Da die Tiefs im Nahen Osten im Alphabet rückwärts "numeriert" werden, ist dies mithin schon der dritte Schneesturm in diesem Jahr. Vorteile: Die Wasserknappheit des Vorjahres werden wir in diesem Jahr definitiv nicht erleben und das Skifahren im Libanon macht endlich so richtig Spaß
Aber der entscheidende Nachteil: Die Lage für die syrischen Flüchtlinge in Jordanien und Libanon ist desolat. Immerhin leben 70 Prozent der derzeit 1,1 Millionen im Libanon registrierten syrischen Flüchtlinge in Höhenlagen über 500 Metern. Für sie hat das UNHCR zwar eine ordentliche Winterversorgung zusammengestellt, aber in den Zelten herrschen dennoch bedrückende Zustände: In der Regel haben die Flüchtlinge kein Geld, um ihre Öfen zu heizen. "Wir heizen nur nachts, um nicht zu erfrieren", erklärte uns ein Familienvater in einem der improvisierten Lager in der Bekaa-Ebene. Immerhin kommen viele Flüchtlinge in den Genuß von Heizöl- oder Gaslieferungen, andere aber heizen mit Holz, doch das ist knapp und teuer.
Nahezu alle Kinder, die wir bei unserem Besuch am vergangenen Dienstag gesehen haben, liefen barfuß oder mit Plastiksandalen, auf den Wegen stand das Wasser, inzwischen nun wohl der Schnee. In den Zelten sahen wir, dass die Decken nur provisorisch mit Kartons abgedeckt waren, die die Regen- und Schneemassen aber natürlich nicht halten konnten.
Die Kontraste könnten jedenfalls nicht größer sein (die Bilder entstanden innerhalb von zehn Tagen!):
Viele Grüße
Achim




