Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

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Salamander
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Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Salamander »

Hallo,

ich will (muß) nächstes Jahr mit meinem Fahrzeug, 2,5l TDI, über den Tibet.
Wir werden eine zeitlang über 5000m üNN fahren.
Ich würde mich freuen, Eure Erfahrungen dazu zu hören. Habt Ihr am Fahrzeug etwas vorbereiten können dazu?
Welche Propleme traten auf? Welche Motorisierung hattet Ihr, Diesel, Turbo, Vergasermotor ...?

Vielen Dank im Voraus!

J.
Chrigu
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Chrigu »

Was ich dazu anmerken kann: Deiner ist ja ein Turbomotor. Ab 1'800müM sollte man diese nicht mehr dermassen treten. Denn die Luft ist dünn und der Turbolader versucht, den Ladedruck zu erbringen.
Dies schafft er nur mit höheren Drehzahlen.
Sind die technischen Limiten bei ca. 150'000rpm überschritten, kanns zur Zerlegung der Turbine führen. Das ergibt durch Verschlucken von Einzelteilen durch den Motor dann allenfalls einen Motorschaden mittleren Grades, da der Ladeluftkühler noch grössere Teile auffangen kann.
Also Gasfuss mit Verstand einsetzen. Höhere Motordrehzahlen, aber nur Teillast geht z.B. schon. Tiefere Drehzahlen im Vollastbereich ebenfalls.
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
Panjko
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Panjko »

Hallo Salamander !

War selbst letztes Jahr in Tadschikistan und habe mit meinem TD4 zwischen 3000 und 5000 Metern folgende Erfahrung gemacht : Nach Kaltstart möglichst fünf bis zehn Minuten im Standgas laufen lassen,erster Gang und fahren kein Problem,aber eben ohne tritt auf´s Pedal - sonst geht der Motor aus.
Der Turbo regelt sich im TD4 automatisch,beim TDi siehe Chrigu.
Besten Sprit der sich findet tanken.
Luftfilter sollte sauber sein.
Bei großer Kälte Dieselsulz bedenken.
Behutsame Fahrweiße schadet nie.

MfG Panjko
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Wolfgang131
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Wolfgang131 »

Hallo,

ich war mit einem 1,9 TDI auf über 5.000m. Das Fahren war nicht problematisch, wenn ich im "Turbo"-Bereich war. Sinkt die Drehzahl unter diesen Bereich kommst Du in ein Leistungsloch. Wenn es steil berauf geht, bekommst Du keinen Anschluß an den nächsthöheren Gang. Dann fährst Du eben langsam.

Anlassen: es hat sich bewährt in Höhen ab 4.000m mehrmals vorzuglühen und dann erst den Anlasser betätigen. Je nach Kälte dauert es ca. 5 Minuten bis der Motor einwandfrei Gas annimmt.
Morgens -es war bei mir bis -15°- habe ich den Motor von der Sonne aufwärmen lassen und hatte keine Probleme mit dem versulzen vom Diesel.

Viele Grüße
Wolfgang
ferdi
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von ferdi »

Hallo J.,

war des Öfteren mit einem 2,5l TD über 5.000 M.ü.M in Südamerika unterwegs (teilweise war der Turbo auch ausgefallen, weil Riss im Druckschlauch). So ab 4.500m rauchte er schon ordentlich und die Leistung ließ erheblich nach, aber er hat selbst einen 5.500m Pass geschafft.

Ergänzend zu Wolfgangs Ratschlägen, ist es sehr sinnvoll (vor Allem, wenn die Batterie und/oder die Kompression schon schwach sind), die Karre am Hang zu Parken und möglichst viel Strecke abwärts zum Anrollen vor sich zu haben - manchmal dauerte es 2-3 Kilometer bergab, bis der Motor so viel Leistung hatte, dass er sich selbst am Laufen halten konnte.

"el ORANGE NIGHTMARE" im Einsatz:

The_Orange_Nightmare_20140209_172544.jpg
c Ferdi 9.Feb. 2014

Mitsubishi_Montero_20131126_061641.jpg
c Ferdi 26.11. 2013

Gruß
F.
seppr
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von seppr »

Wie alt ist denn dieser TD, welche Euronorm hat er, oder anders ausgedrückt, ist ein Dieselpartikelfilter DPF im Abgasstrang?

Bei neueren Diesel mit DPF soll man unbedingt schwefelarmen Eurodiesel tanken. Ob und an welchen Tankstellen es in Tibet Eurodiesel gibt weiß ich natürlich nicht.
Es gibt Reiseberichte aus Asien oder Südamerika, in denen nichts über Motorprobleme vorkommt. Aber es kommt auch anders, wie in diesem ganz aktuellen Fall aus Ladakh, in dem die Ursache bislang nur vermutet wird. Siehe hier: http://www.viermalvier.de/ubbthreads.ph ... Post653991

Ein DPF braucht eine gewisse Zeit, bis er verrußt und verstopft ist. Wenn man also nur eine relativ kurze Zeit mit kritischem Diesel in kritischen Regionen unterwegs ist kann man von den Problemen möglicherweise überhaupt nichts mitbekommen. So erklären sich auch Reiseberichte mit neuen Autos aber ohne Störungen.

