Raclette

Lirum Larum Löffelstil - Arabische Gerichte und Köstlichkeiten

Moderator: Moderatoren

Heinrich
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Re: Raclette

Beitrag von Heinrich »

Hallo

Mit Wikipedia werden alle geholfen:
Wesentliches Element – neben dem kulinarischen Genuss – ist die Geselligkeit in der Gruppe am Lagerfeuer. Ein Raclette-Abend dauert mehrere Stunden. Schon die Vorbereitung braucht Zeit: Holz suchen, Feuerstelle einrichten, Feuer machen, warten bis sich Glut gebildet hat. Beim eigentlichen Essen wird immer eine Portion nach der anderen ausgegeben, und jeder Gast bekommt drei bis vier Portionen.
Na, das tönt doch schon wie Sahara-Latein!

http://de.wikipedia.org/wiki/Raclette
(inkl. Fotos: comme il faut)

Gruss

Heinrich
Birgitt
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Re: Raclette

Beitrag von Birgitt »

Hans Frommelt hat geschrieben:Dazu noch ein Aigle
Was ist denn ein Aigle?

Google erzählt mir irgendetwas von Gummistiefel und verweist mich an einen Jagdkatalog ... :shock:

Wiki erzählt mir, Aigle sei ein Kanton in der Schweiz wo sich eine Salzwasserleitung befindet, es einen Brauereibetrieb und mehrere Weinhandlungen hat (die Nachbargemeinde ist Ormont-Dessous - ob es dort Wäsche zu kaufen gibt?). Was ist denn nun DAS Aigle? So wie Hans es ausgedrückt hat und Kuno es unterstreicht muss es etwas zu trinken sein! Ist es salziges Minerwalwasser? Oder ein aus diesem Salzwasser gebrautes Bier? Oder was ist es?

:?: :?: :?:

Gespannt
Birgitt
Bäärti
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Re: Raclette

Beitrag von Bäärti »

Birgitt hat geschrieben:Was ist denn ein Aigle?
Hoi Birgitt

Ja was ist ein Aigle? Das möchtest du gar nicht wissen!

Das ist so ein leicht trüber, säuerlicher Landwein. Schmeckt leicht ranzig, so wie wenn du deinen Gartenspaten ableckst, oder wie eingeschlafene Füsse. Hinterlässt auf der Zunge so einen gelbgrauen Belag, der nach Kröte schmeckt. Ist nichts für Ausswärtige - passt aber gut zu Raclette...


Gruss Bäärti


.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Birgitt
Moderator
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Re: Raclette

Beitrag von Birgitt »

:mrgreen:

Danke für die Aufklärung!

Mir läuft das Wasser im Mund zusammen ...

:lol: :lol: :lol: :kotz: ;-)

Gruß
Birgitt
Zuletzt geändert von Birgitt am Mi 5. Jan 2011, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.
Alexander
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Re: Raclette

Beitrag von Alexander »

Bäärti hat geschrieben: Das ist so ein leicht trüber, säuerlicher Landwein. Schmeckt leicht ranzig, so wie wenn du deinen Gartenspaten ableckst, oder wie eingeschlafene Füsse. Hinterlässt auf der Zunge so einen gelbgrauen Belag, der nach Kröte schmeckt. Ist nichts für Ausswärtige - passt aber gut zu Raclette...
Ok, überzeugt. Ich steige um auf Käsefondue :mrgreen:

Grüsse
Alexander
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Gerhard Göttler
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Re: Raclette

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hm, Ihr Adler-Genießer,

Aigle ist halt ein Weinort im Wallis, halben Wegs zwischen Vevey und Martigny, teils steile Lagen. Wenns um den Weißen geht, wird dort vor allem Chasselas angebaut und der entspricht wieder unserem Gutedel, einem meiner Lieblinsweine, der dem bäärtigen Spatenlecker aber so gar nicht nahe kommt. Von den Wallisern sind mir die roten (Dôle!) eher lieber, sehr mild, herrlich bei einer Sonnenpause beim Skifahren, ein Dezi. Früher mochte ich mal Oeil de Perdrix. Da gabs dann aber doch immer wieder Reinfälle.

