Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Moderator: Moderatoren
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J Bittmann
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- Registriert: Mo 25. Jan 2010, 21:48
Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Hallo Ihr EURO6- Fahrer,
ich habe folgende Informationen und Erfahrungen mit einem Toyo Hilux Euro6, 2,8L von unserer derzeitigen Reise in Algerien und Mauretanien bezüglich des nicht EU- konformen Dieselkraftstoffs. Anmerkung:AGR und AdBlue sind abgeschaltet.
In Oran haben wir den fast leeren Tank erstmals gefüllt und sind bisher bis nach Tindouf ca. 2400 Kilometer gefahren, nach mehreren Tankstopps überwiegend bei Naftal.
Die gute Nachricht vorweg, bisher keine merkliche Beeinträchtigung oder Auffälligkeiten beim Fahren. Merklich sind die im Vergleich zu Europa früher einsetzenden DPF-Regenerationen- Intervalle. Waren die in EU so ca. alle 220-250 km, so sind jetzt die DPF Regenerationen so im Schnitt alle 180-200km. Aber die Regenerationszeit ist mit nur ca. 10-20km kürzer als in EU.
Im Moment sind wir wegen der Dieselproblematik ganz entspannt.
Fortsetzung folgt aus RIM.
Gruß
Jürgen
ich habe folgende Informationen und Erfahrungen mit einem Toyo Hilux Euro6, 2,8L von unserer derzeitigen Reise in Algerien und Mauretanien bezüglich des nicht EU- konformen Dieselkraftstoffs. Anmerkung:AGR und AdBlue sind abgeschaltet.
In Oran haben wir den fast leeren Tank erstmals gefüllt und sind bisher bis nach Tindouf ca. 2400 Kilometer gefahren, nach mehreren Tankstopps überwiegend bei Naftal.
Die gute Nachricht vorweg, bisher keine merkliche Beeinträchtigung oder Auffälligkeiten beim Fahren. Merklich sind die im Vergleich zu Europa früher einsetzenden DPF-Regenerationen- Intervalle. Waren die in EU so ca. alle 220-250 km, so sind jetzt die DPF Regenerationen so im Schnitt alle 180-200km. Aber die Regenerationszeit ist mit nur ca. 10-20km kürzer als in EU.
Im Moment sind wir wegen der Dieselproblematik ganz entspannt.
Fortsetzung folgt aus RIM.
Gruß
Jürgen
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Das sind zunächst TOP-Nachrichten
Gute Reise, und entspannt soll sie sein!
Gute Reise, und entspannt soll sie sein!
Beste Grüße
Der mit dem Hundl unterwegs ist.
Der mit dem Hundl unterwegs ist.
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Rockatanski
- Beiträge: 154
- Registriert: Sa 2. Jul 2022, 16:32
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Naja, was soll auch passieren? AGR stillgelegt, AdBlue aus, also bleibt nur der hohe Schwefelgehalt des Diesels..
Das wird sich wohl eher langfristig bemerkbar machen...
Daneben wird wohl der DPF leiden, aber das merkt man vermutlich auch erst nach Zigzehntausendkilometern.
Am besten uns hier bitte in den nächsten Dekaden auf dem laufenden halten...
Wichtig wäre mir eher ein Wasserabscheider ...
Das wird sich wohl eher langfristig bemerkbar machen...
Daneben wird wohl der DPF leiden, aber das merkt man vermutlich auch erst nach Zigzehntausendkilometern.
Am besten uns hier bitte in den nächsten Dekaden auf dem laufenden halten...
Wichtig wäre mir eher ein Wasserabscheider ...
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Tankt man zu oft stark schwefelhaltigen Diesel bildet sich Schwefelsäure im Motorenöl und das kann bei den neueren Motoren zur "inneren" Korrosion des Motors führen.
Die kritische Konzentration hängt dabei u. a. vom Schwefelgehalt, den damit gefahrenen km und der Größe des Motors (Literzahl des Motorenöls) ab.
