Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Moderator: Moderatoren
Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Moin, ich (Bernhard, 59 Jahre) habe vor mir diesen September meinen Traum zu erfüllen und mit meinem T4 (Bj. 90, 2,4l D) und meiner 7 jährigen Mischlingshündin nach Westafrika zu reisen (Marokko, Mauretanien, Senegal/Gambia und falls es die politische Situation erlaubt über Guinea-Bissau und Guinea bis Sierra Leone). Insgesamt habe ich ca. 8 Monate geplant.
Ich habe die Reise mit Hilfe vieler Reiseblogs und auch des Wüstenschiffforums bereits vor der Seuche geplant, seitdem habe ich sehr wenige aktuelle Infos.
Dies ist mein erster Beitrag in einem Forum überhaupt, ich habe natürlich versucht so gut wie möglich zu recherchieren und es ist mir auch klar, dass ich mit Frontantrieb eingeschränkt bin.
Zu den Fakten;
das Auto ist mit Frontantrieb natürlich nicht optimal aber nicht zu ändern.
Was ich gemacht habe ist; höher gelegt, Reifendimension gewechselt (brachte nochmals 3 cm und ich hab jetzt General Tire Grabber AT3 215/75R15 drauf), verstärkte Federn und Stoßdämpfer eingebaut.
Dabei habe ich noch Spaten, faltbare Kunststoff-Sandbleche, 12V Kompressor, 1 Ersatzrad, 1Ersatzreifen, Abschleppseil und Schäkel.
Und ich denke dass ich grundsätzlich defensiv und vorausschauend fahre.
Und jetzt bin ich bei den konkreten Fragen.
1) Grenzen: Zumindest aktuell scheinen die Grenzen Guerguerat (Marokko-Mauretanien) und Diama ( Mauretanien-Senegal) außer Korruption unproblematisch zu sein. Bin da aber auch sehr dankbar über aktuelle Infos (das meiste habe ich von iOverlander und die sind tw. mehrere Jahre alt). Trotz Putsch in Guinea-Bissau und Guinea scheinen beide Länder bereisbar zu sein. Gibt es dazu aktuelle Infos, va bzgl. der Grenzsituationen? Auch über Sierra Leone habe ich wenige aktuelle Informationen.
2) Route: nach meinen Informationen ist es auch mit meinem Auto möglich diese Strecke zu bewältigen. Ich wäre aber sehr dankbar auch dazu noch Infos zu erhalten. Und ich würde gern auf der Rückreise so weit es möglich ist in Mauretanien und Marokko (mit meinem Auto!) die Wüste besuchen. Wenn es dazu Vorschläge gäbe wäre ich sehr dankbar.
3) Hund: Ich beabsichtige 5 Säcke Trockenfutter a 15 KG mitzunehmen (kein Schwein!), könnte das Probleme geben bzw. wie kann ich welche vermeiden.
4) Ersatzteile: bin natürlich platzmäßig eingeschränkt, habe aber eine Box am Dach. Gibt es Tipps was ich dabei haben sollte?
So, dass war jetzt ziemlich viel:) Sollte das für ein Forum zu umfangreich sein würde ich mich sehr darüber freuen wenn sich Menschen mit Erfahrungen vl. per Email mit mir in Verbindung setzen würden.
LG, und schon mal Danke im voraus.
Bernhard
Ich habe die Reise mit Hilfe vieler Reiseblogs und auch des Wüstenschiffforums bereits vor der Seuche geplant, seitdem habe ich sehr wenige aktuelle Infos.
Dies ist mein erster Beitrag in einem Forum überhaupt, ich habe natürlich versucht so gut wie möglich zu recherchieren und es ist mir auch klar, dass ich mit Frontantrieb eingeschränkt bin.
Zu den Fakten;
das Auto ist mit Frontantrieb natürlich nicht optimal aber nicht zu ändern.
Was ich gemacht habe ist; höher gelegt, Reifendimension gewechselt (brachte nochmals 3 cm und ich hab jetzt General Tire Grabber AT3 215/75R15 drauf), verstärkte Federn und Stoßdämpfer eingebaut.
Dabei habe ich noch Spaten, faltbare Kunststoff-Sandbleche, 12V Kompressor, 1 Ersatzrad, 1Ersatzreifen, Abschleppseil und Schäkel.
Und ich denke dass ich grundsätzlich defensiv und vorausschauend fahre.
Und jetzt bin ich bei den konkreten Fragen.
1) Grenzen: Zumindest aktuell scheinen die Grenzen Guerguerat (Marokko-Mauretanien) und Diama ( Mauretanien-Senegal) außer Korruption unproblematisch zu sein. Bin da aber auch sehr dankbar über aktuelle Infos (das meiste habe ich von iOverlander und die sind tw. mehrere Jahre alt). Trotz Putsch in Guinea-Bissau und Guinea scheinen beide Länder bereisbar zu sein. Gibt es dazu aktuelle Infos, va bzgl. der Grenzsituationen? Auch über Sierra Leone habe ich wenige aktuelle Informationen.
2) Route: nach meinen Informationen ist es auch mit meinem Auto möglich diese Strecke zu bewältigen. Ich wäre aber sehr dankbar auch dazu noch Infos zu erhalten. Und ich würde gern auf der Rückreise so weit es möglich ist in Mauretanien und Marokko (mit meinem Auto!) die Wüste besuchen. Wenn es dazu Vorschläge gäbe wäre ich sehr dankbar.
