Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

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Landkind70
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Landkind70 »

Salamander hat geschrieben:Vielen Dank für eure Beiträge.
Natürlich habe auch ich schon viel über den T5 und 2,5TDI gelesen. Erst recht bevor ich im letzten Jahr losfuhr.
Aber da darf man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Einen Toyota mit E" nicht mit einem VW mit EU5. Das da wesentlich mehr Technik drin ist als uns (mir auch) ist wohl klar. Das hat nichts mit schlechter Ingenieurskunst zu tun. Schau mal in einen aktuellen (EU) Toyota! Wer schonmal ein ein Motorteil nach Lastenheft entwickeln musste weiss: Das ist anders als kneten im Kiga! An den PDE war ich noch nicht dran, ich habe (bisher) keine messbare Ölverdünnung: Never change ...
Aber ich wollte Eure Meinung ja ausdrücklich hören. Leider mache ich da nicht im Auto Urlaub und kann nicht was wegschneiden - ich muß transportieren. Und das passt eher nicht in einen HDJ80 oder vlt. auch nicht einen HZJ78. @Landkind: Hattet ihr bislang noch keine Schwierigkeiten mit dem Automatikgetriebe? Ist der HDJ besser geeignet als ein HZJ?

J.
Hi J.,

entschuldige das ich den T5 so schlecht mache. Ich gebe nur/leider meine persönliche schlechte und sauteure Erfahrung wieder. Bin auch selber Masch Bau Ing. und weiss was es bedeutet nach Lastenheft zu entwickeln. Nicht gut für den Entwickler oder dessen Ruf :roll: ! Ich als Verbraucher habe aber die Wahl und kann mich ganz bewusst gegen diesen Müll entscheiden. Und sorry, bau den Motor mal auseinander und wieder zusammen. Dann fallen dir soviele Dinge auf die man konstruktiv anders und auch besser, dabei nicht wirklich teurer, hätte lösen können. Natürlich weiss ich nicht welche Synergien zu nutzen waren, sprich welchen Zwängen die VW Ing unterworfen waren ! Ändert allerdings nichts an der Ausführung.
Sorry - alles OFF Topic !! Ich werde halt immer noch Emotional wenn ich darüber nachdenke :oops:

Wie erwähnt, wenn du bisher gute Erfahrungen gemacht hast, fahre mit deinem T5 ! Platz ohne Ende im Vergleich zu - egal welchem Geländewagen ohne Umbau !!

Warum 80er ? Wir haben auch noch einen VDJ78 ( 4,5l V8 Common Rail Diesel ). Geile Karre solange kein Injektor das zeitliche segnet :x . Also einen Wagen mit Blattfedern hinten, Spiralfedern vorne. Wir wollten a) mehr Komfort und b) weniger Gewicht ( Ich halte nun bewusst den Motor außen vor da dieser eher selten ist und das Problem der Injektoren beim HZJ ja nicht exzistiert !) Beides erhalten wir mit dem 80er ! Mehr Komfort durch Schraubenfedern rundrum und der grundsätzlichen Konstruktion als " Luxus SUV" ( bitte nicht schlagen, ja ich weiss,der 80er ist kein SUV, aber der Begriff passt besser im direkten Vergleich, und damals war er Luxus), deutlich weniger Gewicht da nicht als Arbeitstier konstruiert wie der 78er.
ATG - ja wir hatten zu Anfang Probleme da ich die Thermik nicht berücksichtigt habe. Unserer hatte auch keinen Zusatzkühler fürs Getriebe verbaut, wie viele 80er in anderen Märkten. Kühler nachgerüstet und eine Temp Anzeige verbaut. Dazu mussten wir lernen wie man mit einem alten Automaten fährt - alles Gut nun ! Um den Komfort weiter zu erhöhen hat unser ATG einen Ventilblock eines Australischen Getriebespezialisten ( ob das sein muss ist fraglich !!) und eine manuelle Wandlerbrücke verbaut ( die ist geil !! Best Invest ever !! )
Negativ würde ich nur die orginale Abstimmung bewerten. Heisst der Wandler bleibt lange offen und die Übersetzung ist nicht perfekt. Da fehlt ein Gang ! Abhilfe in Form des J10 5 -Gang Automaten liegt in meiner Werkstatt. Die entsprechende Steuerung, mit einer einfachen Rückfallebene falls was ausfällt, versuche ich gerade zu entwickeln...
Ich persönlich würde beim Reisefahrzeug wieder zum Automaten greifen ! Zum Cruisen und im Gelände einfach perfekt ! Passt zu unserer, auf Reisen, entspannten Art :wink: Dies ist meine persönliche Meinung die meine Frau mit mir teilt. Das dies aber abendfüllende Diskussionen auslösen kann ist mir durchaus bewusst.

vg Burkhard
Klaus Daerr
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Klaus Daerr »

