JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

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Kuno
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JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Kuno »

Wir reden hier ja auch öfters Mal über Flüchtlingslager - und so dachte ich, es wäre nicht verkehrt, dazu auch mal ein separates Thema aufzumachen. Als Beispiel hätte ich gerne das Lager az-Zaatari in Jordanien genommen. Dieses wird im Wiki so beschrieben:

Zaatari (arabisch ‏مخيم الزعتري‎, DMG Muḫayyam az-Zaʿtarī) ist ein Flüchtlingslager im Norden Jordaniens, etwa 10 km östlich von Mafraq und sechs Kilometer südlich der syrischen Grenze. Es ist eines der weltgrößten Flüchtlingslager und entwickelt sich zu einer festen Siedlung; so gibt es etwa eine Hauptstraße mit Marktständen und Läden, genannt „Champs-Elysees“. Inzwischen ist es Jordaniens viertgrößte Stadt.
Seit Juli 2012 finden dort Menschen Zuflucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien; Schätzungen zufolge hat das Lager rund 79.000 Bewohner. Verantwortlich ist das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR; Leiter der Siedlung ist der deutsche Entwicklungshelfer Kilian Kleinschmidt. Eine seiner selbstgesetzten Aufgaben besteht darin, Bezirke festzulegen und Straßennamen zu vergeben, damit jeder Flüchtling eine eindeutige Adresse hat.
In Zaatari sind zahlreiche Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen tätig; Schulen wurden gebaut, ein Fußballplatz angelegt. Das deutsche Technische Hilfswerk kümmerte sich mit über 100 Mitarbeitern um Gemeinschaftsküchen, Abwasser und Toiletten.
Die Kosten des Flüchtlingslagers betragen rund 500.000 US-Dollar am Tag

Az-Zaatari hat eine Ausdehnung von etwa 3 x 1,85 Kilometern
Az-Zaatari hat eine Ausdehnung von etwa 3 x 1,85 Kilometern
Man sieht schnell, dass das Lager geplant angelegt wurde und dass es die grundsätzlichen Strukturen bei allem Wachstum beibehalten hat.
Man sieht schnell, dass das Lager geplant angelegt wurde und dass es die grundsätzlichen Strukturen bei allem Wachstum beibehalten hat.
Das Lager hat einen eigenen Flugplatz bekommen. Die ganz grossen Maschinen werden auf der 800 Meter langen Piste aber nicht landen können
Das Lager hat einen eigenen Flugplatz bekommen. Die ganz grossen Maschinen werden auf der 800 Meter langen Piste aber nicht landen können
Was haben wir hier - Wasseraufbereitung?
Was haben wir hier - Wasseraufbereitung?
Der östliche Bereich ist noch in "Entwicklung" begriffen - hier dominieren noch die Zelte
Der östliche Bereich ist noch in "Entwicklung" begriffen - hier dominieren noch die Zelte
Auf dem Satellitenbild ist eine grosse Anzahl von Versorgungslastwagen zu erkennen
Auf dem Satellitenbild ist eine grosse Anzahl von Versorgungslastwagen zu erkennen
Das Lager wird immer mehr zu eienr festen Siedlung - geteerte Strassen sind ein Anzeichen dafür
Das Lager wird immer mehr zu eienr festen Siedlung - geteerte Strassen sind ein Anzeichen dafür
Der berühmte Sportplatz - Zuschauerränge fehlen
Der berühmte Sportplatz - Zuschauerränge fehlen
Ein weiteres Zeichen für den Übergang von einem Lager zu einer festen Siedlung sind die Gebäude, die sich an den "Hauptstrassen" drängen - hier entstanden Einkaufsläden
Ein weiteres Zeichen für den Übergang von einem Lager zu einer festen Siedlung sind die Gebäude, die sich an den "Hauptstrassen" drängen - hier entstanden Einkaufsläden
Das Lager hat ein eigenes Kraftwerk zur Energieversorgung
Das Lager hat ein eigenes Kraftwerk zur Energieversorgung
Kuno
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Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Kuno »