3) Hund: Ich beabsichtige 5 Säcke Trockenfutter a 15 KG mitzunehmen (kein Schwein!), könnte das Probleme geben bzw. wie kann ich welche vermeiden.
4) Ersatzteile: bin natürlich platzmäßig eingeschränkt, habe aber eine Box am Dach. Gibt es Tipps was ich dabei haben sollte?
So, dass war jetzt ziemlich viel:) Sollte das für ein Forum zu umfangreich sein würde ich mich sehr darüber freuen wenn sich Menschen mit Erfahrungen vl. per Email mit mir in Verbindung setzen würden.
LG, und schon mal Danke im voraus.
Bernhard
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Servus Bernhard,
herzlich willkommen in diesem schönen Forum.
Also, die Grenze Guerguerat (Marokko-Mauretanien) ist ohne Schmiergeld möglich. Eventl. kann man sich einen Helfer leisten, das muss aber nicht sein. Das hat auch mal jemand in einem anderen Forum gepostet, ist aber schon ein paar Jahre her: Rufen Sie am Vortag aus Marokko meinen Freund Ahmeida ould Bezeid an. Telefonnummer: 00222 47 40 33 23,... Ratsam ist es, die Grenze mittags anzufahren. Da ersparst du dir vielleicht langes Warten. Auf jeden Fall ist die Grenze sehr interessant!!!
In Mauretanien kannst du dann links abbiegen und die Eisenbahnstrecke entlang bis Choum fahren. Das ist aber mit deinem Auto nicht ratsam. Wahrscheinlich unmöglich. Hier siehst du ein Stück von der Eisenbahnpiste:
Also fährst du die Teerstraße bis Nouakchott. Kurz vorher gibt es den Campingplatz Le Sultan. Die Lage und das Essen sind sehr schön und sehr gut, der Rest.....
In Nouakchott ist der Fischmarkt ganz interessant.
Von Noaukchott kannst du Teerstraße bis Atar fahren und dann bis Chinguitti Piste, ohne Probleme. Wenn du nach Atar den Pass hochfährst, ist links der alte Amogjar Pass. Da könntest du übernachten ohne Versorgung und ein Stückchen runterwärts laufen. Ist sehr schön dort. Den alten Pass fahren kannst du nicht
Das ist weiter unten:
Aber dort zu verweilen ist wunderschön.
Zwischen Nouakchott und Atar, bevor das Gebirge losgeht, kannst du nach Süden fahren und dir einen Sandweg aussuchen. Mauretanien hat ja angeblich die größte Mercedesdichte auf der Welt - und das stimmt bestimmt - alles alte 190er und solche Kisten und mit denen fahren die Menschen dort auch die Sandwege. Was dann wirklich geht, kann ich dir nicht sagen. Ich war immer mit dem Bike dort.
Atar nach Tidjika gibt es die neue Teerstraße, die aber wohl ständig mit Sanddünen übersäht wird - der Wind....
Da war ich aber noch nicht. Nach Tidjika kannst du mal zu den Wüstenkrokodilen fahren; oder dich fahren lassen.
So Grundsätzliches: ich war das letzte Mal vor der Seuche unten und da gab es in Atar und Nouakchott Diesel, ebenso auf halbem Weg von der Grenze nach Nouakchott. Natürlich auch in Nouadibou. In der Westsahara, vor dem Grenzübergang nach Mauretanien, gibt es auch eine Tankstelle, die ist günstig. Du bekommst aber in der Wüste normalerweise in jedem Kaff Diesel, aber halt teurer. Warst du schon mal in der Wüste? Wenn nicht, dann nimm genügend Wasser mit. Ich habe immer für ein paar Tage Wasser dabei.
Es gab mal eine Reiseführer von Edith Kohlbach über Mauretanien. Der ist zwar alt, aber in Mauretanien stehen die Uhren auf dem Land eh still. Es gibt auch einen alten Campingführer von Edith Kohlbach Marokko Mauretanien ISBN 978-3-941015-25-8
Dann wünsch ich dir noch ganz viel Spaß beim Planen
herzlich willkommen in diesem schönen Forum.
Also, die Grenze Guerguerat (Marokko-Mauretanien) ist ohne Schmiergeld möglich. Eventl. kann man sich einen Helfer leisten, das muss aber nicht sein. Das hat auch mal jemand in einem anderen Forum gepostet, ist aber schon ein paar Jahre her: Rufen Sie am Vortag aus Marokko meinen Freund Ahmeida ould Bezeid an. Telefonnummer: 00222 47 40 33 23,... Ratsam ist es, die Grenze mittags anzufahren. Da ersparst du dir vielleicht langes Warten. Auf jeden Fall ist die Grenze sehr interessant!!!
In Mauretanien kannst du dann links abbiegen und die Eisenbahnstrecke entlang bis Choum fahren. Das ist aber mit deinem Auto nicht ratsam. Wahrscheinlich unmöglich. Hier siehst du ein Stück von der Eisenbahnpiste:
Also fährst du die Teerstraße bis Nouakchott. Kurz vorher gibt es den Campingplatz Le Sultan. Die Lage und das Essen sind sehr schön und sehr gut, der Rest.....
In Nouakchott ist der Fischmarkt ganz interessant.
Von Noaukchott kannst du Teerstraße bis Atar fahren und dann bis Chinguitti Piste, ohne Probleme. Wenn du nach Atar den Pass hochfährst, ist links der alte Amogjar Pass. Da könntest du übernachten ohne Versorgung und ein Stückchen runterwärts laufen. Ist sehr schön dort. Den alten Pass fahren kannst du nicht
Das ist weiter unten:
Aber dort zu verweilen ist wunderschön.
