Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
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Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Hallo mitenand
Ich bin neu hier im Forum, also bitte um konstruktive Kritik, sollte etwas nicht den Anforderungen entsprechen.
Seit Tagen kämpfe ich mich durch das Thema Fährenverbindung von Europa nach Ostafrika durch.
Mein Ziel ist es, von Europa nach Südafrika zu fahren.
Wer hat aktuelle Erfahrungsberichte, Ideen und Vorschläge wie ich mein Auto auf die andere Seite bringe, seriöse / zahlbare Redereien etc.
Natürlich käme die Verbindung Spanien - Marokko auch in Frage, wenn diese dann wiedermal offen wäre.... Aber da ist meine Angst gross, nachher in Marokko fest zu sitzen. Jmd. das erst gerade kürzlich gemacht?
Bin für alle aktuellen Erfahrungen und Tipps dankbar!
Merci!
Ich bin neu hier im Forum, also bitte um konstruktive Kritik, sollte etwas nicht den Anforderungen entsprechen.
Seit Tagen kämpfe ich mich durch das Thema Fährenverbindung von Europa nach Ostafrika durch.
Mein Ziel ist es, von Europa nach Südafrika zu fahren.
Wer hat aktuelle Erfahrungsberichte, Ideen und Vorschläge wie ich mein Auto auf die andere Seite bringe, seriöse / zahlbare Redereien etc.
Natürlich käme die Verbindung Spanien - Marokko auch in Frage, wenn diese dann wiedermal offen wäre.... Aber da ist meine Angst gross, nachher in Marokko fest zu sitzen. Jmd. das erst gerade kürzlich gemacht?
Bin für alle aktuellen Erfahrungen und Tipps dankbar!
Merci!
- Achim Vogt
- Moderator
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- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Hallo Ilashina,
willkommen im Wüstenschiff! Es gibt keine speziellen Anforderungen und die Mitglieder bemühen sich nach Kräften, mit praktischen Ratschlägen zu antworten.
Dein Thema ist ein immer wiederkehrendes und lässt sich nicht leicht beantworten.
1) Nach Marokko sind Fähren unterwegs, allerdings von Frankreich und Italien und derzeit aus politischen Gründen noch nicht wieder von Spanien. Das wäre dann allerdings der Norden Westafrikas und da gibt es dann zur Zeit die Probleme der Weiterfahrt über Mauretanien nach Senegal, da die mauretanischen Landgrenzen offiziell noch geschlossen sind. Grundsätzlich ist Westafrika noch sehr schwierig, weil zahlreiche Landgrenzen (Togo, Benin, Nigeria, Kamerun) noch unklar oder ganz geschlossen sind.
2) Es gibt einen Unterschied zwischen Fähren (auf die Du Dein Auto in der Regel selbst rauffahren und dann auch als Passagier selbst mitfahren kannst) und Frachtreedereien, mit denen Du Dein Fahrzeug verschiffst (entweder im Container oder RoRo), aber in der Regel (wesentliche Ausnahme im RoRo-Bereich ist, wenn sie fährt, Grimaldi nach Südamerika oder Israel) nicht selbst mitfahren kannst.
3) Die einzige Fähre von Bedeutung (ebenfalls zur Zeit unterbrochen) auf der östlichen Seite ist die vom Iran in die Vereinigten Arabischen Emirate. Von Dubai müsstest Du dann aber immer noch nach Ostafrika weiterverschiffen. Fähren von Europa nach Ostafrika - das war ja die ursprüngliche Frage - gibt es nicht, Du kannst lediglich verschiffen. Mombasa und Dar es Salaam waren früher sehr schwierig im Handling bei der Ankunft, weshalb die meisten Traveller lieber gleich nach Südafrika verschifft haben. Inzwischen scheint das aber, zumindest für Mombasa, besser geworden zu sein. Djibouti, normalerweise auch eine Alternative, fällt wegen des Krieges und der geschlossenen Grenzen in und nach Äthiopien derzeit aus.
4) Das Nadelöhr auf der Ostroute ist zur Zeit - und vermutlich noch auf absehbare Zeit - Äthiopien. Deshalb macht es momentan wenig Sinn, für teures Geld nach Ägypten zu verschiffen (auch das Carnet ist für Ägypten - und Iran - teurer als für andere Länder) und dann von Port Sudan noch einmal teuer nach Mombasa weiterverschiffen zu müssen. Die direkte Verschiffung nach Ostafrika dürfte da preislich interessanter sein.
5) Last but not least: viele Beiträge, auch hier im Forum, beschäftigen sich mit dem Risiko der RoRo-Verschiffung, weil hier das Risiko des Diebstahls erheblich ist, sofern Du die Wohnkabine nicht separat abschließen kannst.
Viel Erfolg bei der weiteren Planung!
Achim
willkommen im Wüstenschiff! Es gibt keine speziellen Anforderungen und die Mitglieder bemühen sich nach Kräften, mit praktischen Ratschlägen zu antworten.
Dein Thema ist ein immer wiederkehrendes und lässt sich nicht leicht beantworten.
1) Nach Marokko sind Fähren unterwegs, allerdings von Frankreich und Italien und derzeit aus politischen Gründen noch nicht wieder von Spanien. Das wäre dann allerdings der Norden Westafrikas und da gibt es dann zur Zeit die Probleme der Weiterfahrt über Mauretanien nach Senegal, da die mauretanischen Landgrenzen offiziell noch geschlossen sind. Grundsätzlich ist Westafrika noch sehr schwierig, weil zahlreiche Landgrenzen (Togo, Benin, Nigeria, Kamerun) noch unklar oder ganz geschlossen sind.
2) Es gibt einen Unterschied zwischen Fähren (auf die Du Dein Auto in der Regel selbst rauffahren und dann auch als Passagier selbst mitfahren kannst) und Frachtreedereien, mit denen Du Dein Fahrzeug verschiffst (entweder im Container oder RoRo), aber in der Regel (wesentliche Ausnahme im RoRo-Bereich ist, wenn sie fährt, Grimaldi nach Südamerika oder Israel) nicht selbst mitfahren kannst.
3) Die einzige Fähre von Bedeutung (ebenfalls zur Zeit unterbrochen) auf der östlichen Seite ist die vom Iran in die Vereinigten Arabischen Emirate. Von Dubai müsstest Du dann aber immer noch nach Ostafrika weiterverschiffen. Fähren von Europa nach Ostafrika - das war ja die ursprüngliche Frage - gibt es nicht, Du kannst lediglich verschiffen. Mombasa und Dar es Salaam waren früher sehr schwierig im Handling bei der Ankunft, weshalb die meisten Traveller lieber gleich nach Südafrika verschifft haben. Inzwischen scheint das aber, zumindest für Mombasa, besser geworden zu sein. Djibouti, normalerweise auch eine Alternative, fällt wegen des Krieges und der geschlossenen Grenzen in und nach Äthiopien derzeit aus.
4) Das Nadelöhr auf der Ostroute ist zur Zeit - und vermutlich noch auf absehbare Zeit - Äthiopien. Deshalb macht es momentan wenig Sinn, für teures Geld nach Ägypten zu verschiffen (auch das Carnet ist für Ägypten - und Iran - teurer als für andere Länder) und dann von Port Sudan noch einmal teuer nach Mombasa weiterverschiffen zu müssen. Die direkte Verschiffung nach Ostafrika dürfte da preislich interessanter sein.
5) Last but not least: viele Beiträge, auch hier im Forum, beschäftigen sich mit dem Risiko der RoRo-Verschiffung, weil hier das Risiko des Diebstahls erheblich ist, sofern Du die Wohnkabine nicht separat abschließen kannst.
Viel Erfolg bei der weiteren Planung!
Achim
Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Hallo ilashina,
Wir arbeiten am gleichen plan und sind bereits unterwegs .
Es gibt ein Frachtschiff (RoRo) von türkei(iskenderun) über Ägypten-Saudi arabien nach kenia(mombasa).
Messina Lines! uns als Privatkunden wollen die aber nicht bedienen. Wir haben den Agenten Mario Gomez in Hamburg gebeten ein Angebot einzuholen und das klappte auch.
Für unseren lkw (nicht containertauglich) wären es von Türkei nach mombasa:
Fracht 4600€
Hafen iskenderun 600€
Hafen mombasa 900€
Uns sind die vielen angesteuerten Häfen nicht angenehm, weil es das Beschädigung/einbruchrisiko erhöht.
Wir warten jetzt auf die „anstehende“ Öffnung Irans, dann auf die hoffentliche Aufnahme des fährbetriebes Iran-VAE. Dann könnten wir von Saudi nach Sudan ( wenn sich die Äthiopien Situation wieder entspannt) oder dem oben erwähnten Frachtschiff von saudi (Jeddah) nach mombasa ohne Zwischenstopps.
Gruß René
Wir arbeiten am gleichen plan und sind bereits unterwegs .
Es gibt ein Frachtschiff (RoRo) von türkei(iskenderun) über Ägypten-Saudi arabien nach kenia(mombasa).
Messina Lines! uns als Privatkunden wollen die aber nicht bedienen. Wir haben den Agenten Mario Gomez in Hamburg gebeten ein Angebot einzuholen und das klappte auch.
Für unseren lkw (nicht containertauglich) wären es von Türkei nach mombasa:
Fracht 4600€
Hafen iskenderun 600€
Hafen mombasa 900€
Uns sind die vielen angesteuerten Häfen nicht angenehm, weil es das Beschädigung/einbruchrisiko erhöht.
Wir warten jetzt auf die „anstehende“ Öffnung Irans, dann auf die hoffentliche Aufnahme des fährbetriebes Iran-VAE. Dann könnten wir von Saudi nach Sudan ( wenn sich die Äthiopien Situation wieder entspannt) oder dem oben erwähnten Frachtschiff von saudi (Jeddah) nach mombasa ohne Zwischenstopps.
Gruß René
Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Der hier von mir zitierte Satz ist goldrichtig. Kein Verschiffungsunternehmen, sei es SEABRIDGE oder das hier werbende KFZ-Verschiffungsunternehmen gibt eine Garntie, daß das Auto unverehrt am Ziel ankommt; das hat mich bis jetzt immer davon abgehalten zu verschiffen.-Afrobil hat geschrieben: . . . Uns sind die vielen angesteuerten Häfen nicht angenehm, weil es das Beschädigung/einbruchrisiko erhöht.
Ich kenne sehr viele Mobilisten, deren Mobile aufgebrochen und ausgeräumt wurden, das möchte ich mir nicht antun.
Wer's trotzdem probieren möchte, good luck!
Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Hallo,
ich bin hier ebenfalls neu auf der website und hoffe, daß ich hier im richtigen Forum bin.
Ich möchte ab August von Europa aus möglichst mit dem Schiff nach Afrika reisen und mich dann im Osten des Kontinents langsam bis nach Südafrika durchschlagen.
Ich finde im Netz allerdings überhaupt keine Möglichkeit, mit dem Schiff überzusetzen, außer nach Marokko, aber von dort käme ich auf dem Landweg nicht nach Algerien, soweit ich weiß. Gibt es tatsächlich keine Möglichkeit, mit dem Schiff und auf dem Landweg nach Ägypten zu reisen? Und wie sieht es mit der Route Italien, Libyen (ggf auch mit Journalistenvisum), Ägypten aus? Über Israel nach Ägypten wird es ja auch schwierig, weil man durch Syrien müßte. Kann mir jemand weiterhelfen?
Für die weitere Route entlang der Ostküste habe ich dann bestimmt auch noch viele Fragen, aber ich fange mal mit der Verbindung von Europa nach Afrika an.
Ich bin dankbar für alle Tips und Hinweise.
Liebe Grüße aus Köln,
Navid
ich bin hier ebenfalls neu auf der website und hoffe, daß ich hier im richtigen Forum bin.
Ich möchte ab August von Europa aus möglichst mit dem Schiff nach Afrika reisen und mich dann im Osten des Kontinents langsam bis nach Südafrika durchschlagen.
Ich finde im Netz allerdings überhaupt keine Möglichkeit, mit dem Schiff überzusetzen, außer nach Marokko, aber von dort käme ich auf dem Landweg nicht nach Algerien, soweit ich weiß. Gibt es tatsächlich keine Möglichkeit, mit dem Schiff und auf dem Landweg nach Ägypten zu reisen? Und wie sieht es mit der Route Italien, Libyen (ggf auch mit Journalistenvisum), Ägypten aus? Über Israel nach Ägypten wird es ja auch schwierig, weil man durch Syrien müßte. Kann mir jemand weiterhelfen?
Für die weitere Route entlang der Ostküste habe ich dann bestimmt auch noch viele Fragen, aber ich fange mal mit der Verbindung von Europa nach Afrika an.
Ich bin dankbar für alle Tips und Hinweise.
Liebe Grüße aus Köln,
Navid
- Achim Vogt
- Moderator
- Beiträge: 2853
- Registriert: Fr 2. Jan 2009, 19:32
- Wohnort: Kampala / Uganda
Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Lieber Navid,
herzlich willkommen im Wüstenschiff!
Deine Frage habe ich oben ja bereits ansatzweise beantwortet.
Es gibt derzeit keine Überfahrt auf der östlichen Seite, bei der Du selbst mitfahren kannst! Wann das wieder der Fall sein wird, ist derzeit nicht absehbar. Hier sind Deine Möglichkeiten:
1.) Von Spanien, Frankreich oder Italien verkehren Autofähren nach Algerien und Tunesien. Die Weiterfahrt von dort aus östlich über Libyen nach Ägypten ist nach meiner Kenntnis für Individualreisende derzeit unmöglich. Das gilt für die Landgrenze Algerien - Tunesien und vor allem Libyen - Ägypten.
2.) Du kannst Dein Fahrzeug nach Alexandria verschiffen, aber nicht selbst mitfahren. In meinem Post oben hatte ich noch von der wegen des Krieges geschlossenen Grenze nach Äthiopien geschrieben. Hier gibt es aktuell Entwicklungen, die allerdings noch nicht verbürgt sind, weshalb ich die offenbar wieder geöffnete Grenze von Sudan nach Äthiopien bisher nicht erwähnt habe. Sollte dies der Fall sein, wäre die Ostroute wieder in Gänze zu befahren. Allerdings (siehe oben) ist das Carnet für Ägypten sehr teuer.
3.) Die in der Vergangenheit viel genutzten Autotransporter von Grimaldi nach Israel nehmen bis auf weiteres keine Passagiere mit! Die zweite Option nach Israel, mit Salamis von Griechenland aus, funktioniert anders als in der Vergangenheit ebenfalls nur ohne Passagiere. Die Weiterfahrt ist sehr schwierig, vor allem wegen der beständigen Unsicherheit, ob Allradfahrzeuge den Sinai durchqueren dürfen.
4.) Vielfach genutzt ist die Strecke von der Türkei in den Iran (Achtung: auch dort ist das Carnet sehr teuer!) und von dort mit der Fähre in die Vereinigten Arabischen Emirate. Zur Zeit musst Du als Passagier ebenfalls fliegen, das könnte sich aber wieder ändern. Von den Emiraten geht es dann entweder direkt oder mit dem Umweg über Oman nach Saudi-Arabien und von dort weiter in den Sudan.
5.) In den vergangenen Wochen gab es vereinzelt Reisende, die vom Südwesten des Iran aus nach Basra im Irak und von dort über Kuwait weiter nach Saudi-Arabien gefahren sind. Dies ist allerdings nur etwas für Hartgesottene und Erfahrene. Sollte Dein Name ein Indiz dafür sein, dass Du Farsi sprichst, kann das eine Erleichterung sein. Allerdings solltest Du beachten, dass insbesondere Doppelstaatler zuletzt große Probleme bei Reisen in den Iran gehabt haben. Dies gilt auch für Privatpersonen (also nicht nur Wissenschaftler oder Journalisten).
Ich hoffe, das gibt Dir die wichtigsten Infos für Deine weitere Planung. Schreib gerne, wenn es klappt und wie es Dir ergeht - das kann für nachfolgende Reisende außerordentlich nützlich sein!
Viele Grüße
Achim
herzlich willkommen im Wüstenschiff!
Deine Frage habe ich oben ja bereits ansatzweise beantwortet.
Es gibt derzeit keine Überfahrt auf der östlichen Seite, bei der Du selbst mitfahren kannst! Wann das wieder der Fall sein wird, ist derzeit nicht absehbar. Hier sind Deine Möglichkeiten:
1.) Von Spanien, Frankreich oder Italien verkehren Autofähren nach Algerien und Tunesien. Die Weiterfahrt von dort aus östlich über Libyen nach Ägypten ist nach meiner Kenntnis für Individualreisende derzeit unmöglich. Das gilt für die Landgrenze Algerien - Tunesien und vor allem Libyen - Ägypten.
2.) Du kannst Dein Fahrzeug nach Alexandria verschiffen, aber nicht selbst mitfahren. In meinem Post oben hatte ich noch von der wegen des Krieges geschlossenen Grenze nach Äthiopien geschrieben. Hier gibt es aktuell Entwicklungen, die allerdings noch nicht verbürgt sind, weshalb ich die offenbar wieder geöffnete Grenze von Sudan nach Äthiopien bisher nicht erwähnt habe. Sollte dies der Fall sein, wäre die Ostroute wieder in Gänze zu befahren. Allerdings (siehe oben) ist das Carnet für Ägypten sehr teuer.
3.) Die in der Vergangenheit viel genutzten Autotransporter von Grimaldi nach Israel nehmen bis auf weiteres keine Passagiere mit! Die zweite Option nach Israel, mit Salamis von Griechenland aus, funktioniert anders als in der Vergangenheit ebenfalls nur ohne Passagiere. Die Weiterfahrt ist sehr schwierig, vor allem wegen der beständigen Unsicherheit, ob Allradfahrzeuge den Sinai durchqueren dürfen.
4.) Vielfach genutzt ist die Strecke von der Türkei in den Iran (Achtung: auch dort ist das Carnet sehr teuer!) und von dort mit der Fähre in die Vereinigten Arabischen Emirate. Zur Zeit musst Du als Passagier ebenfalls fliegen, das könnte sich aber wieder ändern. Von den Emiraten geht es dann entweder direkt oder mit dem Umweg über Oman nach Saudi-Arabien und von dort weiter in den Sudan.
5.) In den vergangenen Wochen gab es vereinzelt Reisende, die vom Südwesten des Iran aus nach Basra im Irak und von dort über Kuwait weiter nach Saudi-Arabien gefahren sind. Dies ist allerdings nur etwas für Hartgesottene und Erfahrene. Sollte Dein Name ein Indiz dafür sein, dass Du Farsi sprichst, kann das eine Erleichterung sein. Allerdings solltest Du beachten, dass insbesondere Doppelstaatler zuletzt große Probleme bei Reisen in den Iran gehabt haben. Dies gilt auch für Privatpersonen (also nicht nur Wissenschaftler oder Journalisten).
Ich hoffe, das gibt Dir die wichtigsten Infos für Deine weitere Planung. Schreib gerne, wenn es klappt und wie es Dir ergeht - das kann für nachfolgende Reisende außerordentlich nützlich sein!
Viele Grüße
Achim
Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Vielen Dank, lieber Achim, für die ausführlichen Informationen. Ich habe ja kein Auto dabei. Gibt es da reelle (und bezahlbare) Möglichkeiten, als einzelner auf einem Frachtschiff mitzufahren?
Die Route über Iran, Irak, Saudi-Arabien etc wäre mir zu weit, es soll ja eine Afrika-Reise werden, und den Nahen Osten kenne ich schon sehr gut. Ist tatsächlich auch als deutsch-iranischer Doppelstaatsbürger derzeit nicht ganz unproblematisch, weder Iran noch Saudi-Arabien. Dann eher schon über die Türkei in den Nordirak und weiter nach Jordanien, Israel und von Akaba nach Ägypten. Weißt Du, ob das geht?
Herzlich, Navid
Die Route über Iran, Irak, Saudi-Arabien etc wäre mir zu weit, es soll ja eine Afrika-Reise werden, und den Nahen Osten kenne ich schon sehr gut. Ist tatsächlich auch als deutsch-iranischer Doppelstaatsbürger derzeit nicht ganz unproblematisch, weder Iran noch Saudi-Arabien. Dann eher schon über die Türkei in den Nordirak und weiter nach Jordanien, Israel und von Akaba nach Ägypten. Weißt Du, ob das geht?
Herzlich, Navid
- Achim Vogt
- Moderator
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Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Lieber Navid,
ohne Auto ist das natürlich sehr viel einfacher! Aus meiner Sicht gibt es letztlich zwei Optionen: Du kannst in der Tat von der Türkei in den Nordirak reisen. Von Erbil gibt es Flüge natürlich nach Jordanien, aber auch direkt nach Kairo. Von Amman aus kannst Du dann einen Abstecher nach Israel machen und direkt über den Übergang Elat / Taba weiterreisen oder aber Du kehrst nach dem Abstecher nach Amman zurück und fährst von Aqaba aus mit der Fähre weiter nach Nuweiba auf dem Sinai. Wenn Du den Nahen Osten ganz auslassen möchtest, wäre die zweite Option, direkt von Istanbul oder Athen aus nach Kairo zu fliegen.
Wenn Du ohne Auto bist, kannst Du im Notfall ja auch von Khartum nach Addis Abeba bzw. von dort nach Nairobi fliegen, sollten die Grenzen doch weiter geschlossen bleiben.
Viele Grüße
Achim
ohne Auto ist das natürlich sehr viel einfacher! Aus meiner Sicht gibt es letztlich zwei Optionen: Du kannst in der Tat von der Türkei in den Nordirak reisen. Von Erbil gibt es Flüge natürlich nach Jordanien, aber auch direkt nach Kairo. Von Amman aus kannst Du dann einen Abstecher nach Israel machen und direkt über den Übergang Elat / Taba weiterreisen oder aber Du kehrst nach dem Abstecher nach Amman zurück und fährst von Aqaba aus mit der Fähre weiter nach Nuweiba auf dem Sinai. Wenn Du den Nahen Osten ganz auslassen möchtest, wäre die zweite Option, direkt von Istanbul oder Athen aus nach Kairo zu fliegen.
Wenn Du ohne Auto bist, kannst Du im Notfall ja auch von Khartum nach Addis Abeba bzw. von dort nach Nairobi fliegen, sollten die Grenzen doch weiter geschlossen bleiben.
Viele Grüße
Achim
Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Lieber Achim,
ich möchte ja, wenn es irgendwie geht, das Flugzeug vermeiden. Man sieht so viel mehr, wenn man auf der Erde bleibt! Ich schau mal, wie es mit der Route über Irak nach Jordanien geht. Von dort käme ich nach Israel und könnte in Aqaba übersetzen, das habe ich in umgekehrter Richtung schon einmal gemacht und war sehr schön.
Weißt Du irgendetwas über die Möglichkeit, auf Frachtschiffen mitzufahren, von Italien oder Griechenland aus direkt nach Ägypten?
Und da ich schon einmal dabei bin: Weißt Du, ob es noch die Fähre von Assuan in den Sudan gibt?
Vielen Dank nochmals für die Hilfe.
Beste Grüße
Navid
ich möchte ja, wenn es irgendwie geht, das Flugzeug vermeiden. Man sieht so viel mehr, wenn man auf der Erde bleibt! Ich schau mal, wie es mit der Route über Irak nach Jordanien geht. Von dort käme ich nach Israel und könnte in Aqaba übersetzen, das habe ich in umgekehrter Richtung schon einmal gemacht und war sehr schön.
Weißt Du irgendetwas über die Möglichkeit, auf Frachtschiffen mitzufahren, von Italien oder Griechenland aus direkt nach Ägypten?
Und da ich schon einmal dabei bin: Weißt Du, ob es noch die Fähre von Assuan in den Sudan gibt?
Vielen Dank nochmals für die Hilfe.
Beste Grüße
Navid
- Achim Vogt
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Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Lieber Navid,
auf Frachtschiffen mitzufahren ist sehr schwierig geworden - vor allem in diesen coronaverseuchten Zeiten. Da kann es von der Reederei genauso wie vom Abfahrts- oder Zielland her verboten sein. Evtl. musst Du mal bei Frachtschiffreisen Pfeiffer oder anderen einschlägigen Anbietern (beim Mitbewerber Zylmann gab es keine guten Angebote für die Region) anrufen oder ihnen schreiben, was da gerade möglich ist. Ich glaube nicht, dass Du momentan einfach irgendwo mitfahren kannst. Allerdings dürfte es mit Alexandria ohnehin sehr schwierig werden, weil der Hafen eigentlich nur ein Frachthafen ist. Genau deshalb konntest Du bisher mit Grimaldi zwar nach Israel (vor Corona) mitfahren, aber nicht auf deren Route nach Alexandria. Nach meiner Erinnerung war das zuletzt nur während der Zeit der Visemar-Fähre bis 2011 (und viel früher natürlich mit Adriatica ab Venedig nach Alexandria) möglich.
Bei der Fähre von Assuan nach Wadi Halfa bin ich unsicher: die ursprüngliche Überfahrt sollte ja durch den neuen Landübergang ersetzt werden. Aber die neue Route verläuft auf der Westroute (via Abu Simbel), dann mit einer Fähre hinüber ans Ostufer und von dort zum Land-Grenzübergang. Es gibt Überlandbusse von Kairo nach Khartum. Weil in jedem Fall eine Fähre im Spiel ist, ist mir nicht klar, ob die alte Fähre von Assuan direkt nach Wadi Halfa noch in Betrieb ist und es vielleicht nur in den Beschreibungen hier Unklarheiten gibt. Es soll übrigens auch eine neue Route geben, die ausschließlich auf der Westseite entlang führt und einen neuen Übergang nutzt. Aber das kannst Du im Zweifel nur vor Ort herausfinden - es sind in den letzten zwei Jahren so wenige Traveller auf dieser Route unterwegs gewesen (Covid, Putsch im Sudan etc.), dass es kaum noch Erfahrungsberichte gibt.
Viele Grüße
Achim
auf Frachtschiffen mitzufahren ist sehr schwierig geworden - vor allem in diesen coronaverseuchten Zeiten. Da kann es von der Reederei genauso wie vom Abfahrts- oder Zielland her verboten sein. Evtl. musst Du mal bei Frachtschiffreisen Pfeiffer oder anderen einschlägigen Anbietern (beim Mitbewerber Zylmann gab es keine guten Angebote für die Region) anrufen oder ihnen schreiben, was da gerade möglich ist. Ich glaube nicht, dass Du momentan einfach irgendwo mitfahren kannst. Allerdings dürfte es mit Alexandria ohnehin sehr schwierig werden, weil der Hafen eigentlich nur ein Frachthafen ist. Genau deshalb konntest Du bisher mit Grimaldi zwar nach Israel (vor Corona) mitfahren, aber nicht auf deren Route nach Alexandria. Nach meiner Erinnerung war das zuletzt nur während der Zeit der Visemar-Fähre bis 2011 (und viel früher natürlich mit Adriatica ab Venedig nach Alexandria) möglich.
Bei der Fähre von Assuan nach Wadi Halfa bin ich unsicher: die ursprüngliche Überfahrt sollte ja durch den neuen Landübergang ersetzt werden. Aber die neue Route verläuft auf der Westroute (via Abu Simbel), dann mit einer Fähre hinüber ans Ostufer und von dort zum Land-Grenzübergang. Es gibt Überlandbusse von Kairo nach Khartum. Weil in jedem Fall eine Fähre im Spiel ist, ist mir nicht klar, ob die alte Fähre von Assuan direkt nach Wadi Halfa noch in Betrieb ist und es vielleicht nur in den Beschreibungen hier Unklarheiten gibt. Es soll übrigens auch eine neue Route geben, die ausschließlich auf der Westseite entlang führt und einen neuen Übergang nutzt. Aber das kannst Du im Zweifel nur vor Ort herausfinden - es sind in den letzten zwei Jahren so wenige Traveller auf dieser Route unterwegs gewesen (Covid, Putsch im Sudan etc.), dass es kaum noch Erfahrungsberichte gibt.
Viele Grüße
Achim
Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Lieber Achim,
hast Du irgendetwas Neues gehört bezüglich der Fähre von Assuan nach Wadi Halfa? Ich möchte nun Ende Juli meine Reise durch Ostafrika starten, möglichst ohne Flugzeug, zunächst von Ägypten nach Sudan und weiter nach Südsudan. Für Tips und Informationen bin ich immer dankbar!
Beste Grüße
Navid
hast Du irgendetwas Neues gehört bezüglich der Fähre von Assuan nach Wadi Halfa? Ich möchte nun Ende Juli meine Reise durch Ostafrika starten, möglichst ohne Flugzeug, zunächst von Ägypten nach Sudan und weiter nach Südsudan. Für Tips und Informationen bin ich immer dankbar!
Beste Grüße
Navid
- Achim Vogt
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Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Lieber Navid,
die Situation stellt sich aktuell so dar: Der alte Frachtkahn über den Nasser-Stausee existiert nicht mehr. Deshalb gehe ich davon aus, dass auch die Personenfähre nicht mehr fährt. Die "normale" Route - mit dem Fahrzeug - führt heute nach Abu Simbel und von dort mit einer kleinen Fähre auf die Ostseite und dann zum Grenzübergang Qustul, von dort weiter nach Wadi Halfa. Das dürfte auch - falls Du ohne Fahrzeug unterwegs bist - die Route der Überlandbusse sein. Wenn Du mit Fahrzeug unterwegs bist, musst Du den Papierkram schon in Aswan / Assuan erledigen. Alternativ gibt es eine neue Route auf der Westseite des Nasser-Stausees zum inzwischen zweiten Grenzübergang Argeen. Hier solltest Du allerdings gut mit Proviant etc. versorgt sein, denn nach Angaben von Reisenden, die vor kurzem hier unterwegs waren, sind es ab Grenze rund 350 Kilometer zur nächsten größeren Stadt.
Noch eine Anmerkung: Theoretisch ist die Grenze zwischen Sudan und Südsudan zwar geöffnet, faktisch für ausländische Reisende aber nicht passierbar. Aufgrund der desaströsen Sicherheitssituation im Südsudan verbietet sich eine Überlandfahrt ohne Begleitschutz (und selbst mit ist es gefährlich!) durch den Südsudan!!! Die Route führt weiterhin über Gedaref nach Gondar in Äthiopien und weiter nach Kenia, entweder über die Moyale-Marsabit-Route (zur Zeit sehr wenig Verkehr, deshalb auch hier ein gewisses Sicherheitsrisiko), oder über die Turkana-Route, die allerdings auch besser mit mindestens zwei Fahrzeugen zu befahren ist. Die Grenzen sind jedenfalls wieder geöffnet.
Viele Grüße
Achim
die Situation stellt sich aktuell so dar: Der alte Frachtkahn über den Nasser-Stausee existiert nicht mehr. Deshalb gehe ich davon aus, dass auch die Personenfähre nicht mehr fährt. Die "normale" Route - mit dem Fahrzeug - führt heute nach Abu Simbel und von dort mit einer kleinen Fähre auf die Ostseite und dann zum Grenzübergang Qustul, von dort weiter nach Wadi Halfa. Das dürfte auch - falls Du ohne Fahrzeug unterwegs bist - die Route der Überlandbusse sein. Wenn Du mit Fahrzeug unterwegs bist, musst Du den Papierkram schon in Aswan / Assuan erledigen. Alternativ gibt es eine neue Route auf der Westseite des Nasser-Stausees zum inzwischen zweiten Grenzübergang Argeen. Hier solltest Du allerdings gut mit Proviant etc. versorgt sein, denn nach Angaben von Reisenden, die vor kurzem hier unterwegs waren, sind es ab Grenze rund 350 Kilometer zur nächsten größeren Stadt.
Noch eine Anmerkung: Theoretisch ist die Grenze zwischen Sudan und Südsudan zwar geöffnet, faktisch für ausländische Reisende aber nicht passierbar. Aufgrund der desaströsen Sicherheitssituation im Südsudan verbietet sich eine Überlandfahrt ohne Begleitschutz (und selbst mit ist es gefährlich!) durch den Südsudan!!! Die Route führt weiterhin über Gedaref nach Gondar in Äthiopien und weiter nach Kenia, entweder über die Moyale-Marsabit-Route (zur Zeit sehr wenig Verkehr, deshalb auch hier ein gewisses Sicherheitsrisiko), oder über die Turkana-Route, die allerdings auch besser mit mindestens zwei Fahrzeugen zu befahren ist. Die Grenzen sind jedenfalls wieder geöffnet.
Viele Grüße
Achim
Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Liebert Achim,
vielen Dank für die Infos. Recherchiere gerade auch selbst intensiv, bin in Kontakt mit Leuten im Sudan und Südsudan und teile die Erkenntnisse bzw dann später die Erfahrungen gern im Forum mit anderen Reisenden. Die Fähre von Aswan bis Wadi Halfa scheint tatsächlich nicht mehr zu fahren, aber zumindest bis Abu Simbel müßte man mit dem Boot kommen. Von dort übersetzen, dann mit dem Bus weiter. Aber vielleicht ergibt sich dort ja auch eine andere Möglichkeit, mal sehen. Khartoum nach Djuba notfalls mit dem Flugzeug, falls es auf dem Land nicht möglich sein sollte. Ende Juli soll`s losgehen, zunächst Sudan und Südsudan, mit einer kurzen Unterbrechung weiter ab Äthiopien.
Beste Grüße
Navid
vielen Dank für die Infos. Recherchiere gerade auch selbst intensiv, bin in Kontakt mit Leuten im Sudan und Südsudan und teile die Erkenntnisse bzw dann später die Erfahrungen gern im Forum mit anderen Reisenden. Die Fähre von Aswan bis Wadi Halfa scheint tatsächlich nicht mehr zu fahren, aber zumindest bis Abu Simbel müßte man mit dem Boot kommen. Von dort übersetzen, dann mit dem Bus weiter. Aber vielleicht ergibt sich dort ja auch eine andere Möglichkeit, mal sehen. Khartoum nach Djuba notfalls mit dem Flugzeug, falls es auf dem Land nicht möglich sein sollte. Ende Juli soll`s losgehen, zunächst Sudan und Südsudan, mit einer kurzen Unterbrechung weiter ab Äthiopien.
Beste Grüße
Navid
Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
Vielen Dank euch allen für die zahlreichen uns ausführlichen Antworten.
Ich war wohl eine ganze Weile nicht mehr aktiv.
Leider sehen wir noch immer keine Möglichkeit, von Europa nach Afrika zu schiffen.
Kann jemand Erfahrungen / Redereien etc. teilen, von den Emirates nach Afrika? Am Liebsten natürlich direkt nach Kenia
Aber freue mich natürlich auf über alle anderen Vorschläge und Ideen.
Danke!!
Ich war wohl eine ganze Weile nicht mehr aktiv.
Leider sehen wir noch immer keine Möglichkeit, von Europa nach Afrika zu schiffen.
Kann jemand Erfahrungen / Redereien etc. teilen, von den Emirates nach Afrika? Am Liebsten natürlich direkt nach Kenia
Danke!!
-
skrewdriver
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Re: Überfahrt Europa - Afrika Ostroute
hallo
du kannst von bremerhafen nach dubai und salalah verschiffen,wenn der kanal bei jemen wieder passierbar ist.
von salalah gehen schiffe nach mombasa.eine bekannte von mir hat jetzt ende des jahres von mombasa nach salalah verschifft.
ansonst gehen doch schiffe vom norden europas nach sädafrika oder namibia !?
gruss matthias
du kannst von bremerhafen nach dubai und salalah verschiffen,wenn der kanal bei jemen wieder passierbar ist.
von salalah gehen schiffe nach mombasa.eine bekannte von mir hat jetzt ende des jahres von mombasa nach salalah verschifft.
ansonst gehen doch schiffe vom norden europas nach sädafrika oder namibia !?
gruss matthias



