Reise in den Südosten Europas

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus
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Hans-Jürgen M.
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Reise in den Südosten Europas

Beitrag von Hans-Jürgen M. »

Hallo,

wer kann mir ein paar Reisetipps für folgende Route geben, die wir im nächsten Jahr mit dem Motorrad befahren wollen:

Deutschland, Tschechei, Slowakei, Ukraine, Rumänien, Bulgarien (Gold/Sonnenstrand), Türkei, Griechenland, Bulgarien, Serbien, Ungarn, Österreich.

Danke.

Gruß
Hans-Jürgen
Ralf Kiefer
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Re: Reise in den Südosten Europas

Beitrag von Ralf Kiefer »

Hans-Jürgen M. hat geschrieben: wer kann mir ein paar Reisetipps für folgende Route geben, die wir im nächsten Jahr mit dem Motorrad befahren wollen:
Eine sehr allgemeine Fragestellung! Was interessiert Dich denn tatsächlich? Streckentips, Landschaften, Natur, Städte, Leute, Kultur, Feste und Festivals, touristische "Hotspots", alte, tote Steine, Aktivitäten ohne Mopped, Koordinaten von Geschwindigkeitskontrollen, ...

Ich kann in die Runde werfen z.B. Aggtelek-Nationalpark an der slowakisch-ungarischen Grenze. Und Du sagst daraufhin vielleicht, daß Dich Tropfsteinhöhlen nicht interessieren.

Gruß, Ralf
Hans-Jürgen M.
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Re: Reise in den Südosten Europas

Beitrag von Hans-Jürgen M. »

Hallo Ralf,

Danke für die schnelle Antwort und den berechtigten Hinweis.

Mich würde einmal die Streckenführung interessieren mit ein paar Sehenswürdigkeiten (Klöster/Burgen, Bergwerke/Höhlen etc.) So z. B. in Sapanta/Rumänien " Der lustige Friedhof". Wenn Jemand auch einen Tipp für ein Hotel hat, wäre ich auch dankbar. (Die Transfagarasan ist im Mai leider noch nicht geöffnet)

Die grobe Strecke: Frankfurt/M - Prag - Nitra -Kosice - Rakhov/Ukaine - Schäßburg - Bukarest - Burgas/Burlgarien - Varna - Edirne/Türkei - Asprovalta/Griechenland - Sofia/Bulgarien - Belgrad/Serbien - Budapest/Ungarn - Wien - Deutschland.

Die Türkei, Griechenland und Österreich sind mir gut bekannt. Von daher würde es sich für die Länder erübrigen.

Gruß
Hans-Jürgen
Ralf Kiefer
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Re: Reise in den Südosten Europas

Beitrag von Ralf Kiefer »

Hans-Jürgen M. hat geschrieben: Mich würde einmal die Streckenführung interessieren mit ein paar Sehenswürdigkeiten (Klöster/Burgen, Bergwerke/Höhlen etc.)
Also empfehle ich Dir doch den Aggtelek-Park mit seinen Höhlen. Dort gibt's ein großes Campingareal, wo man osteuropatypisch auch kleine Hütten mieten kann, was ich damals bei Regenwetter ganz angenehm fand. In den Höhlen gibt es einige Varianten sie zu besichtigen beginnend bei einer Kurztour, also Haupteingang rein, ein Stückchen drin rumlaufen, am Haupteingang wieder raus. Ich hatte die nächstgrößere Variante, eine Halbtagestour mitgemacht. Da wird man mit dem Bus einige km an einen anderen Eingang gefahren und wandert unterirdisch zum Haupteingang zurück. Dasselbe gibt's dort auch als Ganztagestour (in der Größenordnung 7h, AFAIR) mit entsprechend größerer zurückgelegter Strecke unten.
Hans-Jürgen M. hat geschrieben: (Die Transfagarasan ist im Mai leider noch nicht geöffnet)
Ein Stückchen weiter links auf der Karte ist die Transalpina. Vielleicht ist die dann schon geöffnet.

Falls Dich alte Eisenbahnen interessieren sollten: es gab früher etliche Waldeisenbahnen in Rumänien. Viele davon sind in den letzten zwei Jahrzehnten aufgegeben worden. Ein paar Museumsrelikte wurden bewahrt, teils in Form von kurzen Streckenfragmenten und rollendem Material. Dazu gibt's Web-Seiten mit einigermaßen aktuellen Informationen. Die Bahn im Wassertal ab Viseu de Sus sollte noch im Normalbetrieb fahren.