Zwischen Nouakchott und Atar, bevor das Gebirge losgeht, kannst du nach Süden fahren und dir einen Sandweg aussuchen. Mauretanien hat ja angeblich die größte Mercedesdichte auf der Welt - und das stimmt bestimmt - alles alte 190er und solche Kisten und mit denen fahren die Menschen dort auch die Sandwege. Was dann wirklich geht, kann ich dir nicht sagen. Ich war immer mit dem Bike dort.
Atar nach Tidjika gibt es die neue Teerstraße, die aber wohl ständig mit Sanddünen übersäht wird - der Wind....
Da war ich aber noch nicht. Nach Tidjika kannst du mal zu den Wüstenkrokodilen fahren; oder dich fahren lassen.
So Grundsätzliches: ich war das letzte Mal vor der Seuche unten und da gab es in Atar und Nouakchott Diesel, ebenso auf halbem Weg von der Grenze nach Nouakchott. Natürlich auch in Nouadibou. In der Westsahara, vor dem Grenzübergang nach Mauretanien, gibt es auch eine Tankstelle, die ist günstig. Du bekommst aber in der Wüste normalerweise in jedem Kaff Diesel, aber halt teurer. Warst du schon mal in der Wüste? Wenn nicht, dann nimm genügend Wasser mit. Ich habe immer für ein paar Tage Wasser dabei.
Es gab mal eine Reiseführer von Edith Kohlbach über Mauretanien. Der ist zwar alt, aber in Mauretanien stehen die Uhren auf dem Land eh still. Es gibt auch einen alten Campingführer von Edith Kohlbach Marokko Mauretanien ISBN 978-3-941015-25-8
Dann wünsch ich dir noch ganz viel Spaß beim Planen
Der Virus Africanus hat schon so manchen erwischt. Auch nach mehreren und immer wieder kehrenden Besuchen des Kontinents bin ich immer noch genauso infiziert wie am Anfang. So sehr ich es auch versuche: ich krieg ihn nicht los!!! 
Viele Grüße Wolfgang
Viele Grüße Wolfgang
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2755
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
hallo bernhard,
ich kenne von deiner geplanten route nur marokko, aber zu den punkten 3 und 4 (betreffend fahrzeugtauglichkeit) kann ich dir etwas mitteilen:
nimm so wenig wie möglich an ersatzteilen mit, du scheinst den bus schon länger zu haben, also weißst du, was üblichweise gebraucht wird (inspektionsteile, öle, filter, riemen etc), denn sonst machst du dir dein auto zu schwer. denn das wichtigste bei fahrten im gelände ist es, nicht zu schwer zu sein. ich bin schon mehrmals quer durch afrika, besonders den süden, mit nur fronttriebler gefahren, wenig gewicht, genug bodenfreiheit, breite hohe reifen und immer etwas schwung lassen dich viel mehr schaffen, als du vorher glaubst. zweiter, dritter vierter punkt sind erfüllt, an den ersten solltest du beim beladen denken,
und damit sind wir bei deinem punkt 3:
5 x 15 kg futter sind 75 kg, ist das wirklich nötig? ich kenne deinen hund nicht, aber es gibt immer wieder schlächter/metzger in den ländern, wo du ganz billig fleischreste und knochen erhalten kannst, und mögen hunde nicht auch ganz gerne gekochten reis mit etwas gemüse?
da könntest du dann richtig viel gewicht einsparen ...
ansonsten wünsche ich dir viel spass und auch erfolg beim planen, wir hören dann hoffentlich auch mal von dir unterwegs.
viele grüße
uwe
p.s.: und die schweren teile nicht aufs dach, sondern nah am fahrzeugboden!
ich kenne von deiner geplanten route nur marokko, aber zu den punkten 3 und 4 (betreffend fahrzeugtauglichkeit) kann ich dir etwas mitteilen:
nimm so wenig wie möglich an ersatzteilen mit, du scheinst den bus schon länger zu haben, also weißst du, was üblichweise gebraucht wird (inspektionsteile, öle, filter, riemen etc), denn sonst machst du dir dein auto zu schwer. denn das wichtigste bei fahrten im gelände ist es, nicht zu schwer zu sein. ich bin schon mehrmals quer durch afrika, besonders den süden, mit nur fronttriebler gefahren, wenig gewicht, genug bodenfreiheit, breite hohe reifen und immer etwas schwung lassen dich viel mehr schaffen, als du vorher glaubst. zweiter, dritter vierter punkt sind erfüllt, an den ersten solltest du beim beladen denken,
und damit sind wir bei deinem punkt 3:
5 x 15 kg futter sind 75 kg, ist das wirklich nötig? ich kenne deinen hund nicht, aber es gibt immer wieder schlächter/metzger in den ländern, wo du ganz billig fleischreste und knochen erhalten kannst, und mögen hunde nicht auch ganz gerne gekochten reis mit etwas gemüse?
da könntest du dann richtig viel gewicht einsparen ...
ansonsten wünsche ich dir viel spass und auch erfolg beim planen, wir hören dann hoffentlich auch mal von dir unterwegs.
viele grüße
uwe
p.s.: und die schweren teile nicht aufs dach, sondern nah am fahrzeugboden!
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Da ich selber mit Hund in Sahara/Sahel unterwegs war, hier eine Warnung: es gibt Gemüse, die für den Hund gefährlich sein können. (Internet oder Veterinär wissen Bescheid.)Uwe Schmitz hat geschrieben: ↑Sa 6. Mai 2023, 12:01.... und mögen hunde nicht auch ganz gerne gekochten reis mit etwas gemüse?
da könntest du dann richtig viel gewicht einsparen ...
