Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

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Uwe Schmitz
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Wir verlassen Windhoek mit dem guten Gefühl, dass unser Toyo nun endlich für alle Situationen gerüstet ist. Da wir inzwischen genug Nächte in schönen Urban Camp verbracht haben, fahren wir noch am Nachmittag los, raus aus der Stadt Richtung Süden und mal bei Monteiro Camp, etwa 20 Kilometer vor Windhoek, reingeschaut: ein sehr schön angelegter Campingplatz, fast parkartig mit vielen Blumen, Vogelgehegen, einem Regendach auf jeder Campsite ... und totale Ruhe. Das Regendach könnte heute abend noch wichtig sein.
Gewitterstimmung zum Sonnenuntergang auf der Monteiro Campsite
Gewitterstimmung zum Sonnenuntergang auf der Monteiro Campsite
Schlechtwettergrenze auf dem Weg zum Spreetshoogte-Pass erreicht!
Schlechtwettergrenze auf dem Weg zum Spreetshoogte-Pass erreicht!
Auf dem Weg nach Solitaire: Staubige Pisten bei strahlendblauem Himmel
Auf dem Weg nach Solitaire: Staubige Pisten bei strahlendblauem Himmel
Das Windrad in Solitaire
Das Windrad in Solitaire
Der Coffee-Shop mit dem tollen Apfelkuchen ist nun nicht mehr bei der Tankstelle, sondern im alten Empfangsgebäude der nebenan liegenden Lodge
Der Coffee-Shop mit dem tollen Apfelkuchen ist nun nicht mehr bei der Tankstelle, sondern im alten Empfangsgebäude der nebenan liegenden Lodge
rostiger Oldtimer als Kakteengarten
rostiger Oldtimer als Kakteengarten
Wo wollen wir die nächste Nacht verbringen? Wir freuen uns so auf einsame, stille Plätze, dass wir mal einige Koordinaten älterer Touren anfahren, die uns damals zum Übernachten möglich erschienen, aber nis getestet wurden. Gleich der erste Platz, einige Kilometer von Solitaire Restung Sesriem an der C19, erweist sich als hervorragend geeignet.Etwa einen Kilometer abseits der Pad einer Spur gefolgt, finden wir einen uneinsehbaren Talkessel mit einigen Felsen, die uns möglichen Windschutz oder späten Schatten spenden können.
Unser Talkessel bei letztem Sonnenlicht
Unser Talkessel bei letztem Sonnenlicht
Blick zum Sonnenuntergang hinter den Dünen der Namib
Blick zum Sonnenuntergang hinter den Dünen der Namib
Das Dachzelt ist ja noch garnicht aufgebaut ...
Das Dachzelt ist ja noch garnicht aufgebaut ...
Am nächsten Tag fahren wir über Betta, für einen Kaffee und ein Küchelchen Pause machen, nach Helmeringhausen. Der schöne Garten zum Hotel mit Cafe und Bar hat uns letztes Mal gut gefallen, da wollen wir eine Nacht auf dem dahinterliegenden Camping verbringen. Doch als wir den Preis hören (220 NAD p.P.), haben wir keine Lust mehr darauf, Wucherpreise wollen wir nicht unterstützen. So fahren wir weiter Richtung Osten und überlegen, wo wir nun die kommende Nacht bleiben werden. Da hilft uns iOverlander, die Android-Software für einsame Nachtplätze weiter, in nur 12 Kilometern kommt eine Schaffarm namens Goais, von der wir noch nirgends sonst gehört oder gelesen haben (letzte Kritik bei iOverlander von 2019). Das alte Farmerehepaar freut sich über ins als Gäste, der Preis ist nur fast halb so hoch wie bei vorherigem Hotel, und die 4 Campsites sind - abseits der Farm und ohne Geruchsbelästigung - basicmäßig, doch sehr originell ausgestattet. Und wir haben wieder eine Nacht mit absoluter Ruhe!
Toilettenhäuschen und Abspüle auf der Farm Goais
Toilettenhäuschen und Abspüle auf der Farm Goais
Originelle Sitzgruppe mit kleinem Schattendach auf Goais
Originelle Sitzgruppe mit kleinem Schattendach auf Goais
Sonnenuntergangsblick über die Campsite, im Hintergrund das Farmhaus, dazwischen der Rivier
Sonnenuntergangsblick über die Campsite, im Hintergrund das Farmhaus, dazwischen der Rivier
Als wir uns am nächsten Morgen verabschieden, werden wir noch zu einem Kaffe eingeladen und schwatzen mit den beiden über Farmleben, Reiseleben und ... die aktuelle Seuche.
Heute wollen wir zum Krater Brukkaros bei Berseba. Dieser Krater überragt die umgebende Ebene um fast 500 Meter, und vom lokalen Camping gibt es einen Wanderweg auf den Kraterrand.
Einen Pass auf die Schwarzrand-Stufe steigen wir steil hoch, belohnt mit weitem Blick zurück.
Einen Pass auf die Schwarzrand-Stufe steigen wir steil hoch, belohnt mit weitem Blick zurück.
Ein zauberhaftes kleines Sträßchen führt durch ein gewundenes Tal mit kleinen Farmen und interessanten Felsrändern
Ein zauberhaftes kleines Sträßchen führt durch ein gewundenes Tal mit kleinen Farmen und interessanten Felsrändern
Da liegt er vor uns: Der Brukkaros-Krater!
Da liegt er vor uns: Der Brukkaros-Krater!
Auf steinig-steiler Piste geht's mit Untersetzung zur Brukkaros Campsite hoch
Auf steinig-steiler Piste geht's mit Untersetzung zur Brukkaros Campsite hoch
Beginn des schmalen Fußwegs zum Kraterrand
Beginn des schmalen Fußwegs zum Kraterrand
Der Kessel des Kraters ist schon zu sehen, doch wir sind wegen der Hitze zu spät gestartet und müssen uns hier auf den Rückweg machen
Der Kessel des Kraters ist schon zu sehen, doch wir sind wegen der Hitze zu spät gestartet und müssen uns hier auf den Rückweg machen
Blick in den Kessel mit kleinen fotografischen Hilfsmitteln (für höheren Ausblick war der Wind zu heftig)
Blick in den Kessel mit kleinen fotografischen Hilfsmitteln (für höheren Ausblick war der Wind zu heftig)
Blick zurück in die weite Ebene (auf dem noch sonnenbeschienenen Plateau ziemlich rechts ist unser Nachtplatz!)
Blick zurück in die weite Ebene (auf dem noch sonnenbeschienenen Plateau ziemlich rechts ist unser Nachtplatz!)
Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Die local campsite am Brukkaros war übrigens aufgelassen und ziemlich verwüstet!
Nun geht es über Keetmanshoop nach Mesosaurus, hier wollen wir uns endlich die Fossilien ansehen, die uns bei unserem Besuch in 2016 nicht gezeigt werden konnten. Außerdem warten wir hier das Ergebnis des PCR-Tests ab, den wir für die Einreise nach Südafrika benötigen.
Das älteste und das jüngste Fossil auf Mesosaurus (Zitat von Giel, dem Farmbesitzer und Führer zu den Versteinerungen)
Das älteste und das jüngste Fossil auf Mesosaurus (Zitat von Giel, dem Farmbesitzer und Führer zu den Versteinerungen)
Einmal Mesosaurus, ein kleiner Pflanzenfresser, der vor 250 Mio.Jahren lebte ...
Einmal Mesosaurus, ein kleiner Pflanzenfresser, der vor 250 Mio.Jahren lebte ...
... und nochmal ein anderer Mesosaurus (Die Fußknochen sind alle sehr gut zu erkennen)
... und nochmal ein anderer Mesosaurus (Die Fußknochen sind alle sehr gut zu erkennen)
Es wurde hier übrigens noch nie von offizieller Seite geforscht, Giel hat seine Funde der Uni von Stellenbosch zur Verfügung gestellt, um sie untersuchen und bestimmen zu lassen. Mesosaurus ist auch als Nachtplatz sehr zu empfehlen, die wenigen Plätze liegen am Rande eines Köcherbaumwaldes unter riesigen Bäumen, in denen Siedelweber ihre großen Nester angebracht haben.
Schattenbaum auf Mesosaurus mit Siedelwebernest
Schattenbaum auf Mesosaurus mit Siedelwebernest
Der Zwergfalke wohnt mit den Siedelwebern zusammen, tut ihnen aber nichts, greift sich jedoch die Schlangen, die die Nester räubern wollen.
Der Zwergfalke wohnt mit den Siedelwebern zusammen, tut ihnen aber nichts, greift sich jedoch die Schlangen, die die Nester räubern wollen.
Köcherbaumwald auf Mesosaurus
Köcherbaumwald auf Mesosaurus
Rinde eines Köcherbaums
Rinde eines Köcherbaums
Dolorit-Kugelfelsen mit Köcherbäumen
Dolorit-Kugelfelsen mit Köcherbäumen
Guten Morgen Mesosaurus!
Guten Morgen Mesosaurus!
In Keetmanshoop holen wir uns am nächsten Morgen unsere negativen Testergebnisse ab, dann geht's über die M26 und D201 entlang der Karas Mountains nach Karasburg. Und weil es so gut läuft, kommen wir noch am gleichen Tag bei Ariamsvlei/Nakop über die Grenze nach Südafrika.
Sukkulenten in den Karas Mountains
Sukkulenten in den Karas Mountains
Ein kleiner Farm-Stausee mit Enten irgendwo neben der Pad
Ein kleiner Farm-Stausee mit Enten irgendwo neben der Pad