Hallo Salamander,
wir waren 2005 mit unserem MAM M 2000 in Argentinien und Peru kurzzeitig bei Passüberquerungen über 5000m Höhe unterwegs. hier meine Beobachtungen:
Zeitweise hatte das Kupplungspedal sehr viel Spiel, vermutlich weil sich im niedrigen Luftdruck Gadsblasen in der GHydraulikflüssigkeit zu breit gemacht hatten. Ich mußte mit dem Pedal pumpen bevor die Kupplung trennte. Es besteht die Gefahr, dass das auch mit der Bremse passiert. Die Höhe hat den Turbo Dieselmotor nicht sonderlich interesiert, er hatte etwas Leistungsverlust, hat aber alles mitgemacht. Die Gefahr des Versulzens des Diesel-Treibstoffes bei sehr niedriger Temperatur (-20°C) während der Nacht würde ich nicht vernachlässigen und versuchen Vor Ort einen Verflüssiger (Additiv) zu kaufen und ausreichend Diesel-Treibstoff-Filterpatronen und Starthilfespray mitführen.
Ich wünsche Gute Fahrt!
Wünsche gesunde Heimkehr von abenteuerlicher Reise
Klaus Därr
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ferdi
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von ferdi »

Hallo Klaus,

das war der Wasseranteil in der Hydraulikflüssigkeit, der verdampfte, nicht die "Brems"-flüssigkeit selbst.

Entweder war zuviel Wasser in der Kupplungshydraulik oder der Motorraum war zu warm. Und je höher die DOT Zahl, umso später "kocht" das Zeugs.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bremsfl%C3%BCssigkeit
https://rechneronline.de/barometer/siedepunkt.php

Gruß
Ferdi
Klaus Daerr
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Klaus Daerr »

SANKE!
Wünsche gesunde Heimkehr von abenteuerlicher Reise
Klaus Därr
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ferdi
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von ferdi »

Lieber Klaus,

das "s" liegt auf meiner (und ev. auch auf Deiner) Tastatur nur unweit des "d"(s). Ich nehme an, Du wolltest den letztgenannten Buchstaben treffen.

Gruß
Ferdi
Salamander
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Salamander »

Ob "D" oder "S", ich freue mich über Eure Beiträge.
Zum Thema Bremsflüssigkeit (in Kupplung Bremssystem): Das müsste durch frisch gewechselte Flüssigkeit vermieden werden können.
Und in der Tat mache ich mir auch Gedanken über die körperliche Belastung.

Ein sonnigen Dienstag noch!
Jens
ferdi
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von ferdi »

Hallo Jens,

da machst Du Dir zurecht Gedanken: Höhenkrankheit gibt es auch beim Menschen - gleiches "Problem" wie bei der Hydraulikflüssigkeit "Gase unterbrechen die Zirkulation von Blut" aber das Gehirn und der Rest des Körpers machen das kurzzeitig ganz gut mit.

Gruß
Ferdi
seppr
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von seppr »

Beim Menschen ist das Problem, dass es mit unseren Fahrzeugen so schnell geht, Höhen zu erreichen, der Körper eigentlich eine Anpassungszeit bräuchte. Die könnte man ihm zwar durch Streckenplanung geben, aber wer macht das schon ?

Ja, Ihr natürlich schon, aber Euch meinte ich auch nicht.

Sepp
ferdi
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von ferdi »

Hallo Sepp,

das geht auch ohne motorisiertes Fahrzeug:
Als ich das erste (und bisher letztes) Mal im Himalaya unterwegs war, lief ich am Anfang mit einem durchtrainierten jungen Ami - ich war ihm zu langsam. Dann schloss ich mich einer indischen "Expedition" an, die hatten "mein Tempo". Den Jungen habe ich dann eine Woche später im Sauerstoffzelt auf ca. 5.000 M.ü.M. wiedergesehen - tot. Die drei Inder sind dann eine Woche später auch gestorben, wahrscheinlich vom Gipfelgrat des "Mt. Everest" heruntergeblasen (April 1992).

Gruß
Ferdi
Salamander
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Re: Fahren über 5000m üNN - Wer hat Erfahrung damit ?

Beitrag von Salamander »

Hallo,

um den Fred abzuschließen (?):

Wir sind letzte Woche von dieser Reise gesund heimgekehrt.
15202 Km waren es letztlich und wir haben 7 Pässe deutlich über 5000m NN überquert und unzählige über 4000+.
Der T5, obwohl schwer beladen mit Werkzeug, Ersatzteile und Gepäck, lief problemlos. (DPF war raus, Software Serie). Sprang immer auf den ersten Dreh an, und wenn der Turbo Drehzahl hatte war stets genug Leistung vorhanden auch um Liegenbleiber abzuschleppen. Durchschnittsverbrauch ca. 7,5l /100km. Achja, am 2.10. hat er die 300.000 km überschritten.
Ich freue mich schon, ihn Anfang Dezember im Hamburger Hafen in Empfang zu nehmen.

VG
Jens
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