Ausserdem kann der Hund zwar etliche Gemüse vertragen, nützen tun sie ihm jedoch weniger als uns Menschen, denn sein Verdauungsapparat kann sie nicht in gleichem Masse aufschliessen.
Und dann gibt es beim Verfüttern der Reste menschlicher Nahrung ein wichtiges Problem: Fast alle unserer Gewürze sind für den Hund schädlich - hier besonders wegen seiner Nieren.
Mitgeführte Nahrung ist also besonders dann wichtig für ihn, wenn man sich längere Zeit ausserhalb der Ortschaften aufhält.
(An Entwurmung denken!)
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Moin Bernhard,
ich habe fast exakt das gleiche Setup wie du: T4 Frontantrieb ACV 102PS Lang-Version, Frau und Hund, und bin derzeit in Marokko unterwegs - und das Langzeit, und meiste Zeit offroad. Um jemanden aus dem T4-Forum zu zitieren: Vermutlich hat mein 2WD-Frontantriebler bisher mehr Offorad gesehen als die meisten 4WD-T4er in ihrem ganzen Leben.
Zum T4:
- von Radnabe bis Radkasten-Knickkante sollte es ca. 46cm sein, einfach über die Drehstabfedern hochschrauben. Nicht zu hoch, sonst gehen dir die Manschetten kaputt und es gehen dir PS flöten. Zu wenig PS = du kommst keinen steilen Berg mehr rauf, der T4 wiegt ja einiges.
- Hinten habe ich 4(!) Scheiben pro Seite, so dass eine Handbreit zwischen passt (2 große, eine dünne und eine selbstgeschnittene).
- Ich habe BF Goodrich All Terrain T/A KO2 M+S - 215/75R15 100S (Ganzjahresreifen) drauf.
- 4 Sandbleche, nicht faltbar. 4, denn es macht das Leben bedeutend einfacher: Du kannst immer zwei hintereinander legen bzw. wenn die Reifen auf dem einen stehen, das andere schon mal umlege; des Weiteren, wenn du noch nicht draufstehst, packst du vor und hinter dem Reifen die Bleche, damit du "entweder oder" zumindest auf ein Blech kommst.
- Luftdruck runter bei Sandpisten. Glücklicherweise hast du bereits an einen Kompressor gedacht, ich habe leider "nur" eine Doppel-Hub-Fußpumpe (extra, damit sie "ausfallsicher" ist).
- Reserverad unterm Auto und einen vollwertigen Offroadreifen auf dem Dach.
- Vor Huckel nicht BREMSEN, sondern ganz dezent minimal beschleunigen und am Ende ganz dezent Bremsen beugt ungünstiger Federung entgegen (Beim beschleunigen erhöht sich das Fahrzeug für einen kurzen Moment, und beim Bremsen senkt es sich kurz).
- Bergematerial ist prinzipiell genügend dabei. Ich selber verfüge zusätzlich noch über einen Baumgurt, Eisenkette, 20m Seil plus mobile Seilwinde, per Akkubohrer angetrieben. Zwar habe ich noch nen mobilen Erdanker dabei, aber der hat mir noch nie wirklich helfen können....ach ja, Schneeketten habe ich noch dabei, helfen auch in brenzeligen (Nicht-Schnee)-Situationen.
- Zwei Stempel-Wagenheber, 1x groß und 1x klein. Warum? Ist der Wagen zu tief eingesunken, kannst du mit dem kleinen schon mal was hochschrauben, und dann den größeren druntersetzen.
Wie du siehst, ich habe da bereits einiges an Erfahrung gesammelt. Gern darfst du auch meinen T4-Problem-Thread lesen:
https://www.t4forum.de/forum/index.php? ... hei%C3%9F/
und meinen Blog:
https://blog.loncar.de/ (es sind noch weitere 20 Artikel im Entwurf, ich muss sie leider noch mit Tags etc. versehen).
Gern auch meine Fragen im Offroad-Forum ansehen, denn ich bin so ziemlich der einzige, welcher dort 2WD-Spezifische Fragen hat (die meisten dort fahren natürlich einen 4x4):
https://www.offroad-forum.de/search.php ... r_id=23087
Zum Thema Hundefutter:
Ich weiß ja nicht wie groß euer Hund ist, aber unser Hund kommt mit einem 20kg Sack 3 Monate lang aus. Hundefutter-Säcke gibt es für gewöhnlich nur in Großstädten. Im Zweifel musst du deinen Hund mit (purem) Brot füttern.
Oh, ich sehe schon faule Eier fliegen. Nein, ich habe noch nie meinen Hund mit Brot gefüttert, aber in der Türkei scheint das in gewissen Gebieten "Normalität" zu sein, ich berichte nur über die Erfahrung, welche ich mit Einheimischen gemacht habe. Diese waren total irritiert dass ich meinen Hund mit "Hundefutter" füttere. Also im Zweifel: Brot. PS: Die türkischen Hunde verpacken das. Naja, sind ja auch Kangals. Und dein Hund wird es ja nicht dauerhaft bekommen. Daher: Ist ja nur eine Notfalllösung, falls das Futter mal nicht reicht.
Unser Hund, aufgegabelt in einem Ski-Gebiet in der Ukraine, hat dickes Fell - er verpackt die Hitze einigermaßen gut, solange er genügend Schatten und Wasser hat.
