AL YAWM Schlüssellochgrab
Moderator: Moderatoren
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Es ist ein richtiger Feiertag.
Wir werden auf der Rückfahrt beschenkt mit phantastischem Ausblick in die Canyons nach Richtung Westen
Wir werden auf der Rückfahrt beschenkt mit phantastischem Ausblick in die Canyons nach Richtung Westen
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Wir stellen die Motoren an einem wunderschönen und geeignetem Übernachtungsplatz ab. Das Entdeckerglück von Donna und Paolo ist unserer Reisegruppe noch einmal hold.
Sie finden sehr alte Gravuren in der Felsarena, die Schutz vor den eisigen Winden bietet.
Was für ein wunderbarer Tag. Claudio und Marco zaubern köstliche Pasta und italienische Leckereien auf den Campingtisch. Wobei das an anderen Tagen nicht anders ist, aber heute hat alles eine ganz speziell lukullische Würze des Lebensglückes, die man nicht bestellen kann.
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
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skrewdriver
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Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Hallo
hier ein Link mit Bilder von weiteren Schlüssellochgräbers in Libyen,
von Hartmut Nixel , der seit 2025 wieder Touren nach Libyen anbietet
https://www.globtours.de/archaologie780edc5f
auf seiner Webseite zu finden
https://www.globtours.de/libyen
gruss Matthias
hier ein Link mit Bilder von weiteren Schlüssellochgräbers in Libyen,
von Hartmut Nixel , der seit 2025 wieder Touren nach Libyen anbietet
https://www.globtours.de/archaologie780edc5f
auf seiner Webseite zu finden
https://www.globtours.de/libyen
gruss Matthias
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Hallo Mathias,
herzlichen Dank für den Link, wirklich tolle Bilder. Nixel hat früher sehr schöne Touren veranstaltet und so ist es kein Wunder dass es ihn wieder in die Wüste nach Libyen treibt. Es sind inzwischen auch große Veranstalter mit Motorrädern etc. aktiv wie desartica adventures. Besonders viele Gruppen aus Polen waren auch bereits da. Ich hoffe für uns alle, dass es nicht nur ein kleines Zeitfenster war, in dem es möglich war nach Libyen zu reisen und es sich nicht wieder aus anderen Gründen schließt.
Gruß Mia
herzlichen Dank für den Link, wirklich tolle Bilder. Nixel hat früher sehr schöne Touren veranstaltet und so ist es kein Wunder dass es ihn wieder in die Wüste nach Libyen treibt. Es sind inzwischen auch große Veranstalter mit Motorrädern etc. aktiv wie desartica adventures. Besonders viele Gruppen aus Polen waren auch bereits da. Ich hoffe für uns alle, dass es nicht nur ein kleines Zeitfenster war, in dem es möglich war nach Libyen zu reisen und es sich nicht wieder aus anderen Gründen schließt.
Gruß Mia
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Der Sand hatte uns wieder. Im Sauseschritt ging es zurück nach Terkiba.
Zuerst in den Wau al Kasa, oui oui mit hohen Abfahrten, und dann über die Straße durch den Ubari.
Gott sei Dank nicht über den Teer.
In Terkiba war klar, im gesamten Wadi Adlaf gab es keinen Diesel. Erst in Sebha! Die Rückfahrt über Brak durch den Sand und Gabronn mußte entfallen und wenn es dort nichts gab zurück nach Sehba. Für diesen Versuch waren Zeit und Dieselvorräte knapp.
Zuerst in den Wau al Kasa, oui oui mit hohen Abfahrten, und dann über die Straße durch den Ubari.
Gott sei Dank nicht über den Teer.
In Terkiba war klar, im gesamten Wadi Adlaf gab es keinen Diesel. Erst in Sebha! Die Rückfahrt über Brak durch den Sand und Gabronn mußte entfallen und wenn es dort nichts gab zurück nach Sehba. Für diesen Versuch waren Zeit und Dieselvorräte knapp.
