Vorbeugen gegen Malaria

In diesem Bereich findest du aktuelle Hinweise zu Epidemien und gesundheitliche Risiken im Reiseland und wie man sich davor schützt bzw. vorbeugt, Informationen zur Gesundheitsversorgung, Ärzte und Krankenhäuser.

Moderator: Moderatoren

Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Vorbeugen gegen Malaria

Beitrag von Turi »

Schön hat man immer die Wahl :wink:
Mal im ernst, meinst Du, man könnte Doxycyclin auch über sehr langen Zeitraum nehmen?
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Tölzer
Beiträge: 255
Registriert: Mi 24. Sep 2008, 17:17
Wohnort: Bad Tölz

Re: Vorbeugen gegen Malaria

Beitrag von Tölzer »

Hallo Turi!
Lt. meinem Hausarzt... JA... Das Militär nimmt es auch auf längere Zeit!
Außerdem glaube ich, das Du nach 2 Monaten die "Schnauze voll hast", Dich in den schwülen Tropen auf zu halten, wenn Du in den Nächten im eigen Saft schwimmst!
Ich habe 15 Jahre lang Auslandsprojekte in Indien ( mit oft mehren Monaten Aufenthalt ) abgwickelt und war um jede Nacht froh, wenn ich dann in einem klimatisierten Raum schlafen konnten.
Wir haben viele schwüle Nächte am Nil, in Tansania und am Malawisee erlebt und sind dann in kühlere Gegenden "geflüchtet".
Gruß Jörg
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Vorbeugen gegen Malaria

Beitrag von Alexander »

Ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder Körper mit den gleichen Nebenwirkungen reagiert. Ich vermute (bin kein Mediziner), dass die zu erwartenden Nebenwirkung auch vom Körper selbst abhängig ist, also Gesundheitszustand, usw.
Ist es medizinisch möglich die zu erwartenden Nebenwirkungen bei einer ärztlichen Untersuchung bereits festzustellen und dann das passende Medikament zu wählen?

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Tölzer
Beiträge: 255
Registriert: Mi 24. Sep 2008, 17:17
Wohnort: Bad Tölz

Re: Vorbeugen gegen Malaria

Beitrag von Tölzer »

Hallo Alexander,
natürlich hast Du Recht, das jeder Körper anders reagiert.
Nur wenn ich nicht fit bin, dann fahre ich nicht für längere Zeit in die Tropen!
Ein Restrisiko bleibt auch nach erfolgter gründlichen Untersuchung.
Wer übervorsichtig ist, fährt auch nicht längere Zeit durch Afrika.
Gruß Jörg
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Vorbeugen gegen Malaria

Beitrag von Turi »

Wer übervorsichtig ist, fährt auch nicht längere Zeit durch Afrika

wo er Recht hat, hat er Recht!

Ich bin auch von Haus aus kein ängstlicher Mensch, aber wenn man schon mal so richtig verschissen drinlag, sei es mit Malaria, einer Lungenentzündung oder auch einem Unfall, dann ist man eher ein wenig verhaltener und nicht mehr so kopflos als mit 20 und da schadet Information nie, die tut ja nicht weh :wink:

Ein Freund von mir war für 2 Jahren auf Reise in Afrika, bekam die Tropika.
Würde wieder ohne Profilaxe gehen, nur die richtigen Notfall Medis mitnehmen und dann, vor Ort bei Bedarf, zum Arzt.
Bin mir nicht sicher was die grössere Rosskur ist, monatelang Profilaxe oder eine Woche , bei Bedarf, die chemische Keule.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Tölzer
Beiträge: 255
Registriert: Mi 24. Sep 2008, 17:17
Wohnort: Bad Tölz

Re: Vorbeugen gegen Malaria

Beitrag von Tölzer »

Hallo Turi!
Habe ebenfalls wie Du vor der Fahrt alle Informationen, wegen der Malaria Prophylaxe gesammelt. Auf Grund der zum Teil sehr konträren Informationen und Ansichten, auch von "Medizinern", blieb mir eigentlich nur selbst das Risika abzuschätzen und für mich die richtige Entscheidung zu finden.
Meine persönlichen Erfahrung habe ich ja schon gepostet.
Wünsche Die alle Gute für Deiner Tour und die " richtige Entscheidung".
Ich bleibe bei meinem Weg und werde auch ab Mitte des Jahres wieder im Süden Afrikas Doxycyclin nehmen.
Gruß Jörg
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Vorbeugen gegen Malaria

Beitrag von Turi »