Denke bitte an einen Reservekanister Diesel und ausreichend Trinkwasser: 60L Trinkwasser sind unteres Limit, wir haben bis zu 100L dabei, und kommen damit gut eine Woche aus - obwohl wir recht sparsam sind. 42 Grad im Schatten sind halt nicht "feierlich".
Eventuell nimmst du noch einen Plane mit, welche du am Dach deines Fahrzeuges schräg mit dem Boden verbindest, als Tarp, um die Seite deines Fahrzeug vor starkem Wind und Sonneneinstrahlung ("Aufladen") zu schützen, genauso wie eine Zwischengardine und eine Sonnenreflektor-Folie für die Windschutzscheibe.
Das sieht dann ungefähr so aus:
ich habe fast exakt das gleiche Setup wie du: T4 Frontantrieb ACV 102PS Lang-Version, Frau und Hund, und bin derzeit in Marokko unterwegs - und das Langzeit, und meiste Zeit offroad. Um jemanden aus dem T4-Forum zu zitieren: Vermutlich hat mein 2WD-Frontantriebler bisher mehr Offorad gesehen als die meisten 4WD-T4er in ihrem ganzen Leben.
Zum T4:
- von Radnabe bis Radkasten-Knickkante sollte es ca. 46cm sein, einfach über die Drehstabfedern hochschrauben. Nicht zu hoch, sonst gehen dir die Manschetten kaputt und es gehen dir PS flöten. Zu wenig PS = du kommst keinen steilen Berg mehr rauf, der T4 wiegt ja einiges.
- Hinten habe ich 4(!) Scheiben pro Seite, so dass eine Handbreit zwischen passt (2 große, eine dünne und eine selbstgeschnittene).
- Ich habe BF Goodrich All Terrain T/A KO2 M+S - 215/75R15 100S (Ganzjahresreifen) drauf.
- 4 Sandbleche, nicht faltbar. 4, denn es macht das Leben bedeutend einfacher: Du kannst immer zwei hintereinander legen bzw. wenn die Reifen auf dem einen stehen, das andere schon mal umlege; des Weiteren, wenn du noch nicht draufstehst, packst du vor und hinter dem Reifen die Bleche, damit du "entweder oder" zumindest auf ein Blech kommst.
- Luftdruck runter bei Sandpisten. Glücklicherweise hast du bereits an einen Kompressor gedacht, ich habe leider "nur" eine Doppel-Hub-Fußpumpe (extra, damit sie "ausfallsicher" ist).
- Reserverad unterm Auto und einen vollwertigen Offroadreifen auf dem Dach.
- Vor Huckel nicht BREMSEN, sondern ganz dezent minimal beschleunigen und am Ende ganz dezent Bremsen beugt ungünstiger Federung entgegen (Beim beschleunigen erhöht sich das Fahrzeug für einen kurzen Moment, und beim Bremsen senkt es sich kurz).
- Bergematerial ist prinzipiell genügend dabei. Ich selber verfüge zusätzlich noch über einen Baumgurt, Eisenkette, 20m Seil plus mobile Seilwinde, per Akkubohrer angetrieben. Zwar habe ich noch nen mobilen Erdanker dabei, aber der hat mir noch nie wirklich helfen können....ach ja, Schneeketten habe ich noch dabei, helfen auch in brenzeligen (Nicht-Schnee)-Situationen.
- Zwei Stempel-Wagenheber, 1x groß und 1x klein. Warum? Ist der Wagen zu tief eingesunken, kannst du mit dem kleinen schon mal was hochschrauben, und dann den größeren druntersetzen.
Wie du siehst, ich habe da bereits einiges an Erfahrung gesammelt. Gern darfst du auch meinen T4-Problem-Thread lesen:
https://www.t4forum.de/forum/index.php? ... hei%C3%9F/
und meinen Blog:
https://blog.loncar.de/ (es sind noch weitere 20 Artikel im Entwurf, ich muss sie leider noch mit Tags etc. versehen).
Gern auch meine Fragen im Offroad-Forum ansehen, denn ich bin so ziemlich der einzige, welcher dort 2WD-Spezifische Fragen hat (die meisten dort fahren natürlich einen 4x4):
https://www.offroad-forum.de/search.php ... r_id=23087
Zum Thema Hundefutter:
Ich weiß ja nicht wie groß euer Hund ist, aber unser Hund kommt mit einem 20kg Sack 3 Monate lang aus. Hundefutter-Säcke gibt es für gewöhnlich nur in Großstädten. Im Zweifel musst du deinen Hund mit (purem) Brot füttern.
Oh, ich sehe schon faule Eier fliegen. Nein, ich habe noch nie meinen Hund mit Brot gefüttert, aber in der Türkei scheint das in gewissen Gebieten "Normalität" zu sein, ich berichte nur über die Erfahrung, welche ich mit Einheimischen gemacht habe. Diese waren total irritiert dass ich meinen Hund mit "Hundefutter" füttere. Also im Zweifel: Brot. PS: Die türkischen Hunde verpacken das. Naja, sind ja auch Kangals. Und dein Hund wird es ja nicht dauerhaft bekommen. Daher: Ist ja nur eine Notfalllösung, falls das Futter mal nicht reicht.
Unser Hund, aufgegabelt in einem Ski-Gebiet in der Ukraine, hat dickes Fell - er verpackt die Hitze einigermaßen gut, solange er genügend Schatten und Wasser hat.
