Im Zusammenhang mit diesem Kommentar ein Kompliment.RobertL hat geschrieben:An andere Stelle wird von doncarlos und lothar gewünscht, dass doch mehr von Leuten hier geschrieben wird, die die lokalen Verhältnisse aus eigener Erfahrung kennen. Sobald das jemand tut, ist das schon nix mehr wert.Nur das eigene unstrukturierte Geschreibsel scheint von Wichtigkeit zu sein.
Tja - und so borniert und zynisch fies wie Mia muss man auch mal sein! Meinen Unrespekt!
Flüchtlingswelle nach Europa
Moderator: Moderatoren
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Hi Wüschis, hi Landcruiser,
sorry, wenn ich fälschlicherweise dir das Zitat untergeschoben habe, das wohl aber von todo stammt. Letztendlich geht es aber ja um die simplifizierenden Äußerungen des Grünen-Häuptlings Hofreiter, die hier im Forum von einigen mit Zustimmung und anderen mit Ablehnung aufgegriffen werden. Also keine verletzende Absicht gegen die mitdiskutierenden wüschis denn meine Breitseite ging in Richtung der nun wirklich politisch sehr viel relevanteren Positionen unserer Partei- bzw. Fraktionschefs.
Ganz kurz auch zu den Entgegnungen von Todo, von wegen Supermärkten nur für expats und so... Wenn ich an derartigen Einkaufstempeln in Westafrika vorbeikomme sehe ich davor jede Menge großkalibrige Benzinkutschen rumstehen, die aber weitgehend der einheimischen Oligarchie gehören. Dies ist für mich zumindest ein Indiz, neben vielen anderen natürlich, dass die afrikanische Oberschicht ziemliche Konsumsklaven der multinationalen Handelsketten sind. (wobei der Terminus Sklave nun wieder fälschlicherweise suggeriert, als würden hier arme afrikanische Konsumopfer zum Kauf der Importwaren gezwungen). Vielmehr ist es doch so, dass wie bei allen Kaufentscheidungen auch hier ein ganzes Bündel von Kaufmotiven mitspielt angefangen von Renommiersucht bis hin zum Nachäffen europäischer, amerikanischer etc. Lebensmodelle.
Andererseits sollten wir uns den Afrikanern gegenüber auch nicht als Oberlehrer aufspielen und ihnen z.B. vorzuwerfen die Baguettes aus weitgehend importiertem Weizenmehl anstatt ihren herkömmlichen Hirsebrei zu verzehren.
Ich beharre aber gegenüber dem typischerweise kurzschlüssigen Hofreiter darauf, dass niemand in Afrika gezwungen wird, und schon gar nicht von der europäischen Agroindustrie deren Produkte zu kaufen, statt selbst angebaute und verarbeitete Lebensmittel.
Ganz generell meine ich, dass Hofreiter und andere grüne Ideologen geistig wohl noch in den Zeiten des Kolonialismus stehen geblieben sind, da sie ihre moralisierenden Angriffe immer an die europäischen Kartelle und meinetwegen auch Lebensmittelkonzerne, Agroindustrie etc. richten. Damit schaffen sie bei unserer linken Öffentlichkeit aber ein m.E. falsches Weltbild, als wäre es heutzutage noch mit Europa- oder Amerikabashing einfach getan, was aber schon in den Zeiten der antikolonialen Befreiungskämpfe ziemlich problematisch war.
In den letzten 50 jahren seit der Dekolonisierung hat sich die globale Welt außerdem mächtig verändert u.a. auch durch das Erscheinen asiatischer Industrie- und Handelsmächte auf dem Weltmarkt, die gerade in Afrika derart rasant auf dem Vormarsch sind, dass es nur noch ein frage der Zeit ist, bis diese die alten aber wohl zu behäbigen Europäer und Amerikaner aus deren früherem Jagdschutzgebiet in Afrika verdrängt haben werden.
Die Asiaten sind aber nicht nur cleverer und skrupelloser als die alten Kolonialmächte sondern haben vielfach auch die besseren, weil angepassteren Produkte im Angebot (sh. das von Todo angeführte Beispiel der Tata-Autos in Senegal).
Soviel zunächst mal von Doncarlos
sorry, wenn ich fälschlicherweise dir das Zitat untergeschoben habe, das wohl aber von todo stammt. Letztendlich geht es aber ja um die simplifizierenden Äußerungen des Grünen-Häuptlings Hofreiter, die hier im Forum von einigen mit Zustimmung und anderen mit Ablehnung aufgegriffen werden. Also keine verletzende Absicht gegen die mitdiskutierenden wüschis denn meine Breitseite ging in Richtung der nun wirklich politisch sehr viel relevanteren Positionen unserer Partei- bzw. Fraktionschefs.
Ganz kurz auch zu den Entgegnungen von Todo, von wegen Supermärkten nur für expats und so... Wenn ich an derartigen Einkaufstempeln in Westafrika vorbeikomme sehe ich davor jede Menge großkalibrige Benzinkutschen rumstehen, die aber weitgehend der einheimischen Oligarchie gehören. Dies ist für mich zumindest ein Indiz, neben vielen anderen natürlich, dass die afrikanische Oberschicht ziemliche Konsumsklaven der multinationalen Handelsketten sind. (wobei der Terminus Sklave nun wieder fälschlicherweise suggeriert, als würden hier arme afrikanische Konsumopfer zum Kauf der Importwaren gezwungen). Vielmehr ist es doch so, dass wie bei allen Kaufentscheidungen auch hier ein ganzes Bündel von Kaufmotiven mitspielt angefangen von Renommiersucht bis hin zum Nachäffen europäischer, amerikanischer etc. Lebensmodelle.
Andererseits sollten wir uns den Afrikanern gegenüber auch nicht als Oberlehrer aufspielen und ihnen z.B. vorzuwerfen die Baguettes aus weitgehend importiertem Weizenmehl anstatt ihren herkömmlichen Hirsebrei zu verzehren.
