Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Moderator: Moderatoren
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
@Heinrich
Ein Lichtblick: Immerhin beginnt die Presse die wirklich Kundigen wie Werner Ruf zu fragen. Der war auch am Start des Dokumentationsprojekts Algeria-Watch beteiligt, leider wird die deusche Ausgabe kaum gewartet. Sollte Salima Mellah was publizieren, sind die algerischen Reaktionen immer lustig (ok, für uns, nicht für die Autorin): Je nach Tagesverfassung wird sie von der Krypto-Kommunistin zur Islamistin (ich wollte schon immer islamistische Frauenrechtlerinnen kennenlernen)
@Alexander
In den algerischen Medien der letzten Tage war echter Ärger über Ansar Dine zu lesen: Algerische Vermittlungsmission zu Gesprächen mit der malischen Zentralregierung annehmen und dann der Vorstoß auf Mopti/Sevare - als Auslöser für den frz. Einsatz - wird in Algerien als Vertrauensbruch gesehen, bleibt zu hoffen, dass das nachhaltig wirkt. Momentan sitzt Ansar Dine zwischen allen Stühlen
@Turi
Ad MBM (Mokhtar ben Mokhtar): Der ist überall und nirgends, sicher nie an den Hotspots, und kann nur durch eine gewisse Nähe zu Teilen des algerischen Sicherheitsapparats überleben. Er tut ihnen auch nichts - wenn seine Mannen in alter Zeit eine Patrouille überfallen haben, habe sie die Soldaten/Gendarmen entwaffnet, in Unterhosen&Socken in Gehreichweite zum nächsten Posten des offiziellen Algeriens abgesetzt, und das war's.
Was ich nie verifizieren konnte: Der Mann soll in Mauretanien mit amerikanischen Partnern eine Straßenbaufirma besessen/betrieben haben, und neben Algerien ist Mauretanien das einzige Land mit einer gewissen "radikalislamischen" Szene. In Mali hingegen sind Missionare gegen die lokalen animistisch-islamische "Volksreligion" immer rausgeworfen worden (es gab vermutlich iranisch gesteuerte Schiiten-Prediger in den 1990ern, denen haben die Locals gelegentlich das Bethaus angezündet)
Grüsse
Peter
Ein Lichtblick: Immerhin beginnt die Presse die wirklich Kundigen wie Werner Ruf zu fragen. Der war auch am Start des Dokumentationsprojekts Algeria-Watch beteiligt, leider wird die deusche Ausgabe kaum gewartet. Sollte Salima Mellah was publizieren, sind die algerischen Reaktionen immer lustig (ok, für uns, nicht für die Autorin): Je nach Tagesverfassung wird sie von der Krypto-Kommunistin zur Islamistin (ich wollte schon immer islamistische Frauenrechtlerinnen kennenlernen)
@Alexander
In den algerischen Medien der letzten Tage war echter Ärger über Ansar Dine zu lesen: Algerische Vermittlungsmission zu Gesprächen mit der malischen Zentralregierung annehmen und dann der Vorstoß auf Mopti/Sevare - als Auslöser für den frz. Einsatz - wird in Algerien als Vertrauensbruch gesehen, bleibt zu hoffen, dass das nachhaltig wirkt. Momentan sitzt Ansar Dine zwischen allen Stühlen
@Turi
Ad MBM (Mokhtar ben Mokhtar): Der ist überall und nirgends, sicher nie an den Hotspots, und kann nur durch eine gewisse Nähe zu Teilen des algerischen Sicherheitsapparats überleben. Er tut ihnen auch nichts - wenn seine Mannen in alter Zeit eine Patrouille überfallen haben, habe sie die Soldaten/Gendarmen entwaffnet, in Unterhosen&Socken in Gehreichweite zum nächsten Posten des offiziellen Algeriens abgesetzt, und das war's.