Hallo Jörg
Auf Grund der zum Teil sehr konträren Informationen und Ansichten, auch von "Medizinern", blieb mir eigentlich nur selbst das Risika abzuschätzen und für mich die richtige Entscheidung zu finden.
Genau darum versuche ich auch möglichst viel zusammenzutragen.
Nicht von denen die irgend wann mal was gehört haben, sondern von denen, die es selbst ausprobiert haben.
Dir auch viel Vergnügen bei deiner Tour
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Guido3

Re: Vorbeugen gegen Malaria

Beitrag von Guido3 »

Hallo,

eine Beratung bei einem Arzt ist sinnvoll. Ich würde es aber nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage nehmen, denn leider gibt es auch Ärzte, die vollmundig beraten, dabei aber einigen Unsinn erzählen.

Vor allen macht es Sinn, sich nicht nur über die Malaria sondern auch über die übertragende Anophelesmücke zu informieren. Die ist nachtaktiv und ein wechselwarmes Tier. D.h. sie kann ihre Körpertemperatur nicht selbst kontrollieren, sondern ist komplett von der Außentemperatur abhängig. Unterhalb bestimmter Temperaturen, die man in den Wintermonaten in weiten Teilen Namibias, Botswana, Südafrikas, .. abends und nachts nicht hat, funktioniert die Mücke bzw. ihre Entwicklung nicht. Genauso braucht der Malariaerreger selbst Mindesttemperaturen, um sich entwickeln zu können.

Malaria kostet jedes Jahr weltweit ein paar hunderttausend Menschen das Leben. Aber das sind primär arme Menschen. Hat man Zugang zu qualifizierter Behandlung, so ist die statistische Wahrscheinlichkeit sehr gering, an einer Malariainfektion zu sterben. Am allerwichtigsten ist es, das man beim kleinsten Verdacht auf Malaria das sorgfältig und schnellstens abklären lässt. Auch eine Prophylaxe verhindert schließlich nicht mit 100%iger Sicherheit eine Malariainfektion. Im dümmsten unterdrückt sie vor allem die Symptome und der"Hammer" kommt ein paar Monate später.

Ich bin kein Arzt oder Apotheker, aber das Breitband-Antibiotikum Doxycyclin ist in Deutschland nicht zur Malariaprophylaxe zugelassen - in vielen anderen Ländern dagegen schon.

Beste Grüße

Guido
reise_rene
Beiträge: 36
Registriert: Fr 9. Jan 2009, 02:11
Wohnort: Schweiz
Kontaktdaten:

Re: Vorbeugen gegen Malaria

Beitrag von reise_rene »

Hallo Leute,

Es wird ständig über chemische (offizielle) Malariaprophylaxe diskutiert. Mit Lariam hatte ich persönlich (Indienaufenthalt 3Mt., Namibia ca.3Wo) keine schlechte Erfahrungen gemacht, aber bei Mitreisenden eine Psychose miterlebt (nach EINER Lariamtbl.!!!)
Vor unserer ersten grossen Afrikatour hat meine Freundin einen renommierten Tropenmediziner aufgesucht und nach nicht-chemischer Prophylaxe gefragt. Er will explizit nicht genannt werden und gab den inoffiziellen Rat "Artemisia Annuae", ein pflanzliches Produkt zu nehmen. Er traute sich nicht mal den Begriff nieder zu schreiben sondern wollte nur buchstabieren. Internetrecherchen erbrachten, dass WHO damit in Ostafrika geforscht hatte und gute Resultate erzielte.Googelt selber!
Wir hatten es monatelang genommen, und nehmen es immer noch, ohne Probleme. Es soll sogar das Immunsystem generell stärken.
Wir fanden es als Kapseln in Schweiz und Deutschland erwerbar. 2 bis 3Kps täglich.
In Westafrika fanden wir es überall auch als "malaria-tea", den man aber bis 5mal am Tag trinken müsste.
In Windhoek/Namibia fragten wir einen alten, erfahrenen Apotheker danach. Dieser erzählte uns (auf deutsch), dass es in Namibia auf Druck der Pharma-Industrie zurückgezogen wurde "obwohl jeder weiss, dass dies das Beste ist" (Zitat). In Botswana könnte man es noch finden.
Als Notfall-Therapie-Medikament (auch für die Nerven) trage ich Malarone mit. Artemisia annuae soll aber in höhere Dosis auch helfen (vorsichtig bei dieser Aussage)

Erwägt die Alternative und googelt.