Etwa 70 Kilometer hinter der Grenze biegen wir von der N10, die nach Upington führt, nach links ab, es ist schon kurz vor Sonnenuntergang, wir brauchen einen kleinen Schlafplatz an einer kleinen Piste, die uns morgen weiter zum Kgalagadi Nationalpark bringen soll. Doch das wird - auch wegen allgegenwärtiger Farmzäune - nicht so einfach ...
Unser stiller Nachtplatz am Ende eines Farmgelände-Stichwegs vor einem Gatter, gerade noch vor sunset!
Unser stiller Nachtplatz am Ende eines Farmgelände-Stichwegs vor einem Gatter, gerade noch vor sunset!
Fortsetzung folgt!
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Uwe
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Wir erreichen den Kgalagadi Nationalpark, nehmen eine Campsite in Twee Rivieren am Eingang des Parks und fahren vor dem Abend noch an die naheliegenden Wasserlöcher, um nach Tieren Ausschau zu halten (Schon lange vor dem Parkeingang hatten wir eine ungewöhnliche Begegnug: Eine Schildkröte kreuzte vor uns die Pad, die hätten wir in fast wüstenhafter Umgebung nicht erwartet.) Und das Glück ist diesmal auf unserer Seite: Gleich als erstes entdecken wir drei halbwüchsige Löwenmännchen, die auch noch nicht mal - wie oft bei Löwensichtungen üblich - faul rumliegen, sondern etwas Vitalität zeigen.
Die Schildkröte auf der Pad zwischen den Dünen der Kalahari
Die Schildkröte auf der Pad zwischen den Dünen der Kalahari
Halbwüchsiger Löwe im Kgalagadi NP
Halbwüchsiger Löwe im Kgalagadi NP
Ein weiterer halbwüchsiger Löwe
Ein weiterer halbwüchsiger Löwe
Am nächsten Tag fahren wir das Nossobtal, das auch die Grenze zu Botswana bildet (Grenze insNachbarland ist hier seit Coronazeiten geschlossen), bis zu einem Querpaß ins benachbarte Auobtal hoch, dann folgen wir diesem bis zum Restcamp Matamata (auch hier ist zur Zeit die Grenze ins Nachbarland - hier Namibia - geschlossen) und übernachten dort. Von Matamata im Norden des Parks muss es dann wieder nach Süden zurück nach Twee Rivieren und aus dem Park gehen.
Nun einige unserer Tierbegegnungen:
Hartebeest bzw. Gnu mit Jungen, ganz frisch und noch mit Nabelschnur
Hartebeest bzw. Gnu mit Jungen, ganz frisch und noch mit Nabelschnur
Springbock-Junges, die Mutter muss sich noch sehr um das Kleine kümmern.
Springbock-Junges, die Mutter muss sich noch sehr um das Kleine kümmern.
Pale Chanting Goshawk, ein Habicht auf Lauer
Pale Chanting Goshawk, ein Habicht auf Lauer
Ein Martial Eagle, einer der schönsten Adler, hält Mittagsschlaf, die Lider sind geschlossen.
Ein Martial Eagle, einer der schönsten Adler, hält Mittagsschlaf, die Lider sind geschlossen.
Eine White-Faced Owl, Eulen schlafen tags nicht, sondern beobachten uns aufmerksam.
Eine White-Faced Owl, Eulen schlafen tags nicht, sondern beobachten uns aufmerksam.
Hat das Erdmännchen die Eule fest im Blick?
Hat das Erdmännchen die Eule fest im Blick?
Auf dem Querpass vom Nossob- ins Auob-Tal über die Kalaharidünen
Auf dem Querpass vom Nossob- ins Auob-Tal über die Kalaharidünen
Rastplatz im Kgalagadi NP, hier darf ausgestiegen werden
Rastplatz im Kgalagadi NP, hier darf ausgestiegen werden
In der Nähe des Restcamp Matamata sind immer wieder Giraffen zu entdecken, doch sitzend sind sie sehr selten anzutreffen.
In der Nähe des Restcamp Matamata sind immer wieder Giraffen zu entdecken, doch sitzend sind sie sehr selten anzutreffen.
Nochmal zwei Schildkröten, hier "bei der Arbeit". Sie werden auf afrikaans Padlooper genannt und sind wohl gar nicht so selten in dieser trockenen Gegend.
Nochmal zwei Schildkröten, hier "bei der Arbeit". Sie werden auf afrikaans Padlooper genannt und sind wohl gar nicht so selten in dieser trockenen Gegend.
Geparden entdecken wir ziemlich zum Schluss sehr weit entfernt unter einem Baum, möglicherweise eine Mutter mit Jungen?
Geparden entdecken wir ziemlich zum Schluss sehr weit entfernt unter einem Baum, möglicherweise eine Mutter mit Jungen?
Am Nachmittag verlassen wir den Kgalagadi-NP und fahren zur Übernachtung zur Molopo Lodge etwa 30 Kilometer vor dem Park.
Fortsetzung folgt!
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Wir mögen die Molopo Lodge, schöne Schattendächer mit Rasenflächen ringsum, Private Ablution Block, nette Bar und Spitzenrestaurant ... So bleiben wir 2 Nächte, einen Tag Pause von Fahren machen. Am 2. Nachmittag wechselt der Himmel von freundlichem Blau mit Deko-wölkchen in kontrastreiches schwarz-blau-weiß und weiter in besorgniserregendes dunkelgrau, Sturm kommt auf und jetzt hilft uns das Schattendach nicht mehr, das kommende Gewitter werden wir im Restaurant abwarten ... was eine gute Entscheidung war, denn draußen war alles pitschnaß, Wasser stand knöcheltief auf den Wegen und vieles war durcheinander geweht.
Unsere Campsite auf der Molopo Lodge bei Sonnenschein
Unsere Campsite auf der Molopo Lodge bei Sonnenschein
Die Wolkendecke schliesst sich und wird dicker ...
Die Wolkendecke schliesst sich und wird dicker ...
... und immer finsterer, da kommt ein Unwetter auf uns zu!
... und immer finsterer, da kommt ein Unwetter auf uns zu!
Es stürmt wie wild, wir flüchten ins Restaurant.
Es stürmt wie wild, wir flüchten ins Restaurant.
Unser aufgebautes Dachzelt hat wieder einmal dem Unwetter standgehalten, drinnen ist alles trocken geblieben.
Am nächsten Tag, einem Sonntag, geht es über Upington, die Kalahari Mall hat geöffnet und wir können uns SIM-Karten besorgen und shoppen gehen, weiter entlang des Orange Riviers. Das ganze weite Orange-Tal ist landwirtschaftlich genutzt, größtenteils für den Weinanbau. Die Landwirte und Winzer freut natürlich der Regen, und der Orange ist so voll wie lange nicht mehr.
Im Tal des Orange Rivier, Weinreben überall
Im Tal des Orange Rivier, Weinreben überall
Der Orange Rivier hinter Upington ist gut gefüllt.
Der Orange Rivier hinter Upington ist gut gefüllt.
