Regie: Djo Tunda Wa Munga
Kongo/Frankreich/Belgien/Südafrika 2010 - 97 min.
Kinostart: 15.03.2012
In der Republik Kongo taumelt Kleingangster Riva in Euphorie. Erst hat er César, seinem Boss aus Angola, eine lukrative Wagenladung Benzin abgejagt, dann mit Nora eine bildschöne Traumfrau erobert. Doch der Tod begleitet das plötzliche Glück, als César mit skrupelloser Brutalität Rivas Spuren folgt und Noras Freund, ein Gangster aus Kinshasa, mit Gewalt auf den romantischen Rivalen reagiert. Jetzt geht es für Draufgänger Riva nicht mehr um schnellen Sex oder Reichtum, sondern vor allem um ein langes Leben.
Auf den Spuren internationaler Vorbilder wandelt Djo Mungas Regiedebüt über einen Kleinkriminellen im Kongo, der sich furchtlos mit großen Gangstern anlegt. Über zahllose Festivals tourte dieser Erstling des afrikanischen Dokumentarfilmers, der sich ganz dem Unterhaltungskino verschrieben hat, dabei aber auch das Leben in der Republik Kongo beleuchtet und in den Auswüchsen von Arbeitslosigkeit, Armut und Korruption Grundprobleme des ganzen Kontinents spiegelt [...] Diese Qualität mit beschränkten finanziellen Mitteln in einem Land ohne ausgeprägte Filmtradition erreicht zu haben, ist der größte Triumph dieses Films, der mit Sex und Gewalt, mit einer lesbischen Offizierin und einer unberechenbaren Femme fatale, mit Seitenhieben auf Wirtschaftschaos und chronisch untreue Männern, aber auch einer Liebeserklärung an afrikanische Lebenslust, irgendwo zwischen Anspruch und Exploitation viele Anreize auch für deutsche Zuschauer bietet ... mehr
Website mit Trailer:
Viva Riva!
Dazu eine Kritik in der taz vom 14.03.2012
Gruß
Birgitt




