Libyen per Rad

Unterwegs zu Fuß, mit Kamel oder Muli, mit dem Drahtesel

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JefS
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Libyen per Rad

Beitrag von JefS »

Hallo,

auch wenn bisher alle Radreisenden empfohlen haben, für einen transit durch Libyen das Rad in ein Auto zu laden, möchte ich doch noch einmal hier nachfragen, ob jemand Erfahrung mit der Radpassage an der Küste entlang hat.
1) Ist die Ein-/Ausreise per Rad möglich?
2) Ist die Küstenstraße empfehlenswert oder zu stark befahren?
3) kann man auch mit dem rad auf Zuglinien umsteigen?

Beste grüße
daniel
Kuno
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Kuno »

1) Ja, warum nicht?
2) Teils teils. Auf jeden Fall hast du lange Geradeausstrecken. Bei Gegenwind sind sie noch viel laenger!
3) Kommt darauf an, wann du reisen willst. Die Eisenbahnen sind erst im Bau...
Birgitt
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Birgitt »

Hallo Daniel,

herzlich willkommen bei uns im Wüstenschiff-Forum.

Bezüglich deiner Fragen schau bitte auch einmal :arrow: hier

Gruß
Birgitt
JefS
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von JefS »

zur Einreise habe ich nur gefragt, da es vorkommen kann, dass eine Einreise per Rad über bestimmte Grenzübergänge nicht möglich ist - z.b. in Russland.

@ Birgitt: Danke für die Verlinkung
Kuno
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Kuno »

Ist mir nicht bekannt, dass die Libyer an den beiden Grenzeingaengen Restriktionen bezueglich der Fahrzeuge haetten bzw. dass sie Fahrraeder nicht reinlassen wuerden.

Die letzten Biker von 'Ausserhalb' sind mir begegnet, als ich noch in Benghazi war. Hatten nicht nur Spass, die beiden. Vor allem der mit der gebrochenen Felge aus unzerbrechlichem Science-Fiction-Material :wink:

Ist nun aber schon einige Jahre her...

Wie das dann mit dem 'Obligatorischen Begleiter' laeuft waere noch eine interessante Sache. Denke, dass da wohl einer in einem PKW hinter dir herzuckelt. Relativ lustlos natuerlich. Und irgendwann, in der grossen Sirte bei starkem Gegenwind wid er dich ueberzeugen, dass du doch besser dein Rad bei ihm in den Kofferraum packst :mrgreen:
Bäärti
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Bäärti »

JefS hat geschrieben: ... auch wenn bisher alle Radreisenden empfohlen haben, für einen Transit durch Libyen das Rad in ein Auto zu laden ...
Hoi Daniel - kluge Leute, glaub ihnen... :mrgreen:


Gruss Bäärti


.
Wolfgang K
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Wolfgang K »

Hm, ich bin ja auch begeisterter Radfahrer, aber zumindest die Küstenstraße von Ben Guerdane bis ein Stück hinter Tripolis würde ich wirklich meiden. Evtl lieber ein Stück mit dem Auto nach Süden und dann durch den Jebel Nafusa und hinter Misrata an die Küste ?

Es ist derzeit nicht klar ob und wie viele Begleiter Ihr mitnehmen müßt, aber richtet Euch darauf ein. Dann habt Ihr eh ein "Zwangs-" Begleitfahrzeug. Dementsprechend könnt Ihr streckenweise und spontan entscheiden ob Ihr die Räder einladet.

Wann wollt Ihr denn fahren ?
Kuno
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Kuno »

Bei den Radfahrern ist es ja aehnlich wie bei den Auto- und Mopedfahrern. Was zaehlt sind die Fotos, die mn nach Hause bringt. Ob man nun dazwischen wirklich alles selber strampelt muss man ja dann im 'Blog' nicht sooooo direkt kundtun. Saetze wie "wir durchquerten die eher langweilie Sirte" sind ja auch dann noch wahr, wenn man das Velo hinten auf dem Pickup hatte 8)

Ansonsten: So ein Gefaehrt ist in Libyen die absolute Ausnahme. Gilt als Kinderspielzeug, allenfalls noch das klapprige Fortbewegungs vom Nachbarn seinem 'Hausangestellten dunklerer Praegung'.

Erregt bestimmt mehr Aufmerksamkeit (und Sympathie) als ein aufgemotzter Cruiser mit bunten Expeditionsklebern 8)
JefS
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von JefS »

@wolfgang
Ich mach die Tour wohl alleine. Konnte bisher keine Mitfahrer motivieren und habe mit Touren alleine reisen bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

Start soll September/Oktober 2010 sein.

Ich habe auch kein Problem damit, einige Abschnitte (oder auch die gesamte libyen-Passage) im Auto zu verbringen. Geld ist ein wichtiger Punkt und im Zweifelsfall würde ich die billigere Variante vorziehen - was mich zur nächsten Frage führt: Wie teuer ist ein Mietwagen/Begleiter bzw. ist es billiger, als die Kosten für den Führer für eine längere Radpassage?