Wir folgen dem Orange stromaufwärts bis hinter Groblershoop, noch 12 Kilometer weiter liegt die Kheis Campsite am Ufer des Flusses, hier bleiben wir die kommende Nacht. Vom sonnigen Abend noch letzte lichtbildnerische Impressionen:
Das Orange-Ufer an der Kheis Campsite, das Wasser steht hoch.
Das Orange-Ufer an der Kheis Campsite, das Wasser steht hoch.
Webervogelmännchen beim Nestbau
Webervogelmännchen beim Nestbau
Das Nest muss perfekt sein, damit es dem Weibchen gefällt, sonst wird es nicht bezogen.
Das Nest muss perfekt sein, damit es dem Weibchen gefällt, sonst wird es nicht bezogen.
Southern Red Bishop, wunderschöner Vogel, der seinen Namen zu Recht trägt.
Southern Red Bishop, wunderschöner Vogel, der seinen Namen zu Recht trägt.
Weiter geht's vom Orange Rivier durch die Große Karoo, über 800 Kilometer durch das fast leere und trockene Innere Südafrikas an die Küste des Indischen Ozeans.
Fortsetzung folgt!
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Es geht nun durch die Große Karoo, über 800 Kilometer durch das fast leere und trockene Innere Südafrikas.
Wir übernachten zweimal auf Farmen, die einfache "Ferien auf dem Bauernhof" mit Schafen, Rindern und Pferden anbieten. Die kleinen Orte, die wir durchfahren, sind für Reisende unbedeutend, aber für die jeweilige Umgebung das Zentrum mit Kirche und kleinen Supermärkten.
Karges Weideland, immer mit Zäunen eingefasst, in der Grossen Karoo
Karges Weideland, immer mit Zäunen eingefasst, in der Grossen Karoo
Kleine Orte mit hübschen Häusern und Kirche als Mittelpunkt
Kleine Orte mit hübschen Häusern und Kirche als Mittelpunkt
Das Wetter ist weiterhin nicht unser Freund. Tagsübersonnig, doch am Nachmittag bilden sich Wolkentürme und lassen zum Abend Gewitter befürchten, was sich dann mal mehr mal weniger bestäötigt. Wir schaffen uns mit der in Botswana gekauften Baustellenplane ein kleines Vordach am Auto, um wenigstens einen halbwegs trockenen Platz zur Zubereitung des Abendessen zu haben.
Wolkentürme werden am Nachmittag immer größer.
Wolkentürme werden am Nachmittag immer größer.
Wir planen eine Seite am Auto ab, um draußen einen halbwegs trockenen Sitzplatz zu haben.
Wir planen eine Seite am Auto ab, um draußen einen halbwegs trockenen Sitzplatz zu haben.
Helmperlhühner laufen auf der Campsite herum und entfernen sich gegenseitig das Ungeziefer aus dem Gefieder.
Helmperlhühner laufen auf der Campsite herum und entfernen sich gegenseitig das Ungeziefer aus dem Gefieder.
Am nächsten Morgen sind die Farmpisten verschlammt und voller Pfützen.
Am nächsten Morgen sind die Farmpisten verschlammt und voller Pfützen.
Wir fahren in den Karoo Nationalpark bei Beaufort West, um etwas mehr über die Karoo und ihre Bedeutung in der frühen Geschichte der Erde zu erfahren. Die Campsite liegt am Fuß großer Plateaus, die aus dem Superkontinent Gondwana bei der Abtrennung Afrikas von Australien und der Antarktis entstanden sind. Im Open-Air-Museum sind viele Fundstücke ausgestellt.
Die Campsite des Karoo Nationalparks am Fuß uralter Plateauberge
Die Campsite des Karoo Nationalparks am Fuß uralter Plateauberge
Teile eines Bradysaurus-Skeletts,welches vor etwa 250 Mio. Jahren in weichem Lehm versiegelt und konserviert wurde, sind im Karoo Nationalpark in Schaukästen ausgestellt.
Teile eines Bradysaurus-Skeletts,welches vor etwa 250 Mio. Jahren in weichem Lehm versiegelt und konserviert wurde, sind im Karoo Nationalpark in Schaukästen ausgestellt.
Der karge und trockene Karooboden im Vordergrund, im Hintergrund kündigt sich das nächste Unwetter an.
Der karge und trockene Karooboden im Vordergrund, im Hintergrund kündigt sich das nächste Unwetter an.
Wir ziehen uns wegen des Gewitters mit stürmischen Böen ins Innere des Toyota zurück.
Wir ziehen uns wegen des Gewitters mit stürmischen Böen ins Innere des Toyota zurück.
Im Laufe des Gewitters bildet sich ein Bach, der stark strömend über den Campingplatz fliesst.
Im Laufe des Gewitters bildet sich ein Bach, der stark strömend über den Campingplatz fliesst.
Das Gewitter hält bis in die Nacht an und setzt weite Teile des Campingplatzes unterWasser.
Das Gewitter hält bis in die Nacht an und setzt weite Teile des Campingplatzes unterWasser.
Am nächsten Morgen ist der Park wegen Unbefahrbarkeit geschlossen, nur die Zufahrt zum Campingplatz konnte freigeräumt werden. Wir vfahren weiter Richtung Küste zu und hoffen, das die parallel zur Südküste gelegenen Gebirgszüge das nasse Wetter von der Küstenregion abhalten können. Die Straße führt durch die Meiringskloof, den einzigen asphaltierte Durchlaß durch die Swartberge.
Die Meiringskloof, die Schlucht mit dem einzigen Durchlaß durch die Swartberge Richtung Südküste
Die Meiringskloof, die Schlucht mit dem einzigen Durchlaß durch die Swartberge Richtung Südküste
Ein Wasserfall als touristisches Highlight in der Meiringskloof
Ein Wasserfall als touristisches Highlight in der Meiringskloof
Auch südlich der Swartberge hängen die Wolken tief und schwer.
Auch südlich der Swartberge hängen die Wolken tief und schwer.
Zu den Weihnachtstagen können wir uns überraschenderweise (in Südafrika ist Hauptferienzeit!) ein nettes kleines Ferienhaus in der Umgebung von Oudtshorn mieten, so dass wir uns um den Umgang mit Regen und Sturm am Abend keine Sorgen machen müssen. Und wir gönnen uns eine kleine Auszeit vom täglichen Reisen.
Schöne Abendstimmung beim Blick von unserer Terrasse in die Berge am Heiligabend.
Schöne Abendstimmung beim Blick von unserer Terrasse in die Berge am Heiligabend.
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Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Während unserer Tage mit Ferienhaus-Übernachtungen machen wir Ausflüge in die Umgebung. Oudtshorn ist das Weltzentrum für Straußenprodukte, besonders in der Mitte des letzten Jahrhunderts waren Straußenfedern zur Kleidung sehr gefragt. So gibt es auch heute noch viele Straußenfarmen um Oudtshorn herum.
Bewohner einer Straußenfarm bei Oudtshorn
Bewohner einer Straußenfarm bei Oudtshorn

