Tunesien - Eindrücke von September 2012

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Andreas Pflug
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von Andreas Pflug »

Ich schrieb doch, dass es nicht verbindlich ist. Nur das aktuell (ich meinte dieser Tage, nicht Wochen oder gar Monate) vom Millitär bei Kamour für den "Hossa, wir fahren mal auf dufte südlich"-Reisenden das virtuelle Tor geschlossen wird. Aber auch das mag sich morgen schon ändern. Autoritiv ist der Staat Tunesien verantwortlich, nicht Andreas mit seiner Karte. Die kann aber helfen, Verdruss zu erleiden. :-)

Ich war schon im Sperrgebiet. Wenn man alleine mit Freunden unterwegs ist- Ne feine Gegend.
Aber mit Führer? - Da sähe ich keinen Sinn, so schön sind die größeren Dünen nicht und mehr hats da auch kaum.
Schade ums Cafe unten in Borj el Khadra, dürften nicht mehr soviele Besucher vorbei kommen (und dann rückwärts in einen Kaktus fallen, wie ich damals).

OK, die lustige Wanne irgendwo vor El Borma :mrgreen:

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Michael Escher
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von Michael Escher »

Hallo zusammen,
Kuno hat geschrieben: A) Touristische Reisen ins Sperrgebeit in TN sind unter Einschraenkungen moeglich und obligen einer individuell zu beantragenden Bewilligung.

B) Zusaetzlich mitzufuehren sind: SatPhone, Militaerischer Begleiter und ein Vertreter des TN Veranstalters.
alles klar, Kuno, nur eines haste vergessen:
C) das kann alles jederzeit ändern.

Nichts für ungut - aber so isses doch. Zum Glück noch ein Restchen Afrika. Nicht einfach alles per Internet abklärbar, inkl. wo an welchem Tisch auf welchem Stockwerk der Fähre wann genau welcher Zettel mit welchem Stempel versehen wird. Runterfahren, sich schlau machen vor Ort und geniessen, was es zu geniessen gibt.
Gruss, Michael
schnorr
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von schnorr »

pfaffi hat geschrieben:Hallo,
vielen Dank für die Ausführungen und für den brauchbaren Hinweis aus diesem schönen Land.
War schon verwirrt da so unterschiedliche Meldungen kamen. Viele meine Freunde sagen aber auch, das es völlig stressfrei ist zu fahren.
Wegen Sperrgebiet im Süden: Wir sind 2010-2011 ohne Genehmigung rein und wollten von Süden zum Lago. Bis Bir Auin keine Probleme, nach jedoch so 20-30km Richtung zur Grenze auf jedem Hügel ein Posten. (War die Jahre vorher nicht). Der 3 oder 4 Posten hat uns dann erwischt und wir wurden sehr höflich (ist nur zu eurer eigenen Sicherheit usw.), aber bestimmt, aus dem Sperrgebiet (mit Militärbegleitung) rausgeschmissen. In Höhe Einstieg zum Lago oberhalb von Kamour sind wir dann vom Lago bis zur Grenze und dann nach Norden ohne Probleme. Allerdings waren wir eine sehr kleine Gruppe (2 Motorräder und ein Toyo).
Werden heuer im Winter wieder unten sein.

Liebe Grüße
Walter
hallo walter, ihr seid also, obwohl ihr vom sperrgebiet wusstet dort ohne genehmigung rein und beklagt euch nurdarüber, dass ihr auf der piste geschnappt wurdet?

hm....
da ich dir nicht abnehmen werde, dass ihr als alte hasen euch verfahren habt, war dies absicht, oder?

kann es sein, dass wegen solchen verhaltens damals das sperrgebiet erst erweitert wurde. und kann es sein dass es wegen eines solchen "verhaltens" es einmal unmöglich wird, überhaupt in die dünen zu fahren, weil die regierung das gelände komplett dicht macht für individualreisende?

ich hoffe, ich liege da falsch,aber :bang: :bang:
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Kuno
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von Kuno »

Michael Escher hat geschrieben:...alles klar, Kuno, nur eines haste vergessen:
C) das kann alles jederzeit ändern.

Nichts für ungut - aber so isses doch. Zum Glück noch ein Restchen Afrika. Nicht einfach alles per Internet abklärbar, inkl. wo an welchem Tisch auf welchem Stockwerk der Fähre wann genau welcher Zettel mit welchem Stempel versehen wird. Runterfahren, sich schlau machen vor Ort und geniessen, was es zu geniessen gibt.
Gruss, Michael
Ja und nein, Michael. Natuerlich kann sich etwas aendern. Immer und ueberall - aber es ist auch nicht verkehrt, wenn man sich vor der Reise moeglichst schlau macht, was nun aktuell ist und was nicht. Einfach Richtung Sperrgebiet fahren, bis jemand "Halt!" ruft halte ich zZt fur nicht unbedingt klug. Eine gute Portion Flexibilitaet ins Gepaeck zu nehmen ist andererseits sicher richtig - und auch ein paar Ausweichrouten zu planen ist nicht falsch.

