Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Uwe Schmitz
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Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Hallo Reisefreunde,
Von 2016 bis März 2020 hatten wir unsere rote Afrika-Ente in Namibia stehen (nachzulesen hier).
Der Traum vom Reisen im Nahen Osten war uns nach Heimkehr der tapferen Ente durch die Corona-Auswirkungen
versperrt, also waren wir "zu Zeiten von Corona" Ende letzten Jahres mit einem Miet-4x4 wieder in Namibia unterwegs.
Doch auch am Ende 2021 scheint es nicht sicher sein, den Winter im Nahen Osten verbringen zu können, und so entschliessen wir uns, die kommende kalte Jahreszeit wieder ins von Corona-Einschränkungen weniger betroffene Namibia zu fliegen und dort zu reisen, doch nur wie?
Wir müssen versuchen, einen Geländewagen zu kaufen. Doch Anfragen bei verschiedenen Fahrzeugvermietern und auch den Farmen oder Lodges, bei denen Touristenfahrzeuge untergestellt sind, bringen keinen Erfolg.
Der Gebrauchtwagenmarkt scheint leergefegt zu sein, wir sind ernsthaft in Sorge um unsere Reisepläne. Da fällt uns Manni von Sophia Dale in Swakopmund ein, vielleicht weiß er einen Rat. Und tatsächlich, nur einen Tag später schreibt er uns, dass eine Bekannte ihren Wagen verkaufen möchte, einen 29 Jahre alten Toyota HDJ 81.
Nach Rückfrage scheint der Preis für uns akzeptabel, und wir bitten Manni, uns weitere Infos über Zubehör und Zustand zu schicken und fragen auch, ob er den Wagen mal checken könne.
Als Mannis Antwort kommt, 4,2-Liter-Motor mit Automatikgetriebe und permanentem Allrad, rostfreies Garagenfahrzeug in sehr gepflegtem Zustand, an Zubehör ein Kühlschrank und eine Box mit üblichem Werkzeug, sagen wir dem Kaufvertrag "gekauft wie gesehen", ohne den Wagen selbst je gesehen zu haben, zu.
Nun wartet also ein für uns riesiges 4x4-Auto auf uns, so fliegen wir schon Mitte September nach Windhoek, fahren mit einem winzigen Mietwägelchen runter nach Swakopmund und sehen unser neues Zuhause zum ersten Mal.
Mit dem kleinen Mietwagen vom Airport nach Swakopmund
Mit dem kleinen Mietwagen vom Airport nach Swakopmund
Unser zukünftiges Zuhause in Namibia: Der Toyota HDJ 81
Unser zukünftiges Zuhause in Namibia: Der Toyota HDJ 81

Der Toyota muss nun auf uns umgemeldet werden, ein größeres Unterfangen, welches laut Berichten anderer Fahrzeugkäufer/Touristen in Windhoek nicht mehr möglich ist. Doch hier in Swakopmund erhalten wir die TRN (Traffic Registration No.), die Voraussetzung für den Fahrzeugerwerb ist, dank dem Service von Michaela von Sophia Dale innerhalb eines Tages. Der TÜV, der in Namibia nur bei einem Besitzerwechsel des Fahrzeugs durchgeführt werden muss, gestaltet sich jedoch weit schwieriger. Bei der ersten Prüfung wird ein winziger Steinschlag in der Frontscheibe bemängelt, der Beifahrer-Sicherheitsgurt rastet nicht richtig ein, das rechte Reserverad am Heck beeinträchtigt die Sicht des Fahrers und soll entfernt werden sowie der Kühlschrank muss weg, da an seiner Stelle der originale hintere Sitz wieder eingebaut werden muss (der glücklicherweise noch vorhanden ist).
Werkstattbesuch zum Austausch der Frontscheibe
Werkstattbesuch zum Austausch der Frontscheibe

Am nächsten Vormittag nach Austausch der Frontscheibe gehts zum zweiten Mal zum TÜV, die Prozedur beginnt von vorne, Die Fahrgestellnummer am Rahmen wäre nicht zu finden, und das Standlicht würde nicht korrekt funktionieren. Ein weiterer schneller Werkstattbesuch bringt die Rahmennummer ans Tageslicht und uns die Erkenntnis, dass unser Auto Nebelscheinwerfer, aber keine Kontrillleuchte dafür hat und diese ausgeschaltet sein sollten!
Dritter Versuch: Plötzlich werden in der hinteren verstärkten Stoßstange die zusätzlichen LED-Blinker und Bremsleuchten entdeckt, die wären nicht serienmäßig und gehören entfernt! Wieder zur Werkstatt, dort werden die Steckverbindungen entfernt und Plastikblenden passend gesägt und mit Silikon davor geklebt.Mit dem vierten Versuch kurz vor Ladenschluss scheint es dann zu klappen, er ist mit allen Korrekturen zufrieden, nochmal gehts über die Grube, danach eine Runde über den Platz zur Bremsenprüfung, dann gibts grünes Licht, der TÜV ist bestanden.
Am nächsten Tag können wir dann - nachdem wir bei der Polizei endlich nach gestrigem Ausfall der Computer die Road Clearance (Bescheinigung, das das Fahrzeug nicht als gestohlen gemeldet ist) erhalten haben - unser Fahrzeugdokument abholen.
Der Toyota gehört nun auch OFFIZIELL uns!
Wer auch mal über den Kauf eines namibischen Autos nachdenkt, darf sich gerne zur Hilfe an Michaela wenden (info@sophiadale.org).
Zwischenzeitlich haben wir die mitgekaufte Werkzeugkiste durchsucht und auch diverse Outdoor-Läden zwecks Kauf von Campingausrüstung und -einrichtung aufgesucht.
Die mitgekaufte Werkzeugausrüstung zur Überprüfung ausgebreitet
Die mitgekaufte Werkzeugausrüstung zur Überprüfung ausgebreitet
Das erste erworbene Equipement: Schlafsack, Grillrost und ein Picnic-Rucksack
Das erste erworbene Equipement: Schlafsack, Grillrost und ein Picnic-Rucksack
Bei Plastilon, einem Warenhaus für Kunststoffartikel und Verpackung, dort finden wir unsere Einrichtungsboxen
Bei Plastilon, einem Warenhaus für Kunststoffartikel und Verpackung, dort finden wir unsere Einrichtungsboxen