Dem kann man bei entsprechenden vielen Tankladungen durch rechtzeitigen bzw. zwischendurch mehrfachen Ölwechsel begegnen.
Die kritische Konzentration hängt dabei u. a. vom Schwefelgehalt, den damit gefahrenen km und der Größe des Motors (Literzahl des Motorenöls) ab.
Dem kann man bei entsprechenden vielen Tankladungen durch rechtzeitigen bzw. zwischendurch mehrfachen Ölwechsel begegnen.
Beste Grüße
Der mit dem Hundl unterwegs ist.
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landcruiser.
- Beiträge: 874
- Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
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Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Es gibt zwar einen 'Schnell'test bei Google Patents DE10111390A1 auf Säure/Base im Öl, aber bis man mit dem fertig ist, hat man leicht dreimal das Öl gewechselt. Und geschenkt wird's einem auch nicht. Natürlich. Wenn grenzwertig-übermäßige Versäuerung des Öls gemessen wird ist der Ölwechsel sowieso das Mittel der Wahl. In afrikanischen Ländern gibt's ja außerdem auch gerne Sandeintrag via Fech Fech. Also lieber früher das Öl wechseln als sonst. Mindestens einmal Wechselöl/Filter hat man doch sowieso dabei. Oder?
Ein auffälliger Effekt beim algerischen/auch tunesischen/auch libyschen Diesel war immer, daß die Karre (Patrol) einen spürbaren Sprung nach vorn mit dem Saft direkt aus der Destille ohne irgendwelchen Verschnitt gemacht hat. Das war jedesmal nach der ersten Tanke en Afrique zu spüren.
Ein auffälliger Effekt beim algerischen/auch tunesischen/auch libyschen Diesel war immer, daß die Karre (Patrol) einen spürbaren Sprung nach vorn mit dem Saft direkt aus der Destille ohne irgendwelchen Verschnitt gemacht hat. Das war jedesmal nach der ersten Tanke en Afrique zu spüren.
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
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middeldorfklaus3
- Beiträge: 423
- Registriert: So 11. Sep 2022, 19:29
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Wer schleppt bei 4 Wochen Tripp 11 Liter Öl mit
Zuletzt geändert von middeldorfklaus3 am Mo 27. Jan 2025, 16:05, insgesamt 3-mal geändert.
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Ist anscheinend schwer zu verstehen.
Die Notwendigkeit des Ölwechsels kann doch irgendwo bei einer Rußkuchelwerkelstatt im letzten Dörfchen sein. Dann wirste doch froh sein, wenn Du DEIN Öl dabei hast und Du nicht die Pampe aus einer Blechtonne reinschütten mußt.
Mußt Du aber natürlich auch nicht.
Mal was zum Copy and Paste hier im Forum: Gesamte Posts einfach nur zu kopieren erhöht den Erkenntniswert weder für den Kopierenden noch für den Folgeleser nicht, sieht nur wichtig aus, braucht nix als Speicherplatz, denn der Ursprungspost steht doch genau drüber. Reicht doch, nur das evtl. nochmal zu Pasten worauf Bezug genommen wird. Muß man aber auch nicht.
Also a Schmarrn, wie die Bayern sagen.
Mit freundlichen Grüßen.
Nachsatz: 27.01.2025 >17:53
... und ich sage Euch, es ist mehr Freude über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über 99 Gerechte ...Thumbs up!
Die Notwendigkeit des Ölwechsels kann doch irgendwo bei einer Rußkuchelwerkelstatt im letzten Dörfchen sein. Dann wirste doch froh sein, wenn Du DEIN Öl dabei hast und Du nicht die Pampe aus einer Blechtonne reinschütten mußt.
Mußt Du aber natürlich auch nicht.
