Variantenvergleich An- und Rückreise nach und von Marokko

Schiffs- und Fährverbindungen mit Fahrzeugbeförderung zu den jeweiligen Regionen.

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Rocky
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Variantenvergleich An- und Rückreise nach und von Marokko

Beitrag von Rocky »

Variantenvergleich An- und Rückreise nach und von Marokko
Ein praktischer Vergleich von 3 Teams, welche mit Ihren Fahrzeugen auf 3 verschiedenen Routen von Nordmarokko nach D bzw. Norditalien heimreisen.

Seit Jahrzehnten gibt es Überlegungen und Diskussionen welche Routen für die An- und Abreise nach Marokko sinnvoller sind.

Ich habe die Fährverbindung zwischen Sete und Tanger bereits selbst mehrfach genutzt, sowohl mit Geländewagen als auch mit 4x4-Wohnmobil. Und auch die kurzen Fährstrecke von Ceuta nach Algeciras und den dann langen Landweg nach D auf Autobahnen habe ich schon hinter mir.
Beides hat Vor und Nachteile.

Man kann von D nach Genua, Marseille oder Sete und von da mit der Fähre nach Nordmarokko fahren. Oder den langen Landweg durch F und E und dann mit der Fähre von Almeria oder Ageciras nach Nordafrika fahren.
Mit der Fähre ab I oder F bedeutet höhere Fährkosten und 1,5…2d an Bord. Nicht jeder fährt gerne mit dem Schiff. Aber man kann sich die ganze Zeit ausruhen, Getränke mit Schirmchen genießen, Lesen, an Küste oder aufs Wasser schauen, mit Mitreisenden quatschen, vielleicht Mitreisende für einige Tage in MA finden usw, solange die See ruhig ist. Die Fähren sind nicht immer in einem nach westeuropäisch sauberen und ordentlichen Zustand usw.
Durch E hat man höhere Sprit-, Wartungs- und Mautkosten sowie Übernachtungskosten. Man sitzt am Tag 10…12…15h hinter dem Steuer, das 1,5…2d o.ä. mehr als mit der Fähre. Das schlaucht und nervt manche.

Im Rahmen einer Motorsportveranstaltung in MA, bei der ich Orgamitglied war, konnte ich mittels den Errungenschaften der modernen Mikroelektronik -also Livetrackingsystemen- 3 Teams bei der Rückreise parallel beobachten.

Namen o.ä. werde ich nicht nennen. Nennen wir sie Team1, Team2 und Team3. Alle 3 Teams fuhren ähnliche Geschwindigkeiten so um die 100km/h.

Team1 fuhr mit einem Allradwohnmobil die Strecke Tanger-Med – Sete und dann weiter in F über die A7 und A9 nach Genf, dann Zürich und nach Lindau.

Team2 fuhr mit Hängerzug die Strecke Ceuta – Algeciras und dann weiter die spanische A66, A62 weiter nach Bordeaux, N70, A6, A36 und erreichte bei Neuenburg am Rhein die deutsch A5.

Team3 fuhr mit Hängerzug die Strecke Nador – Almeria und dann immer parallel zur spanischen, französischen und italienischen Mittelmeerküste bis nach Genua und dann noch etwas nördlich.

Alle 3 Teams fuhren am Abend des Tag 1 mit der Fähre innerhalb 1…2h aus MA ab. Am Mittag des Tag 2 hatten die durch Spanien fahrenden Teams 2 und 3 trotz Übernachtung in Spanien Team1 (auf dem Seeweg Tanger – Sete parallel unterwegs) überholt. Am Abend von Tag 2 hatte Team2 im Norden Spaniens eine zweite Übernachtung und noch eine weitere am Tag 3 in Frankreich. Team3 fuhr ab Tag 2 bis in den Norden Italiens durch.

Als Team1 am Tag 3 gegen 09:45h in Sete ankam und von der Fähre rollte, lag Team2 ca. 4h zurück und Team3 war ca. 4h zuvor an Sete vorbei gefahren.

Team1 erreichte am Abend von Tag 3 die deutsche Grenze bei Lindau am Bodensee.

Team2 erreichte an Tag 4 gegen Mittag die deutsche Grenze bei Neuenburg am Rhein damit die deutsche A5.

Team3 war am Tag 3 gegen Mittag zu Hause.

Wer es eilig hat und wo sich die Fahrer abwechseln, die sind schneller auf dem Landweg. Aber die sind mindesten 1,5…2d o.ä. mehr auf der Straße, haben keine Ruhe geschweige Urlaub und sind entsprechend gestreßt und genervt.

Ich konnte bei den Teams an Land jederzeit sehen wo sie sind, vor welchen Gebäuden sie parken (auch in MA), wann sie losfahren, wo sie tanken, pausieren usw.
Im Rahmen einer Motorsportveranstaltung dient dies der Sicherheit der Teilnehmer und Orga falls sie Hilfe benötigen (egal ob technische bzw medizinische Hilfe oder durch Polizei usw), sowie der Einhaltung des Reglement und der Zeiterfassung für die Motorsportveranstaltung.

Bedenklich sind die zukünftigen Möglichkeiten der Fahrzeughersteller, KFZ-, Lebens-, Renten- und Kranken-Versicherer, gegnerische Anwälte, Werbeindustrie, Behörden wie Polizei, Geheimdienste oder Finanzamt mit solchen Daten aus vollvernetzten smarten Fahrzeugen.


Gruß
Ste
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Registriert: Di 23. Feb 2016, 14:00

Re: Variantenvergleich An- und Rückreise nach und von Marokk

Beitrag von Ste »

Kannst du noch etwas zu den Kosten der unterschiedlichen Routen sagen? (Fähre/Maut/Sprit/Übernachtung an Bord/Hostel)
Rocky
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Registriert: So 16. Mär 2008, 17:34
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Re: Variantenvergleich An- und Rückreise nach und von Marokk

Beitrag von Rocky »

Nein.

Da spielen zu viele Variable rein. Wann fährst Du, wann buchst Du, womit fährst Du (kleiner Jimny oder MAN-KAT-Womo), wie hoch, wie breit, wie lang, Innenkabine 4-Bett, Außenkabine 2-Bett, Übernachtung im Busch, Übernachtung im *****+, selbstgemachte Stullen oder teures Restaurant, usw. usf.

Es ging mir lediglich um den Vergleich bzgl. der Zeit. Und selbst da spielen schon viele Variable rein.


Gruß
dschirr
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Registriert: Fr 14. Mai 2010, 12:54

Re: Variantenvergleich An- und Rückreise nach und von Marokk

Beitrag von dschirr »

Hallo,

ist mal ein interessantes Vergleich [emoji3].
Ich persönlich habe mich an die Landroute mittlerweile gewöhnt, wobei wir die ganz lange Route über Tarifa meist wählen. Vorteil, die wenigste Zeit auf dem Schiff [emoji854].

Gruß

Dirk
scramer
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Re: Variantenvergleich An- und Rückreise nach und von Marokk

Beitrag von scramer »

nieeee wieder die Landroute....gerade auf der Rückfahrt zieht sich das wie ein ganz alter Kaugummi...mit nem Wohnmobil vllt egal, aber mit nem Auto und großen Motorradanhänger wie bei mir damals sehr anstregend.
Dann lieber Füße hoch auf der Fähre (Wetter ist mir egal ;-) ) und ein paar Bierchen schlürfen und mit Glück noch etwas brauner werden :-D
"Das Beste, was man vom Reisen nach Hause bringt, ist die heile Haut" (persisches Sprichwort)
-------------------------------
"Umwege erweitern die Ortskenntnis" (Tocholsky)
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Hans Peter
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Re: Variantenvergleich An- und Rückreise nach und von Marokk

Beitrag von Hans Peter »

Fähren von Spaniens Südküste nach Marokko und zurück

Aktuelle Informationen von zwei Reisen in einem Jahr 2018 und 2019
mit einem VW Bus T3 Hochdach und zwei Erwachsenen

Reiseroute von Norddeutschland nach Algeciras möglichst stressfrei und kostengünstig:

1. Tag: von zu Hause bis Freiburg im Breisgau, ca. 700 km, 10 Stunden AB
2. Tag: Freiburg bis Nimes, Frankreich, ca. 700 km, 11 Stunden, kostenlose AB bei Belfort und Lyon
3. Tag: von Nimes bis Sagunt bei Valencia, ca. 700 km, 10 Stunden, AB um Barcelona ca. 5 Euro
4. Tag: von Sagunt bis Algeciras, ca. 700 km, 11 Stunden, kostenlose Autovia

Die Dieselpreise lagen bei ca. 1,20 Euro in Deutschland und Spanien und bei 1,40 Euro in Frankreich,
dort musste nur eine geringe Menge hinzugetankt werden, sodass die Kosten für Diesel etwa 350 Euro betrugen.

Folgende Fähren verkehren von Südspanien nach Marokko:

Almeria – Nador, polizeiliche Abfertigung an Bord der Fähre, Zollabfertigung (Carnet ATA) in Almeria

Almeria – Melilla, innerspanische Verbindung, keine Zollabfertigung (Handelsgrenze) in Melilla

Motril – Nador, polizeiliche Abfertigung an Bord der Fähre, Zollabfertigung (Carnet ATA) in Motril

Motril – Alhoceima, polizeiliche Abfertigung an Bord der Fähre, Zollabfertigung (Carnet ATA) in Motril

Motril – Melilla, innerspanische Verbindung, keine Zollabfertigung (Handelsgrenze) in Melilla

Malaga – Melilla, innerspanische Verbindung, keine Zollabfertigung (Handelsgrenze) in Melilla

Algeciras – Ceuta, innerspanische Verbindung, keine Zollabfertigung (Handelsgrenze) in Ceuta

Algeciras – Tanger Med, polizeiliche Abfertigung an Bord der Fähre, Zollabfertigung (Carnet ATA) in Algeciras

Tarifa – Tanger Ville, polizeiliche Abfertigung an Bord der Fähre, keine Zollabfertigung in Tarifa

Das Carnet ATA ist ein Zolldokument der Industrie- und Handelskammern für die kostenlose zeitweise Einfuhr eines Touristenfahrzeugs in den Senegal und ersetzt das wesentlich teurere Carnet de Passages en Douane der Automobilclubs.

Folgende Preise bezahlten wir für die Tickets:

Tarifa – Tanger Ville – Tarifa ( Oktober/November 2015) 220 Euro -- zu teuer? :roll:

Almeria – Melilla (Februar 2018) 135 Euro

Ceuta – Algeciras (April 2018) 109 Euro

Algeciras - Tanger Med – Algeciras (Dezember 2018/Januar 2019) 180 Euro

Tickets kauften wir stressfrei bei folgenden Agenturen:

In Almeria im Hafengebäude, dort haben verschieden Agenturen ihre Büros

In Algeciras bei der Agentur von Carlos Gutierrez im Vorort Barrios hinter dem
Supermarkt Carrefour bei der AB Abfahrt 112

In Ceuta bei der Einfahrt in den Hafenbereich direkt am Kontrollhäuschen der Transmediterranea

In Tarifa im Agenturhäuschen an der Nationalstrasse, Abfahrt nach Tarifa, vor dem Lidl Markt

Die Hafenbereiche von Almeria, Melilla, Ceuta, Tanger Med, Tanger Ville und Tarifa waren frei von Schleppern und stressenden „Helfern“, in Algeciras waren Personen anwesend, die versuchten, uns in Verkaufsagenturen zu locken/zu begleiten und mit Falschaussagen zu höheren Kosten zu verleiten. An verschiedenen Verkaufsagenturen auf dem Weg nach Algeciras versuchten Ticketverkäufer uns aufdringlich zu stoppen.

Die Ticketpreise sind in den vergangenen Jahren nach meinen Recherchen in den
Berichten anderer Reisender recht stabil geblieben.
allzeit Gute Fahrt
wünscht euch HPH
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