Gute Reise und gesunde Rückkehr!
one life. live it ...but don't take it tooo serious ;-)
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Vorbeugen gegen Malaria

Beitrag von Alexander »

Hallo Rene,

ein interessanter Tipp. :lol:

Dank der Pharmalobby werden günstige und wirkungsvolle Arzneimittel vom Markt verdrängt, oder ihnen erst gar nicht erst gestattet Fuß zu fassen. Nicht mal die Politik ist wirksam in der Lage, dagegen anzukämpfen. Zu viele Politiker sitzen in den Aufsichtsräten der Pharmakonzerne.

Nehmen wir den Kampf auf :mrgreen:

Das in der Pflanze gebildete Artemisinin wird von der traditionellen chinesischen Medizin schon lange erfolgreich als Mittel gegen Malaria eingesetzt. mehr…

Transformationen von medizinischem Wissen: Die Einführung der Heilpflanze Artemisia Annua in Tansania: Folgen, Herausforderungen und lokale Innovationsprozesse mehr…

Einjähriger Beifuß: Wirkungsweise mehr…

Artemisia Annua - Die Wunderpflanze, das Jahr 2009 mehr…

Bezugsquellen:

Artemisia annua mehr…

Apomio mehr…

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35234
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Recherchen des ARD-Magazins Kontraste

Beitrag von Birgitt »

Das Malaria-Medikament Lariam ist wegen seiner schwere neuropsychischen Nebenwirkungen hoch umstritten. Dennoch setzt die Bundeswehr offenbar auf das Medikament. Wie das ARD-Politmagazin Kontraste berichtet, erhalten Tausende Bundeswehrssoldaten Lariam zur Malaria-Prophylaxe. Das Sanitätspersonal kläre viele Soldaten nicht über diese besonderen Nebenwirkungen auf. Lariam kann das zentrale Nervensystem beeinträchtigen und unter anderem Psychosen, Angst, Halluzinationen, Panikattacken oder Depressionen auslösen.
Bundeswehr gibt Soldaten Lariam
12.04.2012 - tagesschau

http://www.rbb-online.de/kontraste/index.html

Gruß
Birgitt
Elfenbeinküste
Beiträge: 2
Registriert: Sa 12. Mai 2012, 15:15

Re: Malaria

Beitrag von Elfenbeinküste »

Hallo zusammen,
nachdem ich mich durch den Dschungel von " Malaria " vorbeugungsarten gelesen habe ist mir aufgefallen, das über eine homöopathische Vorsorge und Behandlung bei Erkrankung nicht gschrieben wurde. ( sorry wenn ich etwas überlesen haben sollte :oops: ).
Ich möchte Euch kurz meine Art der Vorsorge schildern.
Meine Kinder und ich beginnen 4 Wochen vor Reisebeginn mit dem Mittel China in der Potenz D6 von der DHU ( deutsche homöopathische union ca.9.- Euro). Wir nehmen täglich, möglichst zur gleichen Uhrzeit am späten Nachmittag, günstig ist 17 Uhr, da dann die Leberfunktion am größten ist, 1 bis zwei Körnchen trocken. D.h. die Körnchen werden unter der Zunge langsam zergehen. Dieses Prozedere machen wir den ganzen Urlaub durch und auch noch 3-4 Wochen nachdem wir wieder zu hause sind. Das Fläschen mit den Körnchen reicht in der Regel über den Urlaub ( 4-6 Wo ) hinaus.
China regt die Leberfunktion an, so das falls man von einer Mücke mit dem Erreger gestochen wird die erhöte Leberfunktion dafür sorgt, das es garnicht erst zu einer Krankheit kommen kann.
Ich reise seit 12 Jahren nach Afrika und blieb bisher von einer Malaria verschont. Mein kleiner Sohn, 9 Jahre alt, bekam einmal Malaria vor Ort die ich dann auch homöopathisch als Wechselfieber behandelt habe.
Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, das jeder für sich entscheiden muß, ob er sich solch eine Behandlung für sich und/ oder seine Familie vorstellen kann. Ich stelle diesen Beitrag nur als eine Möglichkeit von vielen vor und erhebe nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
Meine Kinder sind nicht geimpft und vollwertig ernährt :wink: . Ich bin davon überzeugt, das auch dieses zu ihrer stabilen Gesundheit beiträgt.
Hält man/ frau sich länger im Ausland ( Afrika ) auf, so kann man auch noch gutes für sich tun, indem man täglich im Wechsel Echinacea D6 mit China D6 einnimmt. Das bringt unser Immunsystem so richtig in Schwung :wink:
Auf eine gute Gesundheit und viele schöne Urlaube
Birgit
Antworten