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Der erquickliche Teil der Reise ist in Sebha zu Ende.
Vielleicht gibt es im Herbst eine Fortsetzung mit neuen Geschichten.
Ich hoffe gerade für die jungen Saharafahrer, dass sie das Glück haben werden, dieses wunderschöne Land zu bereisen und ihre eigenen Entdeckungen zu machen und würde mich meinerseits freuen im Wüstenschiff davon zu lesen.
Grüße Mia
P.S. Ein bisschen Satire: Ich komme bestimmt nicht aus Gruft und erzähle die Story vom Klappfahrrad, mit dem ich das alles schon im letzten Jahrtausend gemacht habe. Ich schwörs.
Vielleicht gibt es im Herbst eine Fortsetzung mit neuen Geschichten.
Ich hoffe gerade für die jungen Saharafahrer, dass sie das Glück haben werden, dieses wunderschöne Land zu bereisen und ihre eigenen Entdeckungen zu machen und würde mich meinerseits freuen im Wüstenschiff davon zu lesen.
Grüße Mia
P.S. Ein bisschen Satire: Ich komme bestimmt nicht aus Gruft und erzähle die Story vom Klappfahrrad, mit dem ich das alles schon im letzten Jahrtausend gemacht habe. Ich schwörs.
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Ein Traum!!!
Weiß Jemand was es mit dem Ganzen auf sich hat?
Weiß Jemand was es mit dem Ganzen auf sich hat?
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! 
Viele Grüße Wolfgang
Viele Grüße Wolfgang
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Ich glaube dass alles Wissen ob Grab oder Kultstätte im spekulativen Bereich ist. Die zwei Linien von der Mitte zeigen aber immer nach Osten.
Wie auch dieses hier in der Nähe des Maredrat.
Wie auch dieses hier in der Nähe des Maredrat.
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Ehrlich, die einzige auf deren Meinung ich da was gebe ist Regula. Sie ist da richtig gut. Vielleicht hat sie ja Vergnügen daran, uns irgendwann etwas darüber zu erzählen?
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)
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Regula St.
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- Registriert: Sa 10. Mai 2008, 18:00
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AL YAWM Schlüssellochgrab - Schlüssellochgräber Libyen
Liebe Mia und alle weiteren Interessierten
ob die so grosszügig verteilten Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind, bin ich mir nicht sicher ...
Grundsätzlich kann ich momentan nur soviel sagen:
!), wäre aber durchaus ebenfalls möglich. Davon abgesehen überschneiden sich die Begriffe: Ein Grab kann durchaus auch eine Kultstätte sein und umgekehrt.
Da der Aufwand für den Bau einer solchen Anlage doch recht gross ist, muss das Gebiet ordentlich dicht besiedelt gewesen sein, und damit kommt man sicher in eine feuchtere Klimaperiode zurück, ich schätze auf mindestens 5000 Jahre v. Chr., also in die Jungsteinzeit.
Falls jemand mehr weiss, freue ich mich über jede Info!
LG Regula
ob die so grosszügig verteilten Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind, bin ich mir nicht sicher ...
Grundsätzlich kann ich momentan nur soviel sagen:
- In Bezug auf Felsbilder wurde das Gebiet recht gut erforscht; dazu gibt es auch Literatur (und das Gebiet ist deshalb auch als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt).
- Die eigentlichen archäologischen (Boden-)Denkmäler scheinen aber immer etwas aussen vor geblieben bzw. kaum oder gar nicht zur Kenntnis genommen worden zu sein. Vom Boden aus sind sie eben, gerade wenn es sich um grössere Anlagen handelt, schlecht überblickbar, z.T. auch kaum sichtbar. Und wie Mia ja auch erwähnt hat, ist die Zugänglichkeit teilweise schwierig.