Der ein oder ander weiß ja vielleicht, dass ich auch als Wanderer unterwegs bin. Bei DuMont "Wandern im Südschwarzwald". Tour 5: Auf dem Gutedel-Wiiwegli. - Von Badenweiler auf dem "Wein-Wegle" nach Staufen. Weiß also, wovon ich bei Gutedel rede!

Für mich das Beste im Wallis: Aprikosen. Wüsste gerne, welche Sorte da gepflanzt wird. Aber soooo gute Aprikosen, glaub, das gibts weltweit nicht noch mal. Da kommt nicht mal ein Raclette mit ..... !!!

Gerhard Göttler
Hans Frommelt
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Registriert: So 29. Mär 2009, 11:58

Re: Raclette

Beitrag von Hans Frommelt »

Hallo Birgitt
Beim Googeln muss man nicht "Aigle - Abend - gerettet" eintippen, sondern ganz einfach "Aigle" und "Raclette" und die Ergebnisse klären dich auf. Ich versuche dein Abend zu retten mit den Worten: "ich wünsche dir ein schöner Abend und träume etwas Lustiges wünschen". Hätt ich deine Adresse, dann würde ich dir eine Flasche "Aigel les Mureilles" senden. Gruss Hans
Hans Frommelt
Beiträge: 202
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Re: Raclette

Beitrag von Hans Frommelt »

Guten Abend Gerhard Göttler
Jetzt bewegst du dich auf gefährlichem Terrain. Dein Hinweis, dass die Walliser Aprikosen weltweit die Besten sind, stimmt eindeutig. Nun werden die Austrianer dies nicht gerne lesen und reagieren mit ihren Marillen.
Dein Vergleich mit dem Walliser Raclette hinkt. Nach getaner Arbeit mit den Raclette-Pfännli braucht man natürlich ein „fine eau-de-vin“ und zwar eine Abricotine vom Morand. Alternativ geht auch eine Williamine von Morand. Die Walliser Williamsbirne ist ebenfalls weltweit einsame Spitzenklasse.
Eigentlich sollte man solche Sachen nicht verraten, weil es solches nicht in unbegrenzten Mengen gibt. Man pflegt da halt sein Insiderwissen unter den Freunden zu halten.
Ich halte mich da aber an die Gepflogenheiten der Saharafahrer, welche in der Regel ihre Erfahrungen und ihr Wissen weitergeben.
Ich wünsche auch dir ein schöner Traum. Träum ruhig von der Apricotine – es lohnt sich. Hans
Gerhard Göttler
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Re: Raclette

Beitrag von Gerhard Göttler »

... gut, einverstanden bei der Birne in der Flasche! Bei der vom Baum nicht ganz, so toll fand ich die nie! Bei Morand gibts halt auch Fans, gehöre nicht dazu, weil ich alle Hochprozentige nicht mag, keinen Marc und keine Williamine. Aber halt jedem das Seinige.

Aber nach einem Raclette hilfts ja vielleicht bei der Verdauung?

Der Gerhard

p.s.: Bei den Marillen ist ja schon verdächtig, dass die Austrianer die so gerne in Knödel verbacken! Aber ich gebe zu, dass ich im eigentlichen Marillen-Land noch nie zum richtigen Zeitpunkt war, um dort frische Früchte zu essen. Diesen Sommer am Pyrenäen-Südrand gabs jedenfalls mitunter welche, die tatsächlich den Wallisern nahekamen. Nahe! Nicht gleich! Ein Glück, dass Raclette-Käse keine Saison kennt! Ein Glück jedenfalls für Schweizer. Für andere, die das geruchlich erleiden müssen, eher nicht! ;-)))
Alexander
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Re: Raclette

Beitrag von Alexander »

Hans Frommelt hat geschrieben: Hätt ich deine Adresse, dann würde ich dir eine Flasche "Aigel les Mureilles" senden. Gruss Hans
Hallo Hans, du könntest diese Flasche auch an Birgitt's Vorkoster schicken :mrgreen:

Adresse steht im Impressum ;-)

Grüsse
Alexander
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Hans Frommelt
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Info für Gerhard Göttler

Beitrag von Hans Frommelt »

Eine Information für unser Gerhard Göttler:

In der heutigen Coop-Zeitung wird auf höhlengereifter Raclettekäse aufmerksam gemacht, siehe http://epaper.coopzeitung.ch/ siehe Seite 18 und 19. Die Pfeffermischung ist sehr schmackhaft, insofern auch, weil die Gewürze frisch gemahlen werden. Hans
Gerhard Göttler
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Re: Raclette

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Hans!