So, zurück nach Windhoek. Dort wartet Stefan von Smiling African Sun, unser langjähriger Entenpfleger und Fahrzeugvermieter vom letzten Jahr, darauf, und einen stabilen Dachträger nebst Dachzelt auf den Toyota zu montieren. Während er fleissig ist, entspannen wir im Kwela Guest House um die Ecke.
Sundowner im Kwela Guest House
Sundowner im Kwela Guest House
Inspektion unseres neuen Dachzeltes
Inspektion unseres neuen Dachzeltes

Nun ist unsere Unabhängigkeit von fremden Zimmern als Quartier erreicht, wir ziehen um ins bekannte UrbanCamp. Dort ist weiteres Ausrüstung besorgen und verstauen angesagt.
Ausrüstung verstauen versuchen im Urban Camp
Ausrüstung verstauen versuchen im Urban Camp
Klappstühle, Gasflaschen, Potje und Wasserkanister erweitern unsere Ausrüstung
Klappstühle, Gasflaschen, Potje und Wasserkanister erweitern unsere Ausrüstung

Wir fahren raus zu unserem neuen Fahrzeug-Abstellplatz auf der Farm Hohenau (zwischen Windhoek-Stadt und dem Flughafen, ca. 12km südlich, für 30 €/Monat, weitere freie Plätze in verschlossener Halle frei), um überflüssige Teile wie Rücksitze und Original-Stoßstangenecken dort einzulagern.
Transport überflüssiger Teile zur Farm Hohenau
Transport überflüssiger Teile zur Farm Hohenau

Dann wird unser Auto fürs Erste reisefertig gepackt, und eine erste kleine Testrunde mag beginnen ...
Unser vorläufig fertig beladenes Reiseauto
Unser vorläufig fertig beladenes Reiseauto
Erste Pisten ins Khomas Hochland mit unvermeidbaren Viehgattern
Erste Pisten ins Khomas Hochland mit unvermeidbaren Viehgattern


Fortsetzung folgt, sobald das Internet es erlaubt ...
Viele Grüße
Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

So, wieder in Windhoek zurück, kommt der nächste Bericht:
Unsere ersten zwei Reisetage verbringen wir auf Omandumba im nordwestlichen Erongo-Gebirge. Wir waren zwar schon zweimal dort, kennen aber die Campsite "3 Elephants" noch nicht. Die Landschaft ist nach der starken Regenzeit im März diesen Jahres immer noch recht grün und dicht mit vertrocknetem Gras bedeckt, dass golden in der Nachmittagssonne leuchtet.
weites Tal auf Omandumba, vorbeigeschaut an einem der möglichen Beine der 3 Elephants
weites Tal auf Omandumba, vorbeigeschaut an einem der möglichen Beine der 3 Elephants
Golden leuchtendes Gras
Golden leuchtendes Gras
Die Campsite "3 Elephants" auf Omandumba
Die Campsite "3 Elephants" auf Omandumba
Morgenwanderung auf Omandumba
Morgenwanderung auf Omandumba

Am Morgen unternehmen wir eine gut einstündige Wanderung im weiten Tal, sehen aber fast keine Tiere, doch bald wird es uns in den schattenlosen Flächen zu heiß und wir ziehen uns zwischen die Felsen zurück.
Der "Little Fingerklip" auf Omandumba
Der "Little Fingerklip" auf Omandumba
Erholung im Schatten nach der Wanderung
Erholung im Schatten nach der Wanderung

Auch Toilette und Dusche sind zwischen den kugeligen Granitfelsen versteckt, eine schöne Open-Air-Anlage.
Die originellen Sanitäranlagen
Die originellen Sanitäranlagen

Am Abend entdecken wir zwischen den Felsen eine Ginsterkatze. Damit sind wir bei meinem Lieblingsthema: Der Ablichtung von Tieren. Hier einige der ersten nicht so besonderen Ergebnisse:
Eine Ginsterkatze nach der Abenddämmerung
Eine Ginsterkatze nach der Abenddämmerung
Monteiros Hornbill im Sonnenuntergang
Monteiros Hornbill im Sonnenuntergang
Sieht aus wie der saharische Moulamoula, heißt hier aber Mountain Wheatear, und liebt Papaya.
Sieht aus wie der saharische Moulamoula, heißt hier aber Mountain Wheatear, und liebt Papaya.
Ein Acacia Pied Barbet genehmigt sich ein paar Schlucke Wasser aus unseren Ablaufbecken.
Ein Acacia Pied Barbet genehmigt sich ein paar Schlucke Wasser aus unseren Ablaufbecken.
Ein Red-Billed Spurfowl-Pärchen kommt auch an die Wasserstelle.
Ein Red-Billed Spurfowl-Pärchen kommt auch an die Wasserstelle.
Auch die Eidechse würde gerne mal ...
Auch die Eidechse würde gerne mal ...
Der African Red-Eyed Bulbul ist schlau und pickt Wasser vom undichten Wasserhahn.
Der African Red-Eyed Bulbul ist schlau und pickt Wasser vom undichten Wasserhahn.
Ein Pärchen Rosy-Faced Lovebirds nach sunset
Ein Pärchen Rosy-Faced Lovebirds nach sunset
Vom Erongo-Gebirge fahren wir an den Brandberg, auf der Karte habe ich einen Bergeinschnitt entdeckt, den wir noch nicht aufgesucht haben, das Amis-Tal. Wir können in dieses Tal bis ans Ende hineinfahren und finden einen schattigen und windgeschützten Platz hinter einem Granitblock. Dort bereiten wir unser erstes Potje, wieder mal eines neu erworben (die anderen stehen zur Zeit unbenutzt zu Hause rum).
Brandbergmassiv mit Einfahrt ins Amis-Tal
Brandbergmassiv mit Einfahrt ins Amis-Tal
Nachtplatz im Amis-Tal im Abendlicht
Nachtplatz im Amis-Tal im Abendlicht
Abendessen wird im Potje auf dem Feuer gekocht.
Abendessen wird im Potje auf dem Feuer gekocht.
Ein Gecko wärmt sich in der Morgensonne.
Ein Gecko wärmt sich in der Morgensonne.


Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
Carlo
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Carlo »

Hallo Uwe,

schön euch wieder begleiten zu dürfen!

Ciao, Carlo
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Uwe Schmitz
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Vom Amis-Tal folgen wir am nächsten Morgen wieder mal der Pad um den Brandberg herum von Süden Richtung Westen und weiter nach Norden an den Goboboseb-Bergen vorbei.
silbernes Gras in einem trockenen Tal vor den Goboboseb-Bergen
silbernes Gras in einem trockenen Tal vor den Goboboseb-Bergen

Wir kommen an die T-Kreuzung, die links zur Küste runter und rechts zur Brandberg West Mine und zum Rhino Trust Camp führt. Diesesmal biegen wir rechts ab.
Warum Straßen oft Umwege nehmen,  erkennen wir hier bei der T-Kreuzung Küste - Brandberg West Mine: Es liegt der Abkürzung ein kratziger langer Bergzug im Weg.
Warum Straßen oft Umwege nehmen, erkennen wir hier bei der T-Kreuzung Küste - Brandberg West Mine: Es liegt der Abkürzung ein kratziger langer Bergzug im Weg.

Die rechte Pad führt nun in kratziges aufgeworfenes Gelände, dass auf der anderen Seite des Ugab die Landschaft um das Desolation Valley bildet.
Wildes Gelände voraus
Wildes Gelände voraus

Die Brandberg West Mine ist mittlerweile aufgelassen, ein Eldorado für Freunde von Lost Places. Allerdings sind alle Gebäude niedergerissen. Wir laufen ein wenig durch dieses Bergwerksgelände und fahren dann weiter durch ein enges Tal mit ruppiger Piste an den Ugab, zum Rhino Trust Camp.
Zwischen den Ruinen der Brandberg West Mine
Zwischen den Ruinen der Brandberg West Mine
Auf ruppiger Piste zum Rhino Trust Camp
Auf ruppiger Piste zum Rhino Trust Camp
Die Campsite am Ugab hat wohl schon bessere Zeiten gesehen
Die Campsite am Ugab hat wohl schon bessere Zeiten gesehen
Aus alten Blechteilen der Mine: Ein Rhino für den Rhino Trust.
Aus alten Blechteilen der Mine: Ein Rhino für den Rhino Trust.

Vom Rhino Camp aus fahren wir wieder über die T-Kreuzung geradeaus weiter Richtung Küste und biegen in eines der Täler nach rechts (Westen) ab, die zum Ugab führen. Nur wenige Kilometer weiter bleiben wir - durch hohe Felsen recht windgeschützt - zum Nächtigen stehen. Ich klettere die Felsen hoch, um einen natürlichen Blick über dieses Tal zu erhalten. Zwischen den Felsbrocken stehen weiße Büschel, die ich mir auf dem Abweg genauer ansehen werde. Blicke ich nach hinter über die Spitzen der Felsen, sehe ich ein fantastisches Panorama zum Brandberg.
Blick über unseren Nachtplatz und das Tal, dass zum Ugab führt
Blick über unseren Nachtplatz und das Tal, dass zum Ugab führt
Panorama von Nachtplatz-Felsen zum Brandberg ERLEBNIS FOTO: DAS BILD ZUM VERGRÖ?ERN ANKLICKEN !
Panorama von Nachtplatz-Felsen zum Brandberg ERLEBNIS FOTO: DAS BILD ZUM VERGRÖ?ERN ANKLICKEN !
Die weißen Büschel zwischen den Felsen entpuppen sich als eine Art weisser Strohblumen.
Die weißen Büschel zwischen den Felsen entpuppen sich als eine Art weisser Strohblumen.
Im abendlichen Licht überkommt mich wieder meine Leidenschaft zur Lichtbilderstellung auch von kleinen und kleinsten Details. Diesmal sind es die kleinen Blümchen rund um unseren Nachtplatz.
Strohblumendetail, gelb = fast verblüht
Strohblumendetail, gelb = fast verblüht
Strohblumendetail, rot = gerade erblüht
Strohblumendetail, rot = gerade erblüht
3-12-PA112327.jpg
3-13-PA112283.jpg
3-14-PA112303.jpg
Detail eines unscheinbaren Busches
Detail eines unscheinbaren Busches
Der ganze "Busch"
Der ganze "Busch"
:lol:
3-17-PA112266.jpg
3-18-PA112258.jpg
3-19-PA112321.jpg
Ich hoffe, ich habe euch mit meinen Blümchenbildchen nicht zu sehr gelangweilt.
Beim nächsten Bericht geht's wieder mehr um wüste Landschaften.

Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
Sandlover
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Sandlover »

Hallo Uwe,

die Bilder sind einmalig, vielen Dank
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! :wink:

Viele Grüße Wolfgang
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Uwe Schmitz
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Am nächsten Morgen folgen wir dem Tal runter zu Ugab. Es wird, auch weil wir uns damit der Küste immer mehr nähern, absolut wüstenhaft und trocken, keine Form von Leben mehr. Die Landschaft wird richtig spannend, schwarzes Gestein wechselt in kurzen Abständen mit weißem Kalkgestein und stark mit Quarz durchzogenem Granit. Dieser ist wohl wenig wetterstabil und von zahlreichen Löchern und Aushöhlungen durchzogen.
Schwarzes und weißes Gestein wechseln sich ab.
Schwarzes und weißes Gestein wechseln sich ab.
Quarzdurchzogener und ausgehöhlter Granit
Quarzdurchzogener und ausgehöhlter Granit
Fantastische hohle Felskugeln für Entdecker
Fantastische hohle Felskugeln für Entdecker
Die Landschaft kurz vor dem Ugab mit dem verbleibenden Rest vom Tal mit der Fahrspur darin
Die Landschaft kurz vor dem Ugab mit dem verbleibenden Rest vom Tal mit der Fahrspur darin
Kurz bevor wir das weite Tal des Ugab erreichen, zeigt die Hauptspur nach links (Süden) ab, doch auch geradeaus geht's noch weiter ... Rechts der Piste erscheint in der ebenen Fläche ein dunkler und aufgerauter Untergrund, was ist da?
Die Piste zweigt nach Süden ab, im Hintergrund vor dem dunklen Streifen ist schon der Talgrund des Ugab zu erkennen.
Die Piste zweigt nach Süden ab, im Hintergrund vor dem dunklen Streifen ist schon der Talgrund des Ugab zu erkennen.
Der dunkle Untergrund entpuppt sich als Salzverkrustung, wie ich sie z.B. vom Schott el Djerid in Tunesien kenne. Und dazwischen scheint tatsächlich Wasser zu stehen ...
Der dunkle Untergrund entpuppt sich als Salzverkrustung, wie ich sie z.B. vom Schott el Djerid in Tunesien kenne. Und dazwischen scheint tatsächlich Wasser zu stehen ...
Sehr langsam fliesst extrem salzhaltiges Wasser dem Ugab entgegen. Als ich den Finger hineinstecke, glaube ich in eine Gelsosse einzutauchen.
Sehr langsam fliesst extrem salzhaltiges Wasser dem Ugab entgegen. Als ich den Finger hineinstecke, glaube ich in eine Gelsosse einzutauchen.
An anderen Stellen entdecke ich unter der grauen Oberfläche schneeweiße Salzkristalle.
An anderen Stellen entdecke ich unter der grauen Oberfläche schneeweiße Salzkristalle.
ausgeblühte Salzkristalle im getränkten Wasser
ausgeblühte Salzkristalle im getränkten Wasser
Salzkristall-Varianten
Salzkristall-Varianten
Dieser trockene Salzstrom schiebt sich über fast 100 Meter Breite durch das Talende zum Ugab.
Dieser trockene Salzstrom schiebt sich über fast 100 Meter Breite durch das Talende zum Ugab.
Aus erhöhter Position ist der graue Salzstrom gut zu erkennen, wie er sich um die schwarzen Felsen herumschmiegt.
Aus erhöhter Position ist der graue Salzstrom gut zu erkennen, wie er sich um die schwarzen Felsen herumschmiegt.
Die volle Breite des trockenen Salzflusses
Die volle Breite des trockenen Salzflusses
Wir fahren natürlich auch runter bis zur Talsohle des Ugab, hier ist es nur noch ein weites flaches und baumloses Tal, An der Kante des trockenen Flusslaufs haben sich gigantische Spülkanten gebildet, dieser Fluss hat wohl eine gewaltige Kraft, wenn er denn einmal abgeht, wie der Namibier zum Fliessen eines Flusses sagt. Doch weiter sollten wir hier nicht fahren, ab der Flussmitte beginnt der Skeleton Coast National Park, der für Besuche jeglicher Art gesperrt ist.
Die Spülkante am Ufer des trockenen Ugab
Die Spülkante am Ufer des trockenen Ugab
Ab hier nicht weiterfahren!
Ab hier nicht weiterfahren!
Also zurück an den letzten Abzweig und der Küstenstraße entgegen. Nach kurzer Zeit kommen wir an einem senkrecht stehenden Felsen vorbei (o.k, na ja ...) Ein kleines Schild im Sand benennt ihn als "Menhir". Aha! So wird die folgende ansonsten ereignislose Piste, die an der Küste kurz vor dem Gate des Skeletonparks endet, in Offroadfahrer-Kreisen als Menhirpiste bezeichnet.
Ohne Worte
Ohne Worte


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Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Vom Ugab mit seinem salzigen Nebenfluß geht's zügig runter an die Küstenstraße. Wolken hängen über der Küste, doch die Fahrt auf der glatten Salzstraße geht genau so schnell und durch die Sonne zum Cape Cross.
Die bekannten Kreuze grüßen von Weitem, doch ich möchte nur noch einmal schnell ein paar gute Bildchen von den lieblichen Tierchen machen, die dort vor sich hin blöcken und stinken.
Wir nähern uns den Wolken an der Atlantik-Küste
Wir nähern uns den Wolken an der Atlantik-Küste
Schnelle Fahrt auf der Salzstraße entlang der Küste
Schnelle Fahrt auf der Salzstraße entlang der Küste
Die Kreuze am Cape Cross
Die Kreuze am Cape Cross
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5-02f-PB112587.jpg
Geli wartet im Wagen, sie drängt wegen des Gestanks zur Weiterfahrt.
Geli wartet im Wagen, sie drängt wegen des Gestanks zur Weiterfahrt.
Nach einer knappen halben Stunde Fotopause für mich sausen wir weiter, Swakopmund und Sophia Dale entgegen. Hier können wir Manni und Michaela von der erfolgreichen ersten Tour berichten, und wir treffen dort auf gute Freunde, Axel und Helga sowie Wolfgang und Heike. Mit ihnen verbringen wir zwei unterhaltsame Tage. Doch für uns sind die Tage auch Orga-Tage, es gibt noch einiges an Ausrüstung zu kaufen, wie wir in den letzten Tagen feststellen konnten.
Zusammen campen in Sophia Dale
Zusammen campen in Sophia Dale
Zusammen essen bei Manni im Restaurant
Zusammen essen bei Manni im Restaurant
Orga-Tour nach Swakopmund im Küstennebel
Orga-Tour nach Swakopmund im Küstennebel
Nachmittag am Strand vor dem "Platz am Meer"-Einkaufszentrum
Nachmittag am Strand vor dem "Platz am Meer"-Einkaufszentrum
Blick zum Zentrum von Swakopmund
Blick zum Zentrum von Swakopmund
So, Ausrüstung ergänzt, Abschied von den Freunden und einem ihrer Tipps gefolgt: Wir wollen den Swakop hoch und ins Khan-Rivier. Den Swakop sind wir schon des öfteren bis Goanikontes hoch gefahren, das geht nicht mehr, mit Zaun und Pfosten ist die Durchfahrt versperrt, aber von Goanikontes aus geht es auf Piste ins Rivier, das trockene Flussbett des Swakop.
Durch den Swakop aufwärts ab Goanikontes
Durch den Swakop aufwärts ab Goanikontes
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Senkrecht stehende unterschiedlich harte Gesteinsschichten bilden die sogenannte Moon Landscape, im Tal viel schöner anzuschauen als von den üblichen Aussichtspunkten oberhalb des Tals.
Senkrecht stehende unterschiedlich harte Gesteinsschichten bilden die sogenannte Moon Landscape, im Tal viel schöner anzuschauen als von den üblichen Aussichtspunkten oberhalb des Tals.
Abgezweigt in den Khan Rivier wird der Talboden weit und glatt.
Abgezweigt in den Khan Rivier wird der Talboden weit und glatt.
Der Khan ist weiter und gerader als der Swakop. Wir wollen zur Old Khan Mine fahren und sehen, ob wir dort einen Nachtplatz finden.
Eine große Brücke kreuzt den Khan, sie verbindet die beiden Uran-Minen Rössing und Husab.
Eine große Brücke kreuzt den Khan, sie verbindet die beiden Uran-Minen Rössing und Husab.
Die Weiterfahrt zur Old Khan Mine ist uns durch Schild und Zaun versperrt.
Die Weiterfahrt zur Old Khan Mine ist uns durch Schild und Zaun versperrt.
Da wir hier nicht weiter dürfen, kehren wir um und inspizieren mehrere Nebentäler zur Schlafplatzsuche und werden auch fündig.
Felsbrocken versperren den Weg?
Felsbrocken versperren den Weg?
Schlafplatz gefunden, am nächsten Morgen in der Sonne
Schlafplatz gefunden, am nächsten Morgen in der Sonne
Ein weiteres wunderschönes Seitental, doch hier ist Ende.
Ein weiteres wunderschönes Seitental, doch hier ist Ende.
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Ab hier nur noch für Fußgänger geeignet!
Ab hier nur noch für Fußgänger geeignet!
Zurück im Swakop Rivier mit wüstenhafter Landschaft
Zurück im Swakop Rivier mit wüstenhafter Landschaft
Der Swakop kann auch abschnittweise dicht bewachsen sein
Der Swakop kann auch abschnittweise dicht bewachsen sein
5-21-PA112513.jpg
Auch das wäre, vor einer tiefen Höhle, ein schöner Nachtplatz gewesen.
Auch das wäre, vor einer tiefen Höhle, ein schöner Nachtplatz gewesen.