Der Swartbergpass gilt als einer der schönsten Passtraßen im Süden Südafrikas, den wir erleben wollen. Die Anfahrt von Süden ist noch sehr wolkenverhangen, doch kaum auf dem Pass, lichten sich Wolken und Nebel und geben den Blick auf die wilde Berglandschaft frei.
Auf dem Swartbergpass biegen wir ab zu "The Hell", mehreren hintereinanderliegenden schmalen Tälern, die von einer kleinen Piste (4x4 empfohlen) verbunden werden. Von dieser spekakulären Strecke wurde uns mehrfach von reisenden Südafrikanern schwärmerisch berichtet, so folgen wir ihrem Rat.
wolkenverhangene Berge auf dem Weg zum Swartbergpass
wolkenverhangene Berge auf dem Weg zum Swartbergpass
Pistenbau noch von 1885 (in Stein gemeißelt unterhalb unseres Autos)
Pistenbau noch von 1885 (in Stein gemeißelt unterhalb unseres Autos)
Auf dem Swartbergpass, wird es nun besser mit der Aussicht?
Auf dem Swartbergpass, wird es nun besser mit der Aussicht?
Warnung vor dem Weg!
Warnung vor dem Weg!
Der Weg zu "The Hell"
Der Weg zu "The Hell"
Wir sind begeistert von den geologischen Gegebenheiten, die Plattenkippung ist genau zu erkennen.
Wir sind begeistert von den geologischen Gegebenheiten, die Plattenkippung ist genau zu erkennen.
Hier wachsen vielen Protheen im Tal zu "The Hell".
Hier wachsen vielen Protheen im Tal zu "The Hell".
Die Prothea ist die Nationalpflanze Südafrikas.
Die Prothea ist die Nationalpflanze Südafrikas.
wunderschöne weiß-braune Blüte, ... der Rest einer verbrannten Prothea.
wunderschöne weiß-braune Blüte, ... der Rest einer verbrannten Prothea.
Der Abstieg ins nächste Tal, unten liegt ein aufgelassener Campingplatz
Der Abstieg ins nächste Tal, unten liegt ein aufgelassener Campingplatz
Am Ende des letzten Tals heißt es umkehren, der ganze Weg ist eine Sackgasse. Die Strecke führt übrigens nicht - wie wir vermuteten - zur Hölle, sondern für die wenigen Leute, die im 19. Jahrhundert hier siedelten, war es die Hölle, ihre Einsamkeit zu erreichen, noch ohne Motorfahrzeuge, sondern nur zu Fuß. So erhielt diese Gegend ihren Namen.
Auf der Rückfahrt nach Oudtshorn gewittert es mal wieder, so dass die Zufahrtstraßen unter Wasser stehen.
Überschwemmung vor Oudtshorn
Überschwemmung vor Oudtshorn
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Viele Grüße
Uwe
Mauritius
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Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Mauritius »