- Wenn es überhaupt Literatur gibt, dürfte sie auf die Schnelle nur schlecht erreichbar sein. Was ich mittlerweile, weil es mir zugänglich ist, kurz konsultiert habe, ist der englische Survey aus den 1990er-Jahren, der seinerzeit im Auftrag von M. al-Gaddafi durchgeführt wurde («Farming the Desert»). Der Survey fand aber viel weiter nordöstlich statt und hat das Gebiet überhaupt nicht berührt (er sollte Grundlagen für eine mögliche landwirtschaftliche Nutzung des Untersuchungsgebiets liefern).
- Ob der libysche Staat in diesem Gebiet überhaupt je archäologisch tätig war, ist mir völlig unklar. Ich denke aber eher nicht: Das Gebiet ist zu weit abgelegen und zu schwierig zu erreichen, um grosse Touristenströme (und damit Geld) anzuziehen, im Gegensatz zu beispielsweise den gut erhaltenen römischen Ruinen entlang der Küste. Wie es mit Erdöl- bzw. Erdgasvorkommen aussieht, weiss ich nicht; sie scheinen sich aber eher etwas nördlich (El-Sharara, ausgebeutet) und südlich (Murzuq-Bassin, Ausbeutung unklar) vom Gebiet zu befinden (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... re_map.png ). Diese wirtschaftlich nicht interessante Situation dürfte zur Erhaltung, hingegen nicht zur Erforschung, ebenfalls beigetragen haben (wenn solche Vorkommen erschlossen werden, passiert das meistens bzw. fast immer ohne Rücksicht auf Verluste ...). Und mindestens in den letzten 15 Jahren war sicher auch eine nicht-libysche Forschung unmöglich.
Da der Aufwand für den Bau einer solchen Anlage doch recht gross ist, muss das Gebiet ordentlich dicht besiedelt gewesen sein, und damit kommt man sicher in eine feuchtere Klimaperiode zurück, ich schätze auf mindestens 5000 Jahre v. Chr., also in die Jungsteinzeit.
Falls jemand mehr weiss, freue ich mich über jede Info!
LG Regula
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab - Schlüssellochgräber Libyen
Salut,Regula St. hat geschrieben: ↑Do 2. Apr 2026, 09:48
Ob der libysche Staat in diesem Gebiet überhaupt je archäologisch tätig war, ist mir völlig unklar..... Wie es mit Erdöl- bzw. Erdgasvorkommen aussieht, weiss ich nicht; sie scheinen sich aber eher etwas nördlich (El-Sharara, ausgebeutet) und südlich (Murzuq-Bassin, Ausbeutung unklar) vom Gebiet zu befinden (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... re_map.png ). Diese wirtschaftlich nicht interessante Situation dürfte zur Erhaltung, hingegen nicht zur Erforschung, ebenfalls beigetragen haben (wenn solche Vorkommen erschlossen werden, passiert das meistens bzw. fast immer ohne Rücksicht auf Verluste ...).
Falls jemand mehr weiss, freue ich mich über jede Info!
LG Regula
vor einigen Jahren bin ich mit Jean-Loïc Le Quellec (Anthropologe und Prähistoriker) auf ausführlichen Fahrten zur Aufnahme von Gravuren und Felsbildern in S-Libyen unterwegs gewesen. (Le Quellec hat eng mit Alfred Muzzolini, dem wohl wichtigsten Forscher auf diesem Gebiet zusammengearbeitet). Er hat auch in offiziellem libyschen Auftrag Erkundungen zu den enorm vielen Fundstellen (Gravuren/Felsbilder) auf den beiden Messak’s - Settafet und Mellet - unternommen. Was allerdings nicht verhinderte, dass dann ausgerechnet dort eine Ölbohrstelle zur Suche eingerichtet wurde.
Wir sind bei diesen Fahrten auch auf “Schlüssellochgräber” (Monument en trou de serrure) und “Antennen-Monumenten” gestoßen. Davon gibt es allerdings nach meiner Kenntnis in Algerien eine erheblich größere Zahl. (Z.B. in den Regionen In Ziza, Amguid, Oued Igharghar, beim Tihodaïne und beim Brunnen Tabelbalet); das bekannteste allerdings der Region Djanet.) Generell hat man in ihnen nur sehr wenige Skelette (und die in sehr schlechtem Zustand) ohne Beigaben gefunden.
