In der Provinz Oromia wurden Hunderte Christen ermordet, Tausende vertrieben ...
Mehrere Hundert einheimische Christen sind seit Ende Juni in Äthiopien brutal ermordet, Tausende vertrieben worden. Nach Angaben der überkonfessionellen christlichen Hilfsorganisation „Barnabas Fund“ wurden mehr als 500 Christen, darunter schwangere Frauen, Kinder und sogar ganze Familien, durch fanatische muslimische Oromo-Extremisten getötet. Die Ausschreitungen begannen nach der Ermordung des populären Sängers Hachallu Hundessa am 29. Juni in Addis Abeba. Er galt als Vertreter der Rechte der Oromo-Ethnie, die in Äthiopien rund 35 Prozent der Bevölkerung stellt. Obwohl der Sänger selbst orthodoxer Christ war, wie die äthiopisch-orthodoxe Kirche unter Angabe seines Taufnamens „Haile Gabriel“ bekannt gab, nahmen radikale Oromos den Mord zum Anlass für ihre Gewalttaten.
Mehr als 50 Menschen sind am Sonntagabend offenbar bei einem Massaker in der äthiopischen Region Oromia getötet worden. Überlebende hätten 54 Leichen in einem Schulhof gefunden, teilte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International mit. Die äthiopische Regierung machte für den Angriff die Rebellengruppe Oromo-Befreiungsarmee verantwortlich. Diese äußerte sich zunächst nicht. Ähnliche Anschuldigungen hatte sie in der Vergangenheit zurückgewiesen [...] Überlebende sagten gegenüber Amnesty, vor dem Angriff im Bezirk Guliso in der Zone West Wollega seien plötzlich Soldaten abgezogen. Einige Stunden später seien Rebellen eingetroffen und hätten erklärt, sie kontrollierten nun die Region.
Seit gestern eskaliert die Lage im Norden Äthiopiens ...
Voriges Jahr erst erhielt Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed den Friedensnobelpreis, jetzt führt er eine militärische Operation gegen einen Teil seiner eigenen Bevölkerung durch. Seit Mittwoch läuft eine Militäroffensive gegen die autonome Region Tigray im Norden des Landes, nachdem eine Militärbasis dort von bewaffneten Kräften angegriffen worden sein soll. Die Angreifer sollen der mit der Zentralregierung verkrachten Regionalregierung treu sein.
Nach einer Militäroffensive der äthiopischen Regierung gegen die Regierungspartei der Region Tigray hat der Streit eine weitere Eskalationsstufe erreicht. Das Parlament in Addis Abeba hat Position bezogen ...
Der Machtkampf in Äthiopien zwischen der Bundes- und der Regionalregierung der Region Tigray nimmt an Schärfe zu. Wie der staatliche Fernsehsender Fana BC meldet, erlaubte das Parlament in Addis Abeba der Bundesregierung, die Regionalregierung aufzulösen und auszutauschen. Am Freitag hatte die Regierung Luftangriffe auf Tigray geflogen, nachdem in den vergangenen Tagen bereits heftige Kämpfe in der Region stattgefunden hatten [...] Die Regionalregierung hatte im September Wahlen abgehalten, obwohl das Parlament in Addis Abeba wegen der Corona-Pandemie alle Amtszeiten verlängert und sämtliche Wahlen im Land verschoben hatte. Die Regionalregierung erklärte, die Bundesregierung von Ministerpräsident Abiy Ahmed nicht mehr anzuerkennen.
Friedensnobelpreisträger schaffen nicht immer nur Frieden. Der Krieg, der Mitte dieser Woche in Äthiopien begonnen hat, birgt Gefahren, die weit über das Land am Horn von Afrika hinausreichen, warnt Ludger Schadomsky ...
Die Lage im Norden Äthiopiens spitzt sich immer mehr zu. Mittlerweile hat das Auswärtige Amt neben der Region Tigray auch für die Regionen Amhara und Afar Reisewarnungen ausgesprochen. Hunderte Zivilisten sollen dem neu geborenen Krieg bereits zum Opfer gefallen sein, Tausende sind auf der Flucht. Raketen sind auch in Eritreas Hauptstadt Asmara nahe dem dortigen Flughafen eingeschlagen, der Konflikt wurde damit internationalisiert ...