Vielen Dank für die super tollen Bilder.

Frage:
Wie dangerous sind die angekündigten 48 km? Use at your own risk!
Angelika Baumann
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Angelika Baumann »

Hallo Mauritius,

Für "gefährlich" halte ich die Strecke nicht. Aber 4x4 ist notwendig. Besonders das steile Serpentinen-Stück hat ein paar "Trail-Einlagen". Aber nicht schwierig - man nuss halt langsam fahren. Sollte ein Auto entgegen kommen, muss man 'ne Stelle suchen, wo man aneinander vorbei kommt.
Unten im Tal geht's ein paar Mal durch den Fluss. Aber nicht sehr tief - es lief kein Wasser zu den Türen rein :lol:

Grundsätzlich ist das immer so eine Sache mit der Bewertung einer Geländestrecke.
1. Was für den Einen mit Vorsicht aber gut machbar ist, kann für den Anderen tatsächlich zu "Hölle" werden. Kommt immer drauf an, wieviel Fahrerfahrung man hat.
2. Und es kommt auch auf's Wetter an. Wenn's regnet oder kurz vorher geregnet hat, kann so eine Strecke schnell anders aussehen...

Viele Grüße
Geli
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
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Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Mauritius »

Angelika Baumann hat geschrieben:Hallo Mauritius,

1. Was für den Einen mit Vorsicht aber gut machbar ist, kann für den Anderen tatsächlich zu "Hölle" werden. Kommt immer drauf an, wieviel Fahrerfahrung man hat.
Vielen Dank, Frau Baumann, sehr interessant.

Ich zähle eher zu den Anderen, die mit der Hölle, und 4x4 hab ich auch nicht.