Denke bitte an einen Reservekanister Diesel und ausreichend Trinkwasser: 60L Trinkwasser sind unteres Limit, wir haben bis zu 100L dabei, und kommen damit gut eine Woche aus - obwohl wir recht sparsam sind. 42 Grad im Schatten sind halt nicht "feierlich".
Eventuell nimmst du noch einen Plane mit, welche du am Dach deines Fahrzeuges schräg mit dem Boden verbindest, als Tarp, um die Seite deines Fahrzeug vor starkem Wind und Sonneneinstrahlung ("Aufladen") zu schützen, genauso wie eine Zwischengardine und eine Sonnenreflektor-Folie für die Windschutzscheibe.
Das sieht dann ungefähr so aus:
Zuletzt geändert von Arakis am Sa 6. Mai 2023, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Hallo Bernhard,
ich fahre auch einen T4. Bis 2018 einen 2WD, mit dem ich mich auch schon durch das Erg Chegaga gebuddelt habe. Jetzt ist es ein T4 Syncro LR, der auch auf General Grabber AT3 rollt.
Ich würde Dir auf jeden Fall empfehlen, Sandbleche, Kompressor, Schaufel usw. ausführlich zu testen, falls Du es noch nicht gemacht hast. Vorab Erfahrungen im Sand (Offroad Park, Kiesgrube, ...) zu sammeln, hilft beim Einschätzen von Situationen enorm.
Versuche, Klassiker zu vermeiden: Vielleicht geht das Stück Sand ja auch ohne Luft ablassen ... es würde ja das lästige Aufpumpen sparen .... dann hängt man fest. Buddeln ist immer aufwändiger, als Luft ablassen und aufpumpen.
Auf Asphalt fahre ich mit 3,5 bzw. 3,8 bar in den Reifen. Du sicher ähnlich. Wenn es ernst wird, kannst Du im Sand auch mit 1 bar fahren. Vermeide alle "Wühlversuche". Damit gräbst Du Dich nur tiefer.
Ersatzteile: Würde ich auf Luftfilter und Dieselfilter beschränken, natürlich noch universellen Kleinkram und Werkzeug.
VG Frank
https://canadier.com/
Mit 2WD im Sand:
ich fahre auch einen T4. Bis 2018 einen 2WD, mit dem ich mich auch schon durch das Erg Chegaga gebuddelt habe. Jetzt ist es ein T4 Syncro LR, der auch auf General Grabber AT3 rollt.
Ich würde Dir auf jeden Fall empfehlen, Sandbleche, Kompressor, Schaufel usw. ausführlich zu testen, falls Du es noch nicht gemacht hast. Vorab Erfahrungen im Sand (Offroad Park, Kiesgrube, ...) zu sammeln, hilft beim Einschätzen von Situationen enorm.
Versuche, Klassiker zu vermeiden: Vielleicht geht das Stück Sand ja auch ohne Luft ablassen ... es würde ja das lästige Aufpumpen sparen .... dann hängt man fest. Buddeln ist immer aufwändiger, als Luft ablassen und aufpumpen.
Auf Asphalt fahre ich mit 3,5 bzw. 3,8 bar in den Reifen. Du sicher ähnlich. Wenn es ernst wird, kannst Du im Sand auch mit 1 bar fahren. Vermeide alle "Wühlversuche". Damit gräbst Du Dich nur tiefer.
Ersatzteile: Würde ich auf Luftfilter und Dieselfilter beschränken, natürlich noch universellen Kleinkram und Werkzeug.
VG Frank
https://canadier.com/
Mit 2WD im Sand:
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Wenn man dem Hund Brot gibt, dann sollte es unbedingt alt und hart sein. Er nutzt es dann wie einen Kauknochen. Alles andere ist unsinnig und kann zu schweren Blähungen führen.
Der wirkliche "Notfall", dann geht der wahrscheinlich sowieso weit über das Problem Hundefutter hinaus und der Hund hält auch ohne Futter (wenn genug Wasser vorhanden) etliche Tage aus.
Ich glaube nicht, dass ausgerechnet die riesigen Kangals mit Brot ernährt (!) werden. Du musst da etwas falsch verstanden haben, wenn Du gelegentliche Brotgaben als "Ernährung" deklarierst.
Also im Zweifel: kein Brot!
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Diese Forum ist echt gut. Vielen Dank an alle die bereits geantwortet haben, mache mir schon fleißig Notizen. Vor allem die Links sind eine Bereicherung!
Nochmals kurz zu den offenen Fragen.
a) Die Menge an Futter ist das Minimum, da ist dazu füttern schon eingeplant.
unsicher bin ich mir ob's an Grenzen Probleme geben könnte.
b) Es wäre schön noch an aktuelle Infos der Länder von Senegal bis Sierra Leone zu
kommen. Vor allem der Grenzsituationen betreffend.
Die Vorfreude steigt aufgrund der Beiträge akut:)
Es wird sicher Berichte geben die hier zu lesen sein werden. Hab ja auch sehr vom mitlesen profitiert.
So jetzt geht's in den Nachtdienst, 3 Wochen noch arbeiten. Dann 3 Monate Reisevorbereitung. Und ja, es ist als Abenteuer geplant. Aber mit knapp 60, alleine und ohne Afrikerfahrung muss man auch nicht wahnsinnig sein:).
Nochmal danke an alle bisher!
Nochmals kurz zu den offenen Fragen.
a) Die Menge an Futter ist das Minimum, da ist dazu füttern schon eingeplant.
unsicher bin ich mir ob's an Grenzen Probleme geben könnte.
b) Es wäre schön noch an aktuelle Infos der Länder von Senegal bis Sierra Leone zu
kommen. Vor allem der Grenzsituationen betreffend.