Gruß, Ralf
Butterblume
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Re: Reise in den Südosten Europas

Beitrag von Butterblume »

Hallo Hans-Jürgen,

so richtig gut hat es uns in Rumänien bei den Schlammvulkanen Vulcanii Noroiosi auf dem Camping Muddy Land, nähe Berca/Buzau gefallen. Dort hätten wir uns auch wegen der herzlichen Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft des Betreibers eine Wochen aufhalten können. Der Camping liegt in traumschöner Umgebung (GPS 45.3421251, 26.6988793) und hat eine gute Ausstattung.

Ebenfalls sehenswert ist Schässburg und natürlich Schloss Peles in Sinaia.
Mein Unterkunftstipp für Sinaia: Casa Teo, GPS 45.3523038, 25.5350266, Luxus für kleines Geld, ruhige Lage mit Blick ins Tal, tolles Restaurant (Taverna Sarbului) in fußläufiger Entfernung.

Bären kannst du im Nationalpark Piatra Craiului nach Buchung am Vortag bei den Rangern begleitet beobachten. Geländegängiges Fahrzeug ist aber notwendig, denn den Ranger musst du mitnehmen.
Falls du interessiert bist, habe ich noch einen Telefonkontakt eines Rangers der Deutsch spricht.

Auf dem Weg vom/ins Donaudelta (war für uns ein absolutes Muss) liegt der Mancin Nationalpark. Auch dort gibt es oberhalb des Ortes Macin in den Bergen einen herrlich einsam gelegenen Camping (GPS 45.2506773, 28.1636622), allerdings ohne große Ausstattung.

Ansonsten kannst du dich von meinen Fotos inspirieren lassen. Die jeweiligen Ortsinfos findest du unter den Bildern.

Die Transfagaras wurde 2015 erst Ende Juni eröffnet, so dass wir sie auch nicht fahren konnten.

Herzliche Grüße
Marina
Wer keinen Mut hat zum Träumen, hat auch keine Kraft zum Kämpfen. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de
Hans-Jürgen M.
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Re: Reise in den Südosten Europas

Beitrag von Hans-Jürgen M. »

Hallo Marina,

Danke für die Infos. Fotos begeistern. Allerdings ist bei uns nichts mit Camping. Sind zu bequem dafür. Nehmen lieber Hotels über booking.com.
Kannst Du mir etwas über die Straßenverhältnisse mitteilen. Ich fahre eine R 1200 RT LC. Die ist nichts für Offroad.

Gruß
Hans-Jürgen
Butterblume
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Re: Reise in den Südosten Europas

Beitrag von Butterblume »

Hallo Hans-Jürgen,

Straßenverhältnisse waren eigentlich recht gut. Hin und wieder wurde eifrig gebaut und es bildeten sich längere Staus (Karpartenquerung zwischen Hermannstadt und Pitesti). Das Autobahnnetz (mautpflichtig) wird ständig erweitert und war bis auf die Ringstraße um Bukarest in sehr gutem Zustand. Auf manchen Strecken hat´s tiefe Schlaglöcher, aber in der Regel sind die Dörfer via geteerter Straße zu erreichen. Ein größeres Problem stellt die Verkehrsdisziplin dar. Zitat Reisebericht: "Dörfer und Ortschaften zogen sich endlos lang und hinter uns bildete sich rasch wieder eine Schlange aus LKW und PKW´s, die ungeduldig darauf lauerten uns an den unmöglichsten Stellen in halsbrecherischem Tempo zu überholen."

LKWs überholend mit 80 bis 90 km/h in Ortschaften etc. sind eher die Regel… Sehe eigentlich auf der von uns gefahrenen Strecke keine Probleme für deine BMW.

Die Rovinette für Rumänien hatte ich bereits per Internet bestellt und per Kreditkarte bezahlt.