Mal was zum Copy and Paste hier im Forum: Gesamte Posts einfach nur zu kopieren erhöht den Erkenntniswert weder für den Kopierenden noch für den Folgeleser nicht, sieht nur wichtig aus, braucht nix als Speicherplatz, denn der Ursprungspost steht doch genau drüber. Reicht doch, nur das evtl. nochmal zu Pasten worauf Bezug genommen wird. Muß man aber auch nicht.
Also a Schmarrn, wie die Bayern sagen.
Mit freundlichen Grüßen.
Nachsatz: 27.01.2025 >17:53
... und ich sage Euch, es ist mehr Freude über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über 99 Gerechte ...Thumbs up!
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
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J Bittmann
- Beiträge: 48
- Registriert: Mo 25. Jan 2010, 21:48
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Hallo,
nach nunmehr rund 1000km nur mit mauretanischem Diesel ein kleines Update. Außer den auf etwa alle 100km laufenden Regenerationsintervallen keinerlei merkliche Auffälligkeiten im Fahrverhalten. Und die Regeneration läuft im Schnitt nur 5 km. Da wir in RIM viele Weichsandpisten gefahren sind, ist der Verbrauch zu vorher um ca 50% höher.
Ich möchte hier noch auf die "Global sufphur map" hinweisen,
aus der die unterschiedlichen Schwefelanteile von EU(<15ppm), Algerien(<2000ppm) und Mauretanien(>6000ppm) hervorgehen, über die man sich im Klaren sein sollte.
Gruß Jürgen
nach nunmehr rund 1000km nur mit mauretanischem Diesel ein kleines Update. Außer den auf etwa alle 100km laufenden Regenerationsintervallen keinerlei merkliche Auffälligkeiten im Fahrverhalten. Und die Regeneration läuft im Schnitt nur 5 km. Da wir in RIM viele Weichsandpisten gefahren sind, ist der Verbrauch zu vorher um ca 50% höher.
Ich möchte hier noch auf die "Global sufphur map" hinweisen,
aus der die unterschiedlichen Schwefelanteile von EU(<15ppm), Algerien(<2000ppm) und Mauretanien(>6000ppm) hervorgehen, über die man sich im Klaren sein sollte.
Gruß Jürgen
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Moin,
aus der Karte gehen Algerien wie auch Mauretanien mit <2000 ppm hervor.
Da ist aber auch Marokko mit 15 ppm eingezeichnet.. würde ich ehrlich gesagt bezweifeln, selbst in Spanien ist meiner Meinung nach die Spritqualität bei den billigen Tankstellen nicht die gleiche wie sonst in Europa.
Vielleicht kommen daher aber auch die für Spanien üblichen starken Preisdifferenzen.
Gruss Richard
aus der Karte gehen Algerien wie auch Mauretanien mit <2000 ppm hervor.
Da ist aber auch Marokko mit 15 ppm eingezeichnet.. würde ich ehrlich gesagt bezweifeln, selbst in Spanien ist meiner Meinung nach die Spritqualität bei den billigen Tankstellen nicht die gleiche wie sonst in Europa.
Vielleicht kommen daher aber auch die für Spanien üblichen starken Preisdifferenzen.
Gruss Richard
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J Bittmann
- Beiträge: 48
- Registriert: Mo 25. Jan 2010, 21:48
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Hallo,
nach 11t km haben wir erstmals wieder Diesel in der EU getankt.
Die bisher einzige Auffälligkeit war, dass nach ca. 7400km ab Oran eine Meldung kam, den Dieselfilter zu wechseln. Das ging auch einher mit etwas Leistungsverlust. Nach dem Wechsel dann weiterhin keine Auffälligkeiten.
Abschließend ist noch zu erwähnen, dass die Erfahrung der letzten drei Monate gezeigt hat, dass die DPF Regenerationszyklen logischerweise vom jeweiligen Verbrauch abhingen. Und dieser war natürlich bei Geländefahrten entsprechend deutlich höher als auf Straßen.
