Halfaja-Pass Tunesien
Moderator: Moderatoren
Halfaja-Pass Tunesien
Hallo,
in den letzten Jahren sind wir öfter mal über den Halfaja-Pass in Tunesien gefahren.
Von norden kommend bietet sich ein Zwischenplateau zum rasten / übernachten an.
Auf diesem Plateau findet man Spuren von angelegten Wegen und Plätzen (Grundmauern?).
Weiß jemand, was sich dort vor 2000, 70 oder in den letzten Jahren abgespielt hat?
Im Internet finde ich nur Informationen über den "Halfaya-Pass" in Ägypten, dort hat sich vor 70 Jahren einiges abgespielt...
Danke + Grüße
Gerd
in den letzten Jahren sind wir öfter mal über den Halfaja-Pass in Tunesien gefahren.
Von norden kommend bietet sich ein Zwischenplateau zum rasten / übernachten an.
Auf diesem Plateau findet man Spuren von angelegten Wegen und Plätzen (Grundmauern?).
Weiß jemand, was sich dort vor 2000, 70 oder in den letzten Jahren abgespielt hat?
Im Internet finde ich nur Informationen über den "Halfaya-Pass" in Ägypten, dort hat sich vor 70 Jahren einiges abgespielt...
Danke + Grüße
Gerd
Der Mensch ist das einzige Tier, das sich für einen Menschen hält!
Re: Halfaja-Pass Tunesien
Hallo Gerd,
die letzten beiden Beiträge in diesem Fred
herausforderung-strasse-im-weitesten-si ... lit=rommel
handeln auch vom Pass. Als ich vor fast 4 Jahren dort war, traf ich morgens einen Händler mit einem Pferde- oder Eselfuhrwerk, der hatte da oben übernachtet.
Gruß
Ferdi
die letzten beiden Beiträge in diesem Fred
herausforderung-strasse-im-weitesten-si ... lit=rommel
handeln auch vom Pass. Als ich vor fast 4 Jahren dort war, traf ich morgens einen Händler mit einem Pferde- oder Eselfuhrwerk, der hatte da oben übernachtet.
Gruß
Ferdi
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Wolfgang K
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- Wohnort: bei Mainz
Re: Halfaja-Pass Tunesien
Hallo Gerd,
der Pass selbst ist, nach allem was ich habe herausfinden können, wahrscheinlich erst nach WK2, zumindest nach 1933 entstanden. Es gibt einige Pässe bzw. Übergänge über das Gebirgsmassiv von El Fejaj bis Tozeur die zu römischer Zeit errichtet wurden. Der bekannteste ist der Übergang über den Limes Tripolitanus bei Oum Ali, wo heute noch das Sperrwerk steht.
Weiter westlich gibt es noch zwei Pässe, die definitiv aus römischer Zeit stammen und auch heute noch erkennbar sind. Einer ist sogar mit Mühe und Mut noch befahrbar.
Der Halfaja Pass gehört zwar in die Neuzeit, aber nicht alle Spuren am nördlichen Einstieg, die Du vermutlich meinst:
Einiges davon ist die alte Römerstraße von Capsa (heute Gafsa) nach Aquae (heute El Hamma). Sie verläuft nicht über den Pass sondern am Fuß des Berges entlang. Wenn man ihr nach Osten folgt findet man gut erhaltene Stücke.
Die quadratischen Grundrisse auf dem von Dir beschriebenen Podest sind schon schwerer zuzuordnen. Das könnte ebenfalls alt sein, aber auch aus der Bauzeit des Passes stammen. Habe das bisher nicht klären können.
Spannende Sache und schön, dass sich Leute dafür interessieren.
Die Gegend ist ein riesiges Freilandmuseum…
Wenn ich nachher Zeit habe werde ich noch ein paar Bilder raussuchen.
Grüße
Wolfgang
der Pass selbst ist, nach allem was ich habe herausfinden können, wahrscheinlich erst nach WK2, zumindest nach 1933 entstanden. Es gibt einige Pässe bzw. Übergänge über das Gebirgsmassiv von El Fejaj bis Tozeur die zu römischer Zeit errichtet wurden. Der bekannteste ist der Übergang über den Limes Tripolitanus bei Oum Ali, wo heute noch das Sperrwerk steht.
Weiter westlich gibt es noch zwei Pässe, die definitiv aus römischer Zeit stammen und auch heute noch erkennbar sind. Einer ist sogar mit Mühe und Mut noch befahrbar.
