Westafrika Januar 2017 - neueste Info

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

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Max Miller
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Westafrika Januar 2017 - neueste Info

Beitrag von Max Miller »

Tour-Verlauf:

Marokko-Westsahara-Mauretanien-Mali-Senegal-Guinea-Bissau

Während der gesamten 16 Tage keinerlei Probleme.

Marokko-Westsahara nach wie vor unkompliziert und sicher.

Grenze Mauretanien: Kontrolle mit Drogenhund.

Alkoholische Getränke werden rigoros komplett beschlagnahmt.

Die Strafe hierfür hängt vom Verhandlungsgeschick ab (in unserem Fall € 50,-).
Wie Ihr wisst gibt es aber immer noch einige Verstecke die sie noch nicht kennen... :)

Es wurde eine kostenpflichtige Strasse zum Cap Timirist gebaut.

Am Strand kann man nur noch bis zum ersten Dorf fahren, dann über den Strand auf einer festen Piste zur Strasse.

Um die hohen Kosten den immensen Zeitaufwand sowie die fürchterlichen Zustände in Dakar-Diama und Rosso zu vermeiden, sind wir über Kiffa-Kayes-Tambakounda nach Bissau gefahren.

Grenze Senegal Bearbeitungszeit 30 Minuten € 40,- pro Auto für die Durchfahrtsgenehmigung.

Grenze Guinea-Bissau 10 Minuten € 3,-.

Da wir das "grosse" Abenteuer suchten sind wir von Aleg nach Tidjikja gefahren und von dort weiter über eine der schwiergsten Pisten nach Kiffa.
Eine der übelsten Pisten, die es gibt. Daher meine Empfehlung: nur mit Allrad und mindestens zwei Autos fahren, oder einen Führer mitnehmen.
Im Klartext: Ein Spiessrutenlauf zwischen spitzen Steinen, Vulkanrändern, riesigen Dünen, weichen Sandfeldern, unüberquerbaren Querrinnen und einer schwer zu findenden Piste.

Man wird jedoch entschädigt mit atemberaubenden Landschaften.

Von Kiffa über Kankossa nach Kayes nochmals üble Piste besser mit Allrad aber immerhin gut zu sehen.

Es geht ca. 300 km durch Mali, jedoch hier im Süden kein nennenswertes Problem.

Von Kayes geht eine Strasse nach Tambakounda, welche gut befahrbar ist.

Nach Bissau lieber nicht über Pirada fahren sondern mit der Fähre hinter Kolda bei Tanaff über den Fluss.

Danach Strasse bis Bissau.

Einzelheiten mit Drohnenaufnahmen demnächst unter
doncarlos
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Re: Westafrika Januar 2017 - neueste Info

Beitrag von doncarlos »

Hi Max Miller,
danke für deinen stichwortartigen Reisebericht. Derartige Beschreibungen machen dieses Forum immer wieder zu einem besonderen Gewinn, obwohl ich natürlich auch selbst gerne hier über Gott und die Welt mitdiskutiere.
Nur noch kurze Rückfrage zu euren Vehikeln. Ich nehme an Ihr hattet Allradtrieblinge und wart mit einem Carnet de passage versehen, oder wie erklären sic h sonst die günstigen grenztarife an der Senegalgrenze?
Um die hohen Kosten den immensen Zeitaufwand sowie die fürchterlichen Zustände in Dakar-Diama und Rosso zu vermeiden, sind wir über Kiffa-Kayes-Tambakounda nach Bissau gefahren.
Ich nehme an, dies meintest du aber sicher bloß ironisch. Der weit über 1000 km lange Umweg nur um den bisschen hazzle in Rosso oder Diama zu vermeiden?
fragt sich etwas kofpschüttelnd Doncarlos
"Man entdeckt keine neuen Welten ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren" (frei nach A.Gide)
Max Miller
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Re: Westafrika Januar 2017 - neueste Info

Beitrag von Max Miller »

Hallo Doncarlos,

weil wir die Piste Tidjikja nach Kiffa fahren wollten, war für uns der kürzeste Weg über Kayes - Tambacounda.
Die Grenzübergänge Diama und Rosso sind mit die schlimmsten in Afrika. Wir sind mehrmals schon ein paar Tage dort aufgehalten worden und konnten uns nur mit viel Geld freikaufen. Teilweise mussten wir pro Auto über 250€ zahlen um eine Durchfahrtsgenehmigung für fünf Tage zu bekommen. Zwei Tage Durchfahrtsgenehmigung wäre für die Fahrt nach Bissau zu kurz.
Wir haben alte Geländewagen und sind immer ohne Garnet de passage unterwegs, da wir die Autos am Ende mit Gewinn verkaufen wollen.
An der südlichen Senegal-Grenze kommt normal nie jemand durch. Deswegen sind die Zöllner und Polizisten noch nicht so gierig und die Preise günstig.
todo
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Re: Westafrika Januar 2017 - neueste Info

