Quelle: n-tv
Samstag, 24. Dezember 2005
Berlin sauer auf Osthoff
Kein Geld mehr für Projekte
Die Bundesregierung will offenbar keine Projekte im Irak mehr unterstützen, an denen die deutsche Archäologin Susanne Osthoff beteiligt ist. Als Konsequenz aus ihrer Entführung lehne das Auswärtige Amt jede Förderung einer Maßnahme in dem Krisengebiet ab, die "mit einem Aufenthalt von Frau Osthoff in dem Land verbunden wäre", berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung".
Das Blatt berief sich auf Informationen aus dem Ministerium. Demnach wurde die 43-Jährige nach ihrer Freilassung "unmissverständlich aufgefordert, nicht mehr in den Irak zurückzukehren".
Damit würde das Auswärtige Amt auch Hilfen für Osthoffs Projekt ausschließen, in der nordirakischen Stadt Erbil ein deutsches Kulturzentrum aufzubauen sowie die Arbeit zur Sanierung einer Karawanserei in Mossul, berichtete die Zeitung. Noch im Oktober hatte die deutsche Botschaft in Bagdad in einem Brief an die kurdische Regionalregierung Unterstützung signalisiert.
Das Blatt schrieb ferner, dass die Deutsche in einem Haus des Bundesnachrichtendienstes in Bagdad gewohnt haben soll. Aus diesem Grund sei Osthoff von den Entführern anfänglich für eine Spionin gehalten worden.
Osthoffs Mutter Ingrid Hala sagte der Zeitung, sie warte seit der Freilassung noch immer auf einen Anruf ihrer Tochter. Osthoff wurde am Sonntag nach dreiwöchiger Geiselhaft freigelassen. Danach verließ sie den Irak.
Der Fall Osthoff ...
Moderator: Moderatoren
Re: Der Fall Osthoff ...
Mafra: Und was bedeutet das alles?
Warum hört man noch nix von den wahren Hintergründen?
Hat sich Osthoff selbst entführen lassen, um das Lösegeld für ihre Projekte zu verwenden?
Waren die Entführer in Wirklichkeit die Vermieter vom BND?
Mussten wir wegen Osthoff 2 Milliarden netto mehr an die EU zahlen?
Was weiß Merkel wirklich?
Und: Was hört man dazu von Travis??
Also Mafra, Nachrichten hören können wir selbst!
Gruß und Frohes Fest!
Siggy
Warum hört man noch nix von den wahren Hintergründen?
Hat sich Osthoff selbst entführen lassen, um das Lösegeld für ihre Projekte zu verwenden?
Waren die Entführer in Wirklichkeit die Vermieter vom BND?
Mussten wir wegen Osthoff 2 Milliarden netto mehr an die EU zahlen?
Was weiß Merkel wirklich?
Und: Was hört man dazu von Travis??
Also Mafra, Nachrichten hören können wir selbst!
Gruß und Frohes Fest!
Siggy
-
Manfred Franz
- Beiträge: 2036
- Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55
Re: Der Fall Osthoff ...
Ja, SiggyL.,
ich befürchte, daß Dir diese Fragen nie jemand beantworten kann oder will ...
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-
Manfred Franz
- Beiträge: 2036
- Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55
Re: Der Fall Osthoff ...
Quelle: ARD
Interview mit Fernsehsender Al Dschasira
Susanne Osthoff will in den Irak zurück
Die vor gut einer Woche aus der Geiselhaft entlassene Deutsche Susanne Osthoff lässt keinen Zweifel daran, dass sie in den Irak zurückkehren will. Sie werde dort ihre Arbeit als Archäologin fortsetzten, sagte sie in einem Interview des arabischen Nachrichtensenders Al Dschasira. Einen genauen Zeitpunkt nannte die 43-Jährige in ihrem ersten öffentlichen Auftritt seit ihrer Freilassung nicht.