Der Halfaja Pass gehört zwar in die Neuzeit, aber nicht alle Spuren am nördlichen Einstieg, die Du vermutlich meinst:
Einiges davon ist die alte Römerstraße von Capsa (heute Gafsa) nach Aquae (heute El Hamma). Sie verläuft nicht über den Pass sondern am Fuß des Berges entlang. Wenn man ihr nach Osten folgt findet man gut erhaltene Stücke.
Die quadratischen Grundrisse auf dem von Dir beschriebenen Podest sind schon schwerer zuzuordnen. Das könnte ebenfalls alt sein, aber auch aus der Bauzeit des Passes stammen. Habe das bisher nicht klären können.
Spannende Sache und schön, dass sich Leute dafür interessieren.
Die Gegend ist ein riesiges Freilandmuseum…
Wenn ich nachher Zeit habe werde ich noch ein paar Bilder raussuchen.
Grüße
Wolfgang
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Wolfgang K
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Re: Halfaja-Pass Tunesien
Hier noch Bilder der Straße.
Auf dem Absatz vor dem Pass: Weiter östlich Richtung Hamma:
An der Stelle wo die Straße vom Wasser unterbrochen wurde erkennt man gut den Unterbau.
Grüße
Wolfgang
Auf dem Absatz vor dem Pass: Weiter östlich Richtung Hamma:
An der Stelle wo die Straße vom Wasser unterbrochen wurde erkennt man gut den Unterbau.
Grüße
Wolfgang
Re: Halfaja-Pass Tunesien
Danke für die Bilder und Infos !
Auch wenn ich noch nicht in TU war sind solchen Themen interessant .
Gruß Vanguard
Auch wenn ich noch nicht in TU war sind solchen Themen interessant .
Gruß Vanguard
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Wolfgang K
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Re: Halfaja-Pass Tunesien
Die Gegend hinter und auch vor dem Limes war zu römischer Zeit dichter besiedelt als heue. Evtl. nicht was die absolute Anzahl der Menschen angeht, aber auf jeden Fall was die Anzahl der Siedlungen und Befestigungen anbelangt.
Außer Forts und Wehrhöfen gibt es auch sehr nah am Limes Grabanlagen, die Türmen beim libyschen Bani Walid oder Ghirza bzw. beim tunesischen Sidi Aich gleichen :
Der hier z.B.
Außer Forts und Wehrhöfen gibt es auch sehr nah am Limes Grabanlagen, die Türmen beim libyschen Bani Walid oder Ghirza bzw. beim tunesischen Sidi Aich gleichen :
Der hier z.B.
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Albrecht(Vorname...)
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- Registriert: Mo 8. Aug 2005, 21:14
- Wohnort: ortenau
Re: Halfaja-Pass Tunesien
ja, zu diesem thema die frage: war von euch in letzter zeit jemand da? es gab doch berichte, dass viele der römischen villen, grabmäler, besiedlungsreste jetzt auf der suche nach wertgegenständen einfach mit dem bulldozer umgegraben worden seien. wie ist denn die lage aktuell?
cu albrecht
cu albrecht
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landcruiser.
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Re: Halfaja-Pass Tunesien
War im März 2014 in der Ecke. Von den römischen Relikten habe ich leider nichts bemerkt. Von Bulldozern war allerdings auch nichts zu sehen. Waren aber auch nur einen Tag dort über die "Rommel"piste zu den Bergoasen.
Re: Halfaja-Pass Tunesien
Hallo Miteinander!
Vielen Dank für die vielen Interessanten Beiträge!
Wenn alles gut geht* werde ich im März wieder unten sein und werde dann sehen ob wirklich Bulldozer am Werk waren
Dieses mal werden wir seit langem wieder mal mit den im Gegensatz zum Geleändewagen doch viel wendigeren Enduros unterwegs sein - vielleicht finden wir ja sogar den Pass etwas weiter östlich und können ihn etwas erkunden
Die Schreibweise Halfaya mit "y" scheint doch verbreiterter zu sein, egal ob es sich um den tunesischen oder ägyptischen Halfaya-Pass handelt.
Vielleicht machen wir uns auch auf die Suche vom Bordj Zoumit und dem Ksar Chtaoua, etwa 55 KM östlich von Douz.
*Die KTM leidet noch an Öl-Inkontinenz, ich hoffe ich finde die Ursache!
Viele Grüße
Gerd
Vielen Dank für die vielen Interessanten Beiträge!