Was ich nie verifizieren konnte: Der Mann soll in Mauretanien mit amerikanischen Partnern eine Straßenbaufirma besessen/betrieben haben, und neben Algerien ist Mauretanien das einzige Land mit einer gewissen "radikalislamischen" Szene. In Mali hingegen sind Missionare gegen die lokalen animistisch-islamische "Volksreligion" immer rausgeworfen worden (es gab vermutlich iranisch gesteuerte Schiiten-Prediger in den 1990ern, denen haben die Locals gelegentlich das Bethaus angezündet)
Grüsse
Peter
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Der Überfall aus der Sicht Sellals ...
http://www.elwatan.com/actualite/les-re ... 80_109.php
... mit einem Appel an die arabischen Länder:
"Ich appelliere besonders an die arabischen Ländern um ihnen zu sagen, dass wir nicht mit einer Sache des Islam konfrontiert sind, sondern mit Terroristen, Söldner auch aus muslimischen Ländern. Wir müssen unsere Religion und unserer Zivilisation schützen, welche Terroristen dabei sind zerstören. Wie kann man sich nur vorstellen, daß solche Taten im Namen des Islam begangen sein sollen. Diese Verbrechen werden in Algerien nicht mehr vorkommen "
Er fügte hinzu, dass Algerien keine politischen Probleme hat an seinen Grenzen hat, und seine Städte haben eine historische Entwicklung mit der Ankunft von Wasser, Straßen, Schulen und Universitäten genommen. "Wir leiden unter den Folgen von dem, was außerhalb unserer Grenzen geschieht."
Wenn die Algerier jetzt nur die richtigen Entscheidungen träfen. Was mir auch immer wieder auffällt ist das nahezu völlige Fehlen von öffentlicher Verurteilung solcher Überfälle von der gemäßigten muselmanischen Gesellschaft. Wer schweigt, macht sich mitschuldig.
Auszug aus dem obigen Artikel über den 'Anreiseweg' des Mordgesindels: '... Angeführt vom Algerier Mohamed Lamine Bencheneb reiste die Gruppe über den Grenzstreifen zwischen Algerien, Mali, Niger vor der Ankunft in Libyen, wo das Kommando dann nach In Amenas geführt wurde ...'
Soweit also zur 'baldigen' Möglichkeit von Libyentouren und der Verwendung geklauter libyscher Toyos.
Die Bande soll einen Fahrer in der Gasanlage Tiguentourine als ortskundigen Helfer gehabt haben.
Gruß
http://www.elwatan.com/actualite/les-re ... 80_109.php
... mit einem Appel an die arabischen Länder:
"Ich appelliere besonders an die arabischen Ländern um ihnen zu sagen, dass wir nicht mit einer Sache des Islam konfrontiert sind, sondern mit Terroristen, Söldner auch aus muslimischen Ländern. Wir müssen unsere Religion und unserer Zivilisation schützen, welche Terroristen dabei sind zerstören. Wie kann man sich nur vorstellen, daß solche Taten im Namen des Islam begangen sein sollen. Diese Verbrechen werden in Algerien nicht mehr vorkommen "
Er fügte hinzu, dass Algerien keine politischen Probleme hat an seinen Grenzen hat, und seine Städte haben eine historische Entwicklung mit der Ankunft von Wasser, Straßen, Schulen und Universitäten genommen. "Wir leiden unter den Folgen von dem, was außerhalb unserer Grenzen geschieht."
Wenn die Algerier jetzt nur die richtigen Entscheidungen träfen. Was mir auch immer wieder auffällt ist das nahezu völlige Fehlen von öffentlicher Verurteilung solcher Überfälle von der gemäßigten muselmanischen Gesellschaft. Wer schweigt, macht sich mitschuldig.
Auszug aus dem obigen Artikel über den 'Anreiseweg' des Mordgesindels: '... Angeführt vom Algerier Mohamed Lamine Bencheneb reiste die Gruppe über den Grenzstreifen zwischen Algerien, Mali, Niger vor der Ankunft in Libyen, wo das Kommando dann nach In Amenas geführt wurde ...'