Höhlengereifter Raclette-Käse! Ist es denn nicht sehr gefährlich, solche Höhlen zu betreten? Das geht doch vermutlich nur mit Atemschutzgeräten, oder? Ich stell mir das so vor wie bei manchem Silo auf dem Lande: Ein tiefer Atemzug und Du fällst tot um! ;-)) Unsere hiesige Migros hatte just auch Raclette-Käse im Angebot - war aber in so Dick-Plastik verpackt. War nicht gerade anmachig.

Lass Dir aber den Appetit nicht verderben!

Der Gerhard
Hans Frommelt
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Re: Raclette

Beitrag von Hans Frommelt »

Guten Morgen - da würde noch ein Wein, verpackt in achteckigen Dick-Plastik-Schachteln dazu passen. Jeder Wuestenfahrer schwört auf ein anderes Auto und immer ist das seinige mit den seinigen Reifen das Beste. Höhlegereifte Reifen halten sicher länger. Dann stinkt halt die Höhle nicht nach Käse, sondern Reifengummi. Im Grunde genommen ist einfach wichtig, dass in der Höhle oder beim Racletteessen Niemand raucht. Gruss Hans - ich dachte, dass ich dazu bewegen kann, in Zukunft der Raclettekäse nicht mehr im Migros sondern im Coop zu kaufen, besser noch diesen aus Rohmilch, Einkaufsort bereits erwähnt.
Alexander
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Steinzeitliche Käsepioniere

Beitrag von Alexander »

Damit Raclette erst möglich wurde, haben unsere Vorfahren schon mit Käse experimentiert ;-) Vor 7000 Jahren.
Die Idee, Milch durch die Herstellung von Käse haltbar zu machen, ist schon ziemlich alt. Fettrückstände in Tongefäßen belegen nun: Bereits vor über 7000 Jahren stellten Menschen in Kroatien dieses Milchprodukt her – es ist der bisher älteste Beleg für die Produktion von Käse im Mittelmeerraum. Für die frühen Farmer war das Lebensmittel eine wertvolle Energiequelle, wie die Forscher berichten. Womöglich könnte es sogar ihre Ausbreitung in Richtung Nordeuropa begünstigt haben.
Damals: Steinzeitliche Käsepioniere

Grüsse
Alexander
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Hans Frommelt
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Re: Raclette

Beitrag von Hans Frommelt »

Beim erwähnten Artikel geht es um den Mittelmeerraum.
Gemäss meinen Kenntnissen wurden die Felsgravuren und Malereien in der Sahara diesbezüglich noch nicht wissenschaftlich aufgearbeitet. Man kann durchaus annehmen, dass die Kroaten das Käsen in Afrika gelernt hatten.
Käse aus den Mittelmeerländern taugen nicht für ein Raclette. Weder geschmacklich und wegen der Viskosität. Da braucht es Schweizer Kühe die auf Schweizer Wiesen den richtigen Grasmix fressen.
Durchpflügt man in Schweizer historischen Museen die Scherbenabteilungen so wird man sehen, dass die Töpfe und Teller vergleichbare Muster zu den Scheren haben, die man in der Sahara findet und diese hoffentlich dort liegengelassen hatte. Nachdem ja bei den Felsgravuren von rund 12'000 Jahren spricht, könnten die damaligen Saharabewohner das Käsen bei den Wallisern gelernt haben, vielleicht umgekehrt. Der erwähnte Artikel macht ja nur eine Feststellung und sagt nichts darüber aus, welches Volk das Käsen erfunden hatte. Ich denke, es waren unsere Vorfahren aus den Alpen.
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