Gabun setzt auf Manganabbau - aber auch auf die Umwelt?
01.07.2007
Rohöl, Tropenholz - Gabun ist einer der rohstoffreichsten und damit wohlhabendsten Staaten Afrikas. Vor allem dank des Mangans. Ein Viertel des begehrten Erzes kommt aus dem kleinen zentralafrikanischen Staat. Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von über 4000 Euro ist Gabun eines der reichsten Länder Afrikas. Trotzdem leben drei Viertel seiner Menschen in Armut, ein Drittel von weniger als einem Dollar am Tag. Intakte Straßen, sauberes Trinkwasser oder eine funktionierende Stromversorgung - nichts von alldem ist vorhanden ... mehr
Auf meiner letzten Reise von Mékambo nach Mbomo, also vom Gabun in den Kongo-Brazza, gab es mal wieder einen Achsenbruch und wir mussten die Nacht im nächsten Dorf verbringen. Als einziger, verstaubter Weisser wurde ich zum Dorfältesten gebracht, der mich dem Dorfreichsten mit der Bitte übergab, für mich zu sorgen. Das hat er auch gemacht. Haben sehr gut gegessen bei Kerzenlicht, bekam das Zimmer der ältesten Tochter, nur das Zimmer, bitte! Doch mit der Unterhaltung hat es etwas gehappert. Nicht, dass wir nicht die gleiche Sprache, Französisch gesprochen hätten, sondern, dass mein Gastgeber es überhaupt nicht interessierte, von wo ich kam und wohin ich ging.
Darum war es für mich auch peinlich, meinen Gastgeber einfach auszufragen. Aber hier gebe ich gerne die ersten drei Fragen und Antworten wieder:
Haben Sie hier im Dorf Maniok Plantagen?
Wieso, die wachsen doch wild im Wald.
Ich habe gehört, dass Bananenstauden sehr schnell wachsen und man bereits nach einem Jahr ernten kann, das ist doch was?
Das bedeutet nur Arbeit, Bananen haben wir genügend im Wald, wenn die Elefanten nicht vor uns da sind.
Und Haustiere, Ziegen zum Beispiel halten Sie keine?
Wieos? Wenn meine Familie Fleisch braucht gehe ich in den Wald, schiesse in die Luft und da fällst sicher was runter. Ob ein Vogel oder eine Affe, spielt ja keine Rolle. Sie haben ja gesehen, meine Frauen sind gute Köche!
Wir werden verschluckt von Gräsern, die uns bis zur Schulter reichen. Wir folgen einem Fluss, den wir selten sehen können. Der Boden ist fest, der Busch reicht endlos in die Ferne.
Hans Peter Stauffer www.afrikareisen.es