Die Vorfreude steigt aufgrund der Beiträge akut:)
Es wird sicher Berichte geben die hier zu lesen sein werden. Hab ja auch sehr vom mitlesen profitiert.
So jetzt geht's in den Nachtdienst, 3 Wochen noch arbeiten. Dann 3 Monate Reisevorbereitung. Und ja, es ist als Abenteuer geplant. Aber mit knapp 60, alleine und ohne Afrikerfahrung muss man auch nicht wahnsinnig sein:).
Nochmal danke an alle bisher!
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Kann die berechtigte Vorfreude sehr gut verstehen!
Zu der von Dir geplanten Reisezeit: da wird es in einigen Regionen oft noch sehr heiss, also unbedingt ausreichende Wasservorräte einplanen.
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Nur damit es keine Missverständnisse gibt. Nehme die Verantwortung für mein Mädel sehr ernst. Hab einen guten Tierarzt der mir eine umfangreiche Reiseapotheke für sie zusammenstellt. 1. Hilfe Kurs für Hunde ist auch schon gemacht. Mit Hilfe vieler Leckerlie auch schon von der Maulschlinge über Pfotenverband bis Fieber messen (hat ihr am wenigsten gefallen) schon vieles geübt:).
Was mir etwas Sorgen bereitet sind die Grenzen. Habe Angst, sie zu lange im Auto zu lassen. Da sie groß, schwarz und laut ist hätte ich auch kein Problem alle Fenster offen zu lassen. Habe auch Kühldecken gekauft, trotzdem habe ich ein ungutes Gefühl dabei. Darum 2 Fragen dazu.
1) Eigentlich traue ich mir den Bürokratiekram an den Grenzen selber zu, geht's mit
Schlepper (komisches Wort, glaub das heißt anders) schneller? Wär mir einen
Obolus wert. Hab allerdings keinen Beifahrersitz weil dort eine Box ist.
2) Am liebsten wärs mir ich könnte sie draußen im Schatten anleinen. Weiß halt
nicht wie die Menschen auf sie reagieren. Siehe groß, schwarz und laut.
Grüße, Bernhard
Was mir etwas Sorgen bereitet sind die Grenzen. Habe Angst, sie zu lange im Auto zu lassen. Da sie groß, schwarz und laut ist hätte ich auch kein Problem alle Fenster offen zu lassen. Habe auch Kühldecken gekauft, trotzdem habe ich ein ungutes Gefühl dabei. Darum 2 Fragen dazu.
1) Eigentlich traue ich mir den Bürokratiekram an den Grenzen selber zu, geht's mit
Schlepper (komisches Wort, glaub das heißt anders) schneller? Wär mir einen
Obolus wert. Hab allerdings keinen Beifahrersitz weil dort eine Box ist.
2) Am liebsten wärs mir ich könnte sie draußen im Schatten anleinen. Weiß halt
nicht wie die Menschen auf sie reagieren. Siehe groß, schwarz und laut.
Grüße, Bernhard
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Nein, meine Frau und ich haben da nichts falsch verstanden:
- In einem Geschäft wurde Alt-Brot in Säcken für diesen Zweck verkauft bzw. der Händler hat es auch genau für solches deklariert.
- Ein Einheimischer hat es ebenfalls in einem anderen Ort bestätigt, und er würde es auch selber so handhaben
- Haben wir es nochmals an einem anderen Ort mit eigenen Augen gesehen
Aber wie du schon richtig erkannt hast, es sollte eine NOT-Lösung sein. Dennoch beginne ich langsam, ganz langsam eines zu verstehen: Perfektionismus sollte Pragmatismus weichen. Was ich hier so sehe/erlebe ist (oftmals) weit entfernt von "optimal", aber es "funktioniert", und wenn man sich ehrlich eingesteht, besser als man denkt. Das fängt schon damit an wie hier die Autos repariert und Dinge gebaut werden. Erst gestern kam die Einsicht, dass hier bzw. außerhalb Europas, die Leute noch so richtig Handwerksfähigkeiten besitzen, während hier in Europa nach Schema F gemacht wird, man blöd angeschaut wird wenn man als Privatkunde zum Schlosser oder Schreiner geht (Termin in 3 Wochen, da sind noch X Großkunden in der Abfertigung) und der Schneider sagt, ja kann ich machen, aber nur mit Schnittmuster und kostet richtig viel. Hier gehe ich zu einem der x-tausend wuselnden Handwerkskünster, und man schaut sofort dass das Projekt umgesetzt wird - mit ein wenig Ortskenntnis sogar zu einem Nicht-Touri-Preis. Meine Zeltplane ist z. B. maßgeschneidert und ich konnte sie nach 3 Tagen abholen.
Zuletzt geändert von Arakis am Sa 6. Mai 2023, 22:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Erwin-Thelen
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Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Hallo Bernhard, ich bin Deine geplante Route schon 3 mal gefahren, wollte Dir hierüber meine Erfahrungen ausführlich senden. Das hat leider nicht geklappt. Du kannst mich gerne über WhatsApp anrufen: 0049/1785093509.
Gruß Erwin
Gruß Erwin
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Nein, auf keinen Fall, denn das könnte Vorfälle kreieren. Man ist dort oft nicht sehr freundlich zu Hunden. In der islamischen Welt sind Hunde generell nicht sehr beliebt - Sloughis sind allerdings die bemerkenswerte Ausnahme.