Einige Forscher sehen in ihrer geometrischen Anordnung eher einen Bezug zu männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen, als zu Grabanlagen.
Fündig wirst Du (außer bei den oben Genannten) auch bei Jean-Charles Humbert, der etliche dieser rätselhaften Monumente besprochen und recht ausführlich dokumentiert hat.
Gruss
RT
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Rockatanski
- Beiträge: 154
- Registriert: Sa 2. Jul 2022, 16:32
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
2023 haben wir in Algerien ein frisch geplündertes großes Schlüssellochgrab gefunden. Im inneren Bereich wurde metertief ausgeschachtet, hier mussten den Spuren nach mehrere Männer mehrere Tage zugange gewesen sein. Anscheinend ein lohnendes Unterfangen, sonst würde niemand solche Mühen in weit abgelegene Gegenden unternehmen…
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Regula St.
- Beiträge: 468
- Registriert: Sa 10. Mai 2008, 18:00
- Wohnort: Küssnacht am Rigi
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
@ sysiphus:
Vielen Dank für Deine Hinweise, v.a. auch auf die französischen Bezeichnungen. Mit denen komme ich doch wenigstens ein bisschen weiter; einige neuere Publikationen habe ich damit nun gefunden. Wie ich bei einem ersten Überblick gesehen habe, bleibt man mit den 14C-Daten aber doch immer in der Jungsteinzeit, obwohl sich das Phänomen über eine erheblich längere Zeitspanne zu erstrecken scheint als ich angenommen hatte. Aber eben: Nordafrika ist nicht mein Kerngebiet; ich müsste mich da wirklich ausführlich neu einlesen.
@ Rockatanski:
Die Geschichte ist übel. Ich hoffe, dass sie nicht sehr viel gefunden haben; wahrscheinlich war da eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Wertvolle Metallfunde - und das ist üblicherweise das Ziel einer derartigen Aktion - dürften in diesen Gräbern kaum vorhanden sein. Die Leute dürften sich gedacht haben, wenn man tief genug gräbt, findet man vielleicht doch irgendwann etwas, das sich (finanziell) lohnt. Der Informationsverlust durch derartige Aktionen bleibt aber eben ein Verlust.
Deine Beobachtung erinnert mich an jenen Manta-Club, der vor etwa 25 Jahren in einem Felsenhügel einen (in einer Sage erwähnten) unterirdischen See mit Diamanten suchen wollte: Innert zwei Abenden lochten die zu dritt oder zu viert etwa 5 Kubikmeter Material unter einer Halbhöhle heraus. Gefunden haben sie nichts, und gestoppt wurden sie schliesslich von der Polizei, weil das Material auf der unmittelbar darunter vorbeiführenden Kantonsstrasse landete. Da sie bei dieser Aktion aber einen Rastplatz aus der spätesten Altsteinzeit bzw. der frühen Mittelsteinzeit teilweise zerstörten, hatte das dann allerdings erhebliche Konsequenzen.
LG Regula
Vielen Dank für Deine Hinweise, v.a. auch auf die französischen Bezeichnungen. Mit denen komme ich doch wenigstens ein bisschen weiter; einige neuere Publikationen habe ich damit nun gefunden. Wie ich bei einem ersten Überblick gesehen habe, bleibt man mit den 14C-Daten aber doch immer in der Jungsteinzeit, obwohl sich das Phänomen über eine erheblich längere Zeitspanne zu erstrecken scheint als ich angenommen hatte. Aber eben: Nordafrika ist nicht mein Kerngebiet; ich müsste mich da wirklich ausführlich neu einlesen.