Gruß
Jürgen
nach 11t km haben wir erstmals wieder Diesel in der EU getankt.
Die bisher einzige Auffälligkeit war, dass nach ca. 7400km ab Oran eine Meldung kam, den Dieselfilter zu wechseln. Das ging auch einher mit etwas Leistungsverlust. Nach dem Wechsel dann weiterhin keine Auffälligkeiten.
Abschließend ist noch zu erwähnen, dass die Erfahrung der letzten drei Monate gezeigt hat, dass die DPF Regenerationszyklen logischerweise vom jeweiligen Verbrauch abhingen. Und dieser war natürlich bei Geländefahrten entsprechend deutlich höher als auf Straßen.
Gruß
Jürgen
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middeldorfklaus3
- Beiträge: 423
- Registriert: So 11. Sep 2022, 19:29
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Nur so zu Info-wir haben einigermasse gute Verbindungen nach Mauretanien -angeblich sind da bei neuen Diesel kfz nach wenigen Jahren Injektionen meist defekt und die Reinigen regelmäßig die Siebe im Tank weil zu -das ist kein Problem das akut auftritt -das zeigt sich erst mit der Zeit was der Sprit an defekten verursacht
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Dieter der Raabe
- Beiträge: 60
- Registriert: Mi 22. Mär 2006, 17:22
- Wohnort: Bad Tölz
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Die Karte besagt nur, dass im jeweiligen Land die entsprechende Qualität verfügbar ist; das muss nicht zwingend an jeder Tankstelle sein.
Und dass billige Tankstellen aus den gleichen Raffinerien beliefert werden wie die großen Marken, ist schon lange kein Geheimnis mehr.
Wens interessiert: ein Bericht zur Überwachung der Spritqualität in Europa, Fuel quality monitoring System (FQMS):
Quelle: European Environment Information and Observation Network (EIONET)
In Spanien und Deutschland wurden in den Dieselproben keine Abweichungen festgestellt (bei Benzin gabs ein paar Ausreißer):
"Diesel fuel grades
No exceedances of the diesel fuel quality limits were reported."
Dieter
MODERATOR-NOTE: PDF ergänzt.
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
Hallo
war im Herbst mit einem Euro 6 Sprinter, Baujahr 2023 in Südalgerien unterwegs. Habe insgesamt 300 l schwefelarmen Diesel aus Tunesien mitgenommen/getankt und 300 l schwefeligen Diesel in Algerien nachgetankt und etwas Liqui Moly "Partikelschutz" beigemischt. Hatte keine Probleme. Der DPF regeneriert auf 5 % Beladung - was immer das langfristig auch bedeuten mag.....
war im Herbst mit einem Euro 6 Sprinter, Baujahr 2023 in Südalgerien unterwegs. Habe insgesamt 300 l schwefelarmen Diesel aus Tunesien mitgenommen/getankt und 300 l schwefeligen Diesel in Algerien nachgetankt und etwas Liqui Moly "Partikelschutz" beigemischt. Hatte keine Probleme. Der DPF regeneriert auf 5 % Beladung - was immer das langfristig auch bedeuten mag.....
Re: Mit Euro6 Diesel in Algerien/Mauretanien
@HerLo,
interessante Info, magst du noch angeben welchen Motor dein Sprinter hat.
Den 4 oder 6 Zylinder und ob Euro6 oder Euro VI
Danke und Gruß
Joachim
PS Meine Frau möchte wissen Wo und Wie die 300 Liter im oder am Sprinter transportiert wurden
interessante Info, magst du noch angeben welchen Motor dein Sprinter hat.
Den 4 oder 6 Zylinder und ob Euro6 oder Euro VI
Danke und Gruß
Joachim
PS Meine Frau möchte wissen Wo und Wie die 300 Liter im oder am Sprinter transportiert wurden
Sprinter 4x4, Bj ´22, OM654.920, Euro VI, Iglhaut Sperre, 56.000 Km, 4,1t



