz sind, wie man denken könnte, wenn man nach 1948 geboren ist, dem Gründungsjahr des Staates Israel. Sie werden von Menschen gemacht, die diesseits und jenseits der heutigen Grenzen gerne Hummus mit Pita essen, deren Politiker, Armeen und Milizen aber auf die gemeinsamen kulturellen Wurzeln pfeifen ... mehr bei kino-zeit.de
Gruß
Birgitt
Gruß
Birgitt
- Achim Vogt
- Moderator
- Beiträge: 2856
- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: FILM | Tel Aviv - Beirut
Danke, liebe Birgitt!
Ich habe mir gerade den Trailer angeschaut: scheint ein wirklich wichtiger und berührender Film zu sein. Es ist wenig bekannt, wieviele Libanes*innen nach dem Abzug der Israelis 2000 in Israel (zumeist in der Nähe von Haifa) eine erzwungene neue Heimat gefunden haben.
Nur der Vollständigkeit halber: im Text hat sich ein Fehler eingeschlichen, denn der libanesisch-israelische Konflikt datiert seit etwa 1969, als die PLO mit dem Kairo-Abkommen eine neue Basis zugesprochen bekam. Die erste israelische Invasion fand 1978 statt - und war der Grund für die bis heute bestehende UN-Friedenstruppe an der Grenze zwischen beiden Ländern. Die "große" Invasion begann im Juni 1982 und führte zur Vertreibung der PLO aus Beirut. 1984 begannen tatsächlich die Auseinandersetzungen mit der Hizbullah, die kurz zuvor mit Unterstützung des Iran im ostlibanesischen Baalbek gegründet worden war.
Ich will nicht zu pedantisch sein, aber erlebe natürlich gerade angesichts der militärischen Konfrontation derzeit so viele falsche Infos und Wahrnehmungen, dass ich es wichtig finde, wirklich pedantisch auf Fakten und historischen Kontext zu verweisen.
VIele Grüße
Achim
Ich habe mir gerade den Trailer angeschaut: scheint ein wirklich wichtiger und berührender Film zu sein. Es ist wenig bekannt, wieviele Libanes*innen nach dem Abzug der Israelis 2000 in Israel (zumeist in der Nähe von Haifa) eine erzwungene neue Heimat gefunden haben.
Nur der Vollständigkeit halber: im Text hat sich ein Fehler eingeschlichen, denn der libanesisch-israelische Konflikt datiert seit etwa 1969, als die PLO mit dem Kairo-Abkommen eine neue Basis zugesprochen bekam. Die erste israelische Invasion fand 1978 statt - und war der Grund für die bis heute bestehende UN-Friedenstruppe an der Grenze zwischen beiden Ländern. Die "große" Invasion begann im Juni 1982 und führte zur Vertreibung der PLO aus Beirut. 1984 begannen tatsächlich die Auseinandersetzungen mit der Hizbullah, die kurz zuvor mit Unterstützung des Iran im ostlibanesischen Baalbek gegründet worden war.
Ich will nicht zu pedantisch sein, aber erlebe natürlich gerade angesichts der militärischen Konfrontation derzeit so viele falsche Infos und Wahrnehmungen, dass ich es wichtig finde, wirklich pedantisch auf Fakten und historischen Kontext zu verweisen.
VIele Grüße
Achim
Re: FILM | Tel Aviv - Beirut
Ist nicht pedantisch, sondern im Gegenteil unverzichtbar, denn zu keiner Zeit sind verifizierte Information wichtiger, als in Situationen von Konflikten und Gewalt! Und das gilt hier, wo nun ein unkalkulierbarer Flächenbrand droht, ganz besonders.Achim Vogt hat geschrieben: ↑So 8. Okt 2023, 18:51
Ich will nicht zu pedantisch sein, aber erlebe natürlich gerade angesichts der militärischen Konfrontation derzeit so viele falsche Infos und Wahrnehmungen, dass ich es wichtig finde, wirklich pedantisch auf Fakten und historischen Kontext zu verweisen.
VIele Grüße
Achim


