Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht gegen einen Einsatz. Aber ich bin dagegen wenn Innenpolitische Ziele in einem fremden Land erkämpft werden sollen.
Das wieder spiegelt meine Gedanken ganz gut.
http://bazonline.ch/ausland/naher-osten ... y/28414168
Was der ehemalige Aussenminister fragt finde ich halt schon wichtig. Was für ein Krieg soll es sein?
Eine Frage die ich mir auch stelle, um wie viele Islamisten handelt es sich eigentlich? Nur 800, 2000 oder doch 15'000?
Dann eine Überlegung zu dem ganzen 'Konstrukt' Islamistische Kämpfer.... Ich denke das ist mittlerweile mit der NATO zu vergleichen, ein wenig provokativ zugegeben.
Fasst jedes ärmliche Land auf der Erde in dem der Islam als Religion vor kommt bringt eine mehr oder wenig starke Armee oder zumindest Unterstützer des Islamischen Jihad hervor. Die sind alle Vernetzt untereinander. Sicher mit Al Kaida aber evtl. auch anderweitig. Trainiert wird in den unterschiedlichsten Ländern die Einsätze werden auch international geführt. Es gibt es sicher etwas wie eine 'politische' Führung und dann eine Militärische Führung. Das ganze ist relativ international. So ist ja auch in Mali nicht der Einheimisch Tuareg die grösste Bedrohung, sondern ausländische Kämpfer. Genau so in Syrien wo auch internationale Truppen der Islamisten die schlagkräftigste Truppe stellt.
Nun stellen wir uns vor dass westliche Truppen grosse Geländegewinne machen werden. Die Führung der Islamisten sieht die Lage als verloren. Die internationalen Kämpfer ziehen ab. Die Tuareg bleiben, wen oder was soll man jetzt Bombardieren?
Es wurde mal genannt dass jede Bewegung ausserhalb von Ortschaften aus der Luft bekämpft werden soll. Ist es aber nicht so dass viele Nomaden auch ausserhalb der Ortschaften unterwegs sind?
Meiner Meinung nach müsste man um auch die internationalen Kämpfer zu erwischen wirklich sehr grossflächig vorgehen. Aber auch am Boden. (Mir ist bewusst dass es eine Möglichkeit gibt die Strassen zu kontrollieren, dass es von denen nicht so viele gibt und deswegen auf dem Papier wenige Kontrollpunkte genügen was wenig Personal braucht. Aber praktisch gesehen werden sich die Kämpfer nicht an die Strassen halten und deshalb ist eine sehr grosse Fläche zu kontrollieren.) Dazu reicht bei der grösse des Einsatzgebietes 1000 Soldaten bei weitem nicht aus. Alles andere wird einfach das Problem verlagern. Ok, es gibt dann keine Kräfte mehr die gegen Bamako ziehen können. Aber 1. ist das Problem von einer fasst nicht existenten Malischen Armee gelöst, noch die Probleme dass es den Menschen vor Ort nicht wirklich gut geht. Von den Internationalen Kämpfern die wieder irgendwo anders in den Kampf ziehen wollen wir mal gar nicht reden.
Aus diesen Gründen glaube ich nicht dass es mit einem schnellen Luftkrieg und dann gehen wir mal nach Hause nicht getan ist. Deshalb glaube ich einfach dass es zwar richtig war die Islamisten am Vormarsch gegen Bamako zu stoppen. Aber dass es keinerlei Pläne gibt wie es weiter gehen soll. Denn wenn wirklich langfristig Ruhe sein soll muss man das ganze Gebiet gut kontrollieren. Aber wer soll das machen? Die Malier können das nicht.
Dann eine Frage, weshalb sollten ausländische westliche Soldaten die langfristig für Sicherheit sorgen sollen als Besatzer wahrgenommen? Ich denke jetzt weniger an Irak oder Afghanistan als Beispiele sondern an Bosnien oder Kosovo.
Grüsse Christian