Soweit also zur 'baldigen' Möglichkeit von Libyentouren und der Verwendung geklauter libyscher Toyos.
Die Bande soll einen Fahrer in der Gasanlage Tiguentourine als ortskundigen Helfer gehabt haben.
Gruß
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
-
Birgitt
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Hatten wir das Video schon?
22.01.2013 - BBC
Gruß
Birgitt
'Belmokhtar' video claims responsibility for Algeria siegeA video has been posted on the internet apparently showing militant leader Mokhtar Belmokhtar claiming responsibility for a deadly hostage crisis at an Algerian gas plant. On Monday, Algerian Prime Minister Abdelmalek Sellal confirmed that 37 foreigners of eight nationalities and one Algerian worker were killed. The video explicitly links the siege to an ongoing French military operation in neighbouring Mali.
22.01.2013 - BBC
Gruß
Birgitt
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
euronews-Interview
Mohammed al-Zawahiri verurteilt Eingreifen Frankreichs in Mali
http://de.euronews.com/2013/01/22/moham ... home+-+de)
Klar, die Anderen sind Schuld.
Zawahiri dürfte der tatsächliche Drahtzieher sein. Kairo ist ja jetzt zum Ruheraum der prä-médiévalen Sharia-Truppe geworden. Mursi spricht hinsichtlich Mali die selbe Sprache. http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/nah ... y/22166747
Warum wundert mich das nicht?
Gruß
Mohammed al-Zawahiri verurteilt Eingreifen Frankreichs in Mali
http://de.euronews.com/2013/01/22/moham ... home+-+de)
Klar, die Anderen sind Schuld.
Zawahiri dürfte der tatsächliche Drahtzieher sein. Kairo ist ja jetzt zum Ruheraum der prä-médiévalen Sharia-Truppe geworden. Mursi spricht hinsichtlich Mali die selbe Sprache. http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/nah ... y/22166747
Warum wundert mich das nicht?
Gruß
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Die Töne in der algerischen Presse werden kritischer:
Verantwortliche hätte gestern noch immer nicht verstehen können, warum die Bärte es gewagt hätten, den Versuch zu unternehmen, mit Geiseln an Bord der Fahrzeuge abzuhauen, ohne sich offenbar Sorgen zu machen, dass sie von der Armee angegriffen würden.
"Les terroristes ont dû avoir des assurances pour le faire." Die Bärte müssten - so der Artikel - eine Zusicherung für dieses Vorgehen gehabt haben. Das wurde allerdings von den Spezialeinheiten der Armee in anderem Sinne beendet.
http://www.algeria-watch.org/fr/article ... itaire.htm
Original in Le Quotidien d'Oran
(Man achte auch auf den URL: sale guerre retour!)
Zum schmutzige Krieg in Algerien Algeria-Watch auf Deutsch: http://www.algeria-watch.org/artikel/decouverte.htm
Heinrich
Verantwortliche hätte gestern noch immer nicht verstehen können, warum die Bärte es gewagt hätten, den Versuch zu unternehmen, mit Geiseln an Bord der Fahrzeuge abzuhauen, ohne sich offenbar Sorgen zu machen, dass sie von der Armee angegriffen würden.
"Les terroristes ont dû avoir des assurances pour le faire." Die Bärte müssten - so der Artikel - eine Zusicherung für dieses Vorgehen gehabt haben. Das wurde allerdings von den Spezialeinheiten der Armee in anderem Sinne beendet.
http://www.algeria-watch.org/fr/article ... itaire.htm
Original in Le Quotidien d'Oran
(Man achte auch auf den URL: sale guerre retour!)
Zum schmutzige Krieg in Algerien Algeria-Watch auf Deutsch: http://www.algeria-watch.org/artikel/decouverte.htm
Heinrich
-
Wolfgang K
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Warum stellt sich eigentlich keiner der Vögel die Frage was die Bärtigen aus aller Herren Länder seit Jahren in Mali verloren haben, wenn man denn so grundsätzlich gegen fremdes Eindringen ist?TGerd hat geschrieben:euronews-Interview
Mohammed al-Zawahiri verurteilt Eingreifen Frankreichs in Mali
http://de.euronews.com/2013/01/22/moham ... home+-+de)
Was erlaubt sich dieser Vogel Mali als „sein Haus“ zu bezeichnen?
