Algerien - wie entstehen diese "Räder" ?
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marion p
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Algerien - wie entstehen diese "Räder" ?
Hallo,
benötige geologische Hilfe. Habe in der Region zwischen Immidir und Ahnet diese "Räder" gefunden.
Wie entstehen diese Räder bzw. wie bezeichnet man solche?
Vielen Dank
marion p
benötige geologische Hilfe. Habe in der Region zwischen Immidir und Ahnet diese "Räder" gefunden.
Wie entstehen diese Räder bzw. wie bezeichnet man solche?
Vielen Dank
marion p
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Bäärti
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Re: Algerien - wie enstehen diese "Räder" ?
Hoi Marion
So auf den ersten Blick würde ich auf "Vulkan" tippen. Vulkanische Bomben (pyroklastische Fallablagerungen), also Lava-Fladen.
Was ist es denn für ein Gesteinsmaterial?
Gruss Bäärti
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So auf den ersten Blick würde ich auf "Vulkan" tippen. Vulkanische Bomben (pyroklastische Fallablagerungen), also Lava-Fladen.
Was ist es denn für ein Gesteinsmaterial?
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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marion p
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Re: Algerien - wie enstehen diese "Räder" ?
Hallo Bärti,
das ist ja das Problem. Das Gebiet liegt zwischen Sandstein- und Granitregionen!
Marion
das ist ja das Problem. Das Gebiet liegt zwischen Sandstein- und Granitregionen!
Marion
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Bäärti
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Re: Algerien - wie enstehen diese "Räder" ?
Hoi Marionmarion p hat geschrieben:das ist ja das Problem. Das Gebiet liegt zwischen Sandstein- und Granitregionen!
Aber nach Granit sieht das nicht aus, eher nach Basalt. Die ganze Region ist ja geprägt vom Vulkanismus. Ein Beleg ist zum Beispiel dieser Krater, seinen Namen hab ich grad vergessen!
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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marion p
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Re: Algerien - wie enstehen diese "Räder" ?
Hallo Bäärti,
nee, Basalt ist das auch nicht.
Dein Krater liegt übrigens viel weiter nördlich (NNO) der "Räder".
Die "Räder" liegen auf der Höhe des Teffedestgebirges, nur weiter westlich. Noch westlich der N1. Und das Teffedest ist ja nun mal eindeutig Granit.
Hier mal die Position: N24.14.116 E04.24.080. Ich kriege das googlemaps-Bild hier irgendwie nicht geladen.
Grüsse
Marion P
nee, Basalt ist das auch nicht.
Dein Krater liegt übrigens viel weiter nördlich (NNO) der "Räder".
Die "Räder" liegen auf der Höhe des Teffedestgebirges, nur weiter westlich. Noch westlich der N1. Und das Teffedest ist ja nun mal eindeutig Granit.
Hier mal die Position: N24.14.116 E04.24.080. Ich kriege das googlemaps-Bild hier irgendwie nicht geladen.
Grüsse
Marion P
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Bäärti
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Re: Algerien - wie enstehen diese "Räder" ?
Hoi Marion Pmarion p hat geschrieben:Hier mal die Position: N24.14.116 E04.24.080. Ich kriege das googlemaps-Bild hier irgendwie nicht geladen.
Die Schreibweise der Koordinate ist – wie soll ich sagen – originell. Meinst du hier?
https://maps.google.ch/maps?q=N24.08696 ... 9&t=h&z=13
Meine geologische Karte zeigt in dem Gebiet beides: Granit und Basalt. Und das auf dem Bild ist eindeutig kein Granit! Beides kann aber im Zusammenhang mit Vulkanen entstanden sein - Plutonismus (unglaublich, welche Fremdworte ich heute anwenden darf ...)
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Re: Algerien - wie enstehen diese "Räder" ?
Goto Suchmaschine : Konkretion, geologische Formation.
Vulkanischen Ursprungs eher nicht. Am obigen Photo läßt sich bereits das zentrische Wachstum durch die 'Jahresringe' erkennen. Es gibt wohl auch horizontalen Schichtaufbau, dadurch Verwitterungsprodukt Scheiben. Solche Kugeln und Scheiben sind nicht selten zu finden, ich erinnere nur an die Piste entlang der algerischen Grenze südlich des Ergs Bourarhet zwischen Tin Hieddan und der Düne Takioumet. Ebenso beispielsweise an der Desert Road von Kharga nach Asjut, rechter Hand, ziemliches Fundfeld.
Gruß
Vulkanischen Ursprungs eher nicht. Am obigen Photo läßt sich bereits das zentrische Wachstum durch die 'Jahresringe' erkennen. Es gibt wohl auch horizontalen Schichtaufbau, dadurch Verwitterungsprodukt Scheiben. Solche Kugeln und Scheiben sind nicht selten zu finden, ich erinnere nur an die Piste entlang der algerischen Grenze südlich des Ergs Bourarhet zwischen Tin Hieddan und der Düne Takioumet. Ebenso beispielsweise an der Desert Road von Kharga nach Asjut, rechter Hand, ziemliches Fundfeld.
Gruß
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
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Günther Schulz
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Re: Algerien - wie enstehen diese "Räder" ?
Umlaufender Riss an einer solchen Konkretions-Steinkugel, wie man sie vor Ort findet, als Kugel,
und bereits solche, bei denen Kalotten abgesprengt oder die Kugeln in Scheiben errodiert wurden,
durch Temperaturgang und Spannungsrißkorrosion nach dem natürlichen Freilegen aus der Erde.
Das Material bricht dort, wo es am schwächsten ist, entlang der Schichtflächen.
Und so entstehen die 'Räder'.