Ich beharre aber gegenüber dem typischerweise kurzschlüssigen Hofreiter darauf, dass niemand in Afrika gezwungen wird, und schon gar nicht von der europäischen Agroindustrie deren Produkte zu kaufen, statt selbst angebaute und verarbeitete Lebensmittel.
Ganz generell meine ich, dass Hofreiter und andere grüne Ideologen geistig wohl noch in den Zeiten des Kolonialismus stehen geblieben sind, da sie ihre moralisierenden Angriffe immer an die europäischen Kartelle und meinetwegen auch Lebensmittelkonzerne, Agroindustrie etc. richten. Damit schaffen sie bei unserer linken Öffentlichkeit aber ein m.E. falsches Weltbild, als wäre es heutzutage noch mit Europa- oder Amerikabashing einfach getan, was aber schon in den Zeiten der antikolonialen Befreiungskämpfe ziemlich problematisch war.
In den letzten 50 jahren seit der Dekolonisierung hat sich die globale Welt außerdem mächtig verändert u.a. auch durch das Erscheinen asiatischer Industrie- und Handelsmächte auf dem Weltmarkt, die gerade in Afrika derart rasant auf dem Vormarsch sind, dass es nur noch ein frage der Zeit ist, bis diese die alten aber wohl zu behäbigen Europäer und Amerikaner aus deren früherem Jagdschutzgebiet in Afrika verdrängt haben werden.
Die Asiaten sind aber nicht nur cleverer und skrupelloser als die alten Kolonialmächte sondern haben vielfach auch die besseren, weil angepassteren Produkte im Angebot (sh. das von Todo angeführte Beispiel der Tata-Autos in Senegal).
Soviel zunächst mal von Doncarlos
"Man entdeckt keine neuen Welten ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren" (frei nach A.Gide)
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Die unschuldige EU! Na ist ja ganz klar linke Propaganda!
http://www.swr.de/report/ruecksichtslos ... 54/qzsp1f/Rücksichtsloses Abkommen
Wie die EU ihre wirtschaftlichen Interessen gegenüber Afrika durchsetzt
Beim Wort Freihandelsabkommen stellen sich bei vielen sofort die Nackenhaare auf. TTIP, das Handelsabkommen, das derzeit zwischen der EU und den USA verhandelt wird, ist zu einem Synonym geworden.
Es steht für die Absicht der Vereinigten Staaten uns Europäern ihren wirtschaftspolitischen Willen aufzuzwängen. Europa als unschuldiges Opfer!
Mag sein, dass die USA uns Europäer wirklich über den Tisch ziehen wollen, aber unschuldig sind die Europäer auch nicht. Hier habe ich das Freihandelsabkommen, das die EU mit Afrika geschlossen hat.
Heiner Hofmann hat es sich angesehen. Seine Analyse: Knallharte Interessenspolitik auf Kosten des Schwarzen Kontinents.
.......
»Ich hätte mich als Land auch gegen ein solches Freihandelsabkommen gewehrt. Die Unterschiede zwischen EU und Afrika sind riesig. Die deutsche Wirtschaft ist eine der stärksten der Welt. Mit denen kann man doch nicht ungeschützt konkurrieren. Für Afrika ist der Freihandel ein echtes Problem. Die EU-Importe werden die bestehende Industrie in Afrika gefährden, die Entwicklung zukünftiger Industriezweige wird verhindert.«
Liebe Grüße aus Wien - Robert
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Hallo Wüschigemeinde
Letzte Woche hat Barabara Lüthi bei uns sehr schön aufgezeigt, wie zB die Chinesen ticken.
Die kaufen nicht nur die Ländereien in Afrika, nein, sie bringen auch noch ihre eigenen Arbeitskräfte mit.
Bauen zB, Soja an, der wiederum in China an die Schweine verfüttert wird, um den chinesischen Hunger an Schweinefleisch zu stillen.
Wir haben das im überwiegenden Teil der Länder Afrikas, auf eindrückliche Weise, in verschiedenen Bereichen erlebt.
Man macht immer den ehemaligen Kolonialisten, die viel zur Entwicklung Afrikas beigetragen haben, einen Vorwurf.
Wer wird mal den Chinesen oder Indern einen Vorwurf machen, wenn der Kontinent ausgebeutet ist, ohne dass der Afrikaner auch nur ein wenig Arbeit und Brot dabei gehabt hat.
Die Schlimmsten aller Schlimmen sind doch die Machthaber, die eigenen Leute, in den jeweiligen afrikanischen Ländern, die alles Land verramschen, zum persönlichen Vorteil ihres Clans/Familie, die Bevölkerung wird immer mehr leiden.
Der Afrikaner, wenn man von "dem Afrikaner" sprechen kann, wird sich eines Tages die Holländer, Engländer, Deutschen, Franzosen etc. wieder herbeiwünschen, dann aber wird es zu spät sein.
Mal sehen ob die in Fernost dann auch Flüchtlinge aus Afrika aufnehmen!
Hört endlich damit auf, dass Afrika von uns ausgebeutet wird, ohne die Europäer hätten sie noch weniger und mit den Asiaten haben sie bald gar nichts mehr.
Gruss Turi
Was ich schon vor Jahren geschrieben habe, bestätigt sich je länger je mehr.In den letzten 50 jahren seit der Dekolonisierung hat sich die globale Welt außerdem mächtig verändert u.a. auch durch das Erscheinen asiatischer Industrie- und Handelsmächte auf dem Weltmarkt, die gerade in Afrika derart rasant auf dem Vormarsch sind, dass es nur noch ein frage der Zeit ist, bis diese die alten aber wohl zu behäbigen Europäer und Amerikaner aus deren früherem Jagdschutzgebiet in Afrika verdrängt haben werden.