Dieses Sendungsbewusstsein ist an dummdreister Anmaßung kaum zu überbieten.
-
Kuno
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
"Mohammed al-Zawahiri: “Zunächst einmal, wer hat diesen Krieg begonnen? Wer hat die Aggression begonnen? Wer steckt hinter dem Töten? Es ist das Land, das Flugzeuge und Soldaten nach Mali geschickt hat."
Eventuell hat al-Zawahiri einen etwas eingeschränkten Zugang zu Informationen (oder ich). Bisher war ich der Meinung, dass zuerst die Rebellen den Norden Malis besetzt hatten und erst lange danach, als sie sich bereits aufgemacht hatten, auch den Süden anzugreifen, die Regierung von Mali die Franzosen um Hilfe gebeten hatte - welche dann gewährt wurde: Operation Serval, die zZt. läuft.
Eventuell hat al-Zawahiri einen etwas eingeschränkten Zugang zu Informationen (oder ich). Bisher war ich der Meinung, dass zuerst die Rebellen den Norden Malis besetzt hatten und erst lange danach, als sie sich bereits aufgemacht hatten, auch den Süden anzugreifen, die Regierung von Mali die Franzosen um Hilfe gebeten hatte - welche dann gewährt wurde: Operation Serval, die zZt. läuft.
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Ich hoffe der Westen weiss das zu schätzen und steht geschlossen hinter den Franzosen.Wenn das weitergeht, wird als erstes der Westen brennen.”
Bin ja sonst nicht für den Ami, aber in dem Fall.
Eine Drohne bitte!
Gruss turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Nicht Zugang zu Infos, Wahrnehmung!
Zumindest lokale Kumpanei kannst Du in Algerien immer annehmen, und in der Vergangenheit durfen Geiselnehmer "zum Schutz des Lebens der Geiseln" immer abziehen
Grüsse
Peter
Zumindest lokale Kumpanei kannst Du in Algerien immer annehmen, und in der Vergangenheit durfen Geiselnehmer "zum Schutz des Lebens der Geiseln" immer abziehen
Grüsse
Peter
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Zu den Fotos, die jetzt im Spiegel und Tages-Anzeiger erscheinen, sollte man den folgenden Artikel lesen:
http://maliactu.net/algerie-photos-eton ... e-dotages/
Die Bilder sollen vom 16. stammen, also ein paar Stunden nach der Geiselnahme. Es scheint tatsächlich fast surreal ruhig abgelaufen zu sein. Einzelne telefonieren, warten, sehen zu. Die paar Bärtigen scheinen auch völlig sicher und sorglos zu sein.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/nah ... y/29246231
http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 79168.html
Heinrich
http://maliactu.net/algerie-photos-eton ... e-dotages/
Die Bilder sollen vom 16. stammen, also ein paar Stunden nach der Geiselnahme. Es scheint tatsächlich fast surreal ruhig abgelaufen zu sein. Einzelne telefonieren, warten, sehen zu. Die paar Bärtigen scheinen auch völlig sicher und sorglos zu sein.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/nah ... y/29246231
http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 79168.html
Heinrich
-
Kuno
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Heinrich; was uns surreal anmutet ist wahrscheinlich, dass es den Anschein macht, alles sei ruhig abgelaufen. Vielleicht sind wir da auch ein wenig zu sehr von Hollywood gepraegt...
