Bilder einer Mauretanienreise

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Uwe Schmitz
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Uwe Schmitz »

Noch ein hoher Blick zurück im Morgenlicht, dann verlassen wir den Elefantenfelsen auf der gleichen Strecke, die wir gekommen sind.

Der Elefantenfelsen im Morgenlicht von oben<br />(links im Schatten sind unsere beiden Fahrzeuge zu entdecken)
Der Elefantenfelsen im Morgenlicht von oben
(links im Schatten sind unsere beiden Fahrzeuge zu entdecken)

Tichit wollen wir umfahren, doch der Bogen ist nicht weit genug. Der Polizeichef fährt hinter uns her und verlangt, dass wir uns bei ihm im Polizeirevier Tichit registrieren. Fiche abgeben reicht hier nicht, doch er betont, dass das alles doch nur zu unserer Sicherheit sei.
Danach fahren wir noch eine halbe Stunde Richtung Süden, auf Ayoun el Atrous zu, und wählen uns im offenen Gelände einen Nachtplatz mit Ausblick.

Nachtplatz auf einem langgezogenen Dünenrücken
Nachtplatz auf einem langgezogenen Dünenrücken

Später wird es unangenehm sand-windig.
Später wird es unangenehm sand-windig.

Der nächste Morgen: Wind ist weg, Sicht ist gut.
Es gibt keine Piste durch den Erg (das Dünengebiet), nur einige wenige Spuren wohl Einheimischer.

Fahrt Richtung Süden
Fahrt Richtung Süden

BPfeilB :idea: Die Strecke ist bei Pistenkuh beschrieben (online) und unser einziger Anhalt, doch wir fahren immer mal lieber frischen Spuren nach als stumpfsinnig dem Track durch spurenfreien Sand zu folgen. :!:

Fortsetzung folgt.
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Uwe Schmitz
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Uwe Schmitz »

Die sandige Strecke, die wir nun fahren, wird (bei Pistenkuh) Salzkarawanenroute genannt.
Ob wir auch das Glück haben, einer Karawane zu begegnen? Der Untergrund ist ja von Unmengen an Kamelspuren zertrampelt ...

Erste Begegnung mit einer kleinen Karawane, ...
Erste Begegnung mit einer kleinen Karawane, ...

.. die staunend an uns vorbeizieht.
.. die staunend an uns vorbeizieht.

Doch das ist nicht die einzige Begegnung, kurze Zeit später treffen wir schon auf die nächste etwas größere Karawane.

Karawane passiert unsere Fahrzeuge.
Karawane passiert unsere Fahrzeuge.

SCHATTENSPIELE
SCHATTENSPIELE

Nachdem wir nun zweimal eine Karawane auf dem Rückweg nach Norden (Tichit) und fast unbeladen getroffen haben, erreichen wir noch vor dem Abend eine beladene Karawane, die Richtung Ayoun el Atrous unterwegs ist.

Beladene Karawane auf dem Weg nach Süden
Beladene Karawane auf dem Weg nach Süden

DJI_0529.jpg

Fortsetzung folgt.
martin1101
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von martin1101 »

Da hattet ihr ähnliches Glück wie wir 😄
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Uwe Schmitz
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Uwe Schmitz »

Ja, martin, die sind bestimmt nicht immer unterwegs ...
nur einmal die woche? nur im winter? oder wenn ausreichend salz für einen transport vorhanden war?

allerdings ist der sand ja an vielen stellen mit kamelspuren nur so übersät ...

Durch den Sand und zwischen den Grasbüscheln durch immer nach Süden ...
Durch den Sand und zwischen den Grasbüscheln durch immer nach Süden ...

... da haben wir sie einfach erwartet zu treffen.
viele grüße
uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Uwe Schmitz »

Am nächsten Morgen ist es ziemlich dunstig, man merkt, wir verlassen bald den trockenen Sahara-Bereich.
Und wieder treffen wir auf die beladene Karawane vom Vortag. Das, was diese Karawane langsamer ist als wir, machen sie wett durch langes Laufen am Abend und frühes Starten am Morgen :)

Die Karawane vom Vortag Richtung Süden unterwegs
Die Karawane vom Vortag Richtung Süden unterwegs

Gepäck richten und Rummaulen
Gepäck richten und Rummaulen

Uns begegnet später noch eine weitere letzte Karawane, die auf dem Rückweg nach Norden ist.

Begegnung mit einer letzten Karawane
Begegnung mit einer letzten Karawane

PD020478.jpg

So ganz ist uns noch nicht klar, wie weit wir schon im Süden, ja fast im Sahel sind.
Ein Brunnen zwischen den letzten Dünen, nicht mehr weit von Ayoun el Atrous entfernt, ist von Rindern belagert. Na das sind wirklich keine landschaftstypischen Tiere hier, wovon leben die? :roll:

Rinderherde in den Dünen
Rinderherde in den Dünen

Fortsetzung folgt.
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Uwe Schmitz
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Uwe Schmitz »

Am Mittag des dritten Tags haben wir das Dünengebiet der Salzkarawanen (zwischen Tichit und Ayoun el Atrous) durchquert und kommen zurück in die Zivilisation.