Beitrag von todo »

Max Miller hat geschrieben: weil wir die Piste Tidjikja nach Kiffa fahren wollten,
steht da jetzt auch wieder auf jedem 2. stein: "mit scholz nach afrika" ? :mrgreen:
ferdi
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Re: Westafrika Januar 2017 - neueste Info

Beitrag von ferdi »

Hallo Todo,

hab mir nicht jeden Stein genau angesehen, aber als ich zufällig ein paar Stunden nach der Gruppe die Strecke fuhr, sah ich nur die total zerwühlte Düne am Passe de Nega und habe mir dann eine andere gesucht :mrgreen:

Gruß
Ferdi
StreunerAR
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Re: Westafrika Januar 2017 - neueste Info

Beitrag von StreunerAR »

ferdi hat geschrieben:hab mir nicht jeden Stein genau angesehen, aber als ich zufällig ein paar Stunden nach der Gruppe die Strecke fuhr, sah ich nur die total zerwühlte Düne am Passe de Nega und habe mir dann eine andere gesucht :mrgreen:
An anderer Stelle wurde die Vermutung geäußert, ich sei mit Max Miller identisch.
Das stimmt nicht und ich führe auch keine weiteren Pseudonyme im Forum.
Falls Max Miller deswegen gesperrt / gelöscht wurde, war es der falsche Grund.

Auf der Reise am Negapaß war ich auch dabei und bin ein Stück abseits gefahren, um einen Durchgang zu suchen. Von den anderen Fahrern hörte ich später, daß da noch einer vorbeigekommen sei, der kopfschüttelnd gewendet habe und woanders hingefahren sei. Warst du das möglicherweise?
ferdi
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Re: Westafrika Januar 2017 - neueste Info

Beitrag von ferdi »

Moin moin Streuner,

also am Pass habe ich niemanden mehr gesehen, nur die Wühlspuren und einen alten Ölfilter im Sand (war wohl nicht von Scholz' Truppe hinterlassen worden, sagte Scholz später). Ich bin dann etwas höher in die Dünen gefahren/gelaufen und habe mir einen frischen Weg gesucht (ohne Drohne) und gefunden (ohne wühlen). Die Truppe traf mich dann in Kayes, da ich sie inzwischen (unbemerkt) überholt hatte.

Und - zu der Max Miller, Streuner, Scholz etc. Geschichte:
Ich habe ein "?" Fragezeichen in dem Beitrag hinter den Namen Scholz gesetzt:
straszenbedingungen-mongolei-t53202-15.html#p183530

Und, das gleiche, was Dir in Russland gerade passierte, ist mir auch schon in Algerien, Marrokko und Peru passiert - der peruanische Zollangestellte nahm es locker (Fehler meiner Kollegen!) - diverse algerische Zollbeamte (ausgebildet nach dem Curiculum des Tätärätä Zolls) weniger ;-)

Kannst mich ja anschreiben, wenn Du meinst, dass ich Dir helfen könne (unwahrscheinlich).

Gruß nach M aus FR
Ferdi
StreunerAR
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Re: Westafrika Januar 2017 - neueste Info

Beitrag von StreunerAR »

Iss ja lustig, was sich so alles um einen herum unbemerkt tut, wenn man im Stress ist. :shake:
An mindestens 2 Stellen haben wir tatsächlich ein richtiges Schlachtfeld hinterlassen. Bei einem Auto war nämlich der Allradantrieb unbemerkt ausgefallen und das hat sich dann an kritischen Stellen festgefahren. Nachfolgende, die zu geringen Abstand gehalten haben, steckten dann auch fest. Dann ging es eben los mit Schaufeln, Abschleppseilen, Bretter unterlegen und was sonst noch so dazu gehört. Diejenigen, die ungebremst durchgekommen waren, hielten auch an und liefen wieder zurück. Die Spuren waren wohl nicht zu übersehen; die Gnade des Wüstenwindes läßt solche Verwüstungen zum Glück nach wenigen Tagen verschwinden.