Ich erinnere mich daran, als unser Baustellencamp eines Tages ohne Vorwarnung von Gaddies privater Truppe uebernommen wurde. Ein ganz normaler Tag - und ploetzlich fahren Fahrzeuge mit bewaffneten auf, jeder irgendwie anders uniformiert und dann kommen sie in dein Buero... super. Man hat keine Ahnung, um wen es sich bei den Maennern handelt, da sie aber Waffen in der Hand halten vermeidet man erstmal hektische Bewegungen... und folgt freundlich den Instruktionen. Zeit um abzuhauen, zu telefonieren oder auch nur irgendetwas zu unternehmen hat man da nicht. Und man rechnet auch nicht mit etwas schlimmem, denn man hat ja gar nichts falsches gemacht...
Ich erinnere mich daran, als unser Baustellencamp eines Tages ohne Vorwarnung von Gaddies privater Truppe uebernommen wurde. Ein ganz normaler Tag - und ploetzlich fahren Fahrzeuge mit bewaffneten auf, jeder irgendwie anders uniformiert und dann kommen sie in dein Buero... super. Man hat keine Ahnung, um wen es sich bei den Maennern handelt, da sie aber Waffen in der Hand halten vermeidet man erstmal hektische Bewegungen... und folgt freundlich den Instruktionen. Zeit um abzuhauen, zu telefonieren oder auch nur irgendetwas zu unternehmen hat man da nicht. Und man rechnet auch nicht mit etwas schlimmem, denn man hat ja gar nichts falsches gemacht...
Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Hallo zusammen
Wer schon mal in der Defensive war und auf der anderen Seite eine Menge grosskalibriger Argumente vor den Augen hatte, der weiss, dass man sich in dem Fall ziemlich ruhig und zurückhaltend verhält, manchmal nicht unbedingt weil man all zu grosse Angst hat, sondern um die ganze Situation nicht escalieren zu lassen, in den seltensten Fällen wird Hysterie aufkommen.
Die grosse Angst kommt erst, wenn sich gewisse Elemente in die Ecke gedrängt fühlen und dann übermässig reagieren.
Ich, von meiner Seite, tendiere in so einem Fall eher auf (gespielte) Solidarität, das hält einem ein wenig länger am Leben,
nur halbwegs überzeugend sollte man sein können, dann bleibt einem evtl. eine kleine Chance.
Held zu spielen, wenn die Situation nicht übersichtlich und abschätzbar ist, ist Selbstmord.
Gutes Beispiel ist die Entführung aus dem Hotel in Timbuktu vor einiger Zeit.
Gruss Turi
Wer schon mal in der Defensive war und auf der anderen Seite eine Menge grosskalibriger Argumente vor den Augen hatte, der weiss, dass man sich in dem Fall ziemlich ruhig und zurückhaltend verhält, manchmal nicht unbedingt weil man all zu grosse Angst hat, sondern um die ganze Situation nicht escalieren zu lassen, in den seltensten Fällen wird Hysterie aufkommen.
Die grosse Angst kommt erst, wenn sich gewisse Elemente in die Ecke gedrängt fühlen und dann übermässig reagieren.
Ich, von meiner Seite, tendiere in so einem Fall eher auf (gespielte) Solidarität, das hält einem ein wenig länger am Leben,
nur halbwegs überzeugend sollte man sein können, dann bleibt einem evtl. eine kleine Chance.
Held zu spielen, wenn die Situation nicht übersichtlich und abschätzbar ist, ist Selbstmord.
Gutes Beispiel ist die Entführung aus dem Hotel in Timbuktu vor einiger Zeit.
Gruss Turi
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Alexander
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Laut Bericht einer algerischen Tageszeitung führte ein Fahrer der Firma BP die Terroristen zu dem Gasfeld, wo wie bekannt die Geiselnahme und die Befreiungsaktion mit vielen Toten statt fand. Der festgenommene Fahrer habe auch Lagepläne über den Gaskomplex an die Terroristen übergeben.
Ein weiteres Indiz, oder gar Beweis, dass die Entführung von langer Hand geplant und keine kurzfristige Reaktion auf den Einmarsch des französischen Militärs war.
Driver ‘Al Mandjal’ guided attackers to oil field
Investigations on In Amenas attack showed that British Petroleum’s driver was involved in the planning of the act. He is on the run and security forces works on finding out his identity. mehr...