Hier der Link zur Website des UNHCR:

http://data.unhcr.org/syrianrefugees/se ... &region=77

...es lohnt sich definitiv, sich da mal etwas umzuschauen.
Ralf Kiefer
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Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Ralf Kiefer »

Kuno hat geschrieben: ...es lohnt sich definitiv, sich da mal etwas umzuschauen.
Es gab, man höre und staune, auch in der deutschen Presselandschaft bereits Berichte über genau dieses Flüchtlingslager, z.B. über die Kinderarbeit genau dort im Spiegel verbunden mit ein paar Fotos. Auf dem ersten sieht man u.a., daß die Landebahn schon zu Beginn vorhanden war. Auch die SZ brachte mal einen kurzen Artikel dazu.

An den älteren Artikeln kann man ablesen, wie die Entwicklung zum Zeitpunkt des Schreibens betrachtet wurde. Den aktuellen Stand kennt man jetzt. Wer die älteren Vorhersagen mit der tatsächlichen Entwicklung vergleicht, kann die nächste Vorhersage wagen :-(

Die Koordinaten sind 32° 17.557'N 36° 19.661'E. Google Earth hat die Funktion "Historische Bilder". Im September 2011 war dort Brachland, sozusagen nichts außer der Landebahn und deren Zufahrt.

Gruß, Ralf
Schlicksurfer

Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Schlicksurfer »

Ralf Kiefer hat geschrieben:Das Lager hat einen eigenen Flugplatz bekommen. Die ganz grossen Maschinen werden auf der 800 Meter langen Piste aber nicht landen können.
Na, dann sieht es ja wohl eher so aus, als ob das Lager genau dort angelegt wurde, WEIL es eine Landebahn gab.
Ralf Kiefer
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Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Ralf Kiefer »

Schlicksurfer hat geschrieben:
Ralf Kiefer hat geschrieben:Das Lager hat einen eigenen Flugplatz bekommen. Die ganz grossen Maschinen werden auf der 800 Meter langen Piste aber nicht landen können.
Na, dann sieht es ja wohl eher so aus, als ob das Lager genau dort angelegt wurde, WEIL es eine Landebahn gab.
Das Zitat ist von Kuno, Schwamm drüber :-)

Das mit der Landebahn ist vermutlich nicht so wichtig, denn ein paar km weiter gäbe es eine deutliche längere Landebahn mit rund 2800m. Allerdings sieht die rein militärisch genutzt aus.

Ich habe die deswegen betont, weil die auf den Luftbildern eine Konstante ist und man erkennen kann, wie schnell dieses Lager gewachsen ist. Die Fotos vom September 2011 zeigen noch nichts. Im September 2012 sind bereits einige hundert Zelte dort zu erkennen, wo heute die nordwestliche Ecke des Lagers ist. Die Dimensionen sind für mich unvorstellbar.

Gruß, Ralf
Kuno
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Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Kuno »

Bei genauerem Hinsehen und "Überfliegen" der historischen Aufnahmen erkennt man, dass die Landebahn südlich des Lagers offensichtlich nicht genutzt wird. Ich dachte zuerst, dass der alte Landestreifen im Zusammenhang mit dem Lager einen festen Belag erhielt - aber den hatte er schon vorher. "Aktuell" scheint es als würde am westlichen Pistenende gebaut. Das muss aber nicht unbedingt auf eine geplante Nutzbarmachung schliessen - der Militärflugplatz (welcher vorwiegend zur Pilotenausbildung dient) etwa 10 km entfernt würde sich wohl besser eignen (sofern er für Versorgungsflüge zur Verfügung steht).