Fortsetzung folgt!
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Nach dem Swakoprivier geht es weiter in die Wüste, wir haben uns das Permit für den Namib-Naukluft National Park schnell in Swakopmund beim NWR besorgt, nun fahren wir zur Rock Arch. Wir waren schon 2016 und 2017 mit der Ente dort, jetzt wollen wir erfahren, wie sich diese steinige Strecke mit dem Toyota fährt.
Unser Nachtplatz an der Rock Arch im Namib-Naukluft National Park
Unser Nachtplatz an der Rock Arch im Namib-Naukluft National Park
Blick von Rock Arch beim Sonnenuntergang
Blick von Rock Arch beim Sonnenuntergang
Die erste Nacht nach Neumond, Sonne ist schon weg, Mond gerade noch zu sehen, gleich auch weg.
Die erste Nacht nach Neumond, Sonne ist schon weg, Mond gerade noch zu sehen, gleich auch weg.
Nachtplatzfoto bei Nacht, das kann noch optimiert werden.
Nachtplatzfoto bei Nacht, das kann noch optimiert werden.
Die Rock Arch am Morgen
Die Rock Arch am Morgen
Steinige Wüstenlandschaft zwischen Rock Arch und Blutkuppe, auch der Toyo kann hier nur ganz langsam vor sich hin hoppeln.
Steinige Wüstenlandschaft zwischen Rock Arch und Blutkuppe, auch der Toyo kann hier nur ganz langsam vor sich hin hoppeln.

Wir fahren die etwa 20 Kilometer zurück zur Blutkuppe, hier bleiben wir und verbringen den Tag mit der Suche nach Tieren und chillen im Schatten.
Blutkuppe in Sicht
Blutkuppe in Sicht
Aloen wachsen in den Granitspalten an den Hängen der Blutkuppe.
Aloen wachsen in den Granitspalten an den Hängen der Blutkuppe.
Großer Shelter (Überhang) an der Spitze der Blutkuppe
Großer Shelter (Überhang) an der Spitze der Blutkuppe
Mein Spaziergang auf den Felsen oberhalb unseres Lagerplatzes
Mein Spaziergang auf den Felsen oberhalb unseres Lagerplatzes
Unser Nachtplatz unterhalb der Milchstraße
Unser Nachtplatz unterhalb der Milchstraße
Der Nachtplatz am Felsen im Morgenlicht (ohne Schatten)
Der Nachtplatz am Felsen im Morgenlicht (ohne Schatten)
In der Wüste: Gleißendes Licht und totes Holz
In der Wüste: Gleißendes Licht und totes Holz