Wenn alles gut geht* werde ich im März wieder unten sein und werde dann sehen ob wirklich Bulldozer am Werk waren
Dieses mal werden wir seit langem wieder mal mit den im Gegensatz zum Geleändewagen doch viel wendigeren Enduros unterwegs sein - vielleicht finden wir ja sogar den Pass etwas weiter östlich und können ihn etwas erkunden
Die Schreibweise Halfaya mit "y" scheint doch verbreiterter zu sein, egal ob es sich um den tunesischen oder ägyptischen Halfaya-Pass handelt.
Vielleicht machen wir uns auch auf die Suche vom Bordj Zoumit und dem Ksar Chtaoua, etwa 55 KM östlich von Douz.
*Die KTM leidet noch an Öl-Inkontinenz, ich hoffe ich finde die Ursache!
Viele Grüße
Gerd
Der Mensch ist das einzige Tier, das sich für einen Menschen hält!
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Ralf Kiefer
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Re: Halfaja-Pass Tunesien
Welches Modell? Mechanisch oder mit blauer Wolke?Gerd C. hat geschrieben: *Die KTM leidet noch an Öl-Inkontinenz, ich hoffe ich finde die Ursache!
Gruß, Ralf
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Wolfgang K
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Re: Halfaja-Pass Tunesien
Noch mal zum römischen Erbe im südlichen Tunesien.
Man könnte fast sagen, dass jeder Quadratmeter tunesischen Bodens außerhalb der reinen Sandgebiete (und z.T. sogar dort) römische Erbschaften enthält.
Nördlich Douz, Matmata, Tataouine, Remada war sie Besiedlung mit Höfen und Forts praktisch auf Sichtweite. Bis an die Küste nach Norden war so gut wie alles erschlossen und besiedelt. Im Norden findet man praktisch auf jedem Acker etwas, aber viel ist auch unter den Ortschaften verschwunden.
Das Spannende ist, dass die damalige Limesregion heute praktisch unbesiedelt ist und nichts überbaut wurde. Auch wenn die Besiedlung hier dünner ist als im Norden, finden sich im Süden dennoch alle par Kilometer Überreste.
Neben dem Fort Tisavar (Ksar Ghilane) und Ksar Tarcine gibt es Kastelle in unterschiedlichsten Erhaltungszuständen:
Benia Recheb Die Ruine stand noch vor 25 Jahren auf freiem Feld. Jetzt ist sie von einer Ortschaft umschlossen und teilweise in Gebäude „integriert“
Benia Ceder
Wem hier auffällt, dass die Steine nicht römisch – akkurat liegen, der hat recht. Wie die meisten „römischen“ Bauwerke (z.B. große Teile von Dougga) sind mit römischen Steinen von den Byzantinern wieder aufgebaute Befestigungen. Nur dass man da nicht ganz so pedantisch war, sondern einfach nur schnell und günstig eine Befestigung brauchte.
Talalati (Ras al Ain) bei Tataouine Das Bild zeigt den Verlauf der nördlichen Mauer. Das Kastell war eines der größeren ca 100x100m.
Die Kastelle waren bis in die Spätantike und teilweise bis in die byzantinische Zeit in Betrieb.
Das hier ist Borj Zoumit. Die Fundamente könnten römisch sein. Der Überbau stammt aber aus der Berberzeit. Wahrscheinlich 15-16 Jhd. Die Gegend nördlich der Line Douz-Matmata war intensiv landwirtschaftlich genutzt. Alle paar Kilometer gab es Höfe, teils mit Befestigungen und Wallanlagen.
Die ehemaligen Höfe sehen heute so aus: Auch Felder erkennt man noch, aber indirekt. Man hat die Feldsteine in Reihen auf den Feldern zusammengeräumt. An diesen kleinen max Kniehohen Steinwällen hat sich heute Vegetation festgesetzt. Diese erscheint als dunkle Linien au dem Foto. Dazwischen wurde Getreide angebaut.
Zwischen den Kastellen findet man noch intakte Verbindungsstraßen:
Auch im Dahargebirge findet man wie zwischen Hamma und Douz noch die Reste eines Sperrwerks. Im Dahar hat es sogar noch Teile der ehemaligen Torlanlage:
Und nun zum „Catarpillaring“, dem kompletten Umwühlen von Ruinen mit dem Bagger:
Das ist leider traurige Wahrheit und es greift um sich wie eine Seuche. Ich beobachte das seit einigen Jahren und zweifle mehr und mehr am Verstand der Leute.
