So, so, Du wolltest wohl nicht, dass wir alle reif werden - oder zumindest das syrische Volk! Oder wolltest Du potentiell doppeldeutige Wörter nicht zulassen??
Achim Vogt hat geschrieben:Oder wolltest Du potentiell doppeldeutige Wörter nicht zulassen??
Wir hatten vor langer Zeit einmal einen human Spammer aus der Rotlichtszene. Um ihm den Nährboden für sein Wirken zu nehmen, habe ich einschlägige Wörter auf den Index gesetzt.
Da deine Postings ausgenommen informativ und sittsam sind, bedarf es bei dir dieser Vorsichtsmaßnahme nicht
Viele Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Nach der Niederschlagung von Protesten in der syrischen Stadt Dschisr al Schughur rückt die Armee offenbar auf eine weitere Stadt vor, in der Widerstand gegen die staatliche Führung geleistet wird. Flüchtlinge und Augenzeugen berichteten, das Militär habe inzwischen die Ortschaft Ahtam erreicht und stehe damit etwa 14 Kilometer vor der Stadt Maarat al Numaan [...] Da die syrische Führung die meisten Auslandskorrespondenten ausgewiesen hat, ist eine Überprüfung der Berichte schwierig ...
Das syrische Regime geht in immer neuen Gebieten brutal gegen die Protestbewegung vor.
Neben der Stadt Maarat an Numan (WICHTIG: an der Autobahn zwischen Damaskus und Aleppo gelegen) sind auch Gebiete im Südosten, vor allem in der Provinz Deir ez-Zor (die gleichnamige Provinzhauptstadt ist Verkehrsknotenpunkt für diejenigen, die aus Palmyra im Südwesten oder Qamishliye im Nordosten kommen) und an der Straße von Deir ez-Zor zur irakischen Grenze betroffen.
Wie blicken Syriens Nachbarländer auf das Land in Unruhe? Wer ist der Regierung von Präsident Baschar al Assad weiterhin freundlich gesonnen, und wer geht auf Distanz? Während die Türkei Assads Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung kritisiert und Flüchtlingen hilft, sehen andere Staaten, wie zum Beispiel Russland, keinen Grund gegen Syrien die Stimme zu erheben ...
Die Soldaten von Machthaber Asad hinterlassen eine blutige Spur im Nordwesten des Landes. Nun stossen sie schon in Dörfer vor. «Operation gegen bewaffnete Terroristen» nennen es Staatsmedien. Die Vereinten Nationen sprechen dagegen von ausufernder Gewalt gegen Zivilisten. Nach ihrem Einmarsch in die Städte Jisr ash-Shughur und Maarat al-Noaman soll die syrische Armee jetzt in mehrere Dörfer der Provinz Idlib vorgestossen sein ...
Hochinteressanter Artikel in der NZZ über die Internet-Blogger
Arabische «Cyberdissidenten» sind «sexy» und gerade im Fall des von den Medien isolierten Syrien gefragt. Zu Wort kommen aber nur die, die dem Westen das erzählen, was er hören will – und was er unkompliziert nachvollziehen kann.
Interessanter Artikel. Auch im Hinblick auf den Vorwurf, die ganze Berichterstattung sei einseitig gesteuert ("Alles Lüge" und von Israel und dem Mossad am liebsten). Solche Artikel zeigen doch auch, dass jemand, wenn er denn will, recherchieren kann und eventuell zu einem eigenen Schluss kommt.
Nach Oppositionsangaben haben syrische Truppen heute mit dem Einmarsch in die Stadt Maarat an Numan begonnen. Dies ist von Bedeutung, weil die Stadt unmittelbar an der Autobahn von Damaskus bzw. Homs nach Aleppo liegt.
Das Regime bestreitet zwar den Einmarsch, erklärt aber, Truppen um Maarat an Numan und eine weitere, südlich von Maarat gelegene Stadt zusammengezogen zu haben, um eine Besetzung der Autobahn durch Protestler zu verhindern.
Kuno hat geschrieben:Interessanter Artikel. Auch im Hinblick auf den Vorwurf, die ganze Berichterstattung sei einseitig gesteuert ("Alles Lüge" und von Israel und dem Mossad am liebsten). Solche Artikel zeigen doch auch, dass jemand, wenn er denn will, recherchieren kann und eventuell zu einem eigenen Schluss kommt.
Wo findet man denn den Artikel? Gibt es einen Link? Sage schon mal danke.
das war das ursprüngliche Posting mit dem Link, auf das Kuno reagiert hat:
Achim Vogt hat geschrieben:Hochinteressanter Artikel in der NZZ über die Internet-Blogger
Arabische «Cyberdissidenten» sind «sexy» und gerade im Fall des von den Medien isolierten Syrien gefragt. Zu Wort kommen aber nur die, die dem Westen das erzählen, was er hören will – und was er unkompliziert nachvollziehen kann.
Bei der Gelegenheit würde ich aber doch auch gerne noch die kritische Rezension des Artikels durch eine Bekannte teilen:
In der Tat ein interessanter Artikel, der allerdings einiges in einen Topf und durcheinander wirft und verkürzt. Nicht jeder Araber, der säkular ist, folgt damit zwanghaft einer US-Agenda. Es gibt auch Menschen in der arabischen Welt (und anderswo), die sind aus eigener Überzeugung säkular. Und ein "Exil-Syrer" ist der Betreiber der Webseite "The Syrian Revolution 2011" als Bürger Schwedens ja wohl auch.
Und woher weiß die Autorin, dass es keine "interne Debatte" zu den Fragen gibt, die Rami Nakhle angesprochen hat? Hat sie, wie von Anthony Shadid gefordert, "präzisierende Nachfragen" gestellt, bei Nakhle, bei Isa, bei anderen Dissidenten? Oder hätte weitergehende Recherche das allzu eindeutige Bild gestört? Und woher eigentlich weiß Jilian York, dass "den amerikanischen Schulungsinstitutionen" nur ein kleiner Kreis von Aktivisten zur Verfügung steht?
Ich finde die Debatte, die Sami Ben Gharbia vor einiger Zeit mit seinem exzellenten Essay über die Risiken zu großer US-Einmischung in die Internet- und Bloggerszene geschrieben hat, extrem wichtig - aber diesen Artikel finde ich zu einseitig.
Leider ist der zitierte Artikel von Sami ben Gharbia auf französisch. Aber womöglich gibt es ja jemand, der oder die ihn lesen kann. Ist allerdings laaaaaang!