Nord-Chile ... auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
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Nord-Chile ... auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Nach vielen Saharafahrten habe ich mich auf die Suche nach adäquatem Ersatz gemacht, der meinen Durst nach Raum, Ruhe und Einsamkeit in der Wüste stillt. Nach dem Oman und Namibia war im letzten November mal der Norden Chiles und die Atacama dran. Da ich gerade die Bilder sortiere, könnte ich über die nächsten Tage verteilt den ein oder anderen Eindruck meiner Reise ins Forum stellen und vielleicht Reiselust wecken. Ich fang gleich mal an:
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Nach der Übernahme des Toyotas und einem Besuch auf der Autobahn-Toilette ging es über die Panamericana zunächst mal zügig Richtung Norden in den Sand bei Copiapó.
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Östlich des steil ansteigenden Küstengebirges erstrecken sich die weitläufigen Staubebenen und Salzpfannen der Atacama.
Mit bisschen Luft aus den Reifen bietet die Atacama tolle Schlafplätze. Vor allem war ich immer frei von Gedanken über ungewollte Begegnungen mit gewissen Personenkreisen. Das konnte ich die letzten Jahre während meiner Sahara-Reisen zumindest für mich nicht mehr so sagen.
Mit bisschen Luft aus den Reifen bietet die Atacama tolle Schlafplätze. Vor allem war ich immer frei von Gedanken über ungewollte Begegnungen mit gewissen Personenkreisen. Das konnte ich die letzten Jahre während meiner Sahara-Reisen zumindest für mich nicht mehr so sagen.
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Zur Abholung meiner Reisebegleitung war nach dem ersten Abstecher in die Atacama zügiges Weiterfahren auf der Panamericana nach Arica an der peruanischen Grenze geplant. Der Zustand der Straße hätte das auch zugelassen. Mein Drang, links und rechts alles mitzunehmen aber nicht. Wie immer.
Geoglyphen von Tiliviche
Die Düne zwischen Stadt und Küstengebirge bei Iquique
Leider leer.
Friedhof einer alten Mine. Aber hierzu morgen mehr.
Gruß Til
Geoglyphen von Tiliviche
Die Düne zwischen Stadt und Küstengebirge bei Iquique
Leider leer.
Friedhof einer alten Mine. Aber hierzu morgen mehr.
Gruß Til
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Alexander
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Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Hallo Til,
klasse Fotos, über die ich mich ganz besonders freue. Seit einigen Jahren bekomme ich den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf eine Wüstenwanderung durch die Atakama zu unternehmen, was sich beruflich derzeit allerdings nicht vereinbaren läßt. Es gibt zu diesem Vorhaben leider nicht genügend Informationen. So wußte ich z.B. gar nicht, dass es auch Dünen gibt und ging mehr von steinigem und bergigem Terrain aus.
Wie sieht es mit Wasserversorgung aus? Vermutlich nicht besonders, da die Atakama zu den trockensten Wüsten zählt. Evtl. müsste da meine Wüstenkarre zum Einsatz kommen. Würdest du das als machbar erachten? Träumen darf man ja schon mal.
Viele Grüsse
Alexander
klasse Fotos, über die ich mich ganz besonders freue. Seit einigen Jahren bekomme ich den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf eine Wüstenwanderung durch die Atakama zu unternehmen, was sich beruflich derzeit allerdings nicht vereinbaren läßt. Es gibt zu diesem Vorhaben leider nicht genügend Informationen. So wußte ich z.B. gar nicht, dass es auch Dünen gibt und ging mehr von steinigem und bergigem Terrain aus.
Wie sieht es mit Wasserversorgung aus? Vermutlich nicht besonders, da die Atakama zu den trockensten Wüsten zählt. Evtl. müsste da meine Wüstenkarre zum Einsatz kommen. Würdest du das als machbar erachten? Träumen darf man ja schon mal.
Viele Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Birgitt
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Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Hallo Til,
super Fotos, danke dafür!
Eine Frage von mir:
hattest du das Fahrzeug (mit Dachzelt wenn ich das richtig sehe) vor Ort gemietet oder dein eigenes dorthin verschifft?
Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung deines Bildberichts
Liebe Grüße
Birgitt
super Fotos, danke dafür!
Eine Frage von mir:
hattest du das Fahrzeug (mit Dachzelt wenn ich das richtig sehe) vor Ort gemietet oder dein eigenes dorthin verschifft?
Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung deines Bildberichts
Liebe Grüße
Birgitt
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Hallo Alexander,
Erst mal Danke für das Lob.
Ja, es gibt Dünen, aber richtig viele sind das nicht. Eher so "Erg-Chebbi-Standard". Das Spannende an der Atacama ist die landschaftliche Vielfalt. Vom steil bis über 2000m ansteigenden Küstengebirge, das in die weiten, sandig-staubigen Salz-Pampas nach Osten abfällt, bis zu den daran anschließenden Anden mit den auf 6000m Höhe dampfenden Vulkanen und den wunderschönen Salzseen.
Vermutlich wäre es das spannendste, die Atacama von Westen nach Osten zu durchlaufen. Da hättest Du das höchste Maß an Augenorgasmus und könntest Dich langsam mit der Höhe anfreunden.
Wasser gibt es tatsächlich im Küstengebirge und den Pampas sehr wenig. Du müsstest Dich wohl an den tiefen Schluchten orientieren, die das Wasser aus den Anden in den Pazifik abführen. Aber auch diese waren teilweise trocken.
Mache Dich auf jeden Fall auf viel Staub gefasst.
Erst mal Danke für das Lob.
Ja, es gibt Dünen, aber richtig viele sind das nicht. Eher so "Erg-Chebbi-Standard". Das Spannende an der Atacama ist die landschaftliche Vielfalt. Vom steil bis über 2000m ansteigenden Küstengebirge, das in die weiten, sandig-staubigen Salz-Pampas nach Osten abfällt, bis zu den daran anschließenden Anden mit den auf 6000m Höhe dampfenden Vulkanen und den wunderschönen Salzseen.
Vermutlich wäre es das spannendste, die Atacama von Westen nach Osten zu durchlaufen. Da hättest Du das höchste Maß an Augenorgasmus und könntest Dich langsam mit der Höhe anfreunden.
Wasser gibt es tatsächlich im Küstengebirge und den Pampas sehr wenig. Du müsstest Dich wohl an den tiefen Schluchten orientieren, die das Wasser aus den Anden in den Pazifik abführen. Aber auch diese waren teilweise trocken.
Mache Dich auf jeden Fall auf viel Staub gefasst.
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Hallo Birgitt,Birgitt hat geschrieben:Eine Frage von mir:
hattest du das Fahrzeug (mit Dachzelt wenn ich das richtig sehe) vor Ort gemietet oder dein eigenes dorthin verschifft?
das war ein Leihwagen mit Dachzelt. Das Ding hatte bei Abholung gerade 5000km drauf. Das Dachzelt war neu. Vor der Abgabe musste ich erst mal stundenlang entstauben (lassen).
Das Verschiffen kommt noch. Ich bin noch in der Entscheidungsphase bezüglich der Örtlichkeiten. Mein Buschtaxi hätte in den Anden aber sicher Schwierigkeiten mit der Sauerstoffversorgung gehabt.
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Die Atacama ist ja wegen ihrer geologischen Situation auf einer aktiven Plattengrenze bekannt für alle möglichen Bodenschätze. Das macht sich leider an vielen Stellen in Form von aktiven Minen bemerkbar. Also mittelfristig wohl eher nix mit Sahara-Ersatz und absoluter Einsamkeit.
Faszinierend sind aber die Wurzeln des Bergbaus. Neben den Weltkulturerbe-Minen Santa Laura und Humberstone lassen sich auch offroad einige alte Geisterstädte und Minen aus der Blütezeit des Salpeter-Abbaus finden und "erforschen".
Faszinierend sind aber die Wurzeln des Bergbaus. Neben den Weltkulturerbe-Minen Santa Laura und Humberstone lassen sich auch offroad einige alte Geisterstädte und Minen aus der Blütezeit des Salpeter-Abbaus finden und "erforschen".