Was dort angerichtet wird ist eine Katastrophe. Was die Idioten eigentlich suchen ist mir nicht ganz klar. Aufgewühlt werden die gesamten Fundamente inklusive der erhaltenen Fußböden, Hypokausten und darunterliegenden Bodenschichten, wahrscheinlich auf der Suche nach Gewölben und darin versteckten vermeintlichen „Goldschätzen“. Nur waren dies Landwirtschaftliche Gehöfte und keine Herrensitze. Und die Soldaten haben in Forts auch keine Schätze besessen.
Das Ergebnis ist eine hirnlose Zerstörung, die wahrscheinlich nicht einmal die Kosten für den Diesel einbringt.
So sieht eine Fundstätte (Gehöft) aus wenn der Bagger da war:
Das ganze Fundament rausgewühlt, erhaltenen Fußboden rausgebaggert....
So ein ehemals gut erhaltenes Kleinkastell:
Durch den Boden in die Hypokausten gewühlt...
Idioten
Von dutzenden dieser Ruinen die ich kenne sind gut 60% vollkommen zerstört, 30% sind teilweise umgewühlt. Es gibt sicher teilweise ein Bewusstsein der Bevölkerung, aber die abgelegenen Plätze sind vollkommen schutzlos. Teilweise kann man sogar noch die Baggerspuren sehen, die über etliche Kilometer zu einem Ort zurück gehen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass derzeit jemand einschreitet.
Man könnte fast sagen, dass jeder Quadratmeter tunesischen Bodens außerhalb der reinen Sandgebiete (und z.T. sogar dort) römische Erbschaften enthält.
Nördlich Douz, Matmata, Tataouine, Remada war sie Besiedlung mit Höfen und Forts praktisch auf Sichtweite. Bis an die Küste nach Norden war so gut wie alles erschlossen und besiedelt. Im Norden findet man praktisch auf jedem Acker etwas, aber viel ist auch unter den Ortschaften verschwunden.
Das Spannende ist, dass die damalige Limesregion heute praktisch unbesiedelt ist und nichts überbaut wurde. Auch wenn die Besiedlung hier dünner ist als im Norden, finden sich im Süden dennoch alle par Kilometer Überreste.
Neben dem Fort Tisavar (Ksar Ghilane) und Ksar Tarcine gibt es Kastelle in unterschiedlichsten Erhaltungszuständen:
Benia Recheb Die Ruine stand noch vor 25 Jahren auf freiem Feld. Jetzt ist sie von einer Ortschaft umschlossen und teilweise in Gebäude „integriert“
Benia Ceder
Wem hier auffällt, dass die Steine nicht römisch – akkurat liegen, der hat recht. Wie die meisten „römischen“ Bauwerke (z.B. große Teile von Dougga) sind mit römischen Steinen von den Byzantinern wieder aufgebaute Befestigungen. Nur dass man da nicht ganz so pedantisch war, sondern einfach nur schnell und günstig eine Befestigung brauchte.
Talalati (Ras al Ain) bei Tataouine Das Bild zeigt den Verlauf der nördlichen Mauer. Das Kastell war eines der größeren ca 100x100m.
Die Kastelle waren bis in die Spätantike und teilweise bis in die byzantinische Zeit in Betrieb.
Das hier ist Borj Zoumit. Die Fundamente könnten römisch sein. Der Überbau stammt aber aus der Berberzeit. Wahrscheinlich 15-16 Jhd. Die Gegend nördlich der Line Douz-Matmata war intensiv landwirtschaftlich genutzt. Alle paar Kilometer gab es Höfe, teils mit Befestigungen und Wallanlagen.
Die ehemaligen Höfe sehen heute so aus: Auch Felder erkennt man noch, aber indirekt. Man hat die Feldsteine in Reihen auf den Feldern zusammengeräumt. An diesen kleinen max Kniehohen Steinwällen hat sich heute Vegetation festgesetzt. Diese erscheint als dunkle Linien au dem Foto. Dazwischen wurde Getreide angebaut.
Zwischen den Kastellen findet man noch intakte Verbindungsstraßen:
Auch im Dahargebirge findet man wie zwischen Hamma und Douz noch die Reste eines Sperrwerks. Im Dahar hat es sogar noch Teile der ehemaligen Torlanlage:
Und nun zum „Catarpillaring“, dem kompletten Umwühlen von Ruinen mit dem Bagger:
Das ist leider traurige Wahrheit und es greift um sich wie eine Seuche. Ich beobachte das seit einigen Jahren und zweifle mehr und mehr am Verstand der Leute.