Steinmeier: Kein Verständnis Außenminister Frank-Walter Steinmeier wandte sich mit eindringlichen Worten an Osthoff, ihre Pläne nicht wahrzumachen. Steinmeier erklärte in Berlin: "Ich appelliere an Frau Osthoff, von ihren Plänen, in den Irak zurückzukehren, Abstand zu nehmen." Er fügte hinzu: "Nach intensiven Anstrengungen vieler Beteiliger über drei Wochen, die schließlich zu ihrer Freilassung führten, hätte ich wenig Verständnis, wenn Frau Osthoff sich erneut in eine Gefahrensituation begeben würde."
Bereits am Samstag hatte das Auswärtige Amt einen Zeitungsbericht bestätigt, wonach Osthoff unmissverständlich aufgefordert worden sei, nicht in das Land ihrer Entführung zurückzukehren. Allerdings sei Osthoff eine freie Person, betonte der Sprecher.
Vermutlich in Jordanien Die aus dem bayerischen Ort Glonn stammende Archäologin war Ende November im Irak verschleppt worden und am Sonntag vor einer Woche freigekommen. Derzeit hält sie sich vermutlich in einem anderen arabischen Land auf. Unbestätigten Berichten zufolge soll sie in Jordanien sein.
Osthoff sagte, sie sei von ihren Entführern gut behandelt worden, insbesondere nachdem sie mit ihnen darüber diskutiert habe, dass sich Deutschland nicht am Krieg im Irak beteiligt hat. "Als ich Arabisch mit ihnen gesprochen habe, erkannten sie, dass ich nicht ihr Feind war und sie mich der Botschaft übergeben müssen."
"Leben mit Entführern besser als an vielen Orten" Während des Al-Dschasira-Interviews, zu dem sie im Nadelstreifen-Blaser und schwarzem Kopftuch erschienen war, antwortete sie auf Englisch auf die auf Arabisch gestellten Fragen. Zum Verlauf der Entfürhrung sagte sie, dass die Entführer sie an einen "sichereren und sauberen Ort" gebracht. "Das Leben mit ihnen (den Entführern) war besser, als an vielen Orten, die ich besucht habe." Die Kidnapper hätten dennoch Nutzen aus ihrer Entführung ziehen wollen. Sie hätten ihr gesagt, sie wollten kein Lösegeld, aber humanitäre Hilfe von Deutschland. Damit wollten sie Schulen und Krankenhäuser im so genannten sunnitischen Dreieck nord-westlich von Bagdad bauen. "Ich hatte Glück, weil sie keine Kriminellen waren, die Geld wollten", sagte Osthoff.
Die Bundesregierung hatte zuvor angekündigt, im Irak keine Projekte mehr zu unterstützen, die mit einem Aufenthalt Osthoffs in dem Land verbunden wären. Osthoffs Projekt, in der nordirakischen Stadt Arbil ein deutsches Kulturzentrum aufzubauen, sei jetzt vom Tisch. Auch die vom Auswärigten Amt mit 40.000 Euro geförderte Sanierung einer Karawanserei in Mossul solle nicht mehr fortgeführt werden.
Fahrer verdächtigt Die genauen Umstände der Entführung Osthoffs sind immer noch unklar. Im Verdacht der Komplizenschaft steht nach wie vor Osthoffs irakischer Fahrer Chalid al Schimani. Zunächst war man davon ausgegangen, dass er ebenfalls entführt worden war. Es mehrten sich jedoch die Hinweise, dass er an der Tat beteiligt gewesen sein könnte. Der Mann ist bislang verschollen.
Osthoff hielt sich seit mehreren Jahren im Irak auf und engagierte sich für den Erhalt von Kulturstätten. Während des Krieges 2003 brachte sie in Deutschland gesammelte Medikamente in das Land. Bis vor einigen Jahren war Osthoff mit einem Iraker verheiratet.