Die Asiaten sind aber nicht nur cleverer und skrupelloser als die alten Kolonialmächte sondern haben vielfach auch die besseren, weil angepassteren Produkte im Angebot
Letzte Woche hat Barabara Lüthi bei uns sehr schön aufgezeigt, wie zB die Chinesen ticken.
Die kaufen nicht nur die Ländereien in Afrika, nein, sie bringen auch noch ihre eigenen Arbeitskräfte mit.
Bauen zB, Soja an, der wiederum in China an die Schweine verfüttert wird, um den chinesischen Hunger an Schweinefleisch zu stillen.
Wir haben das im überwiegenden Teil der Länder Afrikas, auf eindrückliche Weise, in verschiedenen Bereichen erlebt.
Man macht immer den ehemaligen Kolonialisten, die viel zur Entwicklung Afrikas beigetragen haben, einen Vorwurf.
Wer wird mal den Chinesen oder Indern einen Vorwurf machen, wenn der Kontinent ausgebeutet ist, ohne dass der Afrikaner auch nur ein wenig Arbeit und Brot dabei gehabt hat.
Die Schlimmsten aller Schlimmen sind doch die Machthaber, die eigenen Leute, in den jeweiligen afrikanischen Ländern, die alles Land verramschen, zum persönlichen Vorteil ihres Clans/Familie, die Bevölkerung wird immer mehr leiden.
Der Afrikaner, wenn man von "dem Afrikaner" sprechen kann, wird sich eines Tages die Holländer, Engländer, Deutschen, Franzosen etc. wieder herbeiwünschen, dann aber wird es zu spät sein.
Mal sehen ob die in Fernost dann auch Flüchtlinge aus Afrika aufnehmen!
Hört endlich damit auf, dass Afrika von uns ausgebeutet wird, ohne die Europäer hätten sie noch weniger und mit den Asiaten haben sie bald gar nichts mehr.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Hallo Turi,
Die afrikanische Entwicklung wurde historisch beeinflusst und wird in der Gegenwart fortgesetzt.
Angefangen hat es schon zu der Zeit, als die ersten Bleichgesichter den afrikanischen Kontinent betraten und anfingen begehrte Waren wie Gold, Elfenbein, usw. im Tausch gegen Glasperlen zu erwerben. Später kamen noch andere Wunschgüter dazu wie Sklaven. Diese standen allerdings nicht nur auf der europäischen Wunschliste.
Als der Glasperlentausch nicht mehr mit dem Bedarf an afrikanischen Rohstoffen mithalten konnten, gründeten die Europäer Kolonien in Afrika. In der Regel wurde diese Kolonialisierung per militärischer Annexion bewerkstelligt. Billige Arbeitskräfte unter den Afrikanern gab es zu Hauf und die "Neger" und "Kaffer", wie man die Afrikaner einst abfällig nannte wurden auch gerne als Kanonenfutter in den diversen Armeen eingesetzt. Dass die Afrikaner von den durch die Europäern installierten Infrastrukturen provitierten steht ausser Zweifel. Aber zu welchem Preis.
Schließlich folgten zwei Weltkriege, die menschliche und natürliche Resourcen teilweise ausbluten ließen. Kolonien wechselten den "Besitzer" oder wurden aufgegeben, da die Resourcen bereits aufbebraucht waren und das Land für den Kolonisten uninteressant geworden war.
Mit der Gründung des "freien" Handels in Europa, frei zumindest für die EU suchte man nach neuen Absatzmärkten und man besann sich wieder auf den schwarzen Kontinent. Allerdings handelt man nicht zum Spass sondern die Gewinnmaximierung steht im Vordergrund. Um die Afrikaner gefügig zu machen droht man dann einfach mit den verschiedensten Übeln, wie bereits schon in diesem Artikel erwähnt. Nun kommen noch die Chinesen, Indonesier und alle die hinzu, denen die Absatzmärkte langsam ausgehen, oder die Rohstoffe für ihre mehr oder weniger boomende Wirtschaft benötigen. China ist in den letzten Jahren sehr aktiv auf diesem Gebiet. Die Strassen, die China in den afrikanischen Ländern dafür baut zerfallen so schnell, wie sie gebaut werden und wenn der Kontinent ausgelutscht ist, dann dürfte nicht mehr viel übrig bleiben.
Erleichtert wird dieses Vorgehen einerseits durch die Korruption, die vielerorts in Afrika herrscht und die Profite in den Taschen einiger weniger verschwinden lässt. Auf der anderen Seite gibt es Länder, die aufgrund ihrer Armut gar keine andere Möglichkeit haben, sich dem europäischen und asiatischen Ansinnen zu wiedersetzen. Teilweise verursacht durch falsche Entscheidungen, die man u.U. auch unter Druck bestimmter Vertragspartner getroffen hat, wie z.B. im Fall der Fischereirechte vor den Küsten Senegals.
Das Thema ist einfach zu Komplex, um es nur in eine Schublade zu schieben. Afrika ist weder wirtschaftlich noch militärisch in der Lage seine Lage zu behaupten. Die einzige Waffe, die Afrika derzeit besitzt sind die Flüchtlingsströme. Womit sich der Kreis wieder schliesst...
Grüsse
Alexander
Diese Ansicht ist m.E. nicht nur sehr einseitig sondern im Bezug auf das europäische Involvement falsch.Turi hat geschrieben:Hört endlich damit auf, dass Afrika von uns ausgebeutet wird, ohne die Europäer hätten sie noch weniger und mit den Asiaten haben sie bald gar nichts mehr.
Die afrikanische Entwicklung wurde historisch beeinflusst und wird in der Gegenwart fortgesetzt.