Vor 2002 hatte ich noch 4x4, damals sah die Welt noch anders aus:

1-42834873gw.jpg
m-42834874qt.jpg
3-42834875ig.jpg

Das möchte ich heute nicht mehr, gemütlich und immer schön langsam ist jetzt angesagt.
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Uwe Schmitz
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Danke, Mauritius für deine “schauerlichen“ Bilder. Also schön langsam und gemütlich weiter:
Nachdem wir bei einer Fahrt durch das Küstengebirge auch noch wegen Überflutung der Piste umdrehen müssen, sagen wir dem Landesinneren komplett ade und fahren ans Meer, die Garden Route, das schönste Stück der südafrikanischen Küste erwartet uns. Doch auch hier haben wir wohl einen stürmischen Tag erwischt.
Ein sonst trockenes Flussbett führt heute ganz viel Wasser, da ist kein Weiterkommen möglich.
Ein sonst trockenes Flussbett führt heute ganz viel Wasser, da ist kein Weiterkommen möglich.
Die Küste der Garden Route bei Wilderness, heute sehr stürmisch
Die Küste der Garden Route bei Wilderness, heute sehr stürmisch
Bei diesem stürmischen Wetter wollen wir nicht unser Dachzelt testen, und trotz der südafrikanischen Sommerferien und Feiertagen finden wir ein günstiges Zimmer in der Stadt George, weg von der Küste aber sehr nah an den Tsitsikama Mountains. So machen wir erst mal 'ne Wanderung dort hinein.
Wilder Wald, zugewachsene Wege, Küstenurwald
Wilder Wald, zugewachsene Wege, Küstenurwald
Wilde Lilien im Unterholz
Wilde Lilien im Unterholz
Die Pfade bergab dienen auch den Bächen als Weg.
Die Pfade bergab dienen auch den Bächen als Weg.
Was färbt die Pfützen und Bäche so rostig rot?
Was färbt die Pfützen und Bäche so rostig rot?
Wir fahren die Küstenautobahn (N2) ein Stück nach Osten und wollen in den Bergen in indigenem Wald etwas wandern und berühmte Big Trees (Yellowwood Trees) ansehen.
Die N2 (Küstenautobahn)
Die N2 (Küstenautobahn)
indigener Wald, nie abgeholzter wilder Küsten-Urwald
indigener Wald, nie abgeholzter wilder Küsten-Urwald
Wanderwege wurden von der Nationalpark-Verwaltung durch den Urwald angelegt, um ihn leichter erleben zu können.
Wanderwege wurden von der Nationalpark-Verwaltung durch den Urwald angelegt, um ihn leichter erleben zu können.
Bäume mit dickem Stamm und Luftwurzeln bilden Höhlen, in die man hineinschlüpfen könnte.
Bäume mit dickem Stamm und Luftwurzeln bilden Höhlen, in die man hineinschlüpfen könnte.
Statt Vogelbilder mal Pilze ...
Statt Vogelbilder mal Pilze ...
Pilze in tollsten Farben, ich kenne die Namen nicht ...
Pilze in tollsten Farben, ich kenne die Namen nicht ...
Pilze als Wassersammler
Pilze als Wassersammler
Farne, so nie gesehen
Farne, so nie gesehen
Wir verlassen den Urwald und fahren einen kleinen Picnicplatz an, auf dem wir unsere neueste Errungenschaft testen. Wir haben in George das Maschinchen und das richtige Pulver dazu gefunden ...
Endlich gibt's mal richtig guten Kaffee, wir sind den löslichen Kaffee ziemlich leid ...
Endlich gibt's mal richtig guten Kaffee, wir sind den löslichen Kaffee ziemlich leid ...
Auf der Rückfahrt nach George biegen wir - nun endlich wieder bei sonnigem Wetter - in Sedgefield mal zum Strand ab. Dort finden wir einen Parkplatz direkt an der Stranddüne.
Kurzer Anstieg über die Stranddüne und ...
Kurzer Anstieg über die Stranddüne und ...
... fantastischer Strand am Indischen Ozean, und kaum was los ...
... fantastischer Strand am Indischen Ozean, und kaum was los ...
... und das Meer tobt und glitzert, herlich!
... und das Meer tobt und glitzert, herlich!
salzhaltige Luft am Strand mit Blick in die dahinter aufsteigenden Berge
salzhaltige Luft am Strand mit Blick in die dahinter aufsteigenden Berge
Fortsetzung folgt!
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Uwe
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