Eine Asphaltstraße ist wieder erreicht!
Eine Asphaltstraße ist wieder erreicht!

In Ayoun el Atrous tanken wir die Fahrzeuge voll und finden einen Supermarkt, indem wir einige Sachen, die am Straßenrand nicht angeboten werden, kaufen können. Sonst lockt uns in dieser Stadt nichts.
Dann geht's auf die Teerstraße namens "Route d' Espoir" ab jetzt immer Richtung Westen.

Ayoun el Atrous begrüßt und verabschiedet ordentlich
Ayoun el Atrous begrüßt und verabschiedet ordentlich

Bald nach Verlassen der Stadt (übrigens die ganze lange Strecke auf gutem Untergrund!) durchfahren wir eine Gegend mit wilden und steilen Felsformationen, hier finden wir bestimmt einen stillen Übernachtungsplatz.

Felsenlandschaft rechts und links der Straße
Felsenlandschaft rechts und links der Straße

DJI_0541.jpg

Eine sehr interessante Landschaft, die lohnenswert zu erkunden wäre, doch die Zeit wird uns knapp. Das Zollpapier für die Fahrzeuge ist nur einen Monat gültig, in Atar war eine Verlängerung nicht möglich (geht wohl nur in der Hauptstadt), und so ist es schon seit über einer Woche abgelaufen.
Und auf der Strecke nach Nouakchott liegt noch ein letztes kleines Highlight in Mauretanien für uns ...

Fortsetzung folgt.
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leswaes
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von leswaes »

Weiß jemand wo das Salz abgeladen wird?
Wir haben nach den Brunnen von Bou Derga keine Karawanen oder eindeutige Spuren mehr gesehen.
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Uwe Schmitz
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo august,
wir haben auch nichts feststellen können, wohin das salz gebracht wird. dicht um ayoun el atrous waren keine spuren mehr zu sehen, auffällig war uns nur die menge an geparkten/fressenden kamelen entlang der straße richtung westen.
viele grüße
uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Uwe Schmitz »

Wir biegen nochmal ab von der asphaltierten Route d'Espoir und fahren nach Metraucha.
In diesem Tal soll es am Ende ein Guelta geben, in dem man die seltenen Wüstenkrokodile finden kann.

Zufahrt zum Tal von Metraucha
Zufahrt zum Tal von Metraucha

Wir parken unsere Fahrzeuge am Ende der Piste und gehen zu Fuß ein paar hundert Meter zum Ende des Tals. Ein Fluß oder Bach ist allerdings nicht zu sehen, und das bißchen Wasser soll für Krokodile reichen?

Zu Fuß durchs trockene Tal zur Guelta von Metraucha
Zu Fuß durchs trockene Tal zur Guelta von Metraucha

Am Ende vom Tal, ein Felsenkessel, eine kleine Düne ... da sind Krokodilspuren ... gefährlich hier?

Krokodilspuren
Krokodilspuren

Vorsichtig klettern wir über das Dünchen zum Wasser, ...
da liegt so ein dickes Tier direkt vor uns ...

Erstes Krokodil direkt vor uns
Erstes Krokodil direkt vor uns

... und schießt blitzeschnelle ins Wasser, als es uns bemerkt. Schreck beiderseits!

Krokodil schießt ab ins Wasser!
Krokodil schießt ab ins Wasser!

Zunächst sind dann erstmal keine Kroks mehr zu sehen, wir setzen uns auf einen erhöhten Felsen und beobachten das Wasser.
Da, da tauchen wieder welche auf!

Krokodile beobachten uns.
Krokodile beobachten uns.

Es dauert eine ganze Weile und verlangt Geduld von uns, bis wir noch mehr Tiere und besonders außerhalb des Wassers zu sehen kriegen.
Solange sehe ich mich vorsichtig in der Nähe um.

Eine Agame zeigt sich auf den Felsen.
Eine Agame zeigt sich auf den Felsen.

Fortsetzung folgt.
Robson
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Robson »

Wir hatten dort beim Einstieg hunderte Paviane. Überall. Jede Größe. Jungtiere. Silberrücken. Wir waren zu zweit. -> A bit creepy. :cry:
Am Rückweg waren sie alle weg.
Ein phantastisches Erlebnis.
Viele Grüße
Robert
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Uwe Schmitz
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Uwe Schmitz »

Am späten Nachmittag, wir waren an den Fahrzeugen zur Vorbereitung des Abendessens, kommt noch jemand vorbei ...
Wir trauen unseren Augen nicht: Zur Tränke oder als Futter für die Krokodile?

Besuch am späten Nachmittag ...
Besuch am späten Nachmittag ...

... mit seinen Rindern.
... mit seinen Rindern.

Zurückkommen sahen wir sie nicht mehr.
Am nächsten Morgen recht früh gehen wir nochmals zur Guelta, schauen, ob die Krokodile satt sind ... :lach:

Sonnen am gegenüberliegenden Ufer
Sonnen am gegenüberliegenden Ufer

... und immer mehr.
... und immer mehr.

