Zuerst denke ich, er will überholen und blinke rechts, als Zeichen, dass er freie Fahrt hat.
nein, er will dass ich anhalte.
Längst hätte ich dem 4,2er Sauger davonbrennen können...
Der bärtige, grosse Mann steigt aus und empfängt mich mit einer Umarmung.
Er weiss noch nicht, was genau in mir vorgeht, Er weiss auch nicht, was sich gerade abgespielt hat.
Er sagt mir, dass er mich gesehen hat wie ich (das zweite mall) weggefahren bin.
Dann ging er zu seinem Patrol und sah die offene Scheibe.
Das sieht natürlich nach Diebstahl aus.
Ich erkläre mich und er ist vor Freude ganz aus dem Häuschen.
Sofort lädt er mich zu sich und seiner Familie auf einen Tee ein.
Wieder fahre ich zurück zur Station. Noch ist mir alles etwas suspekt. Jedoch lässt bei mir seine überschwengliche Freundlichkeit jeden Zweifel verfliegen.
Da er den Tee erst noch machen muss, schenkt er mir Milch. Ich gehe zum Fahrzeug und schenke ihm 1/2l Schweizer Milch und 2 glückliche Schweizer Hühnereier. Erkläre ihm, wie man zusätzlich mit Mehl, Crêpes macht
Lange sitzen wir nun am Tee und berichten über dies und das. Das vorgefallene ist bereits vergessen...
Ich verspreche ihnen beim Abschied, auf der Rückfahrt der ganzen Familie Crêpes zu mache. Ich darf die Teile mitnehmen und dann zurückbringen, wenn ich wiederkomme. Quasi Leihteile
Glücklich bin ich über diese Begebenheit.
Was wäre aber gewesen, wenn er mich mit all dem Material eingeholt hätte?
Erklärungsnotstand. Ich mag nicht anlügen.
Hier habe ich gelernt, besser auf mein Herz zu hören.
Etwas weiter gefahren.
Um den wunderschönen Sonnenuntergang etwas besser sehen zu können, fahre ich direkt an den Strand.
Geniessen und ausspannen ist angesagt.
Viele Kilometer kann ich nicht mehr fahren. Am Wegesrand sind überall Wegweiser/Tafeln.
Glatt ignoriere ich sie fortan, weil man den Hinweis/die Richtungsangabe nicht mehr sehen kann. Weggerostet.
Nachtplatz, etwas ab von der Strasse gefunden. Direkt hinter ein par kleinen Hügeln. Ich sehe noch knapp zur Strasse, jedoch bin ich hier etwas verborgen.
Kurzer Blick aufs GPS um den Morgigen Tag etwas zu planen.
Erneuter Schreck!!!!
Ich befinde mich kurz vor einem Minenfeld. Klar habe ich dies im GPS verzeichnet. Jedoch schwimmen Minen teilweise bei starkem Regen. Hmmm. Das hingegen brauche ich jetzt nicht.
Zurückfahren ist nicht, ich sehe meine eigenen Spuren kaum. Hoffen!
Auf dem GPS sehe ich, dass es 12km südlich von mir ein Tödlicher Minenunfall gegeben hat.
Das rundet den Tag doch ab.
Es folgt eine fast schlaflose Nacht. Angst, was wird Morgen bei der Rückfahrt zur Strasse werden?