Regie: Martha Holmes, Mike Gunton
Grossbritannien 2011 - 97 min.
Kinostart: 15.03.2012
Wenn es darum geht, in der freien Wildbahn zu überleben, legen einige Tierarten ganz besondere Fähigkeiten an den Tag. So sind etwa Kapuzineräffchen in der Lage, mit einer ausgefeilten Technik steinharte Kokosnüsse zu knacken, während Komodowarane mit einem einzigen Biss einen mächtigen Wasserbüffel töten können und Grasschneider-Ameisen eine unterirdische Pilzfarm betreiben, um die Nahrung für den Nachwuchs zu sichern. Ob Frösche oder Wale, Käfer oder Robben - sie alle hat die Natur mit außergewöhnlichen Eigenschaften gesegnet.
Technisch brillante BBC-Dokumentation, die in perfekter HD-Qualität Tiere aller Kontinente bei ihren oftmals witzigen und sehr "menschlichen" (Über-)lebens-Ritualen zeigt [...] Zwar arbeiten die Filmemacher virtuos mit Super-Zeitlupen und Verzögerungen, extremen Großaufnahmen und herrlichen Landschaftspanoramen. Doch auch wenn die klassischen Orchester-Kompositionen von Hollywood-Filmmusiker George Fenton das Gezeigte angenehm dezent und zurückhaltend unterstützen und Bond-Darsteller Daniel Craig als Erzähler (in der englischen Originalversion) mit seiner sonoren Stimme nur das Nötigste kommentiert, wäre in diesem Fall weniger mehr gewesen. Das heißt: Die Konzentration auf ein paar Tierarten statt ein animalischer Rundumschlag quer durch alle Kontinente hätte dem Film gut getan. Sehenswert ist dieses Hohelied auf unseren blauen Planeten allemal, allerdings sollten Kinder im Vorschulalter nicht unbedingt mit der Grausamkeit der Natur, die in nur einigen wenigen Bildern, aber doch recht schonungslos dargestellt wird, konfrontiert werden ... mehr
Website mit Trailer:
Unser Leben
Dazu eine Kritik in der Zeit vom 13.03.2012
Gruß
Birgitt