Interview mit Fernsehsender Al Dschasira
Susanne Osthoff will in den Irak zurück
Die vor gut einer Woche aus der Geiselhaft entlassene Deutsche Susanne Osthoff lässt keinen Zweifel daran, dass sie in den Irak zurückkehren will. Sie werde dort ihre Arbeit als Archäologin fortsetzten, sagte sie in einem Interview des arabischen Nachrichtensenders Al Dschasira. Einen genauen Zeitpunkt nannte die 43-Jährige in ihrem ersten öffentlichen Auftritt seit ihrer Freilassung nicht.
Steinmeier: Kein Verständnis Außenminister Frank-Walter Steinmeier wandte sich mit eindringlichen Worten an Osthoff, ihre Pläne nicht wahrzumachen. Steinmeier erklärte in Berlin: "Ich appelliere an Frau Osthoff, von ihren Plänen, in den Irak zurückzukehren, Abstand zu nehmen." Er fügte hinzu: "Nach intensiven Anstrengungen vieler Beteiliger über drei Wochen, die schließlich zu ihrer Freilassung führten, hätte ich wenig Verständnis, wenn Frau Osthoff sich erneut in eine Gefahrensituation begeben würde."
Bereits am Samstag hatte das Auswärtige Amt einen Zeitungsbericht bestätigt, wonach Osthoff unmissverständlich aufgefordert worden sei, nicht in das Land ihrer Entführung zurückzukehren. Allerdings sei Osthoff eine freie Person, betonte der Sprecher.
Vermutlich in Jordanien Die aus dem bayerischen Ort Glonn stammende Archäologin war Ende November im Irak verschleppt worden und am Sonntag vor einer Woche freigekommen. Derzeit hält sie sich vermutlich in einem anderen arabischen Land auf. Unbestätigten Berichten zufolge soll sie in Jordanien sein.
Osthoff sagte, sie sei von ihren Entführern gut behandelt worden, insbesondere nachdem sie mit ihnen darüber diskutiert habe, dass sich Deutschland nicht am Krieg im Irak beteiligt hat. "Als ich Arabisch mit ihnen gesprochen habe, erkannten sie, dass ich nicht ihr Feind war und sie mich der Botschaft übergeben müssen."
"Leben mit Entführern besser als an vielen Orten" Während des Al-Dschasira-Interviews, zu dem sie im Nadelstreifen-Blaser und schwarzem Kopftuch erschienen war, antwortete sie auf Englisch auf die auf Arabisch gestellten Fragen. Zum Verlauf der Entfürhrung sagte sie, dass die Entführer sie an einen "sichereren und sauberen Ort" gebracht. "Das Leben mit ihnen (den Entführern) war besser, als an vielen Orten, die ich besucht habe." Die Kidnapper hätten dennoch Nutzen aus ihrer Entführung ziehen wollen. Sie hätten ihr gesagt, sie wollten kein Lösegeld, aber humanitäre Hilfe von Deutschland. Damit wollten sie Schulen und Krankenhäuser im so genannten sunnitischen Dreieck nord-westlich von Bagdad bauen. "Ich hatte Glück, weil sie keine Kriminellen waren, die Geld wollten", sagte Osthoff.
Die Bundesregierung hatte zuvor angekündigt, im Irak keine Projekte mehr zu unterstützen, die mit einem Aufenthalt Osthoffs in dem Land verbunden wären. Osthoffs Projekt, in der nordirakischen Stadt Arbil ein deutsches Kulturzentrum aufzubauen, sei jetzt vom Tisch. Auch die vom Auswärigten Amt mit 40.000 Euro geförderte Sanierung einer Karawanserei in Mossul solle nicht mehr fortgeführt werden.
Fahrer verdächtigt Die genauen Umstände der Entführung Osthoffs sind immer noch unklar. Im Verdacht der Komplizenschaft steht nach wie vor Osthoffs irakischer Fahrer Chalid al Schimani. Zunächst war man davon ausgegangen, dass er ebenfalls entführt worden war. Es mehrten sich jedoch die Hinweise, dass er an der Tat beteiligt gewesen sein könnte. Der Mann ist bislang verschollen.