Aber eigentlich geht es hier nicht so sehr um den Flugplatrz sondern vor allem um das Lager - die alten Fotos auf GE zeigen sehr schön, wie es sich entwickelt hat. Danke für den Hinweis, Ralf.
Guido3

Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Guido3 »

Ralf Kiefer hat geschrieben: Wer die älteren Vorhersagen mit der tatsächlichen Entwicklung vergleicht, kann die nächste Vorhersage wagen :-(
Das wird voraussichtlich erst mal nicht weiter wachsen. Laut dem englischsprachigen Wikipedia-Artikel (die fallen häufig detaillierter/aktueller aus) ist die Zahl der Flüchtlinge dort von ca. 150.000 in der Spitze auf ca. 80.000 gefallen. Außerdem wurde 30km südlich ein weiteres Camp (Mafraq) errichtet, dass den Überlauf von Zatari auffangen soll(te). Finanziert übrigens von den Vereinigten Emiraten. Während Zaatari auf dem Luftbild wie eine "Squatter-Siedlung" aussieht, sieht Mafraq von oben "preussisch" organisiert aus.
mafraq.jpg
Eine interessantere Frage wäre, wie weit ein stärkeres Engagement Europas für Flüchtlinge in den Nachbarländern die Flüchtlingsstrom nach Europa bremsen könnte und welche Wirkungen und Nebenwirkungen das auf die Nachbarländer hätte.

Beste Grüße

Guido
Ralf Kiefer
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Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Ralf Kiefer »

Guido3 hat geschrieben: Das wird voraussichtlich erst mal nicht weiter wachsen.
In so einer Umgebung ist das sowieso bemerkenswert, wie so viele Menschen dort versorgt werden können. Alleine schon Wasser und Abwasser müssen irgendwie organisiert sein, weil wir ansonsten irgendwann in den Nachrichten was von Seuchen hören würden.
Guido3 hat geschrieben: Eine interessantere Frage wäre, wie weit ein stärkeres Engagement Europas für Flüchtlinge in den Nachbarländern die Flüchtlingsstrom nach Europa bremsen könnte und welche Wirkungen und Nebenwirkungen das auf die Nachbarländer hätte.
Ich plädiere schon seit Langem (und genau in diesem Fall der syrischen Flüchtlinge), daß man mit dem Geld, was die Versorgung der Flüchtlinge hierzulande kostet, in den syrischen Nachbarländern viel mehr Erfolg haben könnte. Statt den Menschen hier die deutsche Sprache, die deutsche Kultur und die Voraussetzungen für den "deutschen Arbeitsmarkt" beizubringen, könnte man in solchen Lagern die sozialen Werte und Strukturen aus der syrischen Heimat eher erhalten als in Familiengröße verteilt über Deutschland. Man erkennt ja, daß sich in diesen Flüchtlingslagern sehr schnell ein neues Mikrokosmos gebildet hat, das dem ihrer Heimat stark ähnelt.

Allerdings muß oberstes Ziel sein, diese Flüchtlingslager zeitlich begrenzt zu unterstützen, indem die Ursache der Massenflucht beseitigt wird. Ansonsten gibt's vergessene Lager wie die der Sahrauis in der Umgebung von Tindouf, Algerien.

BTW zu dem, was sich am "anderen Ende" von Syrien tut, gab's gestern einen Artikel bei Telepolis. Bis zum Ende lesen :-) Unter der Überschrift "Misshandelte Mädchen und Frauen werden in die religiöse Gemeinschaft wieder aufgenommen" gibt's interessante Details, daß die Religiösen erstens doch was ändern können, wenn sie nicht stur an ihren jahrtausendealten Konventionen kleben, und zweitens einen entlarvenden Seitenhieb auf unseren Ministerpräsidenten Mappus II äh Kretschmann, der seit einem knappen Jahr versucht exakt 1000 jesidischen Frauen eine exklusive, mehrjährige, psychotherapeutische Traumabehandlung in Baden-Württemberg zu verpassen. Daß das Geld dafür vor Ort viel wirkungsvoller angelegt wäre ... ja nun, dann würden seine Lobbyisten (Vermieter, Psychotherapeuten, jesidische Vereinsvorsitzende, u.a.) nichts von dem Geld abbekommen, sondern die Hilfskräfte vor Ort.