SR
ferdi
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von ferdi »

Hallo Seppr,

willst Du das Alter von J. TDi wissen oder das von "meinem"?

Also "meiner" war damals ca. 26 Jahre jung und Euro was? Der wurde in Paraguay das erste Mal zugelassen und ist es heute dort immer noch und Paraguay gehört noch nicht zur EU ;-)

Gruß
Ferdi

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Landkind70
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Landkind70 »

Hallo Salamander,

wir kommen gerade aus dem Pamir zurück. Waren mit einem Toyota Landcruiser HDJ 80, also Turbodiesel, unterwegs.
Grundsätzlich erstmal vollkommen problemlos - nun gut- ist halt ein alter Landcruiser :wink:
Startproblem hatten wir keine, nur ist der Motor nach dem Starten ab ca 1800hm mit einem deutlich niedrigeren Standgas gelaufen als normal. Dies beklagt auch ein Freund der gerade mit dem gleichen Fahrzeugty in der gleiche Ecke unterwegs ist.Toyota hat eine Möglichkeit verbaut mittels eines kleinen "Choke" Bowdenzug das Standgas manuell anzuheben. Dies habe ich am Morgen dann immer bis zum erreichen der Betriebstemperatur genutzt. Deckt sich also mit der Aussage der Vorschreiber hier.
Leistung hat er nur weniger solange der Turbo noch nicht wirklich aktiv mitarbeitet. Qualmt entsprechend schwarz, meine Einspritzpumpe ist allerdings etwas optimiert, unterhalb 0,5 Bar Ladedruck. Das hat man irgendwann raus und beschleunigt erstmal recht verhalten. Die Frage ist immer, wieviel Leistung benötigt man auf Reisen ? Mir würden wahrscheinlich 50Ps locker ausreichen so langsam wie wir die LAndschaften genießen und auf uns wirken lassen :roll:
Wie auch schon erwähnt wäre es interessant zu wissen welches Fahrzeug du nutzt. Schlechter Sprit in kombination mit der Höhenlage kann bei einem modernen Motor ( Commen Rail + Partikelfilter +Adblue etc) natürlich ganz andere Problem bereiten als bei einem alten mechanischen Einspritzsystem.
Wir haben uns extra dafür einen alten Landcruiser gekauft und umgebaut. Der moderne Commen Rail Landcruiser stand derweil daheim im Carport....

vg Burkhard
Salamander
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Salamander »

Guten Morgen und vielen Dank für Eure Antworten.
Dann muss ich mal ein bisschen "die Hosen runterlassen": Ich will mit meinen VW T5 Transporter 4motion, 96kw Pumpedüse mit DPF (hat kein VTG-Lader) im nächsten Jahr über den Tibet und dann weiter nach Hongkong fahren.
Im letzten Jahr bin ich damit (bei Km-Stand 257.000) von Hamburg nach Shanghai gefahren. Ab Kasachstan habe ich, auf Anraten einer Expertin, ein Additiv zugetankt (ich glaube sonst absolut nicht an "Wundermittelchen"). Das Motorlaufgeräusch und LL-Drehzahl haben sich spürbar/ hörbar verändert, wir hatten aber auf den 13435Km keine Probleme (höchster Pass: Tadyk 3615m). Ich würde ungern dafür einen "neuen Gebrauchten" anschaffen, hatte aber in der Vergangenheit schon BJ und HJ - Landcruiser. Allerdings ist bein T5 die Raumausnutzung wesentlch besser.

Burkhard: Welche Km-Stand hatte Eure LC bei Kauf, und Abfahrt? Wieviel Zuladung?

Freue mich auf weitere Diskussion und Tipps.

J.
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Cheldon
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Cheldon »

Wir hatten auf der Strecke von Langar rauf nach Murghab in Tadjikistan bei knapp unter 4000m unseren Sprinter 316 cdi im Notlauf. Wir waren mit DPF unterwegs. Unterwegs hatten wir den lokalen Diesel mit mitgebrachtem Diesel aus Russland "verschnitten ".
Für unsere jetzige Reise nach Südamerika haben wir den DPF gegen einen Dummy getauscht. Steuerung DPF und AGR off.

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Rolf
Landkind70
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Landkind70 »

Oh J......zum T5 sage ich besser nichts...da hab ich wahrscheinlich, ebenso wie viele andere Leidtragende, eine lange Leidensgeschichte zu....Wie man auf diesem kleine Raum soviel Schei....verbauen kann ist mir schleierhaft. Echte Ingenieurskunst :kotz: die Junxs sollten ihr Diplom zurück geben !