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Tolle Kombination "lost places" in nicht so lebensfreundlicher Umgebung! Super!
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
im wahrsten Sinn des Wortes...zappduro hat geschrieben:... "lost places" in nicht so lebensfreundlicher Umgebung!...
Gruß Til
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Nach kurzem Zwischenstop in Arica mit heftigem Erdbeben und Besichtigung der Catedrale de San Marcos von Gustave Eiffel (der war tatsächlich dort) genügte es mit Kultur.
Die Reisepartner wurden aufgegabelt und es ging entlang des Valle de Azapa Richtung Anden nach Putre auf 3500m.
Mit steigenden Höhenmetern nimmt die Vegetation etwas zu und der Blick auf die ersten 6000er lässt Großartiges erwarten.
Aber zunächst mal Akklimatisation bei lecker Alpaka-Steak im "La Flor de Rosamel" in Putre.
Gruß Til
Die Reisepartner wurden aufgegabelt und es ging entlang des Valle de Azapa Richtung Anden nach Putre auf 3500m.
Mit steigenden Höhenmetern nimmt die Vegetation etwas zu und der Blick auf die ersten 6000er lässt Großartiges erwarten.
Aber zunächst mal Akklimatisation bei lecker Alpaka-Steak im "La Flor de Rosamel" in Putre.
Gruß Til
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Putre ist die letzte Versorgungsmöglichkeit für unsere 450 Km lange Strecke nach Süden durch die Anden und das Hochland der Atacama. Ausgestattet mit Kanister-Sprit und frischem Brot ging es durch den Lauca- und Las Vicunas-Nationalpark Richtung Colchane an die Bolivianische Grenze. Mit zunehmender Höhe zeigte sich die Wichtigkeit der Akklimatisation. Durch die dünne Luft musste ich mein gewohntes Maß an Wander-Kilometern deutlich reduzieren und die "Spaziergänge" zunächst auf eine Höhe von 4.600m begrenzen. Ich hatte dadurch mehr Zeit, während der Pausen die grandiose Landschaft, die Weite und die Ruhe zu genießen. Sahara-Ersatz? In gewisser Weise ja.
Die Zwillingsvulkane Parinacota mit 6348m und Pomerape mit 6286m Höhe
Der Parinacota hinter dem Lago Chungara
Der Cerro Larancagua mit 5439m
on the way
Der dampfende Vulkan Guallatiri mit 6063m
Die Zwillingsvulkane Parinacota mit 6348m und Pomerape mit 6286m Höhe
Der Parinacota hinter dem Lago Chungara
Der Cerro Larancagua mit 5439m
on the way
Der dampfende Vulkan Guallatiri mit 6063m
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livingstone
- Beiträge: 14
- Registriert: So 9. Nov 2014, 19:31
Re: Nord-Chile...auf der Suche nach dem Sahara-Ersatz
Hallo
Tolle Bilder waren letztes Jahr mit den Bikes hier von Österreich aus verschifft.
Wandern in der Atacama stell ich mir ein bisschen schwierig vor :
Mit dem Fahrrad ist ja noch so einiges möglich aber Quer Feld ein Wüstenwander ohne Begleitfahrzeug ist fast unmöglich
* die Höhe ist anstrengend und es gibt kaum Wasser, und auch keine Verpflegung unterwegs ... ist daher nur etwas für sehr erfahrene Wüstenwanderer ..... Sollte daher genau geplant werden
Wollte mal fragen wo habt ihr das Auto mit Dachzelt gemietet ?
lg
Tolle Bilder waren letztes Jahr mit den Bikes hier von Österreich aus verschifft.
Wandern in der Atacama stell ich mir ein bisschen schwierig vor :
Mit dem Fahrrad ist ja noch so einiges möglich aber Quer Feld ein Wüstenwander ohne Begleitfahrzeug ist fast unmöglich
* die Höhe ist anstrengend und es gibt kaum Wasser, und auch keine Verpflegung unterwegs ... ist daher nur etwas für sehr erfahrene Wüstenwanderer ..... Sollte daher genau geplant werden
Wollte mal fragen wo habt ihr das Auto mit Dachzelt gemietet ?
lg