Was dort angerichtet wird ist eine Katastrophe. Was die Idioten eigentlich suchen ist mir nicht ganz klar. Aufgewühlt werden die gesamten Fundamente inklusive der erhaltenen Fußböden, Hypokausten und darunterliegenden Bodenschichten, wahrscheinlich auf der Suche nach Gewölben und darin versteckten vermeintlichen „Goldschätzen“. Nur waren dies Landwirtschaftliche Gehöfte und keine Herrensitze. Und die Soldaten haben in Forts auch keine Schätze besessen.
Das Ergebnis ist eine hirnlose Zerstörung, die wahrscheinlich nicht einmal die Kosten für den Diesel einbringt.
So sieht eine Fundstätte (Gehöft) aus wenn der Bagger da war:
Das ganze Fundament rausgewühlt, erhaltenen Fußboden rausgebaggert....
Durch den Boden in die Hypokausten gewühlt...
Zuletzt geändert von Wolfgang K am Di 3. Mär 2015, 18:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Wolfgang K
- Beiträge: 2195
- Registriert: Fr 25. Nov 2005, 13:50
- Wohnort: bei Mainz
Re: Halfaja-Pass Tunesien
Achso, die meisten Aufnahmen sind jeweils im Frühjahr bzw. Herbst 2012, 2013 und 2014 entstanden.
die meisten sind aus dem November 2014, also aktuell.
die meisten sind aus dem November 2014, also aktuell.
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Kuno
- Beiträge: 9586
- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
- Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
- Kontaktdaten:
Re: Halfaja-Pass Tunesien
Es ist wirklich frustrierend zu sehen, wie hier die Vergangenheit Tunesiens von den Tunesiern selber mutwillig und endgültig zerstört wird.
Wenn man dann noch bedenkt, dass die gelegentlich gefundene römische Münze kaum mehr als den Materialwert des Metallls einbringt, dann wird es auch noch offensichtlich, dass sich der Aufwand, mit grossem Gerät die "Ausgrabung" vorzunehmen noch nicht einmal lohnt.
Wenn man dann noch bedenkt, dass die gelegentlich gefundene römische Münze kaum mehr als den Materialwert des Metallls einbringt, dann wird es auch noch offensichtlich, dass sich der Aufwand, mit grossem Gerät die "Ausgrabung" vorzunehmen noch nicht einmal lohnt.
Re: Halfaja-Pass Tunesien
Eigentlich ist das ganze Land ein schützenswertes Freilichtmuseum. Nicht nur im Süden sondern schon auf dem Weg in den Sandkasten lassen sich zahlreiche Spuren quer durch die römische Gesellschaft entdecken. Seien es landwirtschaftliche Anwesen in den Bergen im Norden mit angelegten Terassen und Wasserspeichern, Militäranlagen an Schlüsselstellen oder Reste herrschaftlicher Villen an der Küste; es ist ein faszinierendes archäologisches Paradies.
Es lohnt sich, auch mal gemütlich Richtung "Tümpel" im Süden zu fahren.
Gruß Til
Gruß Til
Re: Halfaja-Pass Tunesien
Hallo,
vielen Dank, ihr habt meine Vorfreude immens gesteigert!
Trotz der Zweifel die wir in den letzten Tagen bekommen hatten werden wir die Osterferien nutzen uns die Gegend wieder mal anzusehen
Die KTM, übrigens eine 400er LC4, hält inzwischen auch dicht - es war nur die Ölablassschraubendichtung...
Ich hoffe, dass ich Euch in 3 - 4 Wochen ein paar schöne Bilder einstellen kann
Viele Grüße
Gerd
vielen Dank, ihr habt meine Vorfreude immens gesteigert!
Trotz der Zweifel die wir in den letzten Tagen bekommen hatten werden wir die Osterferien nutzen uns die Gegend wieder mal anzusehen
Die KTM, übrigens eine 400er LC4, hält inzwischen auch dicht - es war nur die Ölablassschraubendichtung...
Ich hoffe, dass ich Euch in 3 - 4 Wochen ein paar schöne Bilder einstellen kann
Viele Grüße
Gerd
Der Mensch ist das einzige Tier, das sich für einen Menschen hält!