Gruß, Ralf
Schlicksurfer

Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Schlicksurfer »

Ralf Kiefer hat geschrieben:
Guido3 hat geschrieben: Das wird voraussichtlich erst mal nicht weiter wachsen.
In so einer Umgebung ist das sowieso bemerkenswert, wie so viele Menschen dort versorgt werden können. Alleine schon Wasser und Abwasser müssen irgendwie organisiert sein, weil wir ansonsten irgendwann in den Nachrichten was von Seuchen hören würden.
Guido3 hat geschrieben: Eine interessantere Frage wäre, wie weit ein stärkeres Engagement Europas für Flüchtlinge in den Nachbarländern die Flüchtlingsstrom nach Europa bremsen könnte und welche Wirkungen und Nebenwirkungen das auf die Nachbarländer hätte.
Ich plädiere schon seit Langem (und genau in diesem Fall der syrischen Flüchtlinge), daß man mit dem Geld, was die Versorgung der Flüchtlinge hierzulande kostet, in den syrischen Nachbarländern viel mehr Erfolg haben könnte. Statt den Menschen hier die deutsche Sprache, die deutsche Kultur und die Voraussetzungen für den "deutschen Arbeitsmarkt" beizubringen, könnte man in solchen Lagern die sozialen Werte und Strukturen aus der syrischen Heimat eher erhalten als in Familiengröße verteilt über Deutschland. Man erkennt ja, daß sich in diesen Flüchtlingslagern sehr schnell ein neues Mikrokosmos gebildet hat, das dem ihrer Heimat stark ähnelt.

Allerdings muß oberstes Ziel sein, diese Flüchtlingslager zeitlich begrenzt zu unterstützen, indem die Ursache der Massenflucht beseitigt wird. Ansonsten gibt's vergessene Lager wie die der Sahrauis in der Umgebung von Tindouf, Algerien.

BTW zu dem, was sich am "anderen Ende" von Syrien tut, gab's gestern einen Artikel bei Telepolis. Bis zum Ende lesen :-) Unter der Überschrift "Misshandelte Mädchen und Frauen werden in die religiöse Gemeinschaft wieder aufgenommen" gibt's interessante Details, daß die Religiösen erstens doch was ändern können, wenn sie nicht stur an ihren jahrtausendealten Konventionen kleben, und zweitens einen entlarvenden Seitenhieb auf unseren Ministerpräsidenten Mappus II äh Kretschmann, der seit einem knappen Jahr versucht exakt 1000 jesidischen Frauen eine exklusive, mehrjährige, psychotherapeutische Traumabehandlung in Baden-Württemberg zu verpassen. Daß das Geld dafür vor Ort viel wirkungsvoller angelegt wäre ... ja nun, dann würden seine Lobbyisten (Vermieter, Psychotherapeuten, jesidische Vereinsvorsitzende, u.a.) nichts von dem Geld abbekommen, sondern die Hilfskräfte vor Ort.

Gruß, Ralf
Hier kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen.

Allerdings tut sich dabei zusätzlich ein ganz anderes Problem auf, nämlich das der inzwischen zu einem florierenden Geschäftszweig gewordenen Auslandshilfe und deren (natürlich unumgänglichen) Verwaltung. Das dürfte sogar noch schlimmer sein als das schwarzgrün-gestreifte.
Kuno
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Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Kuno »

Eine kleine Bitte - es muss nicht sein, dass nur um einem Beitrag zuzustimmen, gleich der ganze Beitrag "zitiert" wird. So etwas trägt selten zur besseren Lesbarkeit des Themas bei. Die Zitatfunktion wird normalerweise dazu benutz, um sich mit bestimmten Passagen eines anderen Beitrages auseinanderzusetzen (wie es im zitierten Beitrag ja auch korrekt gemacht worden ist).
fourty niner
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Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von fourty niner »