@ Rockatanski:
Die Geschichte ist übel. Ich hoffe, dass sie nicht sehr viel gefunden haben; wahrscheinlich war da eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Wertvolle Metallfunde - und das ist üblicherweise das Ziel einer derartigen Aktion - dürften in diesen Gräbern kaum vorhanden sein. Die Leute dürften sich gedacht haben, wenn man tief genug gräbt, findet man vielleicht doch irgendwann etwas, das sich (finanziell) lohnt. Der Informationsverlust durch derartige Aktionen bleibt aber eben ein Verlust.
Deine Beobachtung erinnert mich an jenen Manta-Club, der vor etwa 25 Jahren in einem Felsenhügel einen (in einer Sage erwähnten) unterirdischen See mit Diamanten suchen wollte: Innert zwei Abenden lochten die zu dritt oder zu viert etwa 5 Kubikmeter Material unter einer Halbhöhle heraus. Gefunden haben sie nichts, und gestoppt wurden sie schliesslich von der Polizei, weil das Material auf der unmittelbar darunter vorbeiführenden Kantonsstrasse landete. Da sie bei dieser Aktion aber einen Rastplatz aus der spätesten Altsteinzeit bzw. der frühen Mittelsteinzeit teilweise zerstörten, hatte das dann allerdings erhebliche Konsequenzen.
LG Regula
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Salut,Regula St. hat geschrieben: ↑Fr 3. Apr 2026, 17:19@ sysiphus:
Vielen Dank für Deine Hinweise, v.a. auch auf die französischen Bezeichnungen. Mit denen komme ich doch wenigstens ein bisschen weiter; einige neuere Publikationen habe ich damit nun gefunden. Wie ich bei einem ersten Überblick gesehen habe, bleibt man mit den 14C-Daten aber doch immer in der Jungsteinzeit, obwohl sich das Phänomen über eine erheblich längere Zeitspanne zu erstrecken scheint als ich angenommen hatte. Aber eben: Nordafrika ist nicht mein Kerngebiet; ich müsste mich da wirklich ausführlich neu einlesen.
LG Regula
es gibt bei der Datierung viele Meinungen, aber keine Klarheit. Es gibt dort bisher also keine Grabstätte, die man tatsächlich dem Neolithikum zuschreiben könnte. Sicher ist jedoch, dass es sich nicht um prähistorische Monumente handelt. Und wenn vermutet wird, dass es Grabstätten waren, so ist auch das nicht verifizierbar.
Es könnten ja auch Kultstätten gewesen sein, die später im Lauf der Zeit eben umfunktioniert wurden und so beiden Zwecken dienten. Gefunden hat man in ihnen jedenfalls kaum etwas: einige wenige Skelettteile, Leder- und Eisenstücke, Keramikfragmente.
Interessant ist, dass sie von den Touareg keine Beachtung finden.
Gegen die Theorie, es seien ausschließlich Grabstätten gewesen, sprechen eigentlich die auch sehr vielen unterschiedlichen Formen und vor allem die teilweise enorme Ausdehnung mit Dutzenden von Metern, bis zu 150 m mit “Antennen” (nach Osten geöffnet) mit einem Tumulus in der Mitte (Monuments en V)! Theodor Monod und Gautier haben sie u.a. beschrieben!
Zu den Formen: Monument circulaire (ou bazina), Monument en fer à cheval, die zwei von einem Steinhügel ausgehende Antennen zeigen, die manchmal nicht einfach als Steinlinie konstruiert sind, sondern als Rinnen.
Wie dem auch sei, es ist ein sehr intensives Erlebnis, an diesen Stellen zu stehen; ähnlich dem, welches man gegenüber Gravuren und Malereien. erlebt. Man vergisst diese Momente nicht, denn sie sind wie eine Begegnung mit uns selbst....
Gruss
RT
Re: AL YAWM Schlüssellochgrab
Vielen herzlichen Dank an Regula und Sysiphus für die Informationen und vielleicht einen Link mit dem auch andere Interessierte etwas mehr Informationen finden können.
https://www.acacus.org/home
Viele Grüße Mia
https://www.acacus.org/home
Viele Grüße Mia
Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produziert stets die Hölle. (Karl Popper)