Wem die Zettel- und Stempelwirtschaft auf der Faehre schon ungeheuer ist, der kann sich problemlos einem Reiseveranstalter anschliessen, der ihm (oder ihr) mit seiner Landeskenntniss weiterhilft. Und hier ist meine Erfahrung, dass man mit denen, die am wenigsten laut schreien und nicht behaupten, dass sie die mit den besten Verbindungen seien und Tunesien schon kannten, bevor der erste Muezzin zum Gebet gerufen hatte... ...oft am besten faehrt (dafuer bekommt man dann aber auch keine Aufkleber) :wink:
Michael Escher
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von Michael Escher »

Sali Kuno,
ich geh mal davon aus, dass du schon weisst, was ich gemeint habe. Vor Ort schlau machen ist gut, was nicht heissen soll, einfach drauflos fahren. Alternativen planen ist auch gut und, ehrlich gesagt, in Afrika meistens das, was man dann umsetzt. Betr. Reiseveranstalter kann ich nichts sagen, bin noch nie und werde inschallah auch nie mit einer fahren.
Gruess, Michael
Kuno
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von Kuno »

Genau so, Michael - regnet's bei dir auch grad? Waere Zeit, wieder mal in die Wueste zu fahren :idea:
Michael Escher
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von Michael Escher »

Ja, es regnet auch und ja, Wüste wäre gut. Kriegst PN.
Gruss Michael
Kuno
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von Kuno »

PN? Mit Wueste oder mit Sonne drin?
Bodensee
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von Bodensee »

Tunesien baut eigene Aufklärungsdrohnen, wogegen Algerien auf Erzeugnisse aus Südafrika vertraut. Sogenannte "Falschfahrer" werden je länger je schneller gefunden und geschnappt...
http://www.militaryphotos.net/forums/sh ... rmy/page69
Auf der anderen Seite haben die Apparate auch ihr Gutes, werden doch Suchaktionen massiv erleichtert und hoffentlich erfolgreicher.
pfaffi
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von pfaffi »

Hallo Jörg,
seit Jahren hat sich an der Ausdehnung des Sperrgebietes, wie du sicherlich weisst, nichts geändert. Ausser das die Behörden manchmal lasch und seit letzter Zeit strenger kontrollieren.
Hat natürlich vielfältige Gründe, die jedoch wenig mit den paar Leuten zu tun hat, die gerne in den Sand fahren.
Wenn du meinst, das bestausgerüstete Indivituatouristen, die respektvoll mit dem Land und deren Einwohnern umgehen und manchmal Bestimmungen "ausdehnen" (was ich schon wirklich arabisch empfinde), schuld an dem Problem Sperrgebiet sind, nun ja...
Da gebe ich zu bedenken das diese Leute immer weniger werden, da von den Behörden unerwünscht.
Es ist wesentlich einfacher Reisende zu kontrollieren, die einen Führer und Militär dabei haben, als Leute die im Sandmeer verschwinden. Und natürlich gibt es dabei auch genug Leute die sich einen Dreck um Land und Leute scheren.
Und es ist auch wesentlich lukrativer für die Behörden zahlende Pauschaltouristen, welche in Massen mit aufgemotzten Autos in sogenannten "Ralleys" die Sahara verpesten, dort fahren zu lassen.
Wir werden sehen wie die Entwicklung in diesen Ländern weitergeht,
insh'allah,
LG
Walter
schnorr
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von schnorr »

pfaffi hat geschrieben: Hat natürlich vielfältige Gründe, die jedoch wenig mit den paar Leuten zu tun hat, die gerne in den Sand fahren.
Wenn du meinst, das bestausgerüstete Indivituatouristen, die respektvoll mit dem Land und deren Einwohnern umgehen und manchmal Bestimmungen "ausdehnen" (was ich schon wirklich arabisch empfinde), schuld an dem Problem Sperrgebiet sind, nun ja...
hallo walter, ich erinnere mich daran, dass einer der auslöser (der auslöser! aber wahrscheinlich nicht der eigentliche grund, oder?) der sperrgebietserweiterung vor ein paar jahren ein paar touristen waren, die liegengeblieben waren, sich nicht an die regeln gehalten und einen riesen aufstand verursacht haben.
dies waren sicherlich keine touristen, die sich dem land und leuten ggü. respektvoll verhalten haben.

aber was passiert, wenn solche idioten mit z.b. euch, die ja sehr respektvoll die regeln des landes einhalten (oder ausdehnen)verwechselt werden? ich weiss nicht, ob der ottonormaltunesier dies unterscheiden kann.

ich befürchte nur, dass dann ein gouverneur, wenn er die nase voll hat von aufgegriffenen touris (egal ob respektvoll oder nicht) das sperrgebiet für den individualreisenden noch weiter einschränkt und dann nur noch reisegruppen und ralleys zum tembain und zum see fahren können.
Viele Grüße
Jörg

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pfaffi
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Re: Tunesien - Eindrücke von September 2012

Beitrag von pfaffi »

Hallo Jörg,

ja, da muss ich dir auf jeden Fall Recht geben.
Man soll den Behörden keinen Grund liefern die Einschränkungen weiter zu verschärfen.
Wie du sicher weisst war der Grund damals aber ein anderer.
Diese Gruppe hat sich und Ihre Ausrüstung so wie auch Ihre Erfahrung maßlos überschätzt und dann auch noch wie die Irren nach Mama geschriehen, unglaublichen Stress gemacht, das sie ja gerettet werden müssen. Nun, das war doch wirklich eine (leider extreme) Ausnahme.
Leider gibt es immer mehr solcher Idioten da unten und du hast recht, ich will keiner von diesen sein.
Ich mache bei mir zu Háuse auch keine "Werbung" mehr für die Sahara. Die meisten sagen ohnehin, was willst du da, eh nur Sand. Denen gebe ich mitlerweilen Recht und sage, stimmt schon, eh sch.. da unten. Insgeheim denke ich mir, bitte bleib zu Hause, es fahren schon genug Idioten da unten herum.

LG
Walter
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