Angefangen hat es schon zu der Zeit, als die ersten Bleichgesichter den afrikanischen Kontinent betraten und anfingen begehrte Waren wie Gold, Elfenbein, usw. im Tausch gegen Glasperlen zu erwerben. Später kamen noch andere Wunschgüter dazu wie Sklaven. Diese standen allerdings nicht nur auf der europäischen Wunschliste.
Als der Glasperlentausch nicht mehr mit dem Bedarf an afrikanischen Rohstoffen mithalten konnten, gründeten die Europäer Kolonien in Afrika. In der Regel wurde diese Kolonialisierung per militärischer Annexion bewerkstelligt. Billige Arbeitskräfte unter den Afrikanern gab es zu Hauf und die "Neger" und "Kaffer", wie man die Afrikaner einst abfällig nannte wurden auch gerne als Kanonenfutter in den diversen Armeen eingesetzt. Dass die Afrikaner von den durch die Europäern installierten Infrastrukturen provitierten steht ausser Zweifel. Aber zu welchem Preis.
Schließlich folgten zwei Weltkriege, die menschliche und natürliche Resourcen teilweise ausbluten ließen. Kolonien wechselten den "Besitzer" oder wurden aufgegeben, da die Resourcen bereits aufbebraucht waren und das Land für den Kolonisten uninteressant geworden war.
Mit der Gründung des "freien" Handels in Europa, frei zumindest für die EU suchte man nach neuen Absatzmärkten und man besann sich wieder auf den schwarzen Kontinent. Allerdings handelt man nicht zum Spass sondern die Gewinnmaximierung steht im Vordergrund. Um die Afrikaner gefügig zu machen droht man dann einfach mit den verschiedensten Übeln, wie bereits schon in diesem Artikel erwähnt. Nun kommen noch die Chinesen, Indonesier und alle die hinzu, denen die Absatzmärkte langsam ausgehen, oder die Rohstoffe für ihre mehr oder weniger boomende Wirtschaft benötigen. China ist in den letzten Jahren sehr aktiv auf diesem Gebiet. Die Strassen, die China in den afrikanischen Ländern dafür baut zerfallen so schnell, wie sie gebaut werden und wenn der Kontinent ausgelutscht ist, dann dürfte nicht mehr viel übrig bleiben.
Erleichtert wird dieses Vorgehen einerseits durch die Korruption, die vielerorts in Afrika herrscht und die Profite in den Taschen einiger weniger verschwinden lässt. Auf der anderen Seite gibt es Länder, die aufgrund ihrer Armut gar keine andere Möglichkeit haben, sich dem europäischen und asiatischen Ansinnen zu wiedersetzen. Teilweise verursacht durch falsche Entscheidungen, die man u.U. auch unter Druck bestimmter Vertragspartner getroffen hat, wie z.B. im Fall der Fischereirechte vor den Küsten Senegals.
Das Thema ist einfach zu Komplex, um es nur in eine Schublade zu schieben. Afrika ist weder wirtschaftlich noch militärisch in der Lage seine Lage zu behaupten. Die einzige Waffe, die Afrika derzeit besitzt sind die Flüchtlingsströme. Womit sich der Kreis wieder schliesst...
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa
richtig, soweit es die oberschicht angeht.doncarlos hat geschrieben: Ganz kurz auch zu den Entgegnungen von Todo, von wegen Supermärkten nur für expats und so... Wenn ich an derartigen Einkaufstempeln in Westafrika vorbeikomme sehe ich davor jede Menge großkalibrige Benzinkutschen rumstehen, die aber weitgehend der einheimischen Oligarchie gehören. Dies ist für mich zumindest ein Indiz, neben vielen anderen natürlich, dass die afrikanische Oberschicht ziemliche Konsumsklaven der multinationalen Handelsketten sind.
(wobei der Terminus Sklave nun wieder fälschlicherweise suggeriert, als würden hier arme afrikanische Konsumopfer zum Kauf der Importwaren gezwungen). Vielmehr ist es doch so, dass wie bei allen Kaufentscheidungen auch hier ein ganzes Bündel von Kaufmotiven mitspielt angefangen von Renommiersucht bis hin zum Nachäffen europäischer, amerikanischer etc. Lebensmodelle.
nur setzt diese relativ geringe anzahl von menschen sich auch nicht als wirtschaftsflüchtling in bewegung...
die gehören natürlich auch mit zu den verursachern, keine frage.
klar,doncarlos hat geschrieben: Ich beharre aber gegenüber dem typischerweise kurzschlüssigen Hofreiter darauf, dass niemand in Afrika gezwungen wird, und schon gar nicht von der europäischen Agroindustrie deren Produkte zu kaufen, statt selbst angebaute und verarbeitete Lebensmittel.
wenn wasser, boden, dünger, transport, absatzplätze(lokal),
usw. ausreichend zur verfügung stehen. tun sie aber oftmals nicht.
ich frage mich wo du hier immer europa bzw. amerika"bashing" siehst?doncarlos hat geschrieben: Ganz generell meine ich, dass Hofreiter und andere grüne Ideologen geistig wohl noch in den Zeiten des Kolonialismus stehen geblieben sind, da sie ihre moralisierenden Angriffe immer an die europäischen Kartelle und meinetwegen auch Lebensmittelkonzerne, Agroindustrie etc. richten. Damit schaffen sie bei unserer linken Öffentlichkeit aber ein m.E. falsches Weltbild, als wäre es heutzutage noch mit Europa- oder Amerikabashing einfach getan
ich zumindestens spreche nur die konzerne als solches an, egal wo sie sitzen.
richtig, die asiaten (vorweg die chinesen) sind da deutlich skrupelloser.doncarlos hat geschrieben: Die Asiaten sind aber nicht nur cleverer und skrupelloser als die alten Kolonialmächte sondern haben vielfach auch die besseren, weil angepassteren Produkte im Angebot (sh. das von Todo angeführte Beispiel der Tata-Autos in Senegal).