Gestern Abend gab es einen Angriff auf einen Bus in der Region Benishangul-Gumuz. Mindestens 34 Passagiere sollen ums Leben gekommen sein. Der Bus war auf dem Weg von Wonbera nach Chagni. In anderen Teilen der Region soll es in letzter Zeit ähnliche - möglicherweise ethnisch motivierte - Übergriffe gegeben haben. Bisher gibt es keinen Zusammenhang mit den Unruhen in Tigray ...
Opposition politicians have described the violence in Benishangul-Gumuz as ethnically motivated. Specifically they say there is a targeted campaign by ethnic Gumuz militias against ethnic Amhara and Agew living in Metekel. “The unrelenting pace of attacks on civilians in Benishangul-Gumuz calls for higher vigilance and a more coordinated action between regional and federal security forces,” Bekele said.
Die Behörden in Äthiopiens westlichem Bundesstaat Benishangul-Gumuz geben an, eine Gruppe von bewaffneten Männern "eliminiert" zu haben, die mit dem Angriff auf den Personenbus in Verbindung stehen, bei dem am Samsagabend mindestens 34 Zivilisten getötet wurden. Demnach sollen die 16 Angreifer "Boten" der Tigray People's Liberation Front (TPLF) - der wichtigsten politischen Organisation in der Tigray-Region des Landes - gewesen sein. Beweise dafür wurden keine vorgebracht ...
Der „Bürgerkrieg“ in Äthiopien wirft ein Schlaglicht auf die Unzulänglichkeiten des ethnischen Föderalismus. Er muss dringend reformiert werden, meint Zemelak Ayitenew Ayele ...
Während Tigray die Nachbarregion Amhara beschießt, rückt das äthiopische Militär weiter vor. Die äthiopischen Streitkräfte haben die Städte Axum und Adwa "eingenommen" ...
Mekelle ist laut äthiopischer Regierung unter Kontrolle, die Militäroffensive abgeschlossen. Raketenangriffe auf die benachbarte Hauptstadt Eritreas lassen aber eine Ausweitung des Konflikt befürchten ...
Nachdem die Kommunikation in Teilen der vom Krieg heimgesuchten Region Tigray in Äthiopien schrittweise wiederhergestellt wurde, dringen auch die ersten Meldungen von Überlebenden nach außen. Einwohner der Stadt Mai Kadra liefern erschütternde Berichte. "Männer wurden an diesem Tag zu blutrünstigen Tieren" ...
Der Konflikt in Tigray: Komplexe Ursachen, weit zurückliegende historische Wurzeln und unabsehbare Auswirkungen auf die ganze Region. Das Horn von Afrika ist von strategischer Bedeutung nicht nur für die Nachbarstaaten, sondern für eine Reihe weiterer Akteure: Eritrea, Sudan, Südsudan, Ägypten, Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, USA und China ...
Im Westen von Äthiopien sollen mehr als 100 Menschen bei einem Massaker umgebracht worden sein. Am Mittwochmorgen hätten bewaffnete Angehörige der Bevölkerungsgruppen der Amhara, Oromo und Shinasha Dörfer in der Region Benishangul-Gumuz angegriffen. Es seien Menschen erstochen und erschossen sowie Häuser in Brand gesteckt worden. Es gebe bislang Berichte über mindestens 100 Tote, die Zahl werde aber wahrscheinlich steigen ...
Laut BBC hat der Angriff im Dorf Bekoji in Bulen County stattgefunden, das in einem Gebiet liegt, in dem mehrere ethnische Gruppen leben. Benishangul-Gumuz hat seit September mindestens vier tödliche Angriffe erlebt, darunter der Angriff auf einen Personenbus im November, bei dem 34 Menschen getötet wurden (zur Meldung bitte hochscrollen). Man glaubt nicht, dass zwischen der Gewalt in der Region Benishangul-Gumuz und der Boden- und Luftoffensive in Tigray ein Zusammenhang besteht ...
Das äthiopische Militär soll in diesem Zusammenhang 42 bewaffnete Männer getötet haben, denen vorgeworfen wird, an dem Massaker beteiligt gewesen zu sein. Bögen, Pfeile und andere Waffen wären beschlagnahmt worden.