Osthoff hielt sich seit mehreren Jahren im Irak auf und engagierte sich für den Erhalt von Kulturstätten. Während des Krieges 2003 brachte sie in Deutschland gesammelte Medikamente in das Land. Bis vor einigen Jahren war Osthoff mit einem Iraker verheiratet.
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Alexander
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- Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
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Rettungskosten
Beitrag der Süddeutschen Zeitung
"Da wird mit zweierlei Maß gemessen"
Susanne Osthoff braucht für ihre Rettung angeblich nichts zu bezahlen. Das ärgert eine jener Geiseln, die vor zwei Jahren in der Sahara entführt wurden. Der Mann musste nach seiner Rettung 1092 Euro an den Staat überweisen.
Im August 2003 flogen ein Teil der Sahara-Geiseln aus dem afrikanischen Staat Mali heim.
Eine Geisel aus einem früheren Entführungsfall hat sich bei sueddeutsche.de gemeldet und sich über Pläne der Bundesregierung beschwert, von Susanne Osthoff keine Rettungskosten zu verlangen. Der Mann, der namentlich nicht genannt werden will, spricht von einer "offensichtlichen Ungleichbehandlung".
mehr...
Grüsse
Alexander
"Da wird mit zweierlei Maß gemessen"
Susanne Osthoff braucht für ihre Rettung angeblich nichts zu bezahlen. Das ärgert eine jener Geiseln, die vor zwei Jahren in der Sahara entführt wurden. Der Mann musste nach seiner Rettung 1092 Euro an den Staat überweisen.
Im August 2003 flogen ein Teil der Sahara-Geiseln aus dem afrikanischen Staat Mali heim.
Eine Geisel aus einem früheren Entführungsfall hat sich bei sueddeutsche.de gemeldet und sich über Pläne der Bundesregierung beschwert, von Susanne Osthoff keine Rettungskosten zu verlangen. Der Mann, der namentlich nicht genannt werden will, spricht von einer "offensichtlichen Ungleichbehandlung".
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Alexander
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Angelika Baumann
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Osthoff für den Grimme-Preis vorgeschlagen
Osthoff für den Grimme-Preis vorgeschlagen
„Sie hat die Erwartungshaltung der öffentlichen Meinung beispielhaft unterlaufen und damit gezeigt, worin Freiheit wirklich besteht: im Verzicht auf Beifall und Zustimmung anderer. Sie hat die Öffentlichkeit polarisiert und ins Nachdenken gebracht wie kein zweiter TV-Akteur im Nominierungszeitraum“, zitiert der „Tagesspiegel“. WELT.de/dpa
http://www.welt.de/data/2006/01/13/830983.html
Viele Grüße
Angelika
„Sie hat die Erwartungshaltung der öffentlichen Meinung beispielhaft unterlaufen und damit gezeigt, worin Freiheit wirklich besteht: im Verzicht auf Beifall und Zustimmung anderer. Sie hat die Öffentlichkeit polarisiert und ins Nachdenken gebracht wie kein zweiter TV-Akteur im Nominierungszeitraum“, zitiert der „Tagesspiegel“. WELT.de/dpa
http://www.welt.de/data/2006/01/13/830983.html
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Alexander
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Re: Der Fall Osthoff ...
Der Entführungsfall Osthoff wird immer rätselhafter:
Hatte Susanne Osthoff nach ihrer Freilassung im Irak einen Teil des Lösegeldes bei sich? Das zumindest berichtet der "Focus". Demnach sollen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Bagdad mehrere tausend US-Dollar bei ihr gefunden haben.
mehr....
Grüsse
Alexander
Hatte Susanne Osthoff nach ihrer Freilassung im Irak einen Teil des Lösegeldes bei sich? Das zumindest berichtet der "Focus". Demnach sollen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Bagdad mehrere tausend US-Dollar bei ihr gefunden haben.
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