tata allerdings ist das genaue gegenbeispiel, da hat es nicht funktioniert. mit tata wurde versucht, nachfolger f. die vielen in die jahre gekommenen mercedes busse im senegalesischen verkehr zu etablieren ( + suv + minibusse + reisebusse auf lkwchassis) das hat erkennbar nicht geklappt. tata = mercedes kopie in " bewährter" indischer qualität. deshalb wurde u.a. das einfuhrverbot (was ja de facto gar keines ist, "nur" an den zollsätzen wurde massiv gedreht) erlassen.
ich finde alexander hat es recht gut zusammengefaßt. es hat sehr komplexe gründe( ich denke alle hier von den jeweiligen mitdiskutanten angeführten gehören dazu, andere sehen das anders). wir werden es nicht lösen.
todo
Zuletzt geändert von todo am Fr 18. Nov 2016, 11:58, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Hallo,
wäre es nicht mal einen Gedanken wert, sich dem Problem der wirtschaftlichen Stagnation Afrikas von den grundlegenden Ursachen her zu nähern, als mitten in eine Thematik (hier Auswirkungen der Globalisierung) hineinzuspringen ?
Denn die Frage ist doch, warum afrikanische Produkte selbst im eigenen Land nicht konkurrenzfähig sind - ja, und warum nicht ?
- es fehlt an Geld für Investitionen in eine Infrastruktur zum Transport von Waren.
- es fehlt an Geld für Investitionen zum Aufbau einer effizienten Agrarwirtschaft, von einer Argrarindustrie ist man noch weit entfernt, es gilt erst einmal über die Subsistenzwirtschaft hinauskommen.
- es fehlt an Know-how (das liesse sich sicher vermitteln)
- und es fehlt oft leider auch an der Kompetenz, wirtschaftlich zu denken, zu planen, Dinge voranzutreiben und zu optimieren.
Investitionskapital ist weltweit genug vorhanden, aber dieses Kapital führt zur Fremdbestimmung und im Zweifelsfalle zur Ausplünderung des Kreditnehmers. (->Griechenland, IWF)
Warum ist es den afrikanischen Staaten, die reich an Bodenschätzen sind, nicht möglich, die Einnahmen daraus in Investitionen im eigenen Land einzusetzen ?
Ein weiteres Hindernis für Investitionen aus eigenen Mittel ist die Tatsache, dass das Bevölkerungswachstum größer als das Wirtschaftswachstum ist. Die Mittel fliessen eher in den Sozialbereich als in die Wirtschaftsförderung. Das ist eine Negativspirale, die als Konsequenz die Wirtschaftsflüchtlinge hervorbringt.
Dass sich die afrikanischen Eliten die Taschen vollstecken und die Schweizer Banken am Leben halten, ist noch ein zusätzliches Problem.
Dass die Chinesen dort immer mehr die Oberhand gewinnen und die neuen Kolonialherrren werden, ist mittlerweile doch allgemeiner Konsens, auch bei den meisten Schwarzafrikanern, aber solange die Alternativen fehlen, muss man sich dem wohl fügen.
Gruss
Lothar
wäre es nicht mal einen Gedanken wert, sich dem Problem der wirtschaftlichen Stagnation Afrikas von den grundlegenden Ursachen her zu nähern, als mitten in eine Thematik (hier Auswirkungen der Globalisierung) hineinzuspringen ?
Denn die Frage ist doch, warum afrikanische Produkte selbst im eigenen Land nicht konkurrenzfähig sind - ja, und warum nicht ?
- es fehlt an Geld für Investitionen in eine Infrastruktur zum Transport von Waren.
- es fehlt an Geld für Investitionen zum Aufbau einer effizienten Agrarwirtschaft, von einer Argrarindustrie ist man noch weit entfernt, es gilt erst einmal über die Subsistenzwirtschaft hinauskommen.
- es fehlt an Know-how (das liesse sich sicher vermitteln)
- und es fehlt oft leider auch an der Kompetenz, wirtschaftlich zu denken, zu planen, Dinge voranzutreiben und zu optimieren.
Investitionskapital ist weltweit genug vorhanden, aber dieses Kapital führt zur Fremdbestimmung und im Zweifelsfalle zur Ausplünderung des Kreditnehmers. (->Griechenland, IWF)
Warum ist es den afrikanischen Staaten, die reich an Bodenschätzen sind, nicht möglich, die Einnahmen daraus in Investitionen im eigenen Land einzusetzen ?
Ein weiteres Hindernis für Investitionen aus eigenen Mittel ist die Tatsache, dass das Bevölkerungswachstum größer als das Wirtschaftswachstum ist. Die Mittel fliessen eher in den Sozialbereich als in die Wirtschaftsförderung. Das ist eine Negativspirale, die als Konsequenz die Wirtschaftsflüchtlinge hervorbringt.
Dass sich die afrikanischen Eliten die Taschen vollstecken und die Schweizer Banken am Leben halten, ist noch ein zusätzliches Problem.
Dass die Chinesen dort immer mehr die Oberhand gewinnen und die neuen Kolonialherrren werden, ist mittlerweile doch allgemeiner Konsens, auch bei den meisten Schwarzafrikanern, aber solange die Alternativen fehlen, muss man sich dem wohl fügen.
Gruss
Lothar
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Hallo Alex
Die Sklaverei wurde vor allen Dingen in Schwarzafrika hunderte von Jahren vorher in einem unvorstellbaren Ausmass betrieben, lange bevor die Europäer und Araber dort waren.
Nach Schätzungen betruge die innerafrikanische Sklaverei 10-15 Millionen Menschen.
Dies hier nur als kleines Beispiel.
Dann, die ersten Invasoren oder Kolonialisten, im südlichen Afrika, waren eigentlich Bantuvölker , grob gesagt, aus dem Kongoraum, die das Land der San in Beschlag nahmen.