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Wir wollen noch einletztes Mal die Gelegenheit nutzen, Elefanten zu sehen, dazu ist uns der Addo Elephant Park mehrfach empfohlen worden. Auf kleinen Straßen kommen wir an den Vororten der mondänen Badesiedlungen vorbei. Zum Übernachten fahren wir dann nochmal runter ans Meer bei der Gamtoos Mündung, die Dünen, die dem Fluss den Zugang zum Meer versperren, möchte ich sehen.
Noch nicht 'ne Siedlung der ganz armen Leute
Noch nicht 'ne Siedlung der ganz armen Leute
Die Lagune des Gamtoos Rivier
Die Lagune des Gamtoos Rivier
Endlich 'n klein bisken Wüstenfeeling, auf dem Weg über die Sperrdünen
Endlich 'n klein bisken Wüstenfeeling, auf dem Weg über die Sperrdünen
Am Strand des Indischen Ozeans
Am Strand des Indischen Ozeans
Bei Flut kämpft das Wasser des Gamtoos Riviers gegen die hereindrückenden Wellen des Ozeans.
Bei Flut kämpft das Wasser des Gamtoos Riviers gegen die hereindrückenden Wellen des Ozeans.
Fundstück am Strand
Fundstück am Strand
Noch eine Koralle
Noch eine Koralle
Die Lagune des Gamtoos Riviers nach Sonnenuntergang
Die Lagune des Gamtoos Riviers nach Sonnenuntergang
Unser Nachtplatz an der Lagune am nächsten Morgen.
Unser Nachtplatz an der Lagune am nächsten Morgen.
Und von hier aus geht weiter mit Tierchenbildern aus dem Addo.
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Jetzt geht's in den Addo Elephant Park. Der gehört zu den South African Nationalparks, und da wir uns die "Wildcard" schon am Eingang des Kgalagadi Parks kauften, ist auch hier der Eintritt frei. Wir erwarten hier hinter jedem dritten Busch mindestens einen dieser Dickhäuter ...
Wer schaut den da als erstes?
Wer schaut den da als erstes?
Und wer geht da weg?
Und wer geht da weg?
Einsames Zebra geht seines Weges.
Einsames Zebra geht seines Weges.
Dungkäfer (Pillendreher) verarbeiten die Hinterlassenschaften der Elefanten.
Dungkäfer (Pillendreher) verarbeiten die Hinterlassenschaften der Elefanten.
Was ist das?
Was ist das?
Die Büffel lieben ein komplettes Schlammbad.
Die Büffel lieben ein komplettes Schlammbad.
Da isser! Der erste Elefant! Und so nah!
Da isser! Der erste Elefant! Und so nah!
Am nächsten Wasserloch sind mehrere Dickhäuter, auch die lieben ein komplettes Schlammbad.
Am nächsten Wasserloch sind mehrere Dickhäuter, auch die lieben ein komplettes Schlammbad.
Schwarz-weiße Zebras ...
Schwarz-weiße Zebras ...
Unsere europäischen Störche treffen wir hier auch an.
Unsere europäischen Störche treffen wir hier auch an.
Genug gesehen und erlebt, fahren wir weiter. Doch halt, noch ein Wasserloch mit einem Hide (einem Zaun oder ähnlichem, hinter dem die Beobachter für die Tiere unsichtbar sind), schauen wir doch nochmal hier ...
Eine Herde mit mindestens 30 Tieren am Wasserloch, und im umliegenden Gebüsch scheinen noch mindestens genausoviele auf das Trinken zu warten.
Eine Herde mit mindestens 30 Tieren am Wasserloch, und im umliegenden Gebüsch scheinen noch mindestens genausoviele auf das Trinken zu warten.
Elefanten, sooo dicht am Hide!
Elefanten, sooo dicht am Hide!
Nun verlassen wir den Addo endgültig, das war also der östlichste Ort unserer Reise. Jetzt geht's an der Küste zurück nach Westen, der Regen und die Gewitter scheinen vorbei zu sein. So fahren wir zum Tsitsikama National Park an der Garden Route, und die bekanntesten beiden Stellen an dieser wilden Küste sind der Storms River Mouth und der Nature Valley NP ein paar dutzend Kilometer weiter.
Wilde Tsitsikams-Küste beim Storms River Mouth, im Vordergrund der Campingplatz
Wilde Tsitsikams-Küste beim Storms River Mouth, im Vordergrund der Campingplatz
Blauer Himmel, doch der Wind bläst, das Meer tobt.
Blauer Himmel, doch der Wind bläst, das Meer tobt.
Über Holzstege ist die wilde Küste begehbar gemacht worden, um in die Mündung bzw. die Schlucht des Storm River hinein zu sehen.
Über Holzstege ist die wilde Küste begehbar gemacht worden, um in die Mündung bzw. die Schlucht des Storm River hinein zu sehen.
Selbst Hängebrücken wurden zur Begehbarkeit errichtet, und ganz Mutige können mit Kayaks die Mündung befahren.
Selbst Hängebrücken wurden zur Begehbarkeit errichtet, und ganz Mutige können mit Kayaks die Mündung befahren.
Blick in die Schlucht des Storm Rivers
Blick in die Schlucht des Storm Rivers
Bei den Windverhältnissen gehen wir nicht auf die hiesige Campsite, sondern fahren noch rüber ins Nature Valley, da ist der Platz windgeschützter.

Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe


Lösungen zu
Foto 1: Ein Kudu-Mann
Foto 2: Ein Red Hartebeest (Kuhantilope)
Foto 5: Elefantenrücken nach dem Schlammbad
Chrigu
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Chrigu »

Einfach herrlich, Uwe!

Danke für diesen grossen Aufwand, den Du betreibst.

Die rötlich-braun gefärbte Wasserstelle, ist vermutlich mit Mineralien versetzt.
So auch gesehen auf der Südinsel Neuseelands.

Herzliche Grüße
Chrigu
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
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Uwe Schmitz
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Danke, Chrigu, für dein Lob!