Wenige Tiere gab es diesmal zu entdecken. Nachdem wir 2016 noch Springböcke, Oryxe, Strauße, Wüstenratten und weitere größere Tiere sahen, wurde es jedes Mal, wenn wir hier waren, weniger. Jetzt fanden wir nicht ein einziges Säugetier, am Horizont verschwand ein einsamer Strauß...
Variante des Mountain Wheatear
Variante des Mountain Wheatear
Granitgemustertes Gecko am Granitfelsen
Granitgemustertes Gecko am Granitfelsen
metallisch blau schillerndes Fluginsekt (kein Vogel, daher kein Name von mir, wer weiß es?)
metallisch blau schillerndes Fluginsekt (kein Vogel, daher kein Name von mir, wer weiß es?)
Nun geht es zurück Richtung Windhoek. Weitere Anschaffungen sollen getätigt werden, und der Wagen soll in der Werkstatt von Stefan (African Sun Car Hire) gecheckt werden, er zieht so schlecht und ruckelt beim Schalten. Wir fahren auf der C28, einer Schotterpad, über den Bosua-Pass und durch das Khomas Hochland.
Die Fahrt auf der C28 zum Bosua-Pass
Die Fahrt auf der C28 zum Bosua-Pass
Der Bosua-Pass ist so steil, dass kurze Passagen für besseren Grip gepflastert sind.
Der Bosua-Pass ist so steil, dass kurze Passagen für besseren Grip gepflastert sind.
Die Anzeige warnt: Automatik-Getriebeöl überhitzt, wir pausieren eine halbe Stunde und fahren zum Übernachten das kurze Stück zum Bosuapass zurück.
Die Anzeige warnt: Automatik-Getriebeöl überhitzt, wir pausieren eine halbe Stunde und fahren zum Übernachten das kurze Stück zum Bosuapass zurück.
Auf dem Bosua-Pass gibt es eine Aussichtsplattform mit Toilette und Möglichkeit zum Übernachten. Warum müssen Besucher, statt auf das Open-Air-Klo zu gehen, ihre Papierfahnen hinter fast jedem dritten Stein zurücklassen ???
Auf dem Bosua-Pass gibt es eine Aussichtsplattform mit Toilette und Möglichkeit zum Übernachten. Warum müssen Besucher, statt auf das Open-Air-Klo zu gehen, ihre Papierfahnen hinter fast jedem dritten Stein zurücklassen ???
wunderschönes Abendlicht auf dem Bosua-Pass
wunderschönes Abendlicht auf dem Bosua-Pass
Blick auf die Hänge im Khomas Hochland
Blick auf die Hänge im Khomas Hochland

Wir erreichen Windhoek mit nur einer weiteren Öl-Kühl-Pause. Bei Stefan wird das schon sehr dunkle Automatik-Getriebeöl erneuert und der Getriebeölfilter gereinigt. Der kurze Check zeigt, dass auch die vorderen Bremsbeläge runter sind, also kommen neue rein. Um die schon sehr weichen Stoßdämpfer zu wechseln, ist momentan die Zeit in der Werkstatt knapp, so dass wir die Aktion bis zum nächsten Besuch verschieben (So hat der Toyota weiterhin ein bisschen das Schwingen der Ente).
Am nächsten Tag ist nochmal Einkaufen beim Reiseausrüstern und Werkstattausstattern angesagt, und es werden eine Solarzelle und alles nötige Zubehör dazu besorgt.
Am Nachmittag ist unser Platz im Urban Camp ein wenig Werkstatt, ich installiere das neue Strom-Equipement.
Werkstattarbeiten bei Stefan von African Sun Car Hire
Werkstattarbeiten bei Stefan von African Sun Car Hire
Solarzelle, Regler und Zusatzbatterie werden montiert
Solarzelle, Regler und Zusatzbatterie werden montiert

Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
abacus
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von abacus »

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Krass, so sah der Bosuapass bei uns im Januar aus. Das ist die Stelle mit dem Freiluftklo ...

Grüße
abacus
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Hallo, hier sind wir wieder, zurück aus dem off im wilden Westen Namibias.
Doch weiter mit unserer Geschichte:
Von Windhoek aus fahren wir in einem Rutsch durch bis kurz vor Etosha, wir wollen endlich mehr Tiere sehen. Etwa 30 Kilometer vor dem Anderson Gate, der Einfahrt in den Nationalpark vor Okaukuejo, liegt die Mondjila Lodge, mit wunderschönen Campsites und großer Lapa mit Restaurant und Bar. Hier stationieren wir uns, und von hier aus fahren wir, nur jeweils als Tagesgäste, in den Park. Die Campsites werden immer unattraktiver, und der Preis dafür wurde deutlich erhöht.
Campsite Mondjila Lodge mit robustem Rasen
Campsite Mondjila Lodge mit robustem Rasen
Pool der Mondjila Lodge mit weitem Ausblick Richtung Etosha Nationalpark
Pool der Mondjila Lodge mit weitem Ausblick Richtung Etosha Nationalpark
Sunset in Namibia, immer wieder spektakulär
Sunset in Namibia, immer wieder spektakulär
Noch bevor wir in den Park fahren, haben wir am Abend schöne erste Tierbegegnungen auf dem Campinggelände.
Bush Baby im Baum
Bush Baby im Baum
7-05-PA112704.jpg
Dikdik auf der Nachbarcampsite
Dikdik auf der Nachbarcampsite
Am nächsten Morgen starten wir früh in den Park und fahren an den Rand der riesigen Pfanne.
Viewpoint Etosha Pan
Viewpoint Etosha Pan
Springböcke , Oryx, Gnus und Strauße am Rand der Etosha Pan
Springböcke , Oryx, Gnus und Strauße am Rand der Etosha Pan
Weiteres aus Etosha folgt in Bälde!
Viele Grüße
Uwe
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Hat doch etwas gedauert ... aber weiter mit Etosha, mit den Tieren. Am Rand der Pfanne bei der Okondeka Wasserstelle haben wir etliche Tiere gesehen, doch auf der Fahrt durch den Park haben wir manchmal das Gefühl, der Park wäre von Tieren leergeräumt. Sind wir durch die vielen Jahre hier zu verwöhnt, oder haben die vielen letzten trockenen Jahre den Tierbestand reduziert?
Springböcke drängen sich in der Mittagshitze in den Schatten der seltenen Bäume
Springböcke drängen sich in der Mittagshitze in den Schatten der seltenen Bäume
Ein Courser kreuzt unseren Weg
Ein Courser kreuzt unseren Weg
Zebrastreifen ganz nah
Zebrastreifen ganz nah
Was erschreckt da die Zebras so?
Was erschreckt da die Zebras so?
Ein Löwenmännchen taucht am Wasserloch auf, alle anderen Tiere stehen nun mit Abstand in Fluchtstellung.
Ein Löwenmännchen taucht am Wasserloch auf, alle anderen Tiere stehen nun mit Abstand in Fluchtstellung.
Den Streifenhörnchen ist auch zu heiß, sie kühlen sich mit Erde, die sie über sich werfen.
Den Streifenhörnchen ist auch zu heiß, sie kühlen sich mit Erde, die sie über sich werfen.