Moin, Moin,
...weil ich öfters mal im Zaatari bin: Tatsächlich wurde das Camp damals in Anlehnung an den Notflugplatz angelegt; weil schlicht und ergreifend zumindest etwas bauliche Infrastruktur vorhanden war. Richtig ist auch das dass Camp in den letzten zwei Jahren "geschrumpft" ist; viele der Flüchtlinge sind in die umliegenden Gemeinden abgewandert bzw wurden nach SYR abgeschoben. Das Camp wird aber mittelfristig wieder wachsen da den UN - Organisation die Finanzmittel zur Versorgung der Flüchtlinge in den Gemeinden ausgeht und Nahrungsmittel absehbar nur noch in den Flüchtlingslagern ausgegeben werden wird. Die Flüchtlinge kehren dann also wieder zurück. Das zweite große Camp ist nicht in Mafraq sondern in Azraq und wurde ebenfalls unter Leitung des THW errichtet. THW ist aber zum Beginn des Jahres aus beiden Lagern wieder abgezogen worden; es gab nichts mehr aufzubauen--alles fertig. Das Camp in Mafraq ist in seinen Kapazitäten doch sehr eingeschränkt.

Die Medienberichte vermitteln den Eindruck, dass es in Zaatari doch eigentlich gar nicht so schlecht ist...was die Internationale Gemeinschaft so alles getan hat ist doch toll. Hierüber wird man nach einem intensiven--und nicht 10 minütigem Fotoshooting am "Photograph Hill"--anderer Meinung sein. (Nix gegen die Leistung des THW: super Arbeit!) Lösung insgesamt in Sicht....nein! :bang:

meint
Fourty Niner
Kuno
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Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Kuno »

Danke für diesen Beitrag, Fourty Niner. Wenn man die Foto- und Filmreportagen sieht, dann kann man sich oft des Eindrucks nicht erwehren, dass da gezielt auf einen bereits vorgefertigten Bericht hinfotografiert wird...

----

Da du dich im Lager auskennst stelle ich dir aber gleich mal eine konkrete Frage: Auf dem Sattelitenfoto bekomme ich den Eindruck, dass das Lager von einem Erdwall umgeben ist. Wie ist das Lager denn eigentlich gesichert? Zum Beispiel gegen unkontrollierte "Einwanderung" oder gar Angriffe? Gibt es so etwas wie eine Lagerpolizei (und wer stellt die)?
Ralf Kiefer
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Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Ralf Kiefer »

fourty niner hat geschrieben: ...weil ich öfters mal im Zaatari bin:
Klasse! Einer, der wirklich weiß, wie es dort ist :-)

Mich interessieren wirklich die Fragen der technischen Infrastruktur. Wie funktioniert Wasserver- und insbesondere Abwasserentsorgung? Dort wird wohl kaum ein "verbuddeltes" Leitungsnetz existieren. Strom kann man dagegen südeuropäisch irgendwie oberirdisch hinmacgyvern. Und für die Schlaufonversorgung braucht's ein paar Masten mit Antennen, d.h. das geht auch irgendwie recht schnell zu errichten, wenn Strom vorhanden ist und Umsatz "droht". Wie zuverlässig läuft die Infrastruktur?

Gruß, Ralf
Schlicksurfer

Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Schlicksurfer »

fourty niner hat geschrieben:Moin, Moin,
...weil ich öfters mal im Zaatari bin: Tatsächlich wurde das Camp damals in Anlehnung an den Notflugplatz angelegt; weil schlicht und ergreifend zumindest etwas bauliche Infrastruktur vorhanden war.
...
meint
Fourty Niner
Natürlich, und nicht nur das: die Tatsache dass eine funktionsfähige Landepiste bereits vorhanden war, stellte sicherlich unter vielerlei Aspekten einen wichtigen Pluspunkt dar.

Das "System" der Wasserver- und Abwasserentsorgung ist auf den Fotos relativ deutlich zun erkennen, und für den Rest sollte die Fantasie reichen.

Was die Mobiltelefonie betrifft, funktioniert die dort mit Sicherheit besser als in DE, was ja auch weder schwierig ist noch eine Ausnahme darstellt.
Kuno
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Re: JO / Flüchtlingslager az-Zaatari

Beitrag von Kuno »

Schlicksurfer - ist es wirklich nötig, dass du mit deinen Blödeleien langsam jedes Thema hier zu übernehmen beginnst? Lass uns doch hier ganz einfach sachlich und themenbezogen diskutieren und die Spässchen woanders treiben; ja?
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