Das Fragezeichen hinter dem Namen habe ich schon gesehen und auch richtig gedeutet, hielt jetzt aber die Zeit zu einer Klarstellung für gekommen, weil ich selbst schon das Gefühl hatte, daß Mißverständnisse hierbei zwangsläufig kommen müßten.

Zu der Zollgeschichte:
Das muß ich wohl selber machen; ist vor allem eine Fleißarbeit und eine Folge mangelnder Unterlagen. Ein weiteres Jahr vorher passierte schon mal sowas ebenfalls in Kirgisistan; damals war ich allerdings kein Autohalter. Drei andere jedoch wurden 1 Jahr später wieder von der russischen Finanzbehörde (von denen wohl, weil die Ersteinfuhr in die Wirtschaftsunion in Rußland erfolgte und keine Wiederausfuhr dokumentiert war) mit einem Auskunftsbegehren angeschrieben. Sie haben dann Kaufverträge aus Tadschikistan und Photos mit den Autos aus Tadschikistan vorgelegt und die Sache schien damit erledigt. Ein Halterin von 2015 war 2017 mit dabei und sie wurde nicht (mehr) nach ihrem damaligen Auto gefragt.

Mal schauen, ob ich auch so aus der Sache raus komme. Einen hingeschmierten handschriftlichen Kaufvertrag (ohne notarielle Beglaubigung) aus Duschanbe gibt es noch. Einige andere Dokumentkopien vom Grenzübertritt 2016 bei Kyzil-Bel (zwischen Batken und Isfara) hatte ich sogar noch auf dem Händi dabei und sie wurden auch ausgewertet, bewiesen aber die Ausfuhr nicht. Es handelte sich um eine Erklärung und Desinfektion und was weiß ich noch alles. Die russischen Zöllner an der der ukrainisch-russischen Grenze auf der M3 haben sich wirklich große Mühe gegeben und sich stundenlang mit der Sache beschäftigt und bei anderen Dienststellen rückgefragt, aber die Faktenlage war einfach zu dünn und ich war auch überhaupt nicht auf so etwas vorbereitet. Schikane war es sicher nicht. Vor der Umkehr gab man mir noch einen Packen Kopien mit den einschlägigen Vorgangsnummern aus dem Zollsystem mit, welche mir die Klärung und Identifizierung des Vorgangs erleichtern sollen. All das konnte jedoch das Scheitern meiner Mongoleifahrt nicht verhindern.

Fazit:
Der Gedanke, mit sehr alten Autos und deren Verkauf unterwegs eine lange Reise teilweise zu refinanzieren, scheint weltweit ein Auslaufmodell zu sein. In einigen Gegenden geht es noch, aber es ist wohl nur noch ein Frage der Zeit, bis auch diese Löcher verschlossen werden. Interessanterweise ist es dazu gar nicht nötig, mit strengen formalen Verboten zu arbeiten, sondern es genügt die Erhebung gestaffelter Importzölle (die vom Alter der Autos und beliebigen anderen Kriterien abhängen können), deren Bezahlung Voraussetzung für die Zulassung im Land des Käufers ist. Altmodische Kontrollmittel, wie Eintragungen in den Reisepaß des Halters, sind längst obsolet, weil nach und nach alle Grenzübergänge mit den Datensystemen der jeweiligen Finanzverwaltungen vernetzt werden. Möglicherweise kommen meine Probleme daher, daß die "schuldigen" Grenzstationen (der Kyzl-Art-Paß im Transalai-Gebirge bzw. Kyzl-Bel) noch nicht ordentlich angebunden waren und dort lagerndes Papier geduldig auf den St.-Nimmerleinstag wartet.
ferdi
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Re: Westafrika Januar 2017 - neueste Info

Beitrag von ferdi »

Ach ja Streuner,

um im Maghreb zu bleiben, der Stempel im Pass hatte noch vor 5 Jahren (2012) seine Auswirkungen beim Transit im Flughafen von Algier.
Da zieht mich der Zöllner an die Seite und fragt, was mit dem Fzg. von 2006 ist:

geschichte-der-fahrzeugwracks-in-der-sa ... 45050.html

Zum Glück hatte ich eine Kopie vom Zollschreiben von dazumal dabei (warum auch immer), und musste nicht wieder tagelang in Algier herum irren um den alten Originalzettel beim Zoll aufzutreiben.

Das Leben und Autoschieben geht weiter.

Gruß
Ferdi
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