Die Regenzeit im Januar bis März 2021 war endlich sehr ergiebig, Staudämme sind gefüllt, überall blühte die Natur auf, es wuchs sehr viel Gras, auch vertrocknet noch lange Zeit Futter für Rinder und Wildtiere.
Doch leider auch gefundenes Fressen für Buschfeuer, es hat im Sommer viel in Namibia gebrannt, und teilweise brennt es immer noch. Wir fahren durch Gebiete im Park, in denen das Gras vor ganz kurzer Zeit abgebrannt ist, die Bäume und Sträucher werden größtenteils verschont ...
Verbrannte Grasflächen im Etosha Park
Verbrannte Grasflächen im Etosha Park
Bisweilen sind auch Bäume betroffen, die Glut frisst sich langsam durch den Fuß der Stämme.
Bisweilen sind auch Bäume betroffen, die Glut frisst sich langsam durch den Fuß der Stämme.
Weithin sind die Stellen zu erkennen, an denen es brennt.
Weithin sind die Stellen zu erkennen, an denen es brennt.

Wir sind diesesmal wirklich wenig angetan vom Park, die Pisten sind vom Wellblech zerstört (und wir dachten, mit großen Reifen am Geländewagen wären die Wellblechbehinderungen damals mit der Ente endlich vorbei!). Tiersichtungen halten sich weiter in Grenzen, so fahren wir nach Okaukuejo ans Wasserloch, dort waren wir früher oft erfolgreich.
Elefanten am Wasserloch von Okaukuejo
Elefanten am Wasserloch von Okaukuejo
Mal ein richtiges Schlammbad gegen Hitze und Ungeziefer
Mal ein richtiges Schlammbad gegen Hitze und Ungeziefer
Abgebrochene Stoßzähne und ein verspielter Rüssel
Abgebrochene Stoßzähne und ein verspielter Rüssel
Zwei Tusker, zwei Rüssel
Zwei Tusker, zwei Rüssel
Kleintier zwischen den Großen
Kleintier zwischen den Großen
Heute ist Badetag.
Heute ist Badetag.
Tauchen mit Schnorchel
Tauchen mit Schnorchel
... und hoch das Bein.
... und hoch das Bein.

Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Im Wasserloch von Okaukuejo fühlen sich auch andere Tiere wohl.
watender Springbock
watender Springbock
Ungewöhnlicher Anblick: Die Wüstentiere (Oryx) bis zum Bauch im Wasser stehend
Ungewöhnlicher Anblick: Die Wüstentiere (Oryx) bis zum Bauch im Wasser stehend
Wir verlassen den Etosha Nationalpark und treffen am Abend mit Leon und Marco zusammen. Gemeinsam wollen wir ein paar Tage auf kleinen Pisten durchs einsame Damaraland fahren.
Ab sofort mit 2 Fahrzeugen unterwegs (am Horizont kommt der Grootberg-Pass)
Ab sofort mit 2 Fahrzeugen unterwegs (am Horizont kommt der Grootberg-Pass)
Warum schon wieder ein Stopp?
Warum schon wieder ein Stopp?
Reifenpanne, die Jungs haben sich einen Eisenhaken eingefahren.
Reifenpanne, die Jungs haben sich einen Eisenhaken eingefahren.
Über den Grootberg-Pass fahren wir nach Palmwag, Pause und Reifen flicken lassen,dann geht's auf der C43 nach Süden bis Bergsig, dort schwenken wir nach Westen auf die C39 zur Küste, diese Pad verlassen wir aber deutlich vor dem Springbok Gate am Skeleton Coast Nationalpark und fahren eine kleine Piste Richtung Süden entlang der Parkgrenze.
erster gemeinsamer Nachtplatz im off
erster gemeinsamer Nachtplatz im off
Abendstimmung und Vorbereitung zum Grillen
Abendstimmung und Vorbereitung zum Grillen
2 "kleine" Steaks zur Befriedigung der Fleischeslust
2 "kleine" Steaks zur Befriedigung der Fleischeslust
Morgenstimmung nach Aufreißen der Wolkendecke (Entfernung zur Küste 70 km)
Morgenstimmung nach Aufreißen der Wolkendecke (Entfernung zur Küste 70 km)
Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Nach einer sehr ruhigen aber kühlen Nacht fahren wir weiter nach Süden, es soll zum Huab Rivier gehen und danach entweder dem Huab und Abu Huab talaufwärts nach Twyfelfontein oder noch weiter südlich durch das Desolation Valley an den Ugab.
Zunächst fahren wir noch durch Täler, in denen viel Gras wuchs und jetzt vertrocknet und golden in der Sonne glänzt. Dann queren wir Senken, in denen riesige Welwitschien stehen, dort bald wird's nur noch durch völlig trocken und vegetationslos.
Letztes golden leuchtendes Gras am Boden der Täler
Letztes golden leuchtendes Gras am Boden der Täler
Welwitschien so groß, dass ganze Autos drunter passen?
Welwitschien so groß, dass ganze Autos drunter passen?
Fotostopp an den großen Welwitschien
Fotostopp an den großen Welwitschien
Einsame Spur durch trockenes Land
Einsame Spur durch trockenes Land
nur noch steinig ...
nur noch steinig ...
Zum Huab Rivier hin sind langsam wieder mehr Pflanzen zu sehen.
Zum Huab Rivier hin sind langsam wieder mehr Pflanzen zu sehen.
Wir erreichen das Huab Rivier, das sich als breites grünes Band durch die trockene Landschaft zieht, ein erfrischender Anblick. Doch der Versuch, eine Passage entlang des Riviers zu finden, scheitert. So kehren wir um und suchen uns einen Nachtplatz am Rand des Tals.
Wir stehen oberhalb des grünen Huab Riviers
Wir stehen oberhalb des grünen Huab Riviers
Panorama des Huab-Tals (zum vergrößern das Foto anklicken)
Panorama des Huab-Tals (zum vergrößern das Foto anklicken)
Ende der Piste im Huab Rivier, umkehren!
Ende der Piste im Huab Rivier, umkehren!
Nachtplatz gefunden, Vorbereitungen zum Abendessen
Nachtplatz gefunden, Vorbereitungen zum Abendessen
Lagerfeuer zum Tagesabschluss
Lagerfeuer zum Tagesabschluss
Immer wieder entdecken wir zähen Lebenswillen zwischen dem schwarzen Gestein.
Immer wieder entdecken wir zähen Lebenswillen zwischen dem schwarzen Gestein.
Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
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Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Nachdem wir keinen Weg durch das Huabtal finden konnten, fahren wir nach einer Übernachtung am Rand des Tals nach Süden weiter.
Hier beginnt ein Gebiet, das in den Karten als Desolation Valley benannt ist. Es ist allerdings kein einzelnes Tal, sondern ein wüstenhaftes Gebiet, das durch mehrere Täler mit erodierten Abbrüchen und Tafelbergen durchzogen ist. Hier kommt wieder das so lange vermisste Gefühl auf, das einen an alte Zeiten in der Sahara zurückerinnert.
Fotostopp am Fuß eines erodierten Berges, diesen nutzen wir gleich für etwas Bewegung ...
Fotostopp am Fuß eines erodierten Berges, diesen nutzen wir gleich für etwas Bewegung ...
... und genießen den Blick vom Hügel in die absolute Wüste.
... und genießen den Blick vom Hügel in die absolute Wüste.
weitere Übersichten über die einsame faszinierende Landschaft
weitere Übersichten über die einsame faszinierende Landschaft
11-04-DJI_0081.jpg
Mitten in dieser Einsamkeit stehen in einer Senke plötzlich ein paar Bäumchen, die spenden Schatten, hier machen wir Mittagspause. Hier scheint auch Wasser aus dem Untergrund aufzusteigen, denn am Rand der Felskante hat sich ein kleines Biotop gebildet, mit Gras und Insekten, die hier leben können. Oberhalb steht die Ruine einer Hütte, die wir auch erkunden.
Picnic-Platz in Schatten kleiner Bäume
Picnic-Platz in Schatten kleiner Bäume
Ein Streifen grünen Grases ist durch austretendes Wasser entlang der Felsstufe entstanden.
Ein Streifen grünen Grases ist durch austretendes Wasser entlang der Felsstufe entstanden.
Steinerne Reste zweier Hütten am Wegrand
Steinerne Reste zweier Hütten am Wegrand