Hier ein paar Beispiele von Nicht-Autobahnen:

Karpaten bei Hermannstadt
Karpaten bei Hermannstadt
in den Karpaten zwischen Hermanstadt und Pitesti
in den Karpaten zwischen Hermanstadt und Pitesti
bei Oarja
bei Oarja
zwischen Constanta und Donaudelta
zwischen Constanta und Donaudelta
zwischen Murighiol und Enisala
zwischen Murighiol und Enisala

Herzliche Grüße
Marina
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doncarlos
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Re: Reise in den Südosten Europas

Beitrag von doncarlos »

Hallo Hans-Jürgen,
wollte auch vor 2 Wochen da runter, allerdings auf einer deutlich kürzeren Strecke. Hat sich dann aber durch die konstant schlechte Wetterlage erübrigt.
Da Du ja schon den "Merry cemetery" in Sapanta am rumänischen Theiß-Ufer auf dem Programm hast brauche ich Dir den nicht mehr zu empfehlen. Der ist für mich der absolute Hammer sodaß ich mir schon überlegt hatte ob ich mir dort auch mal einen Grabplatz reservieren sollte. Am selben Ort bauen die Orthodoxen gerade eine funkelnagelneue Kirche ganz aus Holz was mich schon allein architektonisch stark interessiert hat. Dann auf dem Weg nach Baia Mare kommst du an einem Freilichtmuseum vorbei voller traditioneller Holzhäuser von denen mich besonders die alte Judenschule sehr berührt hat, da es ein kleines Schlaglicht auf diese alte und auf dem Balkan wohl für immer untergegangene Religionskultur wirft. Die rumänischen Holocaust-überlebenden wurden ja nach dem Versiegen der Petroleumquellen von Ceaucescu zur Devisenbeschaffung für ein saftiges Kopfgeld nach Israel buchstäblich verkauft. Danach hat er dasselbe Geschäft dann mit der BRD bezüglich der Saschi und Schwabi eingefädelt.
Auch in Bulgarien gibt es am Fuße der Balkankette gleich hinter Gabrovo Richtung Sipka-pass ein beeindruckendes ethnographisches Museumsdorf.
Für mich auch immer wieder eine große Verlockung die vielen Thermalquellen sowohl in Transsylvanien als auch in Bulgarien.
Was die Verkehrsverhältnisse angeht kannst Du von glück sagen, dass die vielen nächtlich komplett unbeleuchteten Pferdekarren der dortigen Tsigani mittlerweile doch wohl weitgehend von den Straßen verschwunden sind. Noch vor 10 Jahren waren diese (die carruzzas natürlich) eine wahre Landplage. Mir hat ein nächtlicher zusammenstoß damit mal zu einem längeren unfreiwilligen Studienaufenthalt im dortigen Knast verholfen.
Dies wünsche ich Dir nicht und außerdem seid Ihr sowieso wohl klugerweise nicht nachts unterwegs meint doncarlos
"Man entdeckt keine neuen Welten ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren" (frei nach A.Gide)
Ste
Beiträge: 19
Registriert: Di 23. Feb 2016, 14:00

Re: Reise in den Südosten Europas

Beitrag von Ste »

Auf jeden Fall solltest du dir das Buzludzha Monument in Bulgarien anschauen. Fand das vor 2 Jahren sehr faszinierend, besonders wenn du auch bis ganz oben auf den Turm bzw. bis runter in die stockdunklen Katakomben gehst.

Schloß Bran (Draculas Castle) in Rumänien ist auch ganz interessant, falls du auf Schlösser und Burgen stehst. Es ist aber schon sehr touristisch ausgeschlachtet.

In Budapest gibts einige ganz interessante ruin bars (glaube Fogas Ház oder Szimpla sind ganz gut).

Am interessantesten an meiner Südosteuropa Tour fand ich allerdings Kosovo. Zwischen Sofia und Belgrad solltest du auf jeden Fall dorthin einen kleinen Abstecher für ein paar Tage machen.

An deiner Stelle würde ich auch eher Slowakei weglassen und über Katowice, Krakau und Lwiw fahren. Die Strecke bin ich letzten Sommer gefahren (weiter bis Kiew und dann runter nach Odessa, Chisinau, Tiraspol).
Zwischen Katowice und Krakau gibts auch noch eine interessante Burg: Ogrodzieniec
In der Region wären dann auch noch die Kapelle der schwarzen Madonna in Czestochowa, das Salzbergwerk Wieliczka und die KZ Auschwitz sowie Plaszow.
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