Und eine letzte Liste von Fragen/Feststellungen, die das Fazit anderer Forenthemen bilden (bitte nur kurz abnicken)
1) Einzelreisen sind immer noch offiziell verboten, aber praktisch machbar, wenn man sich an die richtigen Leute wendet?
2) begleiter obligatorisch, und daran kann man auch nichts machen?
3) Visum bekommt man nur persönlich und nicht mehr über den Visaservice von z.B. Herrn Ben-Mansur?
4) Im Winter kommt der Wind meistens aus dem Süden?
Kuno
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Kuno »

1) Einzelreisen sind immer noch offiziell verboten, aber praktisch machbar, wenn man sich an die richtigen Leute wendet?
Kenne dazu keine off. Definition. War bis jetzt wohl machbar.

2) begleiter obligatorisch, und daran kann man auch nichts machen?
Standartfrage eines jeden, der nach LY reist. Ist zur Zeit so.

3) Visum bekommt man nur persönlich und nicht mehr über den Visaservice von z.B. Herrn Ben-Mansur?
Kenne Herrn Ben-Mansur nicht. Aber die aktuelle Situation ist die, dass du bei der LY Botschaft im Land wo du resident bist dein Visum abholn darfst.

4) Im Winter kommt der Wind meistens aus dem Süden?
Du folgst der Kuestenstrasse. Da hast du eher mit dem Wind vom Meer her zu kaempfen. Feucht. Nass. Salzig.
Wolfgang K
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Wolfgang K »

Eigentliche Leihwagen gibt es nicht in Libyen. Das ist dann immer der Agentur"begleiter" und noch ein Fahrer, wenn er vor lauter Begleiten nicht zu fahren kommt. Preis 70 - 100 € am Tag + 1 Tag Rückreise von der Genze.

Punkte 1) und 2) sollten eingentlich nicht mehr gelten, da für Europäer ja jetzt die gleichen Bedingungen wie für Libyer gelten :lach:
3) JA, aber wer hat dir denn den Herrn Mansur empfohlen ? Das kleine Visum gab es bis Mai an der Grenze.
4) Die Windrichtung für den Herbst ist einfacher vorherzusagen als das was in 2-3 Monaten zu den Punkten 1 - 3 gilt, aber noch nicht mal die kann ich verbindlich vorhersagen.

Es wird noch bis Saisonbeginn dauern, bis sich alles geklärt hat. Inshalla.

Grüße
Wolfgang
Kuno
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Kuno »

Wolfgang.

Autos kann man in LY sehr wohl mieten. Auch ohne Fahrer. Aber wer faehrt dann mit dem Fahrrad.

Aber ich frage mich nunmittlerweile, warum JefS denn unbeding LY durchqueren will, wenn er eh bereit ist alles mit dem Auto zu machen. Braucht's ja kein Fahrrad mehr. Auf der Aegyptenseite geht es ja dann auch wieder ziemlich nur geradeaus.... warum nicht gleich nach Kairo fliegen

JefS; stell' uns doch mal deine Route in groben Zuegen vor...
Wolfgang K
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Wolfgang K »

Kuno hat geschrieben:Wolfgang.

Autos kann man in LY sehr wohl mieten. Auch ohne Fahrer.
Als nicht "Resident" ? Aber wohl nur in Tripoli odre ?
Was man hier alles erfährt 8)
Kuno
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von Kuno »

...sind allerdings keine Gelaendewagen...
JefS
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Re: Libyen per Rad

Beitrag von JefS »

Zu den offenen Fragen:
Das rad sollte natürlich in das Auto verladen werden.
Zu meiner Strecke: Leipzig-Freiburg-Marseille-Fähre nach Tunis- alles die Küste entlang bis Alexandria-den Nil runter-Fähre bis Wadi Halfa-evtl.die Strecke bis Dongola mit dem Zug überbrücken (mal schauen wie die Staudammrebellion weitergeht)-Khartoum-Gondar-Addis-Moyale-Meru-Eldoret-Kampala.
Ursprünglicher Plan war es, bis Piräus zu fahren und dann eine Fähre nach Port Said zu nehmen. Fähren fahre keine mehr und werden wohl auch in nächster zeit nicht fahren. Tunis ist deswegen die östlichste Fährenoption, was mich an Libyen bindet.

Die Flieger-Option ist natürlich auch möglich. Allerdings kenne ich Nordafrika kaum - war bisher nur in Marokko. Aber als Alternative steht der Flieger noch im Raum, falls Libyen zu teuer werden sollte.

Von Herrn Mansur habe ich eine Mail erhalten, nachdem ich mich mit fragen an die libysche Botschaft gewandt habe. Wurde wohl direkt von dort weitergeleitet. An anderer Stelle hier im Forum wurde er ja auch schon erwähnt (und nicht negativ, wenn ich mich erinnere).
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