Fenster etwas (!) auflassen nur dann, wenn der Hund nicht sofort gesehen werden kann: gilt besonders in Ortschaften. Manche Kinder machen sich einen Spass daraus, den Hund aufzuregen, wenn sie ihn im Wagen sehen und wissen, dass er ihnen nichts tun kann. Das gibt dann garantiert Konflikte.
Ich hatte ein Dachfenster, wodurch genügend Luft im Wagen war.
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Nun ja, traditionelle Handwerkskünste sind gerade im Maghreb für Touristen eine wichtige Anlaufstelle; man kann ihnen lange zusehen und oft nur staunen. (In Portugal und Südspanien findet man sie auch noch.)Arakis hat geschrieben: ↑Sa 6. Mai 2023, 21:46Das fängt schon damit an wie hier die Autos repariert und Dinge gebaut werden. Erst gestern kam die Einsicht, dass hier bzw. außerhalb Europas, die Leute noch so richtig Handwerksfähigkeiten besitzen, während hier in Europa nach Schema F gemacht wird, man blöd angeschaut wird wenn man als Privatkunde zum Schlosser oder Schreiner geht (Termin in 3 Wochen, da sind noch X Großkunden in der Abfertigung) und der Schneider sagt, ja kann ich machen, aber nur mit Schnittmuster und kostet richtig viel. Hier gehe ich zu einem der x-tausend wuselnden Handwerkskünste, und man schaut sofort dass das Projekt umgesetzt wird - mit ein wenig Ortskenntnis sogar zu einem Nicht-Touri-Preis. Meine Zeltplane ist z. B. maßgeschneidert und konnte ich nach 3 Tagen abholen.
Re: Westafrika mit Frontantrieb und Hund
Was den Hund angeht muss ich sysiphus recht geben, auf keinen Fall draußen anleinen. Und man muss auch keine Angst haben dass Leute die Polizei rufen oder die Scheibe einschlagen um das "arme Tier" zu "retten" weil das Fahrzeug vermeidlich gerade eine tödliche Falle ist.
Generell habe ich "noch nie" irgendwo einen Einheimischen einen Hund mit Leine gesehen (zuletzt in der Ukraine), geschweige denn vor einem Laden angebunden (und Erstrecht nicht in einem Laden). Selbst das Spazieren/Gassi gehen mit Hund kann echt anstrengend werden, da unser Hund nicht typisch aussieht, sehr gepflegt und wohler erzogen ist, der ist dann ziemlich schnell von Kindern umzingelt (welche aber zumindest bisher stets gute Absichten hatten).
Vor dem Laden anleinen würde ich auch aus zwei Gründen nicht machen: Erstens wird er denn ziemlich schnell begattet (sofern Weibchen, egal ob kastriert oder nicht) oder gebissen (Revierkampf), und der Hund wird "immer" etwas auf dem Boden zu fressen/abzulecken finden, und sei es nur Müll oder irgendjemand wirft dem zuckersüßen Hund irgendwas zu.
In Georgien haben z.B. die Einheimischen, (wenn wir eingeladen waren) fast jedes Mal unserem Hund was zugeworfen (natürlich ohne zu fragen), und waren total verblüfft dass ich nen Riesen "Aufstand" gemacht habe dass mein Hund sowas nicht fressen darf. Und sogar hier kam dann wieder das berühmte Brot ins Spiel, ob denn wenigstens das erlaubt wäre. Ich habe dann stets behauptet der Hund sei krank und dürfe nur Spezialfutter fressen - Das Thema war dann meist ohne weitere Rückfragen erledigt.
Und ganz nebenbei: Es soll vorkommen, dass Hunde entführt werden. Immerhin sind sie "exotisch", gesund, gepflegt und (meist) gut erzogen.
Generell habe ich "noch nie" irgendwo einen Einheimischen einen Hund mit Leine gesehen (zuletzt in der Ukraine), geschweige denn vor einem Laden angebunden (und Erstrecht nicht in einem Laden). Selbst das Spazieren/Gassi gehen mit Hund kann echt anstrengend werden, da unser Hund nicht typisch aussieht, sehr gepflegt und wohler erzogen ist, der ist dann ziemlich schnell von Kindern umzingelt (welche aber zumindest bisher stets gute Absichten hatten).
Vor dem Laden anleinen würde ich auch aus zwei Gründen nicht machen: Erstens wird er denn ziemlich schnell begattet (sofern Weibchen, egal ob kastriert oder nicht) oder gebissen (Revierkampf), und der Hund wird "immer" etwas auf dem Boden zu fressen/abzulecken finden, und sei es nur Müll oder irgendjemand wirft dem zuckersüßen Hund irgendwas zu.
In Georgien haben z.B. die Einheimischen, (wenn wir eingeladen waren) fast jedes Mal unserem Hund was zugeworfen (natürlich ohne zu fragen), und waren total verblüfft dass ich nen Riesen "Aufstand" gemacht habe dass mein Hund sowas nicht fressen darf. Und sogar hier kam dann wieder das berühmte Brot ins Spiel, ob denn wenigstens das erlaubt wäre. Ich habe dann stets behauptet der Hund sei krank und dürfe nur Spezialfutter fressen - Das Thema war dann meist ohne weitere Rückfragen erledigt.
Und ganz nebenbei: Es soll vorkommen, dass Hunde entführt werden. Immerhin sind sie "exotisch", gesund, gepflegt und (meist) gut erzogen.
Zuletzt geändert von Arakis am Sa 6. Mai 2023, 22:54, insgesamt 1-mal geändert.



