In der Krisenregion Darfur im Westen des Sudan befinden sich ein von der UNO genutzter Helikopter und dessen Besatzung seit Tagen in der Gewalt von Rebellen. Der Helikopter hätte Hilfsgüter liefern sollen.
More than 100 people were killed in violent clashes on Saturday between two Arab tribes over land and cattle in Sudan’s East Darfur state, the two sides as local and national authorities remained silent on the incident. Conflict between the Rizeigat and the Maalia tribes broke out in the Kilaikil area located north of the state capital, Al Da’ain, which both groups claim as part of their territory. The conflict escalated after the Maalia claimed that five of their men were killed by members of the Rizeigat during the first week of August.
Bei Kämpfen zwischen arabischen Stämmen im Sudan sind mindestens hundert Menschen ums Leben gekommen. Der ethnische Konflikt eskaliert um Land- und Schürfrechte. Seit Monaten machen sich das Rezeigat-Volk und die rivalisierenden Maaliya in der Konfliktregion Darfur gegenseitig für Viehdiebstähle verantwortlich. Am Wochenende sind die Streitigkeiten eskaliert, berichtet die Zeitung "Sudan Tribune".
Auch wenn wir diesen Thread seit 3 Jahren nicht mehr "gefüttert" haben, so bedeutet dies nicht, dass der Konflikt in Darfur beigelegt ist. Im Gegenteil. Die Fülle an Nachrichten hierzu sprengt jedoch hier den Rahmen.
Heute ein Kommentar von Eric Reeves zum möglichen Chemiewaffen-Einsatz in Darfur. Amnesty prangert an, dass die Welt in diesem Konflikt wegsieht ...
Despite overwhelming evidence of Khartoum’s use of chemical weapons in the Jebel Marra region of Darfur (western Sudan), the international community seems to be quietly walking away from its responsibility to investigate. A report released on September 29 by Amnesty International contains numerous (and painfully similar) photographs of victims, interviews with victims and witnesses, and assessments by two experts in non-conventional weapons. The descriptions of the release of poisonous gases are relentlessly congruent detail; Amnesty relied on more than 250 interviews of people from the region in painting a larger picture of wholesale civilian destruction; 57 of these spoke directly to the issue of chemical weapons use in 32 different attacks. And the photographs.... They are simply soul-destroying in the human agony they reveal. U.S. Secretary of State John Kerry described the use of chemical weapons in Syria as a “moral obscenity.” Despite the authority of the Amnesty report, such language is conspicuously absent in the case of Darfur.
Nach 13 Jahren endete mit dem Jahreswechsel die UN-Friedensmission in der sudanesischen Krisenregion Darfur. Die Übergangsregierung in Khartum hatte um ein Ende der Mission gebeten ...
Mit dem Ende der Mission UNAMID (United Nations Mission in Darfur) gehe die Verantwortung für den Schutz von Zivilisten an die Regierung des Sudans über, teilten die Vereinten Nationen mit. Der UN-Sicherheitsrat hatte sich erst vor gut einer Woche auf die Einstellung der Mission zum 31. Dezember 2020 geeinigt. Mit dem Abzug von Personal und Ausrüstung soll gemäß der Resolution am Freitag begonnen werden; abgeschlossen sein soll sie am 30. Juni [...] viele Bewohner der Region fürchten ein Wiederaufflammen der Gewalt nach dem UNAMID-Abzug.
Um die Provinzhauptstadt El Geneina sind über 80 Menschen getötet worden. Es sind die blutigsten Kämpfe seit dem Ende der UN-Mission ...
In Sudans westlicher Region Darfur sind die schwersten Kämpfe seit dem offiziellen Ende der UN-Friedensmission Unamid Ende 2020 ausgebrochen. Nach lokalen Angaben sind in und um El Geneina, Hauptstadt der Provinz West-Darfur, seit Freitag 83 Menschen getötet und 160 verletzt worden. Die Kämpfe dauerten am Sonntag im Lager Abu Saran südlich der Stadt an, hieß es weiter. Am Freitag war in El Geneina Gewalt ausgebrochen, als ein arabischer Mann auf einem Markt im Lager Krinding für Binnenvertriebene der Volksgruppe der Massalit erstochen wurde. Am Samstag attackierten Hinterbliebene des Toten das Lager und brannten die meisten Häuser darin nieder
Der Darfur-Konflikt galt als gelöst, doch nach Unruhen zwischen Volksgruppen dominiert wieder Gewalt. Die UN hat ihre Militärmission beendet und agiert hilflos ...
Laut Mandat mussten die Blauhelme mit den staatlichen Sicherheitsorganen kooperieren. Zu denen gehören die Rapid Support Forces (RSF) unter dem Kommando von Mohammed Hamdan Dagalo, genannt "Hemeti". Hemeti, einst ein Schützling von Baschir, ließ seinen Herren während der Revolution fallen und zählt heute zu den mächtigsten Männern in Khartum. Hinter seinen RSF-Truppen stehen die Dschandschawid-Kämpfer, inzwischen in ordentlichen Uniformen und als offizieller Teil der Sicherheitskräfte. Hemetis Einheiten sind in der Hauptstadt omnipräsent, dominieren aber auch weiterhin ihre Hochburg Darfur. Dort sorgte ihre militärische Übermacht in den vergangenen Jahren für relative Ruhe. Allerdings mordeten, vergewaltigten und plünderten RSF-Einheiten auch immer wieder. Und so sehr die Darfuris die UNAMID-Truppen auch verachteten, so schockiert sind sie nun von der Aussicht, mit den ehemaligen "reitenden Teufeln" – so die Übersetzung für Dschandschawid – allein gelassen zu werden.