Oder versteckt unter überhängenden Felsen auf Beute wartend?
Oder versteckt unter überhängenden Felsen auf Beute wartend?

An der Oberkante der Klippen (den Rändern des Talendes) ereignet sich ein weiteres Schauspiel: Eine Familie von Pavianen erscheint.

Pavianfamilie an der Klippenkante
Pavianfamilie an der Klippenkante

Die ganze Großfamilie taucht auf.
Die ganze Großfamilie taucht auf.

Die haben wohl auch Durst, vielleicht wird der ein oder andere von ihnen eine Mahlzeit für die Urviecher ...

Fortsetzung folgt.
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Uwe Schmitz
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Uwe Schmitz »

Wir sind immer wieder verwundert und ärgern uns darüber, wie unglaublich viel Müll auch an den unglaublichsten Stellen rumliegt.
Auch hier auf dem Parkplatz/Wendeplatz am Tal von Metraucha liegen überall Plastikflaschen, Dosen, Müllsacke, Autoteile und Hausrat herum.
Wir sammeln mal den Müll an dieser schönen Übernachtungsstelle und wollen ihn dann verbrennen.

Mülllagerung im Tal von Metraucha
Mülllagerung im Tal von Metraucha

Das Tal und das Feuer
Das Tal und das Feuer

Die Reste des Feuers sind auch nicht schön anzusehen, aber doch punktueller als überall verstreuter Dreck
Die Reste des Feuers sind auch nicht schön anzusehen, aber doch punktueller als überall verstreuter Dreck

Wir fahren zurück zur Route d'Espoir und werden ihr nun bis Nouakchott folgen.
Dabei sind meine Augen nach der Müllverbrennung für dieses mauretanische Problem geschärft.

Überall entlang der Straße Müll ...
Überall entlang der Straße Müll ...

... und sogar in die Dünen abseits der Straße wird er getragen!
... und sogar in die Dünen abseits der Straße wird er getragen!

... und es wird ja täglich mehr, wir sehen selbst, was sich bei uns immer an Müll ansammelt; wir können ihn nur in den größeren Orten an Sammelplätze ablegen, aberr weiterverwertet wird er da wohl auch nicht ...
Diesmal mit ratlosen Grüßen :oops:
Uwe

Noch eine Fortsetzung folgt.
Sandlover
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Sandlover »

Hallo Uwe,

Erst einmal vielen Dank für deinen Bericht und die wunderschönen Bilder!!!

Ja, der Müll ist gerade entlang der Route d'Espoir grausam viel und überall. Das hat uns auch sehr ratlos gemacht. Ganz schlimm ist es auch in Nouakchott am Strand und dann in Richtung Norden. Ich bin da mal ca 30 km mit der Enduro entlang gefahren. Furchtbar.... bin mal gespannt, ob sich da mal was ändert. Man könnte den Müll ja auch verkaufen, aber wahrscheinlich ist das nicht rentabel, sonst hätte China bestimmt schon sammeln lassen.
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
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Uwe Schmitz
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Re: Bilder einer Mauretanienreise

Beitrag von Uwe Schmitz »

Wir erreichen Nouakchott, können da dort problemlos und schnell unsere Zollpapiere für die Fahrzeuge verlängern und fahren zum Übernachten auf den Camping Terjit am Strand nahe dem Fischereihafen.
Hier erleben wir eine nachmittägliche Invasion von Heuschrecken, die Luft ist voll mit diesen Viechern, sie schwirren uns um die Ohren (harmlos!), klatschen vor die Frontscheibe der Autos oder landen in den wenigen Beeten mit Pflanzen, die sie gleich anfressen.

Invasion der Heuschrecken (beachtet auch die Spiegelungen in der Frontscheibe!)
Invasion der Heuschrecken (beachtet auch die Spiegelungen in der Frontscheibe!)

Nach fünf Uhr ist dann, wie vom Platzwart angekündigt, der Spuk vorbei, nur noch letzte Tiere hängen an den Hauswänden oder liegen tot am Boden ...
Wir machen einen Sonnenuntergangsbummel am Strand entlang zu den Booten der Fischer, die hier am Strand hochgezogen und abgestellt werden.

Parkplatz der Fischerboote
Parkplatz der Fischerboote

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Am nächsten Tag schaffen wir es nicht mehr über die Grenze in den Senegal und zur Zebrabar bei St.Louis. So fahren wir an einen einsamen Strandabschnitt und feiern da zu viert mit Fischgrillen (auf dem Nouakchott-Fischmarkt vorbereitet) und alkoholfrei (nach 6 Wochen sind wir absolut trocken) den Weihnachtsabend.

Frohe Weihnacht am Strand mit Baum von zuhause und Krippenfiguren aus dem Niger !
Frohe Weihnacht am Strand mit Baum von zuhause und Krippenfiguren aus dem Niger !

Morgen geht' bei Diama über die Grenze.

Damit ist der Mauretanien-Bilderbogen zu Ende, ich hoffe, ihr wart gut unterhalten ... :wink:
Uwe

Keine Fortsetzung
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