Grüsse
Alexander
Ein weiteres Indiz, oder gar Beweis, dass die Entführung von langer Hand geplant und keine kurzfristige Reaktion auf den Einmarsch des französischen Militärs war.
Driver ‘Al Mandjal’ guided attackers to oil field
Investigations on In Amenas attack showed that British Petroleum’s driver was involved in the planning of the act. He is on the run and security forces works on finding out his identity. mehr...
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Alexander
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Alexander
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
Hier noch einige Hintergründe und Aussagen von Arbeitern der Gasanlage:
Drug found in terrorists car, says Sonatrach’s engineer
An Algerian engineer working for the national energy group Sonatrach was among those who negotiated with terrorists to allow women and ill people to get out from the gas complex which had been besieged for 4 days. “I am still shocked. I can’t realize that I am still alive,” he told Echorouk.
Terrorists handcuffed foreign nationals
A.B, 40, says the terrorists attacked the oil field on Wednesday at around 5:30 pm. Four cars came and each one of them went respectively to JGC, a bus carrying nationals to the airport, a gas complex and the living area at Sonatrach.
When clashes started with guards, the terrorists entered Sonatrach’s subsidy, wounded Algerian workers and killed a guard and 5 foreigners. They opened fire in the living area killing a number of people. Foreign nationals were handcuffed and taken to one single place. The hostages were divided into two groups: Algerians and foreigners. Later, the terrorists started negotiating with security forces. They asked for the release of all the terrorists jailed in Algeria since 1995, 100 terrorists arrested in Mali and clear the way to cars to get out. They said they put a car bomb in the gas complex and if the army tried to intervene, they would have blown it up. A security official told them their demands would be discussed in an attempt to gain time. mehr...
Grüsse
Alexander
Drug found in terrorists car, says Sonatrach’s engineer
An Algerian engineer working for the national energy group Sonatrach was among those who negotiated with terrorists to allow women and ill people to get out from the gas complex which had been besieged for 4 days. “I am still shocked. I can’t realize that I am still alive,” he told Echorouk.
Terrorists handcuffed foreign nationals
A.B, 40, says the terrorists attacked the oil field on Wednesday at around 5:30 pm. Four cars came and each one of them went respectively to JGC, a bus carrying nationals to the airport, a gas complex and the living area at Sonatrach.
When clashes started with guards, the terrorists entered Sonatrach’s subsidy, wounded Algerian workers and killed a guard and 5 foreigners. They opened fire in the living area killing a number of people. Foreign nationals were handcuffed and taken to one single place. The hostages were divided into two groups: Algerians and foreigners. Later, the terrorists started negotiating with security forces. They asked for the release of all the terrorists jailed in Algeria since 1995, 100 terrorists arrested in Mali and clear the way to cars to get out. They said they put a car bomb in the gas complex and if the army tried to intervene, they would have blown it up. A security official told them their demands would be discussed in an attempt to gain time. mehr...
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Re: Algerien - Geiselnahme bei In Amenas
In diesem Zusammenhang ein sehr guter Bericht in "meiner" geliebten NZZ. Erstmals wurden Methoden der Terrorvorbereitung deutlich. Entsprechende Pläne für zahlreiche andere Anschläge dürften längst "in der Schublade" bereit liegen und nach Durchgabe des entsprechenden Codes zur Ausführung gelangen...
http://www.nzz.ch/aktuell/international ... 1.17962654
Ob selbst vereinte oder kooperierende Sicherheitsdienste mit den Auswertungen der Datenmengen und den richtigen Folgerungen daraus rechtzeitig klarkommen bezweifle ich doch je länger je mehr.
http://www.nzz.ch/aktuell/international ... 1.17962654
Ob selbst vereinte oder kooperierende Sicherheitsdienste mit den Auswertungen der Datenmengen und den richtigen Folgerungen daraus rechtzeitig klarkommen bezweifle ich doch je länger je mehr.