In einer der beiden Hüttenreste ist in der Wand eine Nische, in der frühere Reisende ein Notizbuch hinterlassen haben, in das sich nachfolgende eintragen können. Nicht oft besucht, diese Lokalität!
Das Notizbuch mit unseren Eintragungen
Das Notizbuch mit unseren Eintragungen
Das Land wird schroffer, wir nähern uns dem Brandberg im Hintergrund immer mehr, und davor liegt das Ugab-Rivier mit dem schon mal besuchten Rhino-Camp.
Das Land wird schroffer, wir nähern uns dem Brandberg im Hintergrund immer mehr, und davor liegt das Ugab-Rivier mit dem schon mal besuchten Rhino-Camp.
Der kam uns voll mit Touristen entgegen, schon mal gesehen: ein 6-Türer-Landcruiser?
Der kam uns voll mit Touristen entgegen, schon mal gesehen: ein 6-Türer-Landcruiser?
Auf dem Weg runter in das Ugab-Rivier durchfahren wir nun in andere Gesteinsformationen: ein kleines Schiefergebirge, dessen dünne Schieferplatten als senkrechte Grate aus dem Boden schauen. Die kleinen Grate sind nur einige Dezimeter hoch, ander steigen bis zu 30 Metern auf und bilden die Täler, denen wir zu folgen haben.
Auf der Spitze eines der Schiefergrate
Auf der Spitze eines der Schiefergrate
Nachtplatz in einem der Täler des Schiefergebirges
Nachtplatz in einem der Täler des Schiefergebirges
Schieferschichten, nur nur Dezimeter groß, durch Erdbewegungen gebogen und verformt
Schieferschichten, nur nur Dezimeter groß, durch Erdbewegungen gebogen und verformt
Hauchdünn schauen die Schieferplatten senkrecht aus dem Boden heraus.
Hauchdünn schauen die Schieferplatten senkrecht aus dem Boden heraus.

Je weiter wir den Tälern talwärts folgen, desdo grüner wird es, hier läuft das Wasser der seltenen Regen zusammen, wodurch die Bäume in dieser trockenen Gegend überleben können.
Endlich wieder Bäume in den Tälern
Endlich wieder Bäume in den Tälern
Die spannende Fahrstrecke muss filmtechnisch festgehalten werden!
Die spannende Fahrstrecke muss filmtechnisch festgehalten werden!
Steil und steinig wird's, und immer enger im Tal.
Steil und steinig wird's, und immer enger im Tal.
Im letzten Abschnitt des Tals tritt salz- und kalkhaltiges Wasser an die Oberfläche und bildet (zur Zeit fast trockene) Kaskaden. Wenn hier richtig Wasser fliesst, wird's unpassierbar.
Im letzten Abschnitt des Tals tritt salz- und kalkhaltiges Wasser an die Oberfläche und bildet (zur Zeit fast trockene) Kaskaden. Wenn hier richtig Wasser fliesst, wird's unpassierbar.
Rhino-Camp ist wieder erreicht, doch da es erst Mittag ist, bleiben wir wieder nicht und folgen nun dem Ugab talaufwärts.
Rhino-Camp ist wieder erreicht, doch da es erst Mittag ist, bleiben wir wieder nicht und folgen nun dem Ugab talaufwärts.


Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
horst.k
Beiträge: 354
Registriert: So 29. Jan 2006, 09:57

Re: Wie die Entenfahrer in Namibia zum Toyota kamen

Beitrag von horst.k »

Hallo Uwe,

tolle Bilder aus einer wunderschönen Gegend!

Seid ihr am unteren Huab auch hier etwas erhöht über dem Tal gewesen? Mit kleinem Wasserbecken unter den überhängenden Felsen.

Huab.jpg

Die Erinnerung an alte Saharazeiten sind auch der Hauptgrund, warum unser Auto seit längerem In Namibia steht. Hier kann man noch in weiten Bereichen seine Wüstensehnsucht stillen.

Morgen geht unser Flieger, man sieht sich.

Viele Grüße
Horst
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