Die grössten Ausbeuter der Afrikaner sind und waren immer noch die Afrikaner selber.
Sie hätten die Möglichkeit in vielen Bereichen mehr Gleichheit herzustellen, aber;
Macht, Einfluss und Geld gehen den Herrschern der meisten afrikanischen Länder über alles, auch über ihre Völker, das ist meine Meinung, man kann anderer sein.
In Bezug auf Korruption und Brutalität kann man die Meisten derer nicht überbieten.
Sicher wurden während des Kolonialismus teilweise schwere Fehler begangen.
Nur wie viele schweren Fehler wurden in der gleichen Zeit in Europa begangen?
Wären die Afrikaner, zu mindest im südlichen Afrika bereit gewesen, mit den Europäern in der heutigen Zeit zusammenzuarbeiten, hätten die Völker sicher mehr Vorteile als mit der Zusammenarbeit der Chinesen oder Inder, nur die Machthaber wollen das nicht weil sich die westliche Welt zum Teil gewandelt hat und bei einer Zusammenarbeit nicht mehr all zu gravierende Ungerechtigkeit mehr zulassen würde und sie dadurch den Rahm nicht mehr so verantwortungslos abschöpfen könnten.
Auch wenn ein schwarzer Ananasfarmer einen schlechten Stundenlohn erhält, so erhält er von den Chinesen gar keinen, weil sie die Ananas selbst anpflanzen, er sein Land und die Arbeit los ist, gemeint im übertragenen Sinn, nicht auf die Ananas bezogen.
Gruss Turi
Genau so ist es, darum sollte man auch ein wenig weiter zurück gehen als bis ins 16. Jahrhundert.Das Thema ist einfach zu Komplex, um es nur in eine Schublade zu schieben
Wie Du sicher weisst, ist die Sklaverei nicht die Erfindung der Europäer oder Amerikaner, die wurde nur im Endstadium perfektioniert.Angefangen hat es schon zu der Zeit, als die ersten Bleichgesichter den afrikanischen Kontinent betraten und anfingen begehrte Waren wie Gold, Elfenbein, usw. im Tausch gegen Glasperlen zu erwerben. Später kamen noch andere Wunschgüter dazu wie Sklaven. Diese standen allerdings nicht nur auf der europäischen Wunschliste.
Die Sklaverei wurde vor allen Dingen in Schwarzafrika hunderte von Jahren vorher in einem unvorstellbaren Ausmass betrieben, lange bevor die Europäer und Araber dort waren.
Nach Schätzungen betruge die innerafrikanische Sklaverei 10-15 Millionen Menschen.
Dies hier nur als kleines Beispiel.
Dann, die ersten Invasoren oder Kolonialisten, im südlichen Afrika, waren eigentlich Bantuvölker , grob gesagt, aus dem Kongoraum, die das Land der San in Beschlag nahmen.
Die grössten Ausbeuter der Afrikaner sind und waren immer noch die Afrikaner selber.
Sie hätten die Möglichkeit in vielen Bereichen mehr Gleichheit herzustellen, aber;
Macht, Einfluss und Geld gehen den Herrschern der meisten afrikanischen Länder über alles, auch über ihre Völker, das ist meine Meinung, man kann anderer sein.
In Bezug auf Korruption und Brutalität kann man die Meisten derer nicht überbieten.
Sicher wurden während des Kolonialismus teilweise schwere Fehler begangen.
Nur wie viele schweren Fehler wurden in der gleichen Zeit in Europa begangen?
Wären die Afrikaner, zu mindest im südlichen Afrika bereit gewesen, mit den Europäern in der heutigen Zeit zusammenzuarbeiten, hätten die Völker sicher mehr Vorteile als mit der Zusammenarbeit der Chinesen oder Inder, nur die Machthaber wollen das nicht weil sich die westliche Welt zum Teil gewandelt hat und bei einer Zusammenarbeit nicht mehr all zu gravierende Ungerechtigkeit mehr zulassen würde und sie dadurch den Rahm nicht mehr so verantwortungslos abschöpfen könnten.
Auch wenn ein schwarzer Ananasfarmer einen schlechten Stundenlohn erhält, so erhält er von den Chinesen gar keinen, weil sie die Ananas selbst anpflanzen, er sein Land und die Arbeit los ist, gemeint im übertragenen Sinn, nicht auf die Ananas bezogen.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Hallo Lothar
Reich an Erdöl, reich an Bodenschätzen und das Volk im Landesinnern bleibt arm und darf sich noch mit Boko Haram herumschlagen.
Die Liste wäre noch beliebig fortzusetzen.
Immerhin findet Südafrika anscheinend einen Weg aus dem Sumpf der Korruption und Vetternwirtschaft, zumindest zum Teil.
Ich wünsche es ihnen von ganzem Herzen und hoffe, die Opposition wird nicht auch eines Tages ausgeschaltet wie im Moment in der Türkei.
Gruss Turi
Weil sich zB. der angolanische Präsident mit seinem Clan die Taschen füllt, das Gleiche in Nigeria.Warum ist es den afrikanischen Staaten, die reich an Bodenschätzen sind, nicht möglich, die Einnahmen daraus in Investitionen im eigenen Land einzusetzen ?
Reich an Erdöl, reich an Bodenschätzen und das Volk im Landesinnern bleibt arm und darf sich noch mit Boko Haram herumschlagen.
Die Liste wäre noch beliebig fortzusetzen.
Immerhin findet Südafrika anscheinend einen Weg aus dem Sumpf der Korruption und Vetternwirtschaft, zumindest zum Teil.