Die Nacht im Nature Valley war wirklich deutlich windstiller, doch recht wolkig. Die Bucht ist sanft gerundet mit feinem Sandstrand. Hier mündet der Grootrivier in den Indischen Ozean, und er hat auch das Problem, das der Ozean bei Flut verhindert, dass das Wasser des Flusses abfliessen kann, und so ist auch hier eine Lagune entstanden, in der das Flusswasser bis zur nächsten Ebbe "geparkt" wird.
Der einsame Strand im Nature Valley nach Norden
Der einsame Strand im Nature Valley nach Norden
... und der Strand im Nature Valley nach Süden
... und der Strand im Nature Valley nach Süden
An der Mündung des Grootrivier, das Meer drückt bei Flut Wasser in die Lagune
An der Mündung des Grootrivier, das Meer drückt bei Flut Wasser in die Lagune
Wellen laufen in der Flussmündung flussaufwärts.
Wellen laufen in der Flussmündung flussaufwärts.
Am nächsten Morgen hängen die Wolken tief in den Bergen an der Lagune.
Am nächsten Morgen hängen die Wolken tief in den Bergen an der Lagune.
Wieder geht's entlang des Küste des Indischen Ozeans nach Westen. Wir schauen uns mehrere Strand-Campingplätze an, doch der Wind ist uns überall zu heftig. So kommen wir auch nach Mossel Bay. Hier fahren wir auf die Spitze der Landzunge, am Meer liegt "The Poort", ein natürlicher Felskanal, der bei Flut mit Meerwasser gefüllt wird und bei Ebbe nicht trockenläuft, so dass darin gebadet werden kann (wenn's nicht so stürmisch ist), und auf der Felsspitze der Leuchtturm. Ein kleines Stück weiter liegt ein künstliches Meerwasser-Schwimmbecken, dass nach dem gleichen Prizip wie The Poort funktioniert.
&quot;The Poort&quot; und der Leuchtturm in Mossel Bay
"The Poort" und der Leuchtturm in Mossel Bay
Das künstliche Meerwasser-Schwimmbecken in Mossel Bay
Das künstliche Meerwasser-Schwimmbecken in Mossel Bay
Überall an den Felsen kleben Muscheln
Überall an den Felsen kleben Muscheln
Ob er nassgeworden ist?
Ob er nassgeworden ist?

Der Campingplatz in Mossel Bay liegt auch direkt am Meer. So fahren wir noch ein ganzes Stück weiter und hoffen, dass wir auf der Campsite in Gouritzmond - sie liegt am Ende des Ortes von hohen Mauern geschützt - eine windärmere Nacht verbringen können. Danach haben erstmal wir die Nase von der windigen Küste voll, wir schwenken ab ins Landesinnere.
Auf der Campsite in Gouritzmond, geschützt hinter Mauern und Bäumen und aufgespannter Zeltplane
Auf der Campsite in Gouritzmond, geschützt hinter Mauern und Bäumen und aufgespannter Zeltplane
Am nächsten Morgen , wir verlassen die Küste im Nebel
Am nächsten Morgen , wir verlassen die Küste im Nebel
Nur 20 km von der Küste entfernt, wir fahren dem Ende der Wolkendecke entgegen.
Nur 20 km von der Küste entfernt, wir fahren dem Ende der Wolkendecke entgegen.
Wieder in den Bergen mit Sonnenschein, bewölkte Küste hinter uns!
Wieder in den Bergen mit Sonnenschein, bewölkte Küste hinter uns!
Hallo, willkommen bei uns!
Hallo, willkommen bei uns!
Straußenfarm am Rand der Piste
Straußenfarm am Rand der Piste
Durch schöne Berglandschaften und über den Rooibergpass fahren wir nach Calitzdorp, wieder an der Route 62, der Traumstraße durch die kleine Karoo (Sie beginnt in Oudtshorn und endet in Montagu). Am Calitzdorp Dam finden wir einen schönen Platz für die Nacht, allerdings alles zum Wasser hin leicht abfallend.
Nachtplatz am Calitzdorp Dam
Nachtplatz am Calitzdorp Dam
Niveauausgleich des Toyo, um im Dachzelt waagerecht schlafen zu können
Niveauausgleich des Toyo, um im Dachzelt waagerecht schlafen zu können

Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Kurzes Intermezzo zu einem sehr schönen Erlebnis mit - für mich - hoher Hobbywertigkeit:
Wir waren gerade in Lamberts Bay und haben dort die Vogelinsel besucht, kleines Ding direkt am Hafen, ca.200 x 300 m groß, und voll mit Vögeln. Aber nicht irgendwelche, sondern Cape Ganetts, also Kaptölpel, die nur an ganz wenigen Stellen im südlichen Afrika ihre Brutplätze haben. Und deswegen ist dieses Inselchen auch SAN-Park. Die Bildchen dazu:
Wer fliegt denn da?
Wer fliegt denn da?
Tausende von Kaptölpel auf der Vogelinsel vor Lamberts Bay
Tausende von Kaptölpel auf der Vogelinsel vor Lamberts Bay
Herrlich, diese Vögel mit 1,80 m Flügelspannweite fliegen zu sehen
Herrlich, diese Vögel mit 1,80 m Flügelspannweite fliegen zu sehen
So elegant, und schnell!
So elegant, und schnell!
Am Boden begrüßen sich die Heimkehrer mit Schnabelreiben, andere rufen nach ihren Partnern.
Am Boden begrüßen sich die Heimkehrer mit Schnabelreiben, andere rufen nach ihren Partnern.
Jungvögel laufen einsam rum und werden auch schon mal verjagt.
Jungvögel laufen einsam rum und werden auch schon mal verjagt.
Fantastische Flieger und Segler ...
Fantastische Flieger und Segler ...
... mit schöner Zeichnung und tollen blauen Augen.
... mit schöner Zeichnung und tollen blauen Augen.
Das Starten gelingt trotz der Größe ganz gut ...
Das Starten gelingt trotz der Größe ganz gut ...
... doch vor dem Landen wirken sie ziemlich hilflos ...
... doch vor dem Landen wirken sie ziemlich hilflos ...
... und legen dann doch bisweilen eine perfekte Landung hin.<br /><br />Fortsetzung des Reiseberichts folgt!<br />Viele Grüße<br />Uwe
... und legen dann doch bisweilen eine perfekte Landung hin.

Fortsetzung des Reiseberichts folgt!
Viele Grüße
Uwe
Fortsetzung des Reiseberichts folgt!
Viele Grüße
Uwe
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