Du musst Mut haben !! Respekt !! Viel Glück dazu.... :wink:

Anyway. Unser 80er hatte bei Anschaffung 180tkm. RHD, Automatik aus UK für sehr kleines Geld. Jetzt hat er in 2 Jahren rund 60 tkm drauf bekommen, zwischenzeitlich gab es nur einige Umbauten,Wartungen und Verbesserungen. Ausgetauscht wurde nichts.

Nur die Zentralasientour waren 25 tkm in 3 Monaten. Ausfälle - das Ctek Smartpass Batterietrennrelais/B2B Lader Kombination und die beiden Banner Batterien :cry: .
Wartung : Abschmieren alle 5-8tkm, 1x Ölwechsel in Duschanbe und hin und wieder Wasserablassen am Dieselvorfilter/Wasserabscheider.
Zuladung : Ich habe den Cruiser vor 2,5 Jahren hinter der B Säule abgeschnitten und eine GFK Kabine verbaut. Damit ist der Wagen um ca 200kg leichter geworden, also das Gewicht welches ich sonst an Wasser und zusätzlichen Diesel mit führen würde. Somit erreichen wir ein Reisegewicht von ca 2850kg mit 180l Diesel/50L Wasser. Für einen Landcruiser ein sehr guter Wert und nur ca 350 kg über dem tatsächlichen Leergewicht eines HDJ80 mit Standartbestuhlung.

Auch haben wir in Murghab aus den Kanistern getankt. Unser alte Dampflok hatte da keine Problem mit.

Aber ehrlich, wenn du mit dem T5 bisher so mutig und zuversichtlich warst, dann nehme auch diese Tour damit in Angriff. Das Platzangebot ist für diese Fahrzeuggröße konkurenzlos... Einige der Schwachpunkte kann man ja vorher kontrollieren ( O-Ringe PD Elemete bzw deren Sitz z.B.)
Additiv und einen mobilen Filter beim Einfüllen reichen da sicher auch. Partikelfilter würde ich aber grundsätzlich vorher entfernen. Dazu musst du aber jemanden finden der dir die Software anpasst. Gibt es aber !

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Cheldon
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Cheldon »

Frag mal hier nach...

http://www.autoteam.ms/startseite


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Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Salamander
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Salamander »

Vielen Dank für eure Beiträge.
Natürlich habe auch ich schon viel über den T5 und 2,5TDI gelesen. Erst recht bevor ich im letzten Jahr losfuhr.
Aber da darf man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Einen Toyota mit E" nicht mit einem VW mit EU5. Das da wesentlich mehr Technik drin ist als uns (mir auch) ist wohl klar. Das hat nichts mit schlechter Ingenieurskunst zu tun. Schau mal in einen aktuellen (EU) Toyota! Wer schonmal ein ein Motorteil nach Lastenheft entwickeln musste weiss: Das ist anders als kneten im Kiga! An den PDE war ich noch nicht dran, ich habe (bisher) keine messbare Ölverdünnung: Never change ...
Aber ich wollte Eure Meinung ja ausdrücklich hören. Leider mache ich da nicht im Auto Urlaub und kann nicht was wegschneiden - ich muß transportieren. Und das passt eher nicht in einen HDJ80 oder vlt. auch nicht einen HZJ78. @Landkind: Hattet ihr bislang noch keine Schwierigkeiten mit dem Automatikgetriebe? Ist der HDJ besser geeignet als ein HZJ?

J.
Wanderer
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Wanderer »

Salamander hat geschrieben:Vielen Dank für eure Beiträge.

Aber da darf man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Einen Toyota mit E" nicht mit einem VW mit EU5. Das da wesentlich mehr Technik drin ist als uns (mir auch) ist wohl klar.

Leider mache ich da nicht im Auto Urlaub und kann nicht was wegschneiden - ich muß transportieren. Und das passt eher nicht in einen HDJ80 oder vlt. auch nicht einen HZJ78. @Landkind: Hattet ihr bislang noch keine Schwierigkeiten mit dem Automatikgetriebe? Ist der HDJ besser geeignet als ein HZJ?

J.
Der hier erteilte Rat ist doch - mach die Tour mit einem Fahrzeug das (abgas)technisch nicht so hochgerüstet oder aufwendig ist, dann hast Du weniger (oder gar keine) Probleme.

Was in einen T5 passt, passt auch in einen 75/78er. Bei einem 80er könnte es ein bisschen eng werden.
Grundsätzlich schont ein Automat den Motor. Und der Automat aus dem 80er ist ziemlich robust.
Nein. Ein Sauger ist immer problemloser als ein Turbo, (auch) bei grossen Höhen.
Wanderer
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Wanderer »

Hier übrigens ein Link (zufällig gefunden in diesem Forum) zu Deiner Frage: http://www.tlc-exped.net/R29Ber.html

Der sollte etliche Klarheiten beseitigen.
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