Ich wünsche es ihnen von ganzem Herzen und hoffe, die Opposition wird nicht auch eines Tages ausgeschaltet wie im Moment in der Türkei.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
... und wenn ein Präsident die Einnahmen aus Rohstoffen im Land halten will, wird er zum Diktator umgestempelt und muss entsorgt werden. (Chavez, Putin !)Turi hat geschrieben:Hallo Lothar
Weil sich zB. der angolanische Präsident mit seinem Clan die Taschen füllt, das Gleiche in Nigeria.Lothar hat geschrieben:Warum ist es den afrikanischen Staaten, die reich an Bodenschätzen sind, nicht möglich, die Einnahmen daraus in Investitionen im eigenen Land einzusetzen ?
Reich an Erdöl, reich an Bodenschätzen und das Volk im Landesinnern bleibt arm und darf sich noch mit Boko Haram herumschlagen.
Die Liste wäre noch beliebig fortzusetzen.
Gruss Turi
Das ist schon klar, es war auch nur eine rhetorische Frage, die darauf abzielte, mal darüber nachzudenken, ob die Ausbeutung der Rohstoff-Resourcen nicht ein viel grundlegenderes Problem ist als Produkt-Dumping.
Gruss
Lothar
-
Barbara4x4
- Beiträge: 465
- Registriert: Fr 16. Nov 2007, 13:03
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Hallo Turi,Turi hat geschrieben:
Wie Du sicher weisst, ist die Sklaverei nicht die Erfindung der Europäer oder Amerikaner, die wurde nur im Endstadium perfektioniert.
Die Sklaverei wurde vor allen Dingen in Schwarzafrika hunderte von Jahren vorher in einem unvorstellbaren Ausmass betrieben, lange bevor die Europäer und Araber dort waren.
Nach Schätzungen betruge die innerafrikanische Sklaverei 10-15 Millionen Menschen.
Dies hier nur als kleines Beispiel.
Römer, Griechen und Germanen hatten keine Sklaven?
Wo liegt der Unterschied zwischen Zwangsarbeit ( Vernichtung durch Arbeit) und Sklaverei?
Ist Leibeigenschaft für das Opfer schlimmer als Sklaverei ( ich sag nur: Jus primae noctis)?
Unsere traditionellen Fanggebiete liegen in Ostdeutschland und Polen. Slaven waren hauptsächlich unsere Sklaven. Im Mittelalter gab es ein Menschenverschachern innerhalb Europas.......Fleig hat dazu eine hübsche Karte gemacht.
Und ja, in Amerika wurde die Sklaverei "perfektioniert". Im Gegensatz zum islamischen Sklaven hatte "Onkel Tom" keine Rechte, konnte nicht auf Verkauf klagen etc.
Sklaverei gab es weltweit. Sie entstand, als menschliche Arbeit einen Wert bekam. Vorher wurden Feinde erschlagen ( und vielleicht noch lecker zum Verzehr zubereitet), dann begann die Wertschöpfung. kulturzivilisatorisch also erst mal ein Fortschritt.
Sklaverei ist nur noch in wenigen Ländern legal. Aktuell entschieden sich die Wähler Colorados, in ihrem Staat Sklaverei weiter zu erlauben https://ballotpedia.org/Colorado_Remova ... t_T_(2016)
Noch mal ein paar Zahlen. Von einer Islamhasserseite:
Der transatlantische Sklavenhandel ist gut erforscht. Von 1519 bis 1867 wurden in etwa 27.000 Sklaventransporten 11,06 Millionen Afrikaner nach Amerika verschleppt. Noch mehr fielen in freilich viel längerer Zeit zwischen 650 und 1920 islamischer Sklaverei zum Opfer: mindestens 17 Millionen. Rechnet man die Sklaven hinzu, die in den subsaharischen Sklavenjägerländern blieben, so wurden in 1300 Jahren insgesamt wohl über 50 Millionen Afrikaner versklavt.
https://michael-mannheimer.net/2011/04/ ... -sklaverei
Für das Opfer ist es IMHO egal, ob man das Kind jetzt Sklaverei, Zwangsarbeit oder Leibeigenschaft nennt. Alles ist Entrechtung bei gleichzeitiger Ausbeutung. Die konkreten Lebensbedingungen sind weniger von der Benennung als vielmehr von Wohl und Wehe des Weisungsberechtigten abhängig.
So gesehen waren die Zwangsarbeiter der Nazis Sklaven.
Ich denke, die Sklaverei läßt sich nicht als afrikanische Erfindung definieren. Diese Kreativität gab es weltweit, wenn die Lebensumstände es hergaben.
Viele Grüße
Barbara
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Hallo Barbara
Bin ich auch deiner Meinung, nur ging die Diskussion eben um Afrika und die Ausbeutung auf diesem Kontinent.
Abgesehen davon, der grösste Teil der Menschheit ist ja auch irgendwie Sklave in unserer Gesellschaft, nur auf höherem Niveau.
Gerade gestern ist bei uns im TV gekommen, 2 % der Schweizer sind im Besitz von 850 Milliarden Franken,
die restlichen 98 % der Bevölkerung besitzt die andere Hälfte nämlich ziemlich genau auch 850 Milliarden.
Ich will ja die Sklaverei auch nicht beschönigen oder schönreden, nur geht und ging es den Afrikanern nicht schlechter, weil die Europäer dort Kolonien hatten.
Rein hypothetisch, wären die Europäer nicht dort unten gewesen, wo stünde Schwarzafrika heute???
Meiner Meinung nach nicht besser da und die Sklaverei wäre sicher noch um einiges mehr verbreitet.
Kommt mir vor wie in der katholischen Kirche, bzw. was die dort predigen, zuerst ist man Sünder und muss Buse tun.
Ich fühle mich nicht schuldig und denke Europa muss sich auch nur zu einem kleinen Teil schuldig fühlen.
Schlussendlich ist es der Mensch an sich, der egoistisch, um nicht zu sagen, böse ist und das trifft auf alle zu, die Einen mehr und die Anderen weniger.
Nur, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, bevor sich die Menschheit ändert.
liebe Grüsse Turi
Da hat Du schon recht, ich bezog mich auf Afrika, Sklaverei hat es immer gegeben und wird es immer geben, nicht nur in Afrika .Römer, Griechen und Germanen hatten keine Sklaven?
.Ich denke, die Sklaverei läßt sich nicht als afrikanische Erfindung definieren. Diese Kreativität gab es weltweit, wenn die Lebensumstände es hergaben
Bin ich auch deiner Meinung, nur ging die Diskussion eben um Afrika und die Ausbeutung auf diesem Kontinent.
Abgesehen davon, der grösste Teil der Menschheit ist ja auch irgendwie Sklave in unserer Gesellschaft, nur auf höherem Niveau.
Gerade gestern ist bei uns im TV gekommen, 2 % der Schweizer sind im Besitz von 850 Milliarden Franken,
die restlichen 98 % der Bevölkerung besitzt die andere Hälfte nämlich ziemlich genau auch 850 Milliarden.
Ich will ja die Sklaverei auch nicht beschönigen oder schönreden, nur geht und ging es den Afrikanern nicht schlechter, weil die Europäer dort Kolonien hatten.
Rein hypothetisch, wären die Europäer nicht dort unten gewesen, wo stünde Schwarzafrika heute???
Meiner Meinung nach nicht besser da und die Sklaverei wäre sicher noch um einiges mehr verbreitet.
Kommt mir vor wie in der katholischen Kirche, bzw. was die dort predigen, zuerst ist man Sünder und muss Buse tun.
Ich fühle mich nicht schuldig und denke Europa muss sich auch nur zu einem kleinen Teil schuldig fühlen.
Schlussendlich ist es der Mensch an sich, der egoistisch, um nicht zu sagen, böse ist und das trifft auf alle zu, die Einen mehr und die Anderen weniger.
Nur, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, bevor sich die Menschheit ändert.
liebe Grüsse Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Ich bin auch der Meinung dass die Kolonialzeit für Afrika eher Segen als Fluch war. Die am meisten kolonisierten
Länder sind heute die wirtschaftlich erfolgreichsten, mit wenigen Ausnahmen natürlich.
Auf der anderen Seite sieht man z.B. Äthiopien, nach meiner Erfahrung in 6 Reisen dorthin, das zurückgebliebenste Land das ich in Afrika kenne. Äthiopien war nie kolonisiert.
Lg
Lukas
Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Länder sind heute die wirtschaftlich erfolgreichsten, mit wenigen Ausnahmen natürlich.
Auf der anderen Seite sieht man z.B. Äthiopien, nach meiner Erfahrung in 6 Reisen dorthin, das zurückgebliebenste Land das ich in Afrika kenne. Äthiopien war nie kolonisiert.
Lg
Lukas
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Hallo Wüschigemeinde
Eine neue Eisenbahnstrecke haben die Chinesen gebaut, von Addis zum Hafen Tschibuti.
Die Europäer haben den "Kolonialismus" in Äthiopien verschlafen.
http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=& ... Dy36Ahd1Yg
Aber immerhin dürfen die Äthiopier für die Chinesen Schuhe nähen, für 45 Dollar im Monat.
Anscheinend sind sogar die chinesischen Arbeiter zu teuer geworden.
http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=& ... fJaH9ZWfbA
Gruss Turi
Dafür wird es jetzt in Eilesschritten von den Chinesen kolonialisiert, mal sehen was die Bevölkerung für den Deal bekommt, oder eben nicht?Auf der anderen Seite sieht man z.B. Äthiopien, nach meiner Erfahrung in 6 Reisen dorthin, das zurückgebliebenste Land das ich in Afrika kenne. Äthiopien war nie kolonisiert
Eine neue Eisenbahnstrecke haben die Chinesen gebaut, von Addis zum Hafen Tschibuti.
Die Europäer haben den "Kolonialismus" in Äthiopien verschlafen.
http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=& ... Dy36Ahd1Yg
Aber immerhin dürfen die Äthiopier für die Chinesen Schuhe nähen, für 45 Dollar im Monat.
Anscheinend sind sogar die chinesischen Arbeiter zu teuer geworden.
http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=& ... fJaH9ZWfbA
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
-
Alexander
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- Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa
Hallo Lukas,
Wenn du damit die ärmsten Länder der Welt meinst, dann ist deine Annahme richtig.
Hier nur die 25 ärmsten Länder der Welt. Die meisten Länder in der Liste sind Länder auf dem schwarzen Kontinent. Und alles Länder, bis auf Äthiopien und Liberia waren Kolonien.
Grüsse
Alexander
Wie definierst du "erfolgreich"? Auf welche Fakten basiert deine Aussage?lukas1980 hat geschrieben:Ich bin auch der Meinung dass die Kolonialzeit für Afrika eher Segen als Fluch war. Die am meisten kolonisierten
Länder sind heute die wirtschaftlich erfolgreichsten, mit wenigen Ausnahmen natürlich.
Wenn du damit die ärmsten Länder der Welt meinst, dann ist deine Annahme richtig.
Hier nur die 25 ärmsten Länder der Welt. Die meisten Länder in der Liste sind Länder auf dem schwarzen Kontinent. Und alles Länder, bis auf Äthiopien und Liberia waren Kolonien.
- 1 Zentralafrikanische Republik
2 Burundi
3 Demokratische Republik Kongo
4 Liberia
5 Eritrea
6 Simbabwe
7 Niger
8 Malawi
9 Madagaskar
10 Togo
11 Mosambik
12 Mali
13 Guinea
14 Afghanistan
15 Guinea-Bissau
16 Komoren
17 Haiti
18 Südsudan
19 Äthiopien
20 Uganda
21 Nepal
22 Ruanda
23 Sierra Leone
24 Burkina Faso
25 Benin
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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