Gruß
und bereits solche, bei denen Kalotten abgesprengt oder die Kugeln in Scheiben errodiert wurden,
durch Temperaturgang und Spannungsrißkorrosion nach dem natürlichen Freilegen aus der Erde.
Das Material bricht dort, wo es am schwächsten ist, entlang der Schichtflächen.
Und so entstehen die 'Räder'.
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martinaustirol
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Re: Algerien - wie entstehen diese "Räder" ?
...ich hätte mehr an eine solche entstehungsgeschichte gedacht, wie im nachfolgenden foto bei frischem schnee nachvollziehbar und vielleicht auf eine rollende und dadurch scheibenaufbauende lavabombe übersetzt....aber TGerds Erklärung ist schon eindeutig.
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Bäärti
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Re: Algerien - wie entstehen diese "Räder" ?
Hoi zäme
An Konkretion denkt man natürlich als erstes. Die "Räder" zeigen aber eben grad die dafür typische Schichtung nicht ...
Gruss Bäärti
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An Konkretion denkt man natürlich als erstes. Die "Räder" zeigen aber eben grad die dafür typische Schichtung nicht ...
Gruss Bäärti
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Re: Algerien - wie entstehen diese "Räder" ?
Doch, doch, das bricht schon. Sommerglut und Winterfrost tun da ihr Werk, sobald die Körper aus der Erde raus sind.
Auf @marion p's Bild sind doch auch deutlich Härteunterschiede wie Zwiebelringe erkennbar, am 'weicheren' Material greift die Korrosion am schnellsten an. 'Typische(?)' 'Schichtungen' müssen auch nicht makroskopisch sichtbar sein, sie können auch im mikrokristallinen Bereich entstehen, durch differenzierte chemische Umwandlungen und unterschiedliches Kristallwachstum in trockenen und feuchten Phasen des umgebenden Erdreichs, denn Wasser ist auf jeden Fall beteiligt, ebenso die Schwerkraft.
Wie auch immer. Vielleicht gibt's ja auch einen 'richtigen' Geologen hier, der die Zwiebel schälen kann.
Gruß
Auf @marion p's Bild sind doch auch deutlich Härteunterschiede wie Zwiebelringe erkennbar, am 'weicheren' Material greift die Korrosion am schnellsten an. 'Typische(?)' 'Schichtungen' müssen auch nicht makroskopisch sichtbar sein, sie können auch im mikrokristallinen Bereich entstehen, durch differenzierte chemische Umwandlungen und unterschiedliches Kristallwachstum in trockenen und feuchten Phasen des umgebenden Erdreichs, denn Wasser ist auf jeden Fall beteiligt, ebenso die Schwerkraft.
Wie auch immer. Vielleicht gibt's ja auch einen 'richtigen' Geologen hier, der die Zwiebel schälen kann.
Gruß
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marion p
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Re: Algerien - wie entstehen diese "Räder" ?
Hallo zusammen,
erst einmal vielen Dank für die vielen Beiträge.
Habe jetzt meinen Haus- und Hofgeologen endlich erreichen können. Er meint, im Hintergrund sind Schichtungen zu erkennen, also handelt es sich um Sedimentgestein. Und die "Räder" sind dann Konkretionen. Oder erodierte Konkretionen.
Jetzt weiss ich wenigstens, was ich beim nächsten Mal zu diesen "Rädern" erzählen darf.
Herzliche Grüsse
marion p
erst einmal vielen Dank für die vielen Beiträge.
Habe jetzt meinen Haus- und Hofgeologen endlich erreichen können. Er meint, im Hintergrund sind Schichtungen zu erkennen, also handelt es sich um Sedimentgestein. Und die "Räder" sind dann Konkretionen. Oder erodierte Konkretionen.
Jetzt weiss ich wenigstens, was ich beim nächsten Mal zu diesen "Rädern" erzählen darf.
Herzliche Grüsse
marion p
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Klaus "Pirx"
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Re: Algerien - wie entstehen diese "Räder" ?
Hallo Forum!
Auf unserer Libyen-Reise im Jahr 2000 haben wir auf dem Weg von Murzuq über den Jebel bin Ghanimah zum Waw an Namus seltsame Steine gefunden. Sie lagen alle gehäuft an einer bestimmten Stelle, ringsherum waren keine Steine. Sie waren einigermaßen kugelförmig, aber in allen erdenklichen Größen von etwa Tischtennisball bis ca. 2 Meter Durchmesser.
Weil mir das alles seltsam vorkam, habe ich einige dieser Steine in handlicher Größe mitgenommen. Einen davon ließ ich von einem Steinmetz aufsägen und polieren.
Ich denke, es sind ähnliche Steine wie in diesem Thread besprochen. Allerdings lagen an der Fundstelle nur komplette Kugeln, Bruchstücke oder "Scheiben" bzw. "Räder" waren nicht zu sehen.
Pirx
Auf unserer Libyen-Reise im Jahr 2000 haben wir auf dem Weg von Murzuq über den Jebel bin Ghanimah zum Waw an Namus seltsame Steine gefunden. Sie lagen alle gehäuft an einer bestimmten Stelle, ringsherum waren keine Steine. Sie waren einigermaßen kugelförmig, aber in allen erdenklichen Größen von etwa Tischtennisball bis ca. 2 Meter Durchmesser.
Weil mir das alles seltsam vorkam, habe ich einige dieser Steine in handlicher Größe mitgenommen. Einen davon ließ ich von einem Steinmetz aufsägen und polieren.
Ich denke, es sind ähnliche Steine wie in diesem Thread besprochen. Allerdings lagen an der Fundstelle nur komplette Kugeln, Bruchstücke oder "Scheiben" bzw. "Räder